Blütennudeln sind ein Blickfang auf jedem Teller. Mit essbaren Blüten und frischen Kräutern verwandelst du einen klassischen Nudelteig in eine besondere Pasta, die nicht nur gut aussieht, sondern auch fein schmeckt. Schon mit wenigen Zutaten entstehen dekorative Bandnudeln, Ravioli oder kunstvolle Nudelplatten. Das Rezept eignet sich für festliche Menüs, selbst gemachte Geschenke aus der Küche oder einen besonderen Sonntagsgenuss.
Das Beste daran: Blütennudeln gelingen auch zu Hause mit einer Nudelmaschine. Die bunten Blüten bleiben nach dem Ausrollen sichtbar im Teig eingeschlossen und verleihen jeder Portion eine einzigartige Optik. Wenn du Blütennudeln selbst herstellst, kannst du die Kräuter und Blüten nach Jahreszeit auswählen und immer wieder neue Kombinationen ausprobieren.
Blütennudeln verbinden frische Pasta mit der Schönheit essbarer Blüten und aromatischer Kräuter. Sie sehen nicht nur besonders aus, sondern machen jedes Gericht zu einem Blickfang. Mit wenigen Zutaten gelingt dir ein geschmeidiger Nudelteig, den du mit Blüten und Kräutern verzierst. Anschließend formst du daraus Bandnudeln oder andere Pastasorten.
Blütennudeln selber machen
Der Nudelteig erhält durch etwas Kurkuma eine warme goldgelbe Farbe. Dadurch kommen die Blüten noch besser zur Geltung.
Wenn du Blütennudeln selbst herstellst, entscheidest du über die Zutaten und kannst die Blüten passend zur Jahreszeit auswählen. Ringelblumen, Hornveilchen oder Gänseblümchen verleihen der Pasta kräftige Farben. Feine Kräuter sorgen zusätzlich für ein angenehmes Aroma. Dieses Rezept zeigt dir Schritt für Schritt, wie Blütennudeln gelingen und worauf du bei der Verarbeitung achten solltest.
Zutaten für den Nudelteig
du benötigst folgende Zutaten für deinen Nudelteig:
- 200 g Weizenmehl Type 480
- 100 g Nudelmehl Semola
- 1 TL Zitronen-Knoblauch-Salz
- 3 Eier
- 1½ TL Olivenöl
- ½ TL Kurkuma
Außerdem:
- essbare Blüten
- junge Kräuterblätter
Geeignet sind beispielsweise Gänseblümchen, Ringelblumenblüten, Hornveilchen, Kapuzinerkresse, Schnittlauchblüten, kleine Salbeiblätter, Thymian, Oregano, Petersilie oder Kerbel, Basilikum usw.
Nudeln selber machen und den Nudelteig herstellen
Vermische beide Mehlsorten mit dem Zitronen-Knoblauch-Salz und dem Kurkuma. Gib anschließend die Eier und das Olivenöl dazu. Verknete alles mehrere Minuten zu einem glatten und geschmeidigen Teig.
Ist der Teig zu trocken, füge wenige Tropfen Wasser hinzu. Klebt er etwas, arbeite etwas Mehl ein. Der fertige Teig sollte elastisch sein und sich leicht formen lassen.
Ich habe einen Nudelaufsatz für meine KitchenAid und verwende diesen.
Wickle den Teig in Frischhaltefolie oder decke ihn gut ab. Danach ruht er etwa 30 Minuten im Kühlschrank. Während dieser Zeit entspannt sich das Klebergerüst und der Teig lässt sich später deutlich leichter ausrollen.
Blüten und Kräuter vorbereiten
Verwende ausschließlich essbare Blüten aus sicherer Herkunft. Sie sollten frisch, sauber und trocken sein.
Große Blütenblätter kannst du einzeln verwenden. Kleine Blüten legst du im Ganzen auf den Teig. Kräuterblätter sollten möglichst dünn und zart sein. Dicke Blattstiele entfernst du vorher. Auch manche Blüten müssen zerlegt werden, da der Blütenboden zu dick sein könnte.
Eine harmonische Mischung aus verschiedenen Farben wirkt besonders schön. Je nach Jahreszeit hast du unterschiedliche Blüten und Kräuter zur Verfügung. Gelbe Ringelblumen, violette Hornveilchen und grüne Kräuterblätter ergeben einen natürlichen Kontrast.
Blütennudeln gestalten
Teile den Teig in mehrere Portionen und rolle ihn mit der Nudelmaschine schrittweise zu dünnen Platten aus. Jede Platte wird ein paar mal gefaltet und wieder ausgerollt. Bis die Struktur einer schönen Lasagneplatte erreicht ist. Der Teig sollte dann auch nicht mehr reißen.
Lege auf eine Teigplatte die Blüten und Kräuter in kleinen Abständen auf. Drücke sie leicht an. Danach legst du eine zweite Teigplatte darüber.
Drücke beide Platten vorsichtig zusammen und führe sie erneut durch die Nudelmaschine. Beginne mit einer etwas stärkeren Einstellung und arbeite dich bis zur gewünschten Dicke vor. Dabei werden die Blüten sicher eingeschlossen und erscheinen wie gepresst im Teig.
Jetzt sind deine Blütennudeln bereit für die weitere Verarbeitung.
3 faszinierende Ideen für Blütennudeln
1. frische Pasta Bandnudeln
Schneide die fertigen Platten mit dem Nudelaufsatz oder einem scharfen Messer in feine Bandnudeln.
Lege sie locker auf ein Trockengitter oder hänge sie über einen Pastatrockner. Frisch gekocht benötigen sie meist nur zwei bis drei Minuten.
2. frische Pasta Ravioli
Schneide Quadrate aus den Teigplatten.
Fülle sie beispielsweise mit:
- Frischkäse
- Parmesancreme
- Ricotta mit Kräutern
- Ziegenfrischkäse
- Topfen mit Kräutern
Bestreiche die Ränder leicht mit Wasser und drücke sie sorgfältig zusammen. Dazu kommt noch ein eigener Beitrag.
3. Dekorative Kräuternudeln aus Nudelplatten
Die fertigen Platten kannst du auch in große Rechtecke schneiden.
Sie eignen sich hervorragend als Lasagneblätter oder als dekorative Pasta für festliche Gerichte. Besonders schön wirken sie mit einer hellen Buttersoße oder einer feinen Kräutersauce, damit die Blüten sichtbar bleiben.
Welche Blüten eignen sich?
Nicht jede Blüte ist essbar. Verwende ausschließlich Arten, die eindeutig bestimmt wurden.
Sehr gut geeignet sind:
- Ringelblume
- Hornveilchen
- Gänseblümchen
- Kapuzinerkresse
- Schnittlauchblüten
- Borretschblüten
- Kornblumen
- Duftveilchen
Auch feine Kräuterblätter sorgen für schöne Muster.
Beliebt sind:
- Petersilie
- Kerbel
- Thymian
- Oregano
- Basilikum
- Salbei
- Zitronenthymian
Je flacher die Blätter sind, desto schöner lassen sie sich in den Teig einarbeiten.
Blütennudeln trocknen
Möchtest du die Pasta auf Vorrat herstellen, verteilst du sie locker auf einem Pastatrockner oder einem Gitter.
Achte auf eine gute Luftzirkulation. Nach vollständiger Trocknung bewahrst du die Nudeln trocken und lichtgeschützt auf.
Serviervorschläge
Blütennudeln stehen selbst im Mittelpunkt. Deshalb passen leichte Soßen besonders gut.
Sehr gut harmonieren:
- braune Butter mit Salbei
- zerlassene Butter und Parmesan
- Zitronenbutter
- Kräuterbutter
- Frischkäsesoße
- leichte Sahnesoße
- Olivenöl mit frisch geriebenem Parmesan
Verzichte auf kräftige Tomatensoßen oder dunkle Ragouts. Sie verdecken die feinen Blütenmuster.
Tipps für perfekte Blütennudeln
- Verwende möglichst frische Blüten.
- Rolle den Teig nicht all zu dünn aus.
- Arbeite sauber und ohne Mehlreste zwischen den Teigplatten.
- Drücke die eingeschlossene Luft vor dem letzten Ausrollen vorsichtig heraus.
- Schneide die Nudeln erst nach dem letzten Durchgang durch die Maschine. Ein Pizzaroller eignet sich sehr gut dafür.
Häufige Fragen zu Blütenpasta
Kann ich Blütenpasta ohne Nudelmaschine herstellen?
Ja. Mit einem Nudelholz gelingt das ebenfalls. Die Teigplatten sollten möglichst gleichmäßig dünn ausgerollt werden. Das ist aber sehr anstrengend, aber möglich.
Verändert Kurkuma den Geschmack?
Die kleine Menge färbt den Teig hauptsächlich goldgelb. Der Geschmack bleibt dezent. Das Knoblauch-Zitronensalz enthält auch noch etwas Kurkuma und ist wunderbar für einen guten Geschmack.
Welche Füllung passt zu Ravioli?
Parmesancreme, Ricotta, Frischkäse oder eine Kräuterfüllung passen besonders gut und überdecken den feinen Geschmack der Pasta nicht.
Kann ich die Nudeln verschenken?
Getrocknete Blütennudeln sind ein schönes selbst gemachtes Geschenk. Verpacke sie luftdicht und lichtgeschützt. Ein hübsches Etikett mit den verwendeten Blüten macht die Pasta noch persönlicher.
Blütennudeln verbinden traditionelle Pastaherstellung mit der Schönheit essbarer Blüten und frischer Kräuter. Jede Teigplatte wird zu einem kleinen Kunstwerk. Ob als feine Bandnudeln, gefüllte Ravioli oder dekorative Lasagneblätter – dieses Rezept bringt Farbe auf den Teller und zeigt, wie aus wenigen Zutaten etwas Besonderes entsteht.
© Marlies Schneider, Buchautorin, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz
Haftungsausschluss/Disclaimer
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.
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