Ich mache ja schon seit vielen Jahren meine Würzmischungen selber. Heute möchte ich euch gerne meine Universalwürze vorstellen. Ob für Fleisch, Kartoffeln oder Gemüse ist es verwendbar. Bei meiner Universalgewürz handelt es sich um ein Würz-Salz. Die Mischung kommt ohne Glutamat aus, da so viele Zutaten für das Geschmackserlebnis sorgen.
Mein Universalgewürz ist die perfekte Mischung aus hochwertigen, natürlichen Zutaten, die deinen Gerichten das gewisse Etwas verleihen. Hier findest du zu jeder Zutat einen Satz, der ihre Einzigartigkeit und ihren Beitrag zu dieser fantastischen Gewürzmischung hervorhebt.
Meine Universalwürze mache ich meist in größeren Mengen, damit ich immer genug Vorrätig habe. Die nächste Grillsaison kommt bestimmt und eine Gewürzmischung muss man nun wirklich nicht kaufen. Diese Mischung kommt ganz ohne Geschmacksverstärker aus.
Rezept für mein Universal Gewürz Salz
42 g grobes Meersalz
110 g feines Meersalz
25 g Rohrzucker
20 g Knoblauchgranulat
25 g Paprikapulver
5 g Japanischer Pfeffer (gemahlener bunter Pfeffer gemischt mit Sesam und Chiliflocken)
5 g Kümmel
5 g Selleriepulver
5 g Galgant gemahlen
5 g Kardamom Kapseln grün oder schwarz
5 g Thymian Blätter
5 g Oregano Blätter
1g Pfefferkörner bunt
2 g Meisterwurz Samen (optional)
5 g Quendel (ich verwende den Gebirgs-Quendel) optional
1 g Mutterwurz Blätter (optional)
Den Kardamom aufbrechen und die Samen in einen Mörser geben.
Den Kümmel, Kardamomsamen, Thymian und Oregano, Meisterwurz, Mutterwurz, Gebirgs-Quendel, Pfefferkörner bunt, im Mörser verreiben. Achtung den Japanischen Pfeffer gebe ich nicht in den Mörser.
Im Grunde musst du nur noch alle Zutaten gut vermengen und abfüllen. Ich gebe immer einen Teil in einen Gewürzstreuer und den Rest in ein luftdichtes Glas. Ich achte auch immer im Herbst darauf genügend Kräuter zu trocknen damit ich einen Vorrat davon habe.
Würzen kannst du alles mögliche damit. Ob Fleisch aber genauso vegane oder vegetarische Gerichte. Für Ofenkartoffeln verwende ich es auch unheimlich gerne.
Das Paprikapulver und das Selleriepulver stelle ich für gewöhnlich im Herbst her. Dabei werden einfach die kleingeschnittenen Gemüse im Dörrapparat gedörrt und dann zu Pulver verarbeitet.
Hier findest du noch Gründe für die verwendeten Kräuter:
- Grobes und feines Meersalz: Meersalz verstärkt den natürlichen Geschmack von Speisen und liefert essentielle Mineralstoffe.
- Rohrzucker: Rohrzucker balanciert die Aromen aus und verleiht eine dezente Süße. Darum solltest du ein bisschen rein geben und nicht daran rumsparen.
- Knoblauchgranulat: Knoblauch ist bekannt für seine antibakteriellen Eigenschaften und intensiviert den Geschmack vieler Gerichte.
- Paprikapulver: Paprika verleiht nicht nur eine angenehme Schärfe, sondern ist auch reich an Antioxidantien.
- Japanischer Pfeffer: Diese Mischung aus buntem Pfeffer, Sesam und Chiliflocken sorgt für ein komplexes, würziges Aroma.
- Kümmel: Kümmel unterstützt die Verdauung und verleiht Speisen eine warme, erdige Note.
- Selleriepulver: Sellerie bringt eine subtile Würze und Tiefe in die Mischung.
- Galgant gemahlen: Galgant, ein Verwandter des Ingwers, wirkt entzündungshemmend und fördert die Verdauung.
- Kardamom Kapseln: Kardamom verleiht eine süßlich-würzige Note und kann stimmungsaufhellend wirken.
- Thymianblätter: Thymian ist für seine antiseptischen Eigenschaften bekannt und bringt ein leicht herbes Aroma.
- Oreganoblätter: Oregano liefert ein kräftiges, mediterranes Aroma und besitzt antioxidative Eigenschaften.
- Bunte Pfefferkörner: Diese sorgen für eine ausgewogene Schärfe und ein komplexes Geschmacksprofil.
- Meisterwurzsamen (optional): Meisterwurz wird traditionell für seine verdauungsfördernden Eigenschaften geschätzt. Du könntest auch die Samen der Engelwurz verwenden oder vom Breitblättrigen Laserkraut.
- Quendel (Gebirgs-Quendel, optional): Quendel, auch als wilder Thymian bekannt, verstärkt das Aroma und unterstützt die Atemwege. Dabei handelt es sich um Thymus praecox subsp. polytrichus den ich in unseren Bergen sammle. Dieser kommt bei uns sehr viel vor.
- Mutterwurzblätter (optional): Mutterwurz wird in der Volksheilkunde für ihre stärkenden Eigenschaften verwendet. Sie gilt als Liebstöckel der Alpen und hat ein ganz besonderes Aroma. Es ist möglich, dass du diese Pflanze noch nicht kennst. Diese könntest du in einer meiner Führungen kennenlernen.
Diese sorgfältig ausgewählten Zutaten machen Ihr Universalgewürz zu einer vielseitigen und wohlschmeckenden Ergänzung für zahlreiche Gerichte.
Wir lieben dieses Rezept für unsere
Rezept: Knusprige Kartoffelwedges
Aber auch Fleisch kannst du damit wunderbar würzen.
© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz
Haftungsausschluss/Disclaimer
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.