Letztes mal gab es schon viele Informationen zum Kalifornischen Mohn. Heute beschreibe ich dir wie du ganz einfach wirkungsvolle Schlaftropfen selbst herstellen kannst. Beachte, diese ersetzen nicht den Gang zum Arzt. Es handelt sich dabei um eine einfache Hilfe aus der Volksheilkunde. Bei schwerwiegenden Problemen muss man diese mit dem Arzt abklären.
Um die Zeit von 1890 war der Kalifornische Mohn so beliebt, dass sein Flüssigextrakt sogar in den Park-Davis-Katalog aufgenommen wurde. Dabei handelt es sich um ein bedeutendes historisches Dokument in der Geschichte der Pharmazie und Medizin. Er bietet wertvolle Einblicke in die pharmazeutischen Produkte und medizinischen Praktiken vergangener Zeiten und zeigt die Entwicklung und Standardisierung von Arzneimitteln durch eines der führenden Pharmaunternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts auf. Die Erwähnung in einem solchen Katalog würde auch darauf hinweisen, dass die Pflanze in der westlichen Medizin anerkannt und verwendet wurde. Dabei gab es zwei Einträge ¬– 1892 sowie 1893 – über Eschscholtzia californica und seine Wirkung und Anwendung.
Rezept für Tinktur
Blüten und Blätter
Alkohol 60%
Im Standardverhältnis
1:5 bedeutet 1 Teil Pflanzenmaterial und 5 Teile Menstruum
Vorgehensweise:
Blüten und Blätter klein schneiden und in einen Messbecher geben. Andrücken und die Markierung ablesen. (Bei dieser Tinktur muss man etwas anders vorgehen, da das Material recht füllig ist.) Wenn das Pflanzenmaterial z.Bsp. bei 50 ml abgelesen werden kann, werden 250 ml Alkohol 60% benötigt.
Das kleingeschnittene Pflanzenmaterial gibt man nun in ein sauberes Glas und übergießt dies mit dem abgemessenen Alkohol.
Dieser Ansatz sollte nun für mindestens 10 Tage besser eine Mondphase lang ausgezogen werden. Täglich mehrmals schütteln und beschriften nicht vergessen.
Einnahme: je nach Bedarf 1 – 3 mal täglich 10 – 20 Tropfen einnehmen. (eventuell mit etwas Wasser einnehmen.)
Wirkung: fördert die allgemeine Ruhe und behandelt Stress, Angst und Schlaflosigkeit.
In der traditionellen Volksmedizin werden nur die oberirdischen Pflanzenteile, wie Kraut und Blüten des Kalifornischen Mohns, verwendet. Aufgrund seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden und leicht sedierenden Eigenschaften findet er in diesem Bereich Anwendung. Er gilt aber nicht als Narkotikum, da er kein echtes Opium enthält. Er löst nervöse Spannungen, Angstzustände, Schmerzen (innen wie außen) und hilft sehr bei Schlaflosigkeit.
| Energetik: kühlend, bitter. | Eigenschaften: schmerzstillend, schlaffördernd, beruhigend bei Unruhezuständen, entspannend. |
| Interaktionen: sind keine bekannt. | Side Effects: beim empfohlenen Standard-Bereich sind keine bekannt. |
Achtung: keine Anwendung in der Schwangerschaft oder nur mir Rücksprache des Arztes. (Moor, 2003)
Traditionelle Anwendungen aus der Volksmedizin: gilt als schmerzreduzierend. Er ist schlaffördernd. Er soll den Schlaf auch bei Kindern fördern, besonders bei Keuchhusten. Er soll Schmerzen reduzieren und Koliken bei Kindern lindern. Weiters wird er bei Migräne verwendet, kann bei Depressionen unterstützen, soll Stress reduzieren.
© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz
Haftungsausschluss/Disclaimer
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
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