Cetraria islandica: Die Wunderflechte der Alpen

Isländisch Moos: Ein Überblick

  • Cetraria islandica, auch bekannt als Isländisch Moos oder Islandmoos, gehört zur Familie der Parmeliaceae. Dabei handelt es sich nicht um ein Moos sondern aus botanischer Sicht um eine Flechte.
  • Diese polsterförmige Strauchflechte wird auch Graupen genannt und ist in ganz Europa verbreitet.
  • Ihr größtes Vorkommen findet sich in den Schweizer Alpen, wo sie bis zu einer Höhe von 2500 m gedeiht.
  • Typisch ist ihr Vorkommen in Zwergstaudenheiden und lichten Kiefernwäldern.

Geschichte und Beschreibung

  • Die erste Beschreibung von Cetraria islandica stammt aus dem Jahr 1672 in der Kopenhagener Taxe.
  • Diese Flechte enthält verschiedene Inhaltsstoffe wie Schleimstoffe wie  Lichenan und Isolichenan, Flechtensäuren wie Protolichesterinsäure und Fumarprotocetrarinsäure, Bitterstoffe, Iod und Vitamine sowie Spurenelemente.
  • Aufgrund ihrer vielfältigen Wirkung wird sie seit Jahrhunderten in der Volksmedizin eingesetzt.
  • Bei Flechten handelt es sich um eine Symbiose hauptsächlich aus Pilz, Alge und Cyanobakterien. Die Alge betreibt Photosynthese und versorgt die Flechte mit Nährstoffen und Wasser während der Pilz für den Fruchtkörper bzw. das Aussehen verantwortlich ist.

Wirkung und Anwendung

  • Isländisch Moos wird aufgrund seiner schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften häufig bei Erkältungen und Magenbeschwerden und Verstopfung eingesetzt. Auch bei Bronchialbeschwerden und Husten kann die Flechte wunderbar helfen und lindert Hustenreiz.
  • Auch als Nahrungsergänzungsmittel ist die Flechte beliebt, da sie viele wichtige Nährstoffe enthält. Man kann sie pulverisieren und als Gewürz verwenden. Sie ist eine Zutat für Suppen. Aber Achtung vorsichtig dosieren, da sie sehr bitter schmeckt.
  • Zudem wird Cetraria islandica in der Kosmetikindustrie für Hautpflegeprodukte verwendet.
  • In Studien wurde belegt, dass sie antioxidativ, antimikrobiell sowie antikrebs wirksam ist.
  • Das spannende dabei ist die Flechte wirkt stark antibiotisch.
  • Für die Haut ist sie besonders hilfreich bei Wunden oder auch bei Furunkel.

Fazit

  • Cetraria islandica, das Isländisch Moos, ist eine vielseitige und heilkräftige Flechte, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde geschätzt wird
  • Ihre einzigartigen Inhaltsstoffe und ihre breite Anwendung machen sie zu einem wertvollen Naturprodukt, das in keiner Hausapotheke fehlen sollte.
  • Da die Pflanze wasserlösliche Polysaccharide enthält ist eine Tinktur mit einem niederen Alkoholgehalt wohl am besten geeignet.
  • Ein Ethanol Extrakt aus der Flechte zeigte in Studien eine antivirale Wirkung gegen Influenzavieren human A/H3N2 und aviär A/H5N1.

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Isländisch Moos erkennen

Anwendungen

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

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FNL Referentin: Marlies Schneider

Quellen: ResearchGate, pubmed.ncbi.nim.nih.gov,


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