Putzseife aus Frittieröl / Altöl

Putzseife aus Frittieröl

Ich habe schon seit längerem eine Fritteuse daheim. Ein großer Nachteil ist, dass man immer so viel Altöl zum Entsorgen hat. Letztens habe ich dann in einem Seifenforum gelesen, dass unsere Vorfahren aus Altöl Seife gesiedet haben. Idealerweise könne man aus diesem gebrauchten Öl eine gute Putzseife herstellen. Die Seife würde nicht nach „Schnitzel“ riechen. Also dachte ich mir, wenn das klappt, habe ich eine ideale Lösung um das Öl vollständig zu verarbeiten. Eine bessere Idee für Upcycling gibt es wohl nicht für Altöl. Man sollte allerdings schon wissen welches Produkt/Fett man für seine Fritteuse benutzt. Ich achte darauf eine gute Qualität zu kaufen und nicht das billige Frittieröl.

Ich habe mein Öl gut gefiltert damit keine Rückstände mehr darin waren. Nun die Farbe war goldig und der Geruch eben wie er ist. Wenn die Seife nichts wird kann ich sie immer noch aussalzen und dann sowieso zu Putzsseife verarbeiten. So mein Gedanke.

Oft verwendet man für Putzseife gerne Seifenreste die von allen Fremdkörpern wie Kräuter, Farben usw. befreit werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Aussalzen. Zudem achtet man darauf, dass das restliche Öl auch noch verseift werden kann. Das Ziel ist eine 0% Überfettung der Seife. Die Seife ist somit scharf und mit Handschuhen anzufassen.

Im Grunde gibt es kein Rezept für solche Seife. Du wiegst dein Altöl ab und je nach Öl suchst du dir die Verseifungszahl raus und kannst dir somit die nötige NaOH Menge berechnen. Meine Seife hat 0% Überfettung. Der Wasseranteil lag bei 30% und auch 3% Zitronensäure habe ich verarbeitet.

Du kannst gerne einen Seifenrechner aus dem Internet verwenden.

Der Seifenleim wurde schnell dick und ich konnte ihn recht rasch in Formen füllen. Die Seife an sich ist auch nach ein paar Stunden hart geworden. Ich habe sie recht rasch in Stücke geschnitten. Wird sie zu hart bricht sie beim schneiden gerne.

Durch die Verseifung ist die Seife hell geworden und der Geruch wurde durch das NaOH tatsächlich neutralisiert. Die Seife ist schön hart und hat keine lange Reifezeit. Du kannst diese Seife zum Putzen verwenden oder aber auch zum Geschirr abwaschen. Als Waschmittel habe ich sie noch nicht ausprobiert aber es soll auch funktionieren. Der Schaum ist bei dieser Putzseife nicht im Vordergrund. Das ist aber auch total egal sie erfüllt ihren Zweck.

Erfahrung im Seifensieden ist dringend empfohlen um Putzseife herzustellen. Aber da beim Seifensieden generell Vorsicht geboten ist, ist es eigentlich nicht viel anders als sonst. Schutzkleidung ist unerlässlich! Aussalzen war definitiv nicht nötig.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg

 

 

 

 

 

 

 

 

Shampoo Bar selbstgemacht


Im Urlaub war ich wieder mal bei der Rührwerkstatt zu Besuch. Was für ein verhängnisvolles Geschäft.  Ich habe mir eine Liste geschrieben welche kosmetischen Rohstoffe ich haben möchte. Es ist schön mal direkt in ein Geschäft zu gehen und nicht alles Online zu bestellen. Man findet doch noch meistens etwas, dass nicht auf der Liste steht. Leider gibt es keinen Händler in unserer Nähe. So nütze ich immer die Chance und statte der Rührwerkstatt einen Besuch ab. Es ist ein schönes sehr liebevoll eingerichtetes Geschäft mit allen möglichen Produkten.

Wieder daheim habe ich mir Shampoon Bars gemacht. Ich habe mir schön aufgeschrieben was ich alles rein packen möchte doch die Hälfte davon habe ich vergessen. So ist nun folgendes Rezept entstanden:

70g SLSA (Tensid)

25g Lavaerde

30g Ziegenmilchpulver

10g Jojobaöl

10g Kokosöl

10g Sheabutter

1g Kurquat

2g Cetylalkohol

Rosenwurzwurzeltinktur

Kastanienblütentinktur

Perlglanz (optional)

dazu kamen je ein Spritzer von selbstgemachten Tinkturen.

Ich habe mein Rezept mit etwas Kastanienblütentinktur und Rosenwurztinktur ergänzt. Für die Farbe habe ich etwas Kupfer Perlglanz genommen. Diesen kann man aber auch weg lassen.

Zuerst muss man Kurquat und den Cetylalkohol in den Ölen auflösen (im Wasserbad). Anschließend die Sheabutter dazu geben und auch schmelzen lassen. Die trockenen Zutaten habe ich in einer Schüssel vermischt. Ich habe einen Mundschutz getragen da das Tensid SLSA sehr fein ist und nicht in die Atemwege gelangen sollte. Hat man das gemacht kann man ganz langsam die Öle untermischen. Dabei ständig kneten bis eine Masse entsteht die nicht auseinander bröselt aber auch nicht zu nass ist. In Formen drücken und im Backrohr bei 50° ca. 1,5 h trocknen lassen. Anschließend gibt man die Formen in den Tiefkühlschrank für eine Zeit. Ich glaube meine waren ca. 1 h darin. Ich konnte meine Bars anschließend gut auslösen.

Ich habe sie natürlich rasch getestet und ich muss sagen sie sind einfach nur hervorragend geworden.

SLSA – Sodium Lauryl Sulfoacetate ist ein pflanzliches Tensid. Kurquat unterstützt die Kämmbarkeit der Haare und hat auch eine konservierende Eigenschaft. Cehtylalkohol ist glättend und rückfettend und ein Feuchthaltefaktor.

Es hat so Spaß gemacht, dass ich in dieser Richtung sicher noch etliche Rezepte kreieren werde.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

 

 

 

 

 

Waschserie von RINGANA

Foto ©Sonja Sutterlüty

Werbung!

Wir dürfen uns freuen! Ringana bringt einen neue Waschlinie auf den Markt. Dabei gibt es wieder einen Haar-Conditioner. Wusstest du, dass es auch immer ein wöchentliches Angebot von Ringana Produkten gibt? Dabei kannst du einfach hin und wieder in meinen Partnershop schauen, es lohnt sich! Shop

Foto ©Sonja Sutterlüty

 

 

Die Revolution der Frischekosmetik MIX & MATCH

img-20170206-wa0009Verschiedenste Einflüsse stellen deine Haut und ihre Bedürfnisse immer wieder auf eine neue Herausforderung. Dies kann durch deinen Lebensstil aber auch durch Umwelteinflüsse passieren. So kann es durchaus sein, dass du für deine Gesichtspflege eine Ergänzung brauchst. Besonders im Winter durch eine trockene Heizungsluft, benötigen wir oftmals besonders gute Pflege.

RINGANA hat im Labor wieder getüftelt um einen aus der Natur gewonnenen Pflege-Booster zu kreieren.

Dabei kannst du einfach dein RINGANA Serum in der Handfläche mit einem RINGANA Add Produkt mischen. Danach wird es wie gewohnt aufgetragen.

Dabei gibt es drei verschiedene Produkte für verschiedene Ansprüche.

Die RINGANA ADDS:

repair

Beruhigt & Regeneriert
Reduziert Hautunreinheiten
Mindert entzündliche Prozesse
Wirkt stark hautberuhigend
Sofortige Straffung
Sofortiger Straffungseffekt
Mindert Linien und Fältchen
Festigt und regeneriert die Haut

glow

Schutz & Ausstrahlung
Schützt vor schädlichen Umwelteinflüssen
Schenkt eine frische Ausstrahlung
Belebt den Teint und spendet neue Energie

 

Ab 17.03.2017 gibt es die neuen Ringana Add-On-Pflege zu kaufen.

 

 

 

Luxus Badesalz einfach selber machen

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Ein Vollbad ist nicht nur für die Reinigung da, sondern es dient auch noch als Wellness oder Entspannungsbad. Geht es uns schlecht kann so ein Vollbad wahre Wunder wirken. Es dient nicht nur gesundheitlichen Zwecken sondern kann auch das seelische Gleichgewicht in Balance halten. Seit Menschengedenken wurden Bäder genossen. Kleopatra war sich der wohlfühlenden Eigenschaften eines Bades bewusst. Die alten Römer haben ganze Badeanstalten errichtet. Heut zu Tage ist es so, dass sehr viele Menschen eine Badewanne zu hause haben. Warum soll man sich dann nicht etwas Gutes tun? In unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig hin und wieder zu entspannen und für Wohlbefinden zu sorgen. Machst du deine Badezusätze selber, weißt du was enthalten ist. Düfte können auf das persönliche Wohlbefinden abgestimmt werden. Wir können für ein anregendes oder ein entspannendes Bad sorgen. Hilfreich sind ätherische Öle oder Kräuter. Als Grundlage können wir Totes Meersalz, Bittersalz (Epsom Salt), Natron, Milchpulver, fette Öle verwenden.

Mein Rezept für ein feines Luxus Badesalz:

2 Cup Totes Meersalz

6 Cup Bittersalz

2 Cup Natron

2 Cup Milchpulver

1 Cup Jojobaöl

1 Cup Olivenöl

etwas Hamameliswasser optional

etwas Lebensmittelfarbe optional

ätherische Öle

Alle trockenen Zutaten mischen. Dann fettes Öl hinzugeben und gut vermischen. Das Badesalz duftet durch die fetten Öle schon sehr fein. Man kann das Badesalz also auch schon so verwenden.

Ein bisschen eine Spielerei ist die Farbgebung. Dabei rühre ich etwas Lebensmittelfarbe mit Hamameliswasser an (sehr wenig). Ich teile meine Mischung in 4  Teile. Nun kann ich jeden Teil nach Wunsch einfärben. Es bedarf ca 1 Tl pro Teilmenge um die Masse zu färben. Gut untermischen! Den Duft kannst du nun auch hinzugeben. Dann schichtweise in Gläser füllen. 3 -4 El sind ausreichend für ein Vollbad. Du kannst aber auch mehr nehmen je nachdem welchen Zweck dein Bad erfüllen soll.

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Auch hier kommt wieder Epsom Salz zum Einsatz. Magnesiumsulfat – zwei wichtige Nährstoffe für unseren Körper – Magnesium und Schwefel. Auch nach dem Sport ist so ein Bad ein Genuss für unsere strapazierten Muskeln.

Noch ein Tipp: Du kannst die Farben auch noch kombinieren und mit Kräutern vermischen dann entsteht ein wunderschönes Badesalz!

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Hübsch verpackt ist es auch immer ein schönes Geschenk! Ich spare mir immer alte Gläser auf. Sie eignen sich hervorragend als Verpackung.

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Meine Duftmischungen waren: Kanuka-Grapefruit-Patschuli oder Bergamotte-Melisse und als anregendes Bad: Verbena-Rosmarin.

Kanuka wirkt entzündungshemmend, venenstärkend, lymphanregend und hilft dem hormonellen Ausgleich.

Grapefruit ist frisch und wirkt positiv auf unseren Organismus. Zudem ist es hilfreich bei Müdigkeit oder Antriebsschwäche und unterstützt die Durchblutung.

Patschuli ist sehr hautpflegend. Hilft und lindert irritierte Haut und unterstützt unser Nervensystem.

Bergamotte hat eine entspannende aber gleichzeitig erfrischende Wirkung auf uns. Bergamotte ist hautstraffend und adstringierend und antiseptisch.  Es ist sehr hautpflegend.

Melisse stärkt die Lebensgeister und fördert unser ganzes Nervensystem. Es ist beruhigend  und entspannt uns auch bei Kopfschmerz und Migräne.

Verbena sie fördert unsere Ausgeglichenheit und Harmonie. Dieses Öl ist hautregenerierend und Geistfördernd – es unterstütz unsere Konzentration.

Rosmarin ist stark durchblutungsfördernd. Es hilft uns bei unreiner oder fettender Haut. Erschöpfungszustand können gelindert werden und die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt.

© Marlies Schneider

 

 

Zahnöl selbstgemacht

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Zahnputzmittel selber machen ist nicht schwer. Ein gutes Zahnputzmittel zu kreieren schon eher. Es gibt alle möglichen Rezeptzusätze wie veraschte Hölzer, Schlämmkreide und vieles mehr. Holzasche finde ich einfach persönlich nicht gut. Schlämmkreide hat einen entscheidenden Nachteil, sie neigt eher zur Zahnsteinbildung. Das kann ich bei meiner Zahnfehlstellung nicht brauchen. Auch daraus hergestellte Zahncreme, wird recht schnell trocken und unbrauchbar. Man muss davon also sehr kleine Mengen herstellen.  Nun gut Ideen mussten her.

Ich muss zugeben, dass das Ringana Zahnöl das beste Zahnpflegemittel ist, das ich kenne. Trotzdem wollte ich immer etwas Abwechslung haben. Nun war mein Ziel selbst ein Zahnöl herzustellen. Warum denn auch nicht? Probieren geht über Studieren!

Kokosöl, gilt ja  als hervorragendes Zahnpflegemittel. Durch die enthaltene Laurinsäure schützt es gegen Bakterien, Keime und Pilze und es wirkt antiparasitär. Kokosöl sollte generell in der Küche nicht fehlen. Laurinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure und macht nicht dick, sondern der Stoffwechsel wird angekurbelt und der Grundumsatz erhöht. Zudem ist es sehr gut verdaulich, da unser Körper für die Verdauung keine Gallenflüssigkeit und auch keine fettspaltenden Enzyme dazu benötigt. Kokosfett unterstützt unser System von Haut und Darm also wunderbar.

Kurkuma, hilft als natürlicher Aufheller. Man würde es kaum glauben, denn deine Zahnbürste wird gelb gefärbt. Deine Zähne aber nicht.

Natron, ist ideal als Schleifmittel und unterstützt das Aufhellen deiner Zähne.

Xylit, gilt als Anti-Karies-Hemmer, da es das Wachstum von Kariesbakterien hemmt.

Salbeiöl, darf in einem Zahnpflegemittel  nicht fehlen. Salbei ist antiviral und antibakteriell und unterstützt die natürliche Mundflora. In deiner eigenen Zahncreme kannst du ohne weiteres auch getrocknete, gerebelte Salbeiblätter hinzufügen.

Minzöl, auch Minze weißt diese Eigenschaften auf, aber sie bietet auch ein perfektes Frischegefühl.

Nelkenöl, hilft gegen Paradontose. Auch dieses ist antiviral und antibakteriell.

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Zahnöl:

50 g Kokosöl weich werden lassen.

2 EL Natron

2 TL Xylit

1 Prise Kurkuma – Gelbwurz (Kurkuma longa)

Alles miteinander mischen. Nun kannst du die ätherischen Öle dazu geben. Sehr vorsichtig dosieren. 2 Tropfen Minzöl, 2 Tropfen Salbeiöl, 1 Tropfen Nelkenöl. Wenn es dir zu wenig ist kannst du probieren was dir besser schmeckt. Das Zahnöl wird fest. Denn Kokosöl schmilzt erst bei ca 24 °C. Es wird mit einem Spatel entnommen und auf die Zahnbürste gegeben. Wie gewohnt die Zähne putzen.

Mit diesem Zahnöl bekomme ich Zahnstein sehr gut gelöst. Zum Ölziehen eignet es sich aber nicht. Da würde ich wieder auf das Zahnöl von Ringana zu greifen oder auf ein Bio-Öl.

Eine Umstellung macht wirklich Sinn! Keine Probleme im Mundraum, kein Zahnfleischbluten und Co. Ich kann dir nicht sagen ob Kurkuma die dritten Zähne verfärben würde. Hier kann man nur probieren. Auch für Zahnfüllungen kann ich nicht sprechen, da ich keine habe.

 

Nun ja Öl ist eben Öl und hat bekanntlich im Ausguss nichts verloren. Ein Problem das auf einen zu kommt, dass gebe ich zu. Um deinen Ausguss zu reinigen, musst du aber nicht auf Chemie umsteigen. Hierfür gibt es eine ganz einfache Abhilfe mit Natron und Essig.

Rezept:ausguss-mit-natron-und-essig

1/2 Tasse Natron

1 Tasse Essig

Kippe zuerst da Natron in den Ausguss und dann den Essig gleich nach. Lass nun Essig und Natron wirken. Es löst die komplette Verschmutzung in deinem Abflussrohr. Du kannst mit einem Stößel noch nachhelfen. Machst du dies bei deiner Badreinigung regelmäßig, dann geht es deinem Ablauf im Badezimmer gut.

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Kurioses oder einfach nur natürlich?

Zähne heilen mit Beinwell und Eierschalen. Wer unter Zahnproblemen leidet kann eine Beinwell – Eierschalenkur machen.

Dabei werden Eierschalen gründlich gereinigt und pulverisiert. Eine ganze pulverisierte Eierschale sollte täglich eingenommen werden. Aufgelöst in einem Smoothie oder Fruchtsaft, lässt sich diese am ehesten trinken. Banane würde die pulverisierte Eierschale binden.  Es gibt auch Tips mit Zitronensaft anrühren. Aber Zitronensaft löst die Eierschale auf. Nun gut man müsste es einfach probieren. Mir stellt sich die Frage ob nicht einfach auch Calciumzitrat klappten würde.

Aus Beinwellwurzel wird eine Abkochung gemacht. Gib etwas Wurzel in einen Topf und übergieße es mit kaltem Wasser. Dann lässt du das Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen. Abseihen und den Sud als Mundspülung verwenden. Dies mindestens ein mal täglich.

© Marlies Schneider