Ein Kühlspray selber machen ist deutlich einfacher, als viele denken. Für mein eigenes Kühlspray verwende ich Rossminzen-Tinktur, Menthol und Kampfer. Das Ergebnis begleitet mich den ganzen Sommer und sorgt an heißen Tagen für eine angenehme Erfrischung.
Der Erfrischungsspray mit Rossminze
gehört für mich zu den praktischsten Sommerrezepten überhaupt. An heißen Tagen fühlen sich Beine und Füße oft schwer an. Nach Gartenarbeit, Wanderungen oder langem Stehen bringt ein kühlender Spray sofort Erleichterung.
Kühlspray selber machen mit Rossminze ist ein fantastisches Erfrischungsspray, das auf einer selbst hergestellten Rossminzen-Tinktur basiert. Ergänzt wird die Rezeptur durch Menthol und Kampfer. Beide Stoffe sind seit langer Zeit für ihre kühlenden Eigenschaften bekannt und werden bis heute in Einreibungen, Sportgelen und Erfrischungsprodukten eingesetzt.
Passend dazu habe ich ein kühlendes Fußgel entwickelt. Es bleibt länger auf der Haut und eignet sich besonders für Füße und Unterschenkel.
Beide Rezepte sind meine eigenen Entwicklungen aus der Kräuterpraxis.
Kühlspray selber machen mit Rossminze
Dieses Rezept ist besonders an heißen Sommertagen angenehm. Im Kühlschrank gelagert entwickelt der Spray einen intensiven Frischeeffekt.
Zutaten
| Rohstoff | Menge |
|---|---|
| Rossminzen-Tinktur 60 % | 195 g |
| Glycerin 99 % | 12,5 g |
| Menthol-Kristalle | 11,75 g |
| Weingeist | 30 g |
| Kampfer-Kristalle | 0,75 g |
Kühlspray selber machen
Zuerst Menthol und Kampfer vollständig im Weingeist lösen.
Anschließend die Rossminzen-Tinktur in ein Becherglas geben und das Glycerin einrühren.
Nun die Menthol-Kampfer-Lösung hinzufügen und gründlich vermischen.
Danach die fertige Mischung in eine Sprühflasche abfüllen.
Anwendung
Die Sprühflasche lagere ich im Kühlschrank.
Bei Bedarf sprühe ich den Spray auf:
- müde Beine
- Füße
- Waden
- Nacken
- Schultern
Besonders angenehm ist die Anwendung an heißen Sommertagen oder nach körperlicher Belastung.
Bei Spannungskopfschmerzen empfinde ich den kühlenden Effekt im Nacken als sehr wohltuend.
Kampfer: Ein traditioneller Pflanzenstoff
Kampfer wird aus dem Holz des Kampferbaumes gewonnen, der ursprünglich in Ostasien beheimatet ist.
Seit Jahrhunderten findet Kampfer Verwendung in Salben, Einreibungen und Kräuterzubereitungen.
Kampfer zeichnet sich aus durch:
- seinen charakteristischen Duft
- ein frisches Hautgefühl
- seine gute Kombination mit Menthol
Gerade in Sommerrezepturen ergänzen sich beide Stoffe hervorragend.
Während Menthol die Kälterezeptoren aktiviert, verstärkt Kampfer das subjektive Frischeempfinden zusätzlich.
Warum Glycerin im Spray enthalten ist
Es bindet Feuchtigkeit auf der Haut und verbessert das Hautgefühl deutlich.
Somit wird der Spray trotz hohen Alkoholgehalts etwas pflegender.
Menthol: Der klassische Kühlstoff aus der Minze
Menthol zählt zu den bekanntesten Naturstoffen aus der Welt der Minzen.
Gewonnen wird es hauptsächlich aus dem ätherischen Öl der Pfefferminze. Nach der Destillation erfolgt die Reinigung und Kristallisation, wodurch die typischen Menthol-Kristalle entstehen.
Menthol kühlt die Haut nicht direkt. Es aktiviert spezielle Kälterezeptoren der Haut. Dadurch entsteht das typische Frischegefühl.
Deshalb findet man Menthol häufig in:
- Fußpflegeprodukten
- Sportgelen
- Muskelbalsamen
- Kühlenden Sprays
- After-Sun-Produkten
Durch die Kombination mit Rossminzen-Tinktur entsteht ein besonders intensiver Frischeeffekt.
Kühlendes Fußgel mit Minze selber machen
Hier kommt mein zweites Rezept mit Kühleffekt. Dabei habe ich einfach ein kühlendes Fußgel hergestellt.
Ich lagere es im Kühlschrank und bei Bedarf wird es auf die müden Beine aufgetragen. Besonders nach langen Wanderungen oder Kräuterführungen an heißen Tagen ist es eine wahre Wohltat.
Kühlendes Fußgel mit Minze
Wer eine länger anhaltende Kühlung bevorzugt, kann statt eines Sprays ein Gel herstellen.
Das Gel verteilt sich leicht und bleibt deutlich länger auf der Haut.
Zutaten für 50 g Gel
| Rohstoff | Menge |
|---|---|
| Pfefferminzhydrolat oder Rossminzen Tinktur | 38,5 g |
| Weingeist | 7,5 g |
| Menthol-Kristalle | 0,5 g |
| Glycerite nach Wahl | 1,75 g |
| Xanthan | 0,25 g |
| Seidenprotein | 0,80 g |
| D-Panthenol | 0,5 g |
| Ätherisches Öl Wintergrün | 0,13 g |
| Ätherisches Öl Kamille blau | 0,13 g |
| Preservative Eco | 0,50 g |
Herstellung für ein kühlendes Fußgel
Schritt 1
Pfefferminzhydrolat, Glycerite und Menthol miteinander vermischen.
Schritt 2
Xanthan sorgfältig im Weingeist etwas lösen.
Schritt 3
Die Xanthan-Mischung langsam in die Flüssigkeit einarbeiten.
Schritt 4
Seidenprotein, D-Panthenol sowie die ätherischen Öle zugeben.
Schritt 5
Zum Schluss den Konservierer einarbeiten.
Schritt 6
Den pH-Wert kontrollieren und gegebenenfalls anpassen. auf pH 5,5
Xanthan sorgt für die Gelstruktur
Xanthan wird durch Fermentation pflanzlicher Zucker gewonnen.
In Naturkosmetik dient es als Gelbildner.
Es sorgt dafür, dass:
- das Gel stabil bleibt
- die Inhaltsstoffe gleichmäßig verteilt sind
- das Produkt angenehm auftragbar wird
Ohne Xanthan würde die Rezeptur nahezu flüssig bleiben.
Seidenprotein als pflegender Zusatz
Seidenprotein wird aus natürlichen Seidenfasern gewonnen.
Es bildet auf der Haut einen feinen Schutzfilm und verbessert das Hautgefühl.
In kosmetischen Rezepturen wird Seidenprotein gerne eingesetzt, um:
- die Haut geschmeidiger wirken zu lassen
- Feuchtigkeit zu unterstützen
- die Hautoberfläche glatter erscheinen zu lassen
Besonders in einem kühlenden Gel ergänzt es die übrigen Inhaltsstoffe sehr gut.
Das kühlende Fußgel wird im Kühlschrank gelagert und bei Bedarf auf die Füße oder Beine aufgetragen. Es ist wohltuend und erfrischend.
© Marlies Schneider, Buchautorin, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse und Kräuterwanderungen in Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz
Haftungsausschluss/Disclaimer
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.
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