Warum Zirbenhonig ein Must-Have für Schnupfen ist

Ich habe mir vor einem Jahr Zirbenzapfen bestellt. An Zirbenzapfen kommt man ja leider nicht so ohne weiteres ran. Davon abgesehen wachsen bei uns keine Zirben, aber in anderen Bundesländern Österreichs gibt es ganze Wälder davon. Auch dort ist es nicht erlaubt einfach welche zu sammeln. Muss man sie kaufen sind Zirbenzapfen ganz schön teuer, aber es hat sich gelohnt. Ahnungslos wie ich war, habe ich mir gleich mal 2 kg Zirbenzapfen bestellt. Mein Paket kam genau nach dem Urlaub an. Zirben müssen sofort nach der Lieferung verarbeitet werden. Es wurden genug geliefert damit defekte Zirben aussortiert werden konnten. Die Qualität war hervorragend und ich konnte einiges aus ihnen machen.

Warum Zirbenhonig ein Must-Have für Schnupfen ist ein Rezept ©Marlies Schneider

Wie wird es gemacht?

Den Zirbenhonig habe ich ähnlich gemacht wie man Thymian-Sirup herstellt.

Die Zirbenzapfen werden klein geschnitten und mit Rohzucker abwechslungsweise in ein Glas geschichtet. Mit der Zeit wird der Zucker flüssig.

Der Glasinhalt sackt ab und diese Differenz habe ich mit Zucker wieder aufgefüllt. Nach einem halben Jahr habe ich den Inhalt des Glases in einen Topf gekippt und erhitzt.

Das Glas mit sehr wenig Wasser ausgespült und zum Zucker-Zirben-Gemisch gegeben. Das Ganze wurde aufgekocht (damit sich auch der letzte Zucker löst) und in ein sauberes Glas gefüllt.

Ein Teelöffel davon kann man wunderbar in einen Erkältungstee geben.

Ein paar Fakten zur Zirbelkiefer:

Die Zirbe, auch Zirbelkiefer (Pinus cembra) genannt, ist ein imposanter Nadelbaum, der in den hochalpinen Regionen der Alpen und Karpaten vorkommt. Sie wird oft als „Königin der Alpen“ bezeichnet und ist für ihre Widerstandsfähigkeit sowie ihre besonderen ätherischen Öle bekannt. Zirben können bis zu 1000 Jahre alt werden und trotzen extremen Wetterbedingungen, was sie zu einer beeindruckenden Spezies macht.

Merkmale der Zirbe

  • Höhe: Zirben wachsen meist bis zu 25 Meter hoch.
  • Nadeln: Ihre Nadeln stehen in Büscheln zu fünft zusammen und bleiben für mehrere Jahre an den Zweigen.
  • Holz: Das Holz der Zirbe hat einen charakteristischen Duft, der beruhigend wirkt und häufig in Möbeln oder Kissenfüllungen verwendet wird.
  • Wachstum: Die Zirbe wächst sehr langsam, was zu ihrem dichten und langlebigen Holz führt.

Die Zapfen der Zirbe

Die Zirbenzapfen sind ein wahres Naturwunder, sowohl optisch als auch inhaltlich. Sie spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Kreislauf des Hochgebirges:

  • Merkmale: Die Zapfen sind meist eiförmig, etwa 5-9 cm lang und enthalten die Samen, die als Zirbelnüsse bekannt sind.
  • Inhaltsstoffe: Die Zapfen enthalten wertvolle ätherische Öle, Harze und Antioxidantien, die ihnen ihren markanten Duft und ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften verleihen.
  • Verwendung: Traditionell werden sie für die Herstellung von Zirbenschnaps, Tinkturen oder – wie in deinem Fall – Zirbenhonig genutzt. Die ätherischen Öle wirken beruhigend und werden in der Volksmedizin geschätzt.

Zirbe in der Volksheilkunde

Die Zirbe wird seit Jahrhunderten für ihre wohltuende Wirkung geschätzt:

  • Beruhigend für die Atemwege: Ihre ätherischen Öle können bei Erkältungen helfen und die Atmung erleichtern.
  • Schlaffördernd: Der Duft der Zirbe soll eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem haben und die Schlafqualität verbessern.
  • Antiseptisch: Die Harze der Zirbe haben entzündungshemmende Eigenschaften und wurden früher zur Wundheilung verwendet.
Warum Zirbenhonig ein Must-Have für Schnupfen ist ein Rezept ©Marlies Schneider

Dein Zirbenhonig kombiniert die natürlichen Vorteile der Zirbe mit der Süße des Honigs und ergibt eine außergewöhnliche Spezialität.

Ich bin fest überzeugt das ich meinen letzten Schnupfen dank Lindenblütentee und Zirbenhonig schnell in den Griff bekommen habe. Außerdem schmeckt der Zirbenhonig sehr gut. Allerdings würde ich den Honig nur als Hausmittel verwenden. Auf ein Brot gestrichen wäre er mir viel zu intensiv.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.


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