Sweet dreams are made of this – Raumspray

Selten aber doch kann mein Kleiner am Abend nicht einschlafen. Dann kann es schon passieren, dass er sich im Dunkeln fürchtet. Dafür habe ich vor einer Zeit mal einen Schlafspray gemischt. Was soll ich sagen, es funktioniert so gut. Der Duft ist angenehm beruhigend und mein Sohn schläft so gut wie immer schnell ein. Es braucht nicht viel einfach ein oder zwei Sprühstöße sind ausreichend.

Nun ist unser Raumspray leider fast zur neige gegangen. Für meinen Sohn ist es aber ganz wichtig welchen zu haben. Man weiß ja nie.

Darum haben wir heute einen gemeinsam gemischt. Hier ist das Rezept:

95 ml Lavendel-Hydrolat welches vom Lavendel aus unserem Garten stammt

5 ml Vodka

1 Msp Natron

mischen und in eine Flasche füllen. Dann durfte er sich noch ätherische Öle aussuchen. Er hat sich für eine feine Mischung entschieden und ist ganz begeistert.

1 Tropfen ätherisches Öl Rose bulgarisch in 10% Jojoba

1 Tropfen ätherisches Öl Zirbe

1 Tropfen ätherisches Öl Melisse

1 Tropfen Bergamotte

Vor dem Gebrauch wird die Mischung einfach gut geschüttelt. Der Duft ist entspannend und angenehm. Wenn wir dann den Spray benötigen holen wir den „Zauberspray“. Kindern gefällt sowas sehr, denn zugegeben, wer hat denn schon einen „Zauberspray“ daheim?

Du kannst auf diese Weise diverse Raumsprays mischen. Es muss ja nicht unbedingt ein Schlafspray sein. Manchmal möchte man einen Erfrischungsduft haben. Zitrusöle sind da meine Favoriten.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haarspitzenbalsam

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Es gibt 350 Aloe Arten, aber nur ca. vier haben arzneiliche Eigenschaften. Das sind die Aloe Vera, Aloe arborescens und die Aloe barbadensis. Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Baum-Aloe – Aloe arborescens gekauft. Diese Art der Aloe soll am Heilkräftigsten sein. Sie stammt aus Südafrika, aber inzwischen findet man sie bei uns in den Kräutergärtnereien. Bei dieser Aloe-Sorte kann sogar das komplette Blatt verwendet werden, nicht wie üblich nur das Gel im Inneren der Pflanze. Im Vergleich zu meiner Aloe Vera macht die Aloe arborescens schmalere Blätter und wächst stark in die Höhe, ähnlich wie ein Strauch. Diese Sorte ist im Deutschen Arzneibuch eingetragen, im Gegensatz zur Aloe Vera, die nur für kosmetische Zwecke zugelassen ist. Sie besitzt eine starke antimikrobielle und antivirale Wirkung. Da sie aber im Vergleich zur Aloe Vera wenig Gel enthält, ist sie von geringem wirtschaftlichen Interesse. Allerdings ist sie aus therapeutischer Sicht der Aloe Vera überlegen.

Ein Blatt der Aloe Vera ist sehr ergiebig und nicht immer brauche ich so viel Gel.

Nun wollte ich eine Haarspitzenpflege zaubern. Inzwischen brauche ich ja nicht mehr viel für meine Haare, aber eine spezielle Pflege für die Spitzen wollte ich doch haben. In meinem Artikel „Alles über Haarpflege“ habe ich ja schon etliches zum Thema Haare waschen geschrieben. Allerdings ist Selbermachen für mich das Ziel.

Mein Rezept für den Haarspitzenbalsam:

10 g Sheabutter

15 ml Arganöl

ca. 10 ml Aloe arborescens Gelp1100868

1/2 Tl Vitamin E

wenig Weingeist

20 ml Jojobaöl

2 Tropfen ätherisches Ylang Ylang Öl naturrein

2 Tropfen ätherisches Bergamotten Öl naturrein

Da so eine kleine Menge Aloegel mit meinem Stabmixer nicht zerkleinert werden kann, habe ich alle Zutaten zusammen gemixt. Zuerst wird aber die Sheabutter langsam geschmolzen mit der möglichst niedrigsten Temperatur. Arganöl und Jojobaöl und die Aloe hinzugeben und gut mit dem Stabmixer mixen. Dann kommen die anderen Zutaten hinzu – nochmals gut mixen und abfüllen. Haarcreme (3).JPG

Mit einem Spatel eine kleine Menge entnehmen. Es reicht so ca. die Größe einer halben Erbse und diese Menge in die Haarspitzen massieren. Ist auch immer wieder ein schönes Geschenk aus der Küche.

Hier habe ich noch ein Rezept für ein Rosskastanienshampoo.

© Marlies Schneider

Luxus Badesalz einfach selber machen

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Ein Vollbad ist nicht nur für die Reinigung da, sondern es dient auch noch als Wellness oder Entspannungsbad. Geht es uns schlecht kann so ein Vollbad wahre Wunder wirken. Es dient nicht nur gesundheitlichen Zwecken sondern kann auch das seelische Gleichgewicht in Balance halten. Seit Menschengedenken wurden Bäder genossen. Kleopatra war sich der wohlfühlenden Eigenschaften eines Bades bewusst. Die alten Römer haben ganze Badeanstalten errichtet. Heut zu Tage ist es so, dass sehr viele Menschen eine Badewanne zu hause haben. Warum soll man sich dann nicht etwas Gutes tun? In unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig hin und wieder zu entspannen und für Wohlbefinden zu sorgen. Machst du deine Badezusätze selber, weißt du was enthalten ist. Düfte können auf das persönliche Wohlbefinden abgestimmt werden. Wir können für ein anregendes oder ein entspannendes Bad sorgen. Hilfreich sind ätherische Öle oder Kräuter. Als Grundlage können wir Totes Meersalz, Bittersalz (Epsom Salt), Natron, Milchpulver, fette Öle verwenden.

Mein Rezept für ein feines Luxus Badesalz:

2 Cup Totes Meersalz

6 Cup Bittersalz

2 Cup Natron

2 Cup Milchpulver

1 Cup Jojobaöl

1 Cup Olivenöl

etwas Hamameliswasser optional

etwas Lebensmittelfarbe optional

ätherische Öle

Alle trockenen Zutaten mischen. Dann fettes Öl hinzugeben und gut vermischen. Das Badesalz duftet durch die fetten Öle schon sehr fein. Man kann das Badesalz also auch schon so verwenden.

Ein bisschen eine Spielerei ist die Farbgebung. Dabei rühre ich etwas Lebensmittelfarbe mit Hamameliswasser an (sehr wenig). Ich teile meine Mischung in 4  Teile. Nun kann ich jeden Teil nach Wunsch einfärben. Es bedarf ca 1 Tl pro Teilmenge um die Masse zu färben. Gut untermischen! Den Duft kannst du nun auch hinzugeben. Dann schichtweise in Gläser füllen. 3 -4 El sind ausreichend für ein Vollbad. Du kannst aber auch mehr nehmen je nachdem welchen Zweck dein Bad erfüllen soll.

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Auch hier kommt wieder Epsom Salz zum Einsatz. Magnesiumsulfat – zwei wichtige Nährstoffe für unseren Körper – Magnesium und Schwefel. Auch nach dem Sport ist so ein Bad ein Genuss für unsere strapazierten Muskeln.

Noch ein Tipp: Du kannst die Farben auch noch kombinieren und mit Kräutern vermischen dann entsteht ein wunderschönes Badesalz!

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Hübsch verpackt ist es auch immer ein schönes Geschenk! Ich spare mir immer alte Gläser auf. Sie eignen sich hervorragend als Verpackung.

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Meine Duftmischungen waren: Kanuka-Grapefruit-Patschuli oder Bergamotte-Melisse und als anregendes Bad: Verbena-Rosmarin.

Kanuka wirkt entzündungshemmend, venenstärkend, lymphanregend und hilft dem hormonellen Ausgleich.

Grapefruit ist frisch und wirkt positiv auf unseren Organismus. Zudem ist es hilfreich bei Müdigkeit oder Antriebsschwäche und unterstützt die Durchblutung.

Patschuli ist sehr hautpflegend. Hilft und lindert irritierte Haut und unterstützt unser Nervensystem.

Bergamotte hat eine entspannende aber gleichzeitig erfrischende Wirkung auf uns. Bergamotte ist hautstraffend und adstringierend und antiseptisch.  Es ist sehr hautpflegend.

Melisse stärkt die Lebensgeister und fördert unser ganzes Nervensystem. Es ist beruhigend  und entspannt uns auch bei Kopfschmerz und Migräne.

Verbena sie fördert unsere Ausgeglichenheit und Harmonie. Dieses Öl ist hautregenerierend und Geistfördernd – es unterstütz unsere Konzentration.

Rosmarin ist stark durchblutungsfördernd. Es hilft uns bei unreiner oder fettender Haut. Erschöpfungszustand können gelindert werden und die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt.

© Marlies Schneider