Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Ich wünsche euch allen schöne und erholsame Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2019!

 

Vielen Dank für ein schönes Kräuterjahr mit vielen netten Menschen, Kräuterinteressierten und Kräuterkollegen/innen und FNL Vereinsmitgliedern. Ich hoffe ich darf euch hin und wieder in meinen Kursen/Workshops und Kräuterführungen/Kräuterwanderungen und auch bei Kräutertreffes in unserem schönen Vorarlberg begegnen.

Ein Dank gilt auch an meine treuen RINGANA Kunden/innen und großartigen Partner/innen!

Vielen Dank auch allen die meinem Blog folgen. Ich werde auch weiterhin alle möglichen schönen und verrückten Rezepte mit euch teilen.

Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg

Kräuterkurs zum/zur Dipl. Kräuterexperte/in

 

Wir starten in Vorarlberg wieder mit dem Kurs zur/zum Dipl. Kräuterexpertin/Kräuterexperte.

Die FNL Kräuterakademie bietet in ganz Österreich „Volksheilkundliche Kräuterkurse nach Ignaz Schlifni“ an.

Ignaz Schlifni ist der Gründer des Kräutervereins FNL (Freunde naturgemäßer Lebensweise). Es ist der größte und älteste Kräutervereins Österreichs.

Ziel dieses Kurses ist es, altes Wissen der Volksheilkunde und das besondere Kräuterwissen und den Erfahrungsschatz von Ignaz Schlifni zu erlernen. Zudem möchten wir mit diesem Lehrgang den Menschen unsere heimische Natur näherbringen.

Es werden ca. 400 Kräuter/Wildpflanzen durchgenommen. Ihr erfahrt vieles über deren Gebrauch und die Volksheilkunde und die Kräuterkunde des Ignaz Schlifni.

Der Kurs in Vorarlberg wird von unseren langjährigen Referentinnen Marianne Fischer und Renate Lindner abgehalten. Nach Kursabschluss hast du die Möglichkeit eine Prüfung zu machen zum/zur „FNL Kräuterexperten / FNL Kräuterexpertin“.

Weitere Informationen/Anmeldung bekommst du direkt auf der Seite der Kräuterakademie. 

In Vorarlberg beginnen wir mit dem Kurs am 26.01.2019 (Fa. Bentele, Nannen 1113, 6861 Alberschwende (Koblach ist nicht mehr aktuell)). Plätze sind noch verfügbar.

Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg

FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Kartoffelturm 1. Versuch

Immer wieder habe ich davon gelesen man könne Kartoffeltürme bauen. Sie seien ideal für den Kleingarten und bringen einen hohen Ertrag. Nun da ich einen Kleingarten habe, dachte ich, dass ist genau das Richtige für mich. Ich habe mich schlau gemacht und mehrere Anleitungen davon studiert. Nun wohl nicht gut genug wie sich herausstellte. Der Bau vom Kartoffelturm ist eigentlich wirklich einfach. Man braucht einen Maschendrahtzaun etwas Heu und Erde und ein paar Saatkartoffeln. Ich habe mir alles nötige besorgt und mich im Frühjahr daran gewagt zwei Kartoffeltürme zu bauen.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL, Bau Kartoffelturm

Ich habe große Bauwannen noch herum stehen und das Gitter passend hinein gestellt. Dieses habe ich mit Kabelbinder fixiert. Danach schichtet man innen am Rand des Gitters Heu rundum.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

Die Kartoffeln werden rundum gelegt und mit Erde bedeckt. So geht es weiter bis der Turm voll ist.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

 

Nun habe ich noch eine Bambusmatte rundum gewickelt. Wie sich jedoch herausstellte war der Turm zu dicht und das Kraut der Kartoffel hatte mühe raus zu sprießen. Nächstes Jahr muss ich entweder die Bambusmatte  vorher bearbeiten, in dem ich Bambusröhrchen herausziehen werde, oder ich benutze diese erst gar nicht. Ich werde vermutlich auch den Turm mit mehr Heu füllen und mit weniger Erde. Die Ausbeute war bei meinem 1. Versuch nicht so berauschend. Allerdings habe ich das ja schon vermutet. Die Idee ist aber wirklich gut und funktioniert soweit ja. Allerdings muss ich erst noch darauf kommen wie ich den Turm bauen muss damit auch der Ertrag besser wird.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

Hier sieht man gut, dass die Ernte nicht so üppig ausfällt wie auf den Bildern die man im Internet so findet. Die Kartoffeln sind auch eher klein. Aber wenig ist es nun auch wieder nicht.

 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

Für einen Kleingarten ist die Ernte gar nicht schlecht. Natürlich kannst du in jedem Garten einen Kartoffelturm bauen. Er ist Platzsparend und schaut witzig aus.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg

 

 

Alpines Häuserl


Auf dem Weg zum Bielerkopf! Was sagt man dazu?

Kräuterspaziergang in Hard

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

 

Fr, 27.04. – 15 Uhr
„Kräuterspaziergang“
mit Marlies Schneider
Dipl. Kräuterexpertin
Ort: Bildungszentrum 6971 Hard (Villa Jenny), Landstraße 36

Kosten: 8,00€

Anmeldung: 05574 / 73134 oder
bildungszentrum-hard@gmx.at

Pflanzenportrait Bingelkraut – Mercurialis annua / Mercurialis perennis

Der Frühling ist da und das Wetter ist traumhaft. Die Frühjahrskräuter schießen aus dem Boden. Man findet Veilchen, Löwenzahn und Bärlauch. Aber auch ein ganz unscheinbares kleines Kräutlein findet man jetzt überall.
Ich habe mir vorgenommen euch hin und wieder ein Pflanzenportrait einzustellen.

Die Wahl ist auf das „Bingelkraut“ gefallen!

Bei uns findet man zwei Gattungen davon. Das Einjährige Bingelkraut oder auch Garten-Bingelkraut genannt – Mercurialis annua und das ausdauernde Wald-Bingelkraut – Mercurialis perennis.

Bei der Namensherkunft ist man sich nicht ganz eins. Meist verbreitet ist die Theorie es könnte ein Kraut des Götterboten der Römer sein welches Merkur (Hermes) war. Wolf Dieter Storl beschreibt das Einjährige Bingelkraut in seinem Buch Wandernde Pflanzen wie folgt: „Das Einjährige Bingelkraut ist im Gegensatz zum Guten Heinrich als „böser Heinrich“ zu verstehen. Denn verzehrt man diese Pflanze ergeht es einem richtig schlecht. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gehen dann einher, wurde es früher doch tatsächlich für eine „innere Reinigung“ verwendet.

Beide Pflanzen der Wolfsmilchgewächse gelten als giftig und es wird heutzutage generell von einer inneren Einnahme abgeraten. Beide Pflanzen sind (nicht zwingend) zweihäusig, das bedeutet, dass wir hier eine männliche und eine weibliche Pflanze finden können.

Magische Geschichten gibt es natürlich auch, dachte Dioskurides, eine Einnahme der männlichen Pflanze würde die Geburt eines Buben begünstigen. Doch leider hat Dioskurides die Pflanzen noch dazu verwechselt.
Wegen seiner narkotischen Zutat war es auch ein Bestandteil der Flugsalbe.

Die Inhaltsstoffe beider Pflanzen sind ähnlich: Saponine, Bitterstoffe, Cyanglykoside, Flavonoide, Rutin, Hermidin, ätherische Öle

Im getrockneten Zustand verliert das Bingelkraut seine Giftigkeit.
Das getrocknete Kraut kann man ohne weiteres in ein Schlafkissen füllen. Wird die Pflanze getrocknet wird das trockene Kraut bläulich. Darum wurde sie früher auch zum Färben oder als Tinte verwendet. In der anthroposophischen Medizin wird das Bingelkraut bei Frauen Beschwerden eingesetzt.
Bingelkraut ist hilfreich bei Rheuma, Gicht, asthmatischen Beschwerden, Warzen, entzündeten und eitrigen Wunden, Verbrennungen, Hämorrhoiden sowohl auch bei Schwellungen.

Ich habe mir heuer einen Bingelkraut-Balsam gerührt. Für äußere Anwendungen ist dieser geeignet.

Anwendungen aus der Volksheilkunde ersetzen nie einen Gang zum Arzt.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

Weitere Information zum Thema Kräuter gibt es immer in meinen Kursen/Vorträgen in Hard, Vorarlberg.