Pao de Queijo – Brasilianische Käsebällchen

p1100480Kennst du schon Pao de Queijo? Ich habe diese Leckerei in Brasilien kennen gelernt. Ich war eine Zeitlang dort unterwegs und konnte diesen Käsebällchen nie widerstehen. In Brasilien findet man sie wirklich überall, an jeder Theke werden sie verkauft. Es gibt auch Backmischungen dafür, aber solche sind nicht nötig. Das Rezept ist wirklich ganz einfach und es ist getreidefrei.

400 g Maniokmehl (Tapioka Stärke) das bekommst du im Asia-Markt.

150 ml Heumilch

100 ml Wasser

100 g Bergkäse oder ähnliches fein gerieben (ich verwende richtigen Alpkäse)

100 g Parmesan fein gerieben (beste Qualität)

1-2 Bio-Eier in Gr M

5 El  Olivenöl kaltgepresst

1 Tl Salz

Die flüssigen Zutaten werden gemischt. Also Öl, Milch sowie Wasser mischen und das Salz gibt man auch gleich dazu. Dann die Mischung unter rühren zum Kochen bringen.

Das Maniokmehl in eine große Schüssel geben und nach und nach die heiße Milch einarbeiten. Immer gut unterrühren. Das dauert etwas. Das ganze sollte ein fester Teig werden (ähnlich wie ein Brotteig). Nach und nach kannst du die Eier hinzu geben. Achtung es muss ein fester Teig bleiben. Wird die Masse zu weich dann nimm  nur 1 Ei oder gib Mehl dazu. Am Schluss den geriebenen Käse unterkneten.

Mithilfe eines Teelöffels (gehäuft) formst du aus dem Teig kleine Kügelchen. Diese setzt du auf ein Blech  mit Backpapier.

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Im vorgeheizten Backrohr bei 180°C ca 25 Minuten backen, bis sie leicht golden sind. Richtig sind sie, wenn sie außen knusprig und innen weich sind.

Die Brötchen kommen auch bei Kindern gut an. Als Jause zwischen durch oder auf einer Party für Groß und Klein sind sie ein delikater Snack.

Dazu kann man noch ein Gurkenkrokodil machen. Schaut nett aus und schmeckt sehr gut.

 

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© Marlies Schneider

Beinwell – Salomonssiegel – Balsam

Den Echten Salomonssiegel (Polygonatum odoratum) kennt man auch unter dem Namen wohlriechende Weißwurz oder Siegelwurz. Sie gehört zu der Familie der Asparagaceae.

Die bei uns heimische, bis zu 50 Zentimeter hoch werdende Art, zeigt ihre weiß-grünen hübschen Blüten von ca. April bis Juni. Zu finden ist der Echte Salomonssiegel in Mischwäldern und gelegentlich auch mal auf einer Wiese. Die Pflanze hat ein Kreuz und ist somit giftig. Die Beeren sollten nicht verzehrt werden! Es gibt bei uns drei Arten sie unterscheiden sich wie folgt:
– Echter Salomonssiegel oder wohlriechende Weißwurz Polygonatum odoratum: 1 -2 Blüten – im Herbst dann immer pro Blüte eine dunkle Beere.
– Vielblütige Weißwurz Polygonatum multiflorum: 3 bis 5 Blüten – im Herbst mehrere dunkle Beeren.
– Quirlständige Weißwurz – Polygonatum verticillatum: Blätter quirlständig – im Herbst rote Beeren.
In der Pflanzenheilkunde benutzt man vom Salomonssiegel den im Herbst gesammelten Wurzelstock. Der Wurzelstock ist geruchlos, die Blüten riechen angenehm aromatisch, der Geschmack der Pflanze ist aber eher bitter bis herb und kann Brechreiz auslösen.
Die Volksheilkunde sagt der Salomonssiegel wirkt abschwellend und hämolytisch.Der Salomonssiegel wird nur äußerlich angewendet. Aus dem Wurzelstock kann eine Tinktur oder ein Ölauszug erstellt werden. Daraus wird eine sensationell guter Sehnen- und Bänderbalsam gemacht, für die diese Pflanze auch bekannt ist. Sie wird auch Siegelsalbe genannt, das ist vielleicht manchen ein Begriff. 2489147563Den Ölauszug kann man gleich wie bei Beinwell herstellen. Die gereinigte Wurzel klein schneiden. In Olivenöl erhitzen nicht kochen sondern nur simmern lassen. Dann 10-20 Tage im Öl ziehen lassen, abseihen in eine dunkle Flasche füllen und beschriften.

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Die Tinktur wird gleich wie jede andere gemacht. Das Rhizom klein schneiden. In ein Glas geben und mit 80% Alkohol aufgießen. 28 Tage ziehen lassen. Abseihen und in eine dunkle Flasche füllen und beschriften.

Mein Balsam habe ich wie folgt gemacht:

50ml Salomonssiegel-Öl
50ml Beinwell-Öl
20ml Johanniskraut-Öl
10g Kakaobutter
10g Bienenwachs (oder etwas mehr)

Öl mischen im Wasserbad mit erwärmen bis sich Kakaobutter und Bienenwachs gelöst haben. Abfüllen und beschriften.
Sie kann bei Prellungen, Verstauchungen, Muskelschmerzen, Bänderdehnungen, Wunden und Rückenschmerzen eingesetzt werden.
Bänder und Knochen können mit diesem Balsam gut gepflegt werden.

© Marlies Schneider

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