Schöne Adventszeit

Bei mir gehört zum Advent immer ein bisschen basteln und Kekse backen mit dazu. Nun ist am Sonntag ja schon der erste Advent und ich wünsche euch eine schöne Zeit.

Aus Naturprodukten wie Moos oder Fichten-/Tannenzweige kannst du wunderbare Gestecke zaubern. Du benötigst dazu nur etwas Draht und ein bisschen Krimskrams und einen Kranz deiner Wahl, aus Styropor oder ähnlich, zum Umwickeln. Wir sammeln über das ganze Jahr immer Äste, Zapfen aller Art für unsere Basteleien. Werden die Zapfen mit etwas Gold oder Silberspray besprüht bekommt man eine festliche Stimmung hinzu.

Schon hast du einen schönen Kranz.

Kräuter lassen sich auch gut verarbeiten. Manchmal darf es dann schon etwas verrückter sein. Besonders gut eignet sich Rosmarin, Lavendel, Wacholder und Efeu.

Immer schön sind Mooskugeln als Dekoration. Hier wird eine Styroporkugel oder eine Kugel aus Zeitungspapier mit Moos umwickelt und festgesteckt dann mit Hilfe von Draht fixiert. Mit Perlen oder anderen Dingen kann man sie noch schön verzieren. Für meine Familie und auch für Besuch mach ich immer ein paar Weihnachtskekse. Spitzbuben stehen bei meinen Lieben ganz hoch im Kurs. Probiere doch mal statt der klassischen Marmelade etwas neues aus. Wie wäre es mit einer Erdbeer-Lavendel-Marmelade? Die Kekse sind ein Hochgenuss.

Die Erdbeermarmelade kochst du nach Anleitung 1 Kg Bio-Erdbeeren und 1 Kg Bio-Gelierzucker 1:1. Etwas Saft 1-2 Zitronen oder Orangen dazu (oder beides) und 1 gehäufter El Lavendelblüten rundet das Ganze ab. In sterile Gläser füllen.

Badebomben DIY

Badebomben DIY

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Ein Vollbad ist für unseren Körper Entspannung pur. Auch unsere Haut bevorzugt eine gute Pflege. Allerdings, sind herkömmliche Produkte, wie chemische Schaumbäder, alles andere als ideal. Wellnessprodukte für zu Hause sind sehr einfach selbstgemacht. Sie sind auch immer ein äußerst schönes Geschenk. Nun Weihnachten ist ja auch bald und vielleicht überlegst auch du, jemandem mit etwas selbstgemachten, eine Freude zu machen.

Mein Sohn hat sich Badebomben gewünscht. Ja auch Kinder brauchen keinen Schaum, da reicht es schon wenn das Wasser ein bisschen sprudelt und der Spaß kann beginnen. Für Erwachsene und Kinder ist so ein Bad eine Wohltat und die Haut dankt es dir!

Hier habe ich ein schönes Rezept gebastelt.

500 g Natron
200 g Zitronensäure

125 g Maismehl oder Stärke
100 -150 g Kakaobutter
100 g Milchzucker (optional Milchpulver oder Süßmolke)
10   g Lecithin, optional
ca. 20 Tropfen ätherisches Öl
Blüten oder Pflanzenteile, getrocknet (Rosenblüten, Orangenblüten, Minzblätter, Lavendelblüten)
Lebensmittelfarbe, optional (Randigpulver, Spinat, Kurkuma usw)
etwas Öl
etwas Hamameliswasser

Alle trockenen Zutaten werden gut vermischt. Die Kakaobutter wird im Wasserbad zum Schmelzen gebracht und zu den trockenen Zutaten gegeben. Etwas Öl und etwas Hamameliswasser dazu geben und gut mischen. Den Duft auch untermischen sowie deine Farbe und alles in Formen pressen. Danach kommen diese mindestens für einen Tag in den Kühlschrank.

Hamameliswasser ist für alle Hauttypen geeignet und gehört zu den stärksten Antioxidantien. Es gehört zu den besten Hautpflegemittel und sollte in keiner Rührküche fehlen.

Hinweis: Ich habe die ganze Masse unterteilt und verschieden beduftet. Auch mit den Farben und Pflanzen, habe ich mich ein bisschen gespielt. So hat es mir verschieden Badebomben ergeben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

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Hübsch verpackt, hast du ein wunderbares Geschenk, aus der Küche. Badebomben oder Badesalz sind gekauft recht teuer. Selbstgemacht, sparst du Geld und du machst deinen Lieben eine große Freude damit.

© Marlies Schneider

 

 

 

Rosskastanien Shampoo

p1100440Ich bin total begeistert von meinem Rosskastanien Shampoo. Ich wollte schon länger ein Shampoo rühren, ohne diversen schwer zu beschaffenden Inhaltsstoffen. Es sollte ein einfaches Rezept sein und einfach umsetzbar. Ich färbe meine Haare schon seit ein paar Jahren nicht mehr und verwende schon lange keine herkömmlichen Shampoos mehr. Ich habe diverse natürliche Haarwaschmittel probiert.

Ab  und zu braucht es eine Natronwäsche mit anschließender Essig-Spülung. Dafür rührst du einfach etwas Natron mit etwas Wasser an und massierst es direkt in den Haaransatz. Mit der Essigrinse bekommst du das Natron leicht wieder raus. Dass der Essig wegen des Säureschutzmantels nötig sei, darauf möchte ich gar nicht eingehen. Denn dieses Thema ist sehr umstritten. Nicht mal Experten sind sich einig ob unsere Haut sauer oder basisch sein soll.

Aber der Essig löst das Natron auf und dies erleichtert das Ausspülen enorm. Hin und wieder hätte ich aber doch gerne mal den Griff zu einem Shampoo – und ich bin ja nicht alleine in unserem Haushalt.

Für mein Shampoo habe ich verwendet:p1100423

600 g Rosskastanien püriert (wie ich das mache: hier)

2 l Wasser

2 große Zweige Rosmarin – Rosmarinus officinalis

3 große Zweige echter Gewürz-Lavendel – Lavendula angustifolia (diese Sorte hat schöne gr0ße Blätter und ein sehr starkes Aroma)

1/2 Grapefruit, davon aber nur die Schale und den Trester vom Auspressen

1 Schale von einer Limette (allerdings kannst du jede Zitrusfrucht verwenden)

Gib alles zusammen in einen großen Topf (wirklich groß). Wir machen hier eine Aufkochung. Dies machen wir immer bei sehr hartem Pflanzenmaterial, um alle Inhaltsstoffe zu lösen. Dazu gehören Wurzeln oder wie hier die Rosskastanie. Ich habe das ganze nun für 30 bis 40 Minuten köcheln lassen. Bitte bleibe am Herd und rühre öfters um, denn das Ganze könnte sonst anbrennen. Wenn es etwas abgekühlt ist, kannst du Natron und Bittersalz hinzu geben – es schäumt. Dann erst das Öl und am Schluss noch Pektin. Ich habe alles noch etwas erwärmt- das wars dann schon.

1 El Paracaxiöl – Pentaclethra Macroloba Seed Oil (du kannst auch anderes verwenden)

1 Tl Pektin

8 El Bittersalz – Epsom Salt

8 El Natron

Ob das Pektin wirklich nötig ist, bezweifle ich, weil alles schon recht dickflüssig wirkt. Der Duft ist so gut, das keine ätherischen Öle mehr notwendig sind. Beachte, dass die Zugabe von Natron das Shampoo stark schäumen lässt. Beim nächsten Rezept werde ich es mit weniger versuchen. Allerdings hilft es, die Haltbarkeit zu verlängern. Lass die Mischung bei der Anwendung eine Weile in den Haaren einwirken. Die Masse schäumt auf dem Kopf übrigens nicht.

Bittersalz, oder im englischsprachigen Raum Epsom Salt genannt, ist eine Wohltat für die Haare. Bei uns ist es hauptsächlich nur als Abführmittel bekannt. Das ist schade, den es kann so viel mehr. Das Ganze bewirkt, dass du nach der Haarwäsche ein schönes Volumen erhältst. Das Natron macht die Haare schön weich. Die Kombination ist so gelungen und ich bin wirklich hin und weg von diesem Rezept.

Es kann aber schon sein, dass jemand der bis jetzt nur herkömmliche Shampoos benutzt hat, mit diesem Rezept nicht klar kommt.

Dabei gibt es einen einfachen Trick, wie du eine Umstellung beschleunigen kannst. Mit einer Mischung aus Bittersalz und Wasser kannst du Reste deiner Haarpflegeprodukte lösen. Verwende diese Mischung einfach als Spülung für deine Haare. Es braucht Geduld, denn es gelingt nicht von einem Tag auf den anderen. Ich habe Jahre dafür gebraucht, damit die Talgproduktion der Kopfhaut gut funktioniert. So hatte ich aber nie mit fettigen Haaren zu kämpfen.

Wer unter Neurodermitis oder Schuppenflechte auf der Kopfhaut leidet, hat mit dem Bittersalz eine lindernde und heilende Wirkung. Die enthaltenden Kräuter dienen nicht nur dem Duft, sondern Rosmarin hat eine durchblutungsfördernde Wirkung – Lavendel hingegen hat eine beruhigende Wirkung.

Bürsten ist noch ein weiteres Kriterium, dass man unbedingt beachten sollte. Aber auch die regelmäßige Reinigung der Bürste gehört dazu.

 © Marlies Schneider