Universal Gewürz

Ich mache ja schon seit vielen Jahren meine Würzmischungen selber. Heute möchte ich euch gerne meine Universalwürze vorstellen. Ob für Fleisch, Kartoffeln oder Gemüse ist es verwendbar.

Meine Universalwürze mache ich meist in größeren Mengen, damit ich immer genug Vorrätig habe. Die nächste Grillsaison kommt bestimmt und eine Gewürzmischung muss man nun wirklich nicht kaufen. Diese Mischung kommt ganz ohne Geschmacksverstärker aus.

Rezept:

42 g grobes Meersalz

110 g feines Meersalz

25 g Rohrzucker

20 g Knoblauchgranulat

25 g Paprikapulver

5 g Japanischer Pfeffer (gemahlener bunter Pfeffer gemischt mit Sesam und Chiliflocken)

5 g Kümmel

5 g Selleriepulver

5 g Galgant gemahlen

5 g Kardamom Kapseln grün oder schwarz

5 g Thymian Blätter

5 g Oregano Blätter

1g Pfefferkörner bunt

2 g Meisterwurz Samen (optional)

5 g Quendel (ich verwende den Gebirgs-Quendel) optional

1 g Mutterwurz Blätter (optional)

Den Kardamom aufbrechen und die Samen in einen Mörser geben.

Den Kümmel, Kardamomsamen, Thymian und Oregano, Meisterwurz, Mutterwurz, Gebirgs-Quendel, Pfefferkörner bunt, im Mörser verreiben. Achtung den Japanischen Pfeffer gebe ich nicht in den Mörser.

Im Grunde musst du nur noch alle Zutaten gut vermengen und abfüllen. Ich gebe immer einen Teil in einen Gewürzstreuer und den Rest in ein luftdichtes Glas. Ich achte auch immer im Herbst darauf genügend Kräuter zu trocknen damit ich einen Vorrat davon habe.

Würzen kannst du alles mögliche damit. Ob Fleisch aber genauso vegane oder vegetarische Gerichte. Für Ofenkartoffeln verwende ich es auch unheimlich gerne.

Das Paprikapulver und das Selleriepulver stelle ich für gewöhnlich im Herbst her. Dabei werden einfach die kleingeschnittenen Gemüse im Dörrapparat gedörrt und dann zu Pulver verarbeitet.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Giersch Chips

Ich mag meinen Giersch im Garten gerne für meinen Salat. Für gewöhnlich hole ich mir da immer feine junge Blätter. Die kann ich bis in den Herbst immer ernten. Heuer habe ich mir gedacht ich könnte doch auch einmal ausprobieren wie diese als Chips schmecken. Ich habe ja schon alle möglichen Kräuter als Chips verarbeitet. Am liebsten haben wir Bärlauch mit seinem Knoblauchgeschmack. Ich habe auch schon Brennnesseln ausprobiert aber die sind mir eindeutig zu fettig. Brennnesselblätter saugen das Öl regelrecht auf. Zumindest kommt es mir so vor. Knoblauchsrauke verliert leider total an Geschmack. Sie eignet sich schon auch, aber man sollte sie gut würzen.

Diverse Gemüsechips habe ich natürlich auch schon hergestellt. Wie Grünkohl, dieser schmeckt absolut hervorragend. Aber auch Pastinak, Rote Bete, Karotten, Zucchini habe ich schon zu Chips verarbeitet.

Heuer war also Giersch auf dem Programm. Dafür habe ich einfach saubere junge Gierschblätter verwendet. Diese in eine große Schüssel gegeben. Ganz vorsichtig etwas Olivenöl darüber geträufelt und mit Kräutersalz gewürzt. Mit behandschuhten Händen wird das Öl und das Salz vorsichtig untergemischt. Verwende lieber zuerst weniger Öl und gib noch dazu wenn du meinst es ist nötig. Das Öl ist gut damit das Salz besser an den Blättern haften bleibt. Auch das Kräutersalz solltest du vorsichtig dosieren, denn die Blätter verlieren an Feuchtigkeit und sie können schnell versalzen werden.

Nun gibt man die Blätter auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Möglichst so, dass nicht zu viele übereinander liegen. Dann kannst du die Gierschblätter bei ca. 100°C im Backofen bei Heißluft trocknen lassen. Je nach dem wie viele Bleche du auf einmal machst, bracht es seine Zeit. Ich schau einfach hin und wieder in das Backrohr. Wenn die Blätter schön grün und trocken sind kannst du sie raus nehmen. In einer luftdichten verschließbaren Schüssel halten sie sich lange. Vorausgesetzt du isst sie nicht gleich alle auf.

Beachte, dass du nicht zu alte Blätter verwendest, denn der Geschmack kann recht intensiv und eigen werden.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Bruschetta mit Tomaten und Knoblauch

 

Im Garten ist Erntezeit. Leider waren die Schnecken heuer auch sehr fleißig und so gewaltig wird die Ernte wohl nicht werden. Langsam werden bei mir die Tomaten reif. Da ich diese in Trögen auf der Terrasse stehen habe kommen die Schnecken nicht so schnell ran.

Knoblauch und Zwiebeln habe ich schon geerntet und zum Trocknen ausgelegt. Mein Basilikum gedeiht auch prächtig und so habe ich wieder einmal Bruschetta gemacht. Ich habe diese Brötchen in Italien kennen und lieben gelernt. Sie sind einfach und schnell gemacht.

Ich verwende

3 gewürfelte Tomaten

1/2 rote Zwiebel klein gewürfelt

3 Knoblauchzehen gepresst

etwas Olivenöl (ca. 1 El)

etwas Balsamico Essig (ca. 1 El)

Pfeffer

Kräutersalz

Basilikum + etwas für die Garnitur

Parmesan gerieben

Brotscheiben

Nun mischt man die Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und den klein geschnittenen Basilikum samt Olivenöl und Essig zusammen. Ich messe das Olivenöl und den Essig nicht ab aber es dürfte so ca. ein Esslöffel davon sein. Alles vermengen und ein bisschen durchziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Brotscheiben ob weiß oder dunkel, Vollkornbrot oder Paleo Cracker, es eignet sich alles dafür. Wenn du frisches Brot verwendest empfehle ich dir es zu toasten. Denn die Masse ist recht feucht und das Brot würde zu schnell aufweichen.

Anschließend gibst du die Tomaten auf das noch warme Brot, streust den Parmesan darüber und garnierst das Ganze mit ein paar Blättchen frischem Basilikum.

Es schmeckt fantastisch frisch. Einfache Küche kann so gut sein. Lass es dir schmecken!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

Essigmutter selber ziehen und eigenen Essig herstellen

Ich habe schon alles mögliche ausprobiert und Essig herstellen war ein Projekt davon. Heute möchte ich euch berichten wie ich das gemacht habe.

Essig ist aus unserer Küche nicht mehr weg zu denken. Wir benötigen ihn für alles Mögliche. Zum Kochen, Putzen, Extrakte wie Oxymel oder Kräuterauszüge und vieles mehr. An sich ist Essig ein Würzmittel, aber er dient uns auch als Konservierungsmittel. Um Essig herzustellen benötigen wir Alkohol, wie in meinem Fall Apfelmost, der mittels Essigbakterien fermentiert wird. Wir haben daheim immer Apfelsaft, der irgendwann zum Most wird und später verarbeitet ihn meine Mutter zu Essig. Selbstgemachter Apfelessig ist großartig und ich verwende ihn unheimlich gerne für alle möglichen Ansätze. Unserem selbstgemachten Essig werden keine Zusätze beigemengt, wie Farbstoffe, Stabilisatoren usw. Schau doch mal ganz bewusst im Geschäft auf das Etikett und du wirst überrascht sein, was da so alles reingemischt wird. Ich gebe zu ich war tatsächlich entsetzt und unglaublich überrascht.

Leider liegt es schon an uns Konsumenten das schon bei so einfachen Lebensmitteln wie Essig gepanscht wird. Wehe das Produkt hat eine andere Farbe oder riecht nicht wie gewohnt meckern wir schon rum. Das ist der Grund, warum die Industrie dafür sorgt, dass wir immer dasselbe Produkt bekommen. Dabei entfernen wir uns immer mehr der Natur. Ist es doch normal, dass sich bei einem Naturprodukt der Geruch oder die Farbe verändert. Allerdings ist es nicht so schwer eine Essigmutter selbst zu ziehen und eigenen Essig herzustellen. Um das aber zu versuchen ist es schon ein großer Vorteil, wenn man aus eigenem Obst Saft gewinnen kann, der vergärt werden kann.

Selbstverständlich kann man auch gekauften ungeschwefelten Wein oder naturtrüben Saft verwenden. Ich finde die Methode mit Apfelessig am sichersten. Denn zuallererst benötig man eine Essigmutter. Wenn du jemanden kennst der dir ein Stück abtreten kann ist das großartig. Ansonsten zieh sie dir selbst.

Man benötigt dafür nur natürlichen Apfelsaft, Honig und Wasser.

essigmutter

© Marlies Schneider

100 ml Apfelessig naturtrüb
100 ml Wasser
1 EL Honig oder 1-2 EL Zucker

Alle Zutaten in ein Glasgefäß füllen mit weiter Öffnung, verrühren und mit einer Strumpfhose abdecken. Damit kein Staub in das Glas gelangt. Danach einfach an der Sonne reifen lassen. Es bildet sich nach ca.  2 – 3 Wochen die Essigmutter (sie gleicht dann erst mal einem undefinierbaren schwabbeligen Gebilde). Nach ca. 4 Wochen hat die Essigmutter Konsistenz und ist reif für den Einsatz.

Den kompletten Ansatz in 1 – 2 l naturtrüben Apfelsaft oder Bio-Wein (WICHTIG: ungeschwefelt) geben und nun für ca. 3 Monate in einem warmen Raum stehen lassen. Dabei wieder luftig abdecken (Windel oder Seidenstrümpfe eignen sich gut).

Die Essigmutter ernährt sich nun von deinem Ansatz. Wenn dein Ansatz nach Aceton riecht weißt du, dass deine Essigmutter arbeitet. Bei meiner Mutter verwenden wir für die Reifung große Mostfässer. Wenn der Essig nun fertig ist sinkt die Essigmutter ab und sie wird auch gerne etwas bräunlich. Dann wird die Mutter sorgfältig entfernt (auf einen sauberen Teller). Den Essig füllst du in saubere Flaschen. Es ist wie mit gutem selbstgemachtem Likör, denn umso länger du deinen Essig nun reifen lässt umso besser ist er. Vor der Verwendung kannst du ihn durch einen Kaffeefilter laufen lassen.

essigmutter-in-cava

© Marlies Schneider

Beachte: Je höher der Alkoholgehalt deines Weines war, um so saurer wird der Essig am Ende. Es kann sein das du den Essig noch verdünnen musst.

Wenn du nun deinen eigenen Essig hergestellt hast, kannst du ihn mit diversen Kräutern verfeinern. Du hast nun ein komplett selbstgemachtes Produkt. Edler geht es wohl kaum.

Für verschiedene Essige ist eine eigene Essigmutter zu empfehlen. Also für Apfelessig eine Apfelessigmutter, für Balsamico eine Weinessigmutter usw. Ich habe dafür schon meine Apelessigmutter geteilt und mit Wein angesetzt. Das funktioniert durchaus.

Achtung: Beachte, dass die Essigmutter immer in genügend Flüssigkeit liegt. Also füttere sie mit Wein oder Apfelmost weiter. Eine Essigmutter lebt lange, aber nicht ewig und es kann also sein, dass sie nach ein paar Jahren abstirbt.

 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Kräutersalz Kreationen

 

Kräutersalze sind so einfach selbst gemacht und du kannst deinen Ideen freien Lauf lassen. Ein paar sind aber ganz besonders gut. Ich habe hierfür die frischen Kräuter verwendet.

Kräutersalz aus dem Gemeinen Frauenmantel – Alchemilla xantochlora. Verwendet werden die frischen Blätter welche du mit dem Salz verreibst und anschließend trocknen lässt. Es ergibt ein sehr geschmackvolles und besonderes Kräutersalz für allerlei Speisen.

Weiters hervorragend ist das Salz aus der Europäischen Lärche – Larix decidua. Verwendet werden die frischen jungen Triebspitzen welche du mit dem Salz verreibst und auch trocknen lässt. Es ergibt ein Salz welches du für Salate oder auch deftigere Speisen verwenden kannst, wie für Wildgerichte.

Besonders gut finde ich das Kräutersalz aus Schnittlauch – Allium schoenoprasum. Verwendet werden die frischen Blüten welche ich zerkleinert unter das Salz mische und anschließend trocknen lasse. Es ist sehr gut auf dem Frühstücksei.

Lass deiner Fantasie freien lauf und probier doch einfach selbst ein paar wunderbare Kräuter oder essbare Blüten zu einem köstlichen Salz zu verarbeiten. Du wirst überrascht sein wie einfach es geht und wie gut diese schmecken.

Tipp: Ich verreibe die Kräutersalze nach dem Trocknen immer noch einmal damit das Salz streufähig ist und nicht verklumpt ist. Zumindest wenn ich mit frischen Kräutern arbeite.

Schön verpackt hast du auch immer ein nettes Geschenk parat.

Kräuter lassen sich auch gut mit Kindern sammeln und das Salz herstellen macht ihnen richtig Spaß.

Der Gemeine Frauenmantel ist die Kräuterpflanze des Jahres, des größten und ältesten Kräuterverein Österreichs, der Freunde naturgemäßer Lebensweise. 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

 

 

Bärlauch-Chips

© Marlies Schneider,

 

Wir machen schon seit vielen Jahren im Frühjahr Bärlauch-Chips. Diese Chips sind so gut, dass Kinder sie auch unheimlich gerne haben. Naja, bei uns zumindest ist es der Fall. Ich selbst mag sie auch so gerne und ich starte immer ein „Wettessen“ mit meinem Kleinen. Oder sollte ich „Wettknabbern“ sagen?

Es ist ein Knabberspaß diese crunchy Blätter zu essen. Zudem sind sie wirklich leicht gemacht und eine gesunde Alternative zu dem anderen Zeug, das man so bekommt. Heuer in diesem verrückten Jahr ist es vielleicht auch eine Idee zum Nachmachen für euch. Wir sollten ja nicht so oft einkaufen gehen und Leckereien selbst machen ist so einfach.

Rezept:

Ich sammle eine Ladung Bärlauch wasche diesen und schleudere ihn in der Salatschleuder ab. Dann gebe ich ihn in eine große Schüssel. Etwas Öl (ca. 1/2 Tl voll), Salz, Pfeffer, Paprikapulver oder Gewürze deiner Wahl. Sei vorsichtig mit dem Salz und den Gewürzen. Es bedarf nur ganz wenig. Durch das Trocknen im Backrohr verliert der Bärlauch sein Wasser und so eine Würzmischung kann schnell zu stark sein.

Nun wird alles mit den Händen gut durchmischt. Dann gibst du die Blätter auf Backbleche – bei mir waren es drei. Bei 130°C im Ofen mit Ober- und Unterhitze trocknen. Du kennst dein Backrohr selbst am besten. Es ist möglich, dass du weniger Temperatur zum Trocknen brauchst. Höher würde ich nicht schalten damit die Blätter nicht braun werden. Das solltest du unbedingt vermeiden, denn dann werden die Bärlauch-Chips bitter. Ich schau immer wieder mal ins Backrohr ob ich die Blätter am Stiel heben kann. Das Blatt sollte waagrecht stehen und sich nicht mehr biegen. Dann sind sie genau richtig. 

Noch ein Tipp: Gib die ausgekühlten Chips in eine luftdicht verschließbare Box. Dann halten sie dir über mehrere Tage und schmecken wie am ersten Tag.

Du kannst mit anderen Kräutern ähnlich verfahren. Die Knoblauchsrauke würze ich noch zusätzlich mit Knoblauchpulver, da sie an Geschmack verliert. Ansonsten schmeckt diese aber auch wirklich gut.

Gemüse Chips kannst du auch so machen, es eignen sich Karotten, Grünkohl, Randig, Sellerie usw., um ein paar genannt zu haben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Wildkräutersalat mit kandierten Haselkätzchen

Im Moment haben wir eine echt verrückte Zeit. Viele Menschen sind unheimlich verunsichert und wissen nicht so recht was sie alles benötigen, um längere Zeit daheim bleiben zu können. Wer sich allerdings ein klein wenig mit unseren Wildkräutern auskennt, kann sich im Handumdrehen einen Salat aus dem Garten holen, der jeden gewöhnlichen Salatkopf aus dem Supermarkt in den Schatten stellt. Wildkräuter liefern uns genau jetzt unheimlich viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Dies ist es was wir jetzt benötigen, um unser Immunsystem möglichst fit zu halten. Ein starkes Immunsystem schadet nie.

In meinem Garten ist im Moment etliches zu finden für einen Wildkräutersalat:

Giersch sprießt jetzt raus und die ganz jungen Blätter schmecken am allerbesten. Knoblauchrauke, Bärlauch, Fünf-Fingerkraut auch hiervon die ganz jungen Blätter verwenden, Blätter vom Kleinen Wiesenknopf, Odermennig die zarten Austriebe, Löwenzahnblätter, Wiesenknöterich, Vogelmiere, Stinkender Storchschnabel, Blätter von Schaumkräuter, ein paar Blüten vom Duft-Veilchen, Lungenkraut, Gänseblümchen und Gundermann runden so einen Wildkräutersalat wunderbar ab. Ich habe noch Rucola und Vogerlsalat im Garten die ich dazu gebe.

Das ist nur ein Auszug was möglich ist es gibt natürlich noch viel mehr wie Schafgarbe, Spitzwegerich, Barbarakresse uvm.

Mit einem wunderbaren Dressing aus einem fruchtigen Essig, welche ich jedes Jahr im Sommer ansetzte, Olivenöl und etwas Honig ergibt dies eine Geschmacksexplosion.

Das Highlight für diesen Salat sind aber die kandierten Haselkätzchen.

Für das Rezept benötigst du:

1 Handvoll Haselkätzchen noch möglichst geschlossen

1 El Butter

2-3 El brauner Zucker

Butter schmelzen lassen und den Zucker dazu geben. Den Zucker langsam schmelzen bis eine karamellartige Masse entsteht. Dann gibst du die Haselkätzchen dazu. Du vermengst das Ganze vorsichtig und gibst es auf ein Backpapier und lässt die Masse erkalten. Danach kannst du sie vorsichtig auseinanderbrechen und in eine Aufbewahrungsbox füllen. Übrigens stecken die Haselkätzchen voller wertvoller Pollen. Pollen sind die reinsten Kraftpakete.

Entweder gibst du davon etwas in dein Müsli, Salat, Dessert. Ich muss mich allerdings immer beherrschen nicht zu viel davon zu naschen. Sie schmecken wie Buttertoffee.

Bitte beachte, auch Wildkräuter können für den ein oder anderen unverträglich sein. Auch wenn du eine Nussallergie hast, solltest du Abstand nehmen von kandierten Haselkätzchen.

Besonders in meinen Kräuterkursen und im Lerhgang zum Dipl. Kräuterexperten FNL der hoffentlich im Herbst 2020 starten kann, lernst du all diese Pflanzen genauestens kennen.

Der Verein Freunde naturgemäßer Lebensweise ist der älteste und größte Kräuterverein Österreichs.

Kommt aber erst mal alle gut durch diese Zeit!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Nachtkerzen-Rosengelee

Ich bin immer am Tüfteln was ich denn aus meinen Kräutern so alles zaubern kann. Die Pflanze ist eigentlich ein Neophyt und erst seit dem 17. Jahrhundert bei uns zu finden. Als Wildgemüse ist sie schon lange bekannt, aber als Heilpflanze wird sie in unseren Breiten noch nicht so lange genutzt. Die Pflanze ist zweijährig und blüht erst im zweiten Jahr. Sie ist recht anspruchslos und gedeiht gut auf kargem Boden.

Im Moment habe ich so viele Nachtkerzenblüten im Garten.

Ich habe mir etliche Blüten geerntet und getrocknet für meinen Tee. Über den feinen Duft bin ich überrascht denn er ist wirklich fein, dass ich mir dachte ein Gelee daraus müsste auch sehr gut sein. Nun ein Rezept habe ich keines gefunden. Kann es tatsächlich sein, dass das noch nie jemand ausprobiert hat? Nun vielleicht ist der Duft der Nachtkerze ja zu schwach in einem Gelee? Ich kann mich auch noch dumpf erinnern, dass meine Kräuterlehrerin sagte es würde sich nicht lohnen da der Duft zu schwach sei.  Ich dachte mir, ich kombiniere sie mit Rosenblüten. Ich hatte noch ein paar im Garten und sie haben sich angeboten. Die Überlegung war natürlich ob ich Zitrone oder Vanille dazu geben soll. Aber diese Aromen sind so intensiv, dass das Aroma der Nachtkerze und der Rose sicher untergehen würde.

Ich habe das Rezept ganz schlicht gehalten und habe dafür verwendet:

mindestens 2 Handvoll getrocknete Nachtkerzenblüten (nur die Blütenblätter und Staubblätter). Das Grün habe ich entfernt.

1 Handvoll frischer Rosenblätter von Duftrosen.

1 EL Nachtkerzensamen (ich habe so viele, und gesund sollen sie ja sein)

1 L Wasser

1 Kg Gelierzucker 1:1 (verwende Bioqualität)

Selbstverständlich sind die verwendeten Blütenteile ungespritzt. Blüten mit Zucker und Wasser mischen und über Nacht sehen lassen. Am nächsten Tag kochen und die Gelierprobe machen.

Das Gelee in sterile Gläser füllen und ab und zu wenden damit sich die Samen der Nachtkerze im Glas verteilen.

Es schmeckt vorzüglich! Guten Appetit!

Das Nachtkerzen-Rosengelee ist ein schönes Geschenk aus der Kräuterküche.

Es schmeckt wunderbar auf ein Brot oder auch auf ein Paleobrötchen.

Nachkerze – Oenothera biennis

Die Nachtkerze kennt ihr vielleicht auch unter dem Namen Schinkenwurz, denn die Wurzel der einjährigen Nachtkerze kann als Wildgemüse verwendet werden. Sie färbt sich beim Kochen rötlich und schmeckt recht gut. Die Blüten gehen am Abend auf und nicht wie bei vielen anderen Pflanzen am Morgen. Nach einem Tag ist die Blüte schon vorbei. Im Salat schmecken sie wunderbar. Die Samen der Nachtkerze sind winzig aber sehr gehaltvoll. Sie enthalten viel Gamma-Linolensäure und diese ist besonders gut für die Haut und deren Beschwerden. Daraus wird ein kostbares Öl gewonnen das man in der Kosmetik einsetzt. Die Blätter der Nachtkerze kannst du für Tee trocknen oder vor der Blüte als Spinat zubereiten.

Wie bei jeder Pflanze muss man auch die Nachtkerze auf Verträglichkeit prüfen. Z.B. Epileptiker sollten wegen der Inhaltsstoffe auf den Verzehr verzichten. Auch Schwangere oder stillende Frauen sollten sich beraten lassen.

Mit den Samen der Nachtkerze kannst du dein Paleomüsli wunderbar bereichern! Das Gelee selbst ist nicht Paleo, da Zucker enthalten ist.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

Rosenblütengelee

Eine besondere Köstlichkeit aus dem Garten ist das Rosenblütengelee:

1 Liter Rosenblütenblätter unbehandelt

2 El Rosenwasser

1 Liter Wasser

1/2 Saft einer Bio-Zitrone

etwas Tonkabohne gerieben

1 Kg Gelierzucker 1:1 aus dem Bioladen

Rosenblüten mit Wasser übergießen. Den Gelierzucker dazugeben  und langsam auflösen. Ständig dabei rühren. Bis zum Gelierpunkt kochen lassen und eine Probe machen. Tonkabohne, Zitronensaft und das Rosenwasser am Schluss noch dazu geben und gut unterrühren, aufwallen lassen. In vorbereitete Gläser füllen und abkühlen lassen.

Das Gelee schmeckt vorzüglich. Guten Appetit!

Beachte das der Rosenduft sehr zart ist. Umso mehr Blätter du verwendest umso besser kommt der Geschmack durch. Kombinierst du andere Kräuter können diese den Rosenduft überdecken oder zurück drängen. Rose lässt sich gut mit Vanille oder Tonka kombinieren ohne zu sehr gedämpft zu werden.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Köstlichkeiten aus Rosenblüten

 

 

 

 

Heuer sind meine Rosen im Garten besonders schön. Das Wetter ist ideal und das Kraut der Pflanzen ist richtig schön und kräftig. Die Blüten sind ein Traum und duften einfach herrlich. Ich liebe David Austin Rosen, sie sind meistens gefüllt und stark duftend. Meine Stöcke sind schon einige Jahre alt und einfach fantastisch. Durch diese reichhaltige Blüte konnte ich heuer einige Rosenblätter ernten. Daraus habe ich ein paar geniale Köstlichkeiten gezaubert.

Rosenblüten Essig:

2 Handvoll Rosenblütenblätter stark duftend

etwas an Rosa Beeren ganz

etwas Pfeffer ganz

1/2 Vanilleschote

1 Tr. Rose bulgarisch

Apfelessig natürlich ohne Zusätze. Am besten selbstgemacht.

Gib alle Zutaten in eine Flasche mit großer Öffnung und übergieße diese mit dem Apfelessig. Nun kannst du deinen Ansatz mindestens für ca. 4 – 5 Wochen ziehen lassen. Ideal ist, wenn du jeden Tag mal das Glas schüttelst damit immer alle Pflanzenteile mit dem Essig bedeckt sind. Danach kannst du die Zutaten abseihen und den Essig in eine saubere schöne Flasche füllen. Wenn du willst, kannst du noch ein Tl Honig dazu geben. Das macht den Essig etwas milder. Lass es dir schmecken!

Beachte: Du kannst auch einen anderen Essig verwenden. Leider ist es aber schwer einen ohne Zusätze wie diverser Farbstoffe und Antioxidationsmittel zu finden. Ist dir das schon einmal aufgefallen?

Rosenlikör:

ca. 500mlKorn 38%

2 Handvoll Rosenblütenblätter stark duftend

Abrieb einer halben Tonkabohne

1/2 Vanille Schote hatte ich noch übrig, so kam sie auch noch dazu.

ca. 100g Zucker (mehr oder weniger nach Gusto)

Alles in ein sauberes Weithalsglas füllen und mindestens zwei Wochen ziehen lassen. Ich habe die Blütenblätter meist bis zu 3 Monate in der Flasche. Es muss jeden Tag etwas geschüttelt werden. Dann wird abgeseiht und den Likör in saubere Flaschen füllen. Ich habe festgestellt, umso länger der Likör reifen kann umso besser wird er. Das gilt übrigens auch für den Essig.

Du kannst im Grunde jede duftende Rose verwenden. Nur beachte, dass sie nicht gespritzt wurden. Auch sonst empfehle ich höchste Qualität aller Produkte. So erhält man ein erstklassiges Endprodukt welches auch immer ein schönes Mitbringsel oder Geschenk ist.

Es ist egal welche Farbe deine Rosen haben, sie müssen nicht zwangsläufig rot sein, aber der Duft ist wichtig.

 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

 

 

 

 

Rote Beete Eis mit Kamtschatkabeere

Heute habe ich wieder ein ausgefallenes Rezept für euch. Es hört sich vielleicht komisch an, schmeckt aber überraschend gut. Ich habe von dieser Idee in einem exklusiven Kochmagazin gelesen. Ich dachte mir immer, dass ich so ein Rezept auch mal machen möchte. Da ich meine Ernährung ordentlich auf den Kopf gestellt habe, habe ich mir  eben ein eigenes Rezept kreiert. Ich habe mich für eine vegane Variante entschieden und es ist wirklich gut geworden. Selbstverständlich alle Zutaten in Bioqualität.

Rote Beete Eis mit Kamtschatkabeeren:

350 g gegarte Rote Beete (Randig) gewürfelt

ca. 150g Katschatkabeeren (hier könnt ihr natürlich auch andere Beeren verwenden)

2 EL Cashwemus oder ein anderes Nussmus

2 El Honig (mehr oder weniger nach Gusto)

etwas Mandelmilch

Die Rote Beete klein schneiden und mit allen Zutaten fein mixen. Dann über Nacht in den Kühlschrank geben. Ich habe eine KitchenAid und dazu eine passende Schüssel zum Eis herstellen. Die Eisbereiter-Schüssel habe ich über Nacht in den Tiefkühler gestellt (mindestens 15 h). Am nächsten Tag kann die Masse bei laufender Maschine langsam in die gekühlte Schüssel gegeben werden und zu Eiscreme verarbeitet werden. Das war vielleicht eine Sauerei. Also wie man das besser macht ist mir ein Rätsel. Denn man kann die Masse kaum in die Schüssel geben. Die Öffnung ist recht klein und die Maschine läuft ja. Dies ist leider wirklich wichtig, macht man das nicht, gefriert die Masse zu schnell und lässt sich mit dem Rührwerk nicht mehr bearbeiten. Irgendwie habe ich es dann doch geschafft und konnte die Masse in eine Glasbox streichen. Die Masse ist wunderbar cremig und frei von Eiskristallen.

 

Das Eis ist eigentlich servierfertig. Dazu etwas Obst und / oder ein Beerenkompott serviert, schmeckt sehr gut.

Die Kamtschatkabeere , Maibeere oder auch Honigbeere  –  Lonicera kamtschatica genannt, ist eine der ersten Beeren im Frühjahr. Es ist das einzige Geißblattgewächs das Essbar ist. Die Beeren sind der Heidelbeere sehr ähnlich aber etwas säuerlicher. Sie lässt sich gut kultivieren und ist recht unkompliziert. Ich konnte zwar nichts in Erfahrung bringen aber ich denke, dass diese Pflanze ein starkzehrer ist. Bei mir steht sie in der nähe vom Kompost und das scheint sie zu lieben. Ideal ist wenn man mindestens zwei Stöcke pflanzt für die Befruchtung. Auch einen Kuchen kannst du wunderbar damit belegen.

 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

Blumenkohlbombe mit Weiderind und Speck

p1100893

Heute habe ich sie gemacht die berühmte Blumenkohlbombe. Ein einfaches aber schmackhaftes Gericht. Von der Paleo360 Seite habe ich das Rezept und für mich angepasst.

Ich habe dafür einen mittelgroßen Bio-Blumenkohl genommen und ihn für ca 10 Minuten in Salzwasser gekocht. Zuvor habe ich allerdings die Blätter und den Strunk entfernt. Währenddessen habe ich 250 g Hackfleisch vom Weiderind mit einer kleinen gehackten Zwiebel, drei gehackten Knoblauchzehen und 1 El gemahlene Haselnüsse (optional Gari) gemischt und mit einem Ei und Gewürzen nach Wahl vermengt.

p1100886 p1100889

Anschließend wird der Blumenkohl mit der Hackfleischmasse eingehüllt. Für mich hätten auch 200 g Hackfleisch mehr als gereicht.

p1100890 p1100891

Frühstücksspeck (ohne Zusatzstoffe) rundet das Gericht ab. Dieser wird um den Blumenkohl gelegt und als Beilage kann man verschiedenes Gemüse auf das Blech geben. Dieses mit Olivenöl beträufeln und würzen. Mit einem Zahnstocher habe ich den Speck fixiert. Für meine Jungs gab es ein paar Kartoffeln mit dazu und für mich Butternusskürbis.

Ich hatte sie bei 200 °C Heißluft für ca 30-40 Minuten im Backrohr, bis der Speck schön knusprig ist.

p1100893 p1100895

Es ist ein einfaches Rezept, rasch gemacht und richtig gut. Mit einem scharfen Messer lässt sich die Blumenkohlbombe wie ein Kuchen anschneiden. Guten Appetit!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.