DIY Bienenwachskerzen und Kräuterkerzen

 

Bald ist es wieder soweit und ein Adventskranz soll her. Letztes Jahr habe ich mir Bienenwachskerzen gekauft, doch leider sind diese nicht gerade billig. Da ich mir aber im Sommer Bio-Bienenwachswaben besorgt habe, dachte ich, ich roll meine Kerzen heuer wieder selbst. Es ist ja so einfach. Man benötigt nur einen Docht und Waben. Die Waben schneidet man auf die gewünschte Größe zu. Ich habe einfach die komplette Breite genommen da ich für den Adventskranz nicht zu kleine Kerzen möchte. Man legt den Doch an den Rand der breiten Seite und rollt diesen anschließend möglichst fest zu einer Rolle. Fertig! Wenn du dicke Kerzen möchtest rollst du einfach eine weitere Wabe ein. Aber beachte, dass dann der Docht dicker sein muss.

Wenn du ein feine Kräuterkerze machen möchtest, pulverisierst du ein paar Kräuter deiner Wahl und streust diese auf die Wachsplatte. Die weiteren Schritte sind gleich wie oben. Die Kräuter verleihen der Kerze noch das gewisse Extra. Ich habe mich für Zitronenverbene entschieden, da ich diesen Duft ganz besonders liebe.

Kerzen sollte man nie unbeaufsichtigt lassen. Ganz besonders wichtig ist es dann, wenn man trockene Kräuter mit eingearbeitet hat.

Den Docht habe ich gekauft als ich zu Besuch bei einer FNL-Kräuterkollegin in der Schweiz war. Da gibt es eine schöne Kerzenfabrik die alles Nötige auch zum Selbermachen anbietet.

Die Bienenwaben habe ich direkt in der Steirischen Imkerschule gekauft.

Auch als Geschenk aus der Küche ist so eine Kerze wunderbar. Viel Spaß beim Nachmachen!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Würzsauce aus Liebstöckel

Ich habe einen recht großen Stock Liebstöckel – Levisticum officinale im Garten. Liebstöckel gehört zu der Familie der Doldenblütler – Apiaceae und hat sehr viele ätherische Öle in sich. Es ist ein wunderbares sehr aromatisches Kraut, das sehr gerne in der Küche verwendet wird. Es gehört auf alle Fälle in eine selbstgemachte Suppenbrühe.

Liebstöckel trägt auch den Volksnamen „Maggikraut“. Maggi selbst wurde 1886 von Julius Maggi entwickelt welches einen Ersatz für Fleischextrakt wurde und völlig vegan ist. Das Produkt hat sich bis heute gehalten und findet sich in vielen Küchen. Ich habe Maggi selbst nicht in Gebrauch und ich kenne es nicht gut. Meine Mutter hat es nie verwendet und so wurde es auch nicht an mich weiter gegeben. Aber Sojasauce verwende ich hin und wieder ganz gerne in Wokgerichten. Beide Produkte basieren auf Soja und Weizen. Dies gefällt mir weniger da ich doch gerne auf Soja und Weizen verzichte.

Nun da mein Liebstöckel so schön war habe ich in abgeerntet und eine Würzsauce daraus gemacht.

Rezept:

275 g Liebstöckel – Levisticum officinale

3-4 Karotten klein geschnitten

1 rote Zwiebel samt Schale, geviertelt

3 Kapseln Kardamom

1 Tl Koriander Samen

1 Tl Galgant gemahlen

1/2 Tl Curcuma gemahlen

90 g Zucker

30-50 g Salz

1,5 l Wasser

1 El Pfeilwurzelstärke

Den Liebstöckel in große Stücke schneiden und mit der Zwiebel und den Karotten in einen mit 1,5 l Wasser gefüllten Topf geben. Die Gewürze im Mörser zerquetschen und dazu geben. Alles ca. 30 Minuten köcheln lassen. Über Nacht stehen lassen. Nochmal aufkochen und durch einen Filter laufen lassen. In der Zwischenzeit den Zucker karamellisieren bis er eine schöne Farbe angenommen hat und mit dem abgefilterten Sud ablöschen. Solange rühren bis sich der Zucker gelöst hat. Das Salz hinzugeben und den Sud etwas reduzieren lassen. Wer möchte kann die Würzsauce noch mit etwas Pfeilwurzelstärke (optional Johannisbrotkernmehl) andicken. Die Liebstöckel-Würzsauce in saubere Flaschen füllen, fertig.

Zucker und Salz konservieren ausreichend.

Verwende die Würze für Eintöpfe, Wokgerichte oder auch mal für das Frühstücksei.

Die Sauce ist vegan, ideal für Paleo-Rezepte sowie glutenfrei. Ideal also auch für alle die eine Weizenunverträglichkeit haben. Zudem preisgünstig und selbstgemacht. Auch mal als Geschenk aus der Küche ist diese Würzsauce aus Liebstöckel etwas Besonderes.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Haarfestiger für coole Jungs

Ab einem gewissen Alter möchten auch die kleinen Jungs schon coole Frisuren haben. Urplötzlich heißt es Mama ich möchte meine Haare stylen. Wir haben so gut wie gar nichts für ein Styling daheim und das chemische Zeug möchte ich nicht verwenden. Natürlich hat mein Sohn kein Geduld sonder möchte seine neue Frisur sofort haben. Also musste ganz schnell ein Rezept hergestellt werden. Ich weiß das Bier öfters für die Haare verwendet wird. Es ist sehr pflegend und nährend.

Es ist ein Haarfestiger entstanden.

Das Rezept ist sehr einfach:

50 ml Bier

1 Pinch Honig (das ist ca. 1/16 Teelöffel) Du kannst auch eine Messerspitze voll Honig verwenden.

3 Spritzer Essig

Das Bier und den Honig aufkochen und vom Herd nehmen. Der Honig sollte sich auflösen. Anschließend den Essig dazu geben und in eine Flasche füllen. Vor dem Gebrauch schütteln.

Die Haare in die gewünschte Form stylen und mit dem Föhn antrocknen lassen. Der Haarfestiger funktioniert tadellos. Vielleicht ist er nicht ganz so stark wie ein Haarspray aber dennoch sehr gut.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
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Naturschauspiel Bodensee Vergissmeinnicht


Das Myosotis rehsteineri – Bodensee Vergissmeinnicht ist besonders hart im Nehmen. Einer der Lebensräume ist der weinig bewachsene kiesige Uferbereiche des Bodensees (wie der Name schon verrät) aber auch am Luganersee, Genfersee oder am Lago Maggiore soll es noch zu finden sein.
Es gab eine Zeit da färbte das Bodensee Vergissmeinnicht im Frühjahr die Uferzonen unseres schönen Bodensees blau. Doch leider ist dies nicht mehr der Fall und die Pflanze steht auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzen. An sich ist dieses hübsche Polsterblümchen extreme Bedingungen gewöhnt und gedeiht direkt in der Überschwemmungszone und kann langanhaltenden Überflutungen standhalten. Durch den zunehmenden Tourismus, die Freizeitnutzung der Strände, Einwanderung von höher wüchsigen Pflanzen, langanhaltende hohe Wasserbestände, lange Trockenzeiten aber auch durch die Klimaveränderung hat es diese Pflanze nicht mehr leicht. Besonders in Bedrängnis geraten ist das Bodensee Vergissmeinnicht durch den jahrzehntelangen Kiesabbau am Bodenseeufer. Die Bestände sind dadurch sehr stark zurück gegangen.
Nun ist genau die Zeit von April bis Mai da Myosotis rehsteineri blüht. Gerne möchte ich euch an diesem wunderschönen Naturschauspiel teilhaben lassen.
Die Pflanze selbst ist ca. 3-10 cm hoch und recht unscheinbar. Um sie zu finden muss man die Augen schon offenhalten. Das Vorkommen beschränkt sich gerade mal auf ein paar wenig Meter des Bodenseeufers. Die Blüte erscheint in einem kräftigen himmelblau und gelegentlich rosa. Ein Blütenstand besteht aus 5 bis 20 Blüten. Sie vermehrt sich vegetativ da die Samen selten ausreifen können.

Im Jahr 2003 hat das Land Vorarlberg eine Lebensraumsicherung für das Bodensee Vergissmeinnicht gestartet. Eine Vermehrung erfolgte durch Teilung der vorhandenen Bestände. Auf sanierten Bodenseeuferabschnitten wurden sie angepflanzt und die Pflanzen haben sich seither gut entwickelt.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Kräuterspaziergang in Hard


Fr, 12.04. – 15 Uhr
„Kräuterspaziergang“
mit Marlies Schneider
Dipl. Kräuterexpertin
Ort: Bildungszentrum 6971 Hard (Villa Jenny), Landstraße 36
Kosten: 8,00€
Anmeldung: 05574 / 73134 oder
bildungszentrum-hard@gmx.at

Heilige Bäume – Heilende Bäume



Fr, 29.03. – 19:00 Uhr
„Jahreshauptversammlung OGV Frastanz“
mit Vortrag von Marlies Schneider
Dipl. Kräuterexpertin
Ort: Gasthaus Maria Grün, Mariagrüner Straße 30, 6820 Frastanz