Der Löwenzahn ist eine jener Pflanzen, die uns vom Frühling bis in den Herbst begleiten. Er ist in all seinen Teilen essbar. Zudem ist er heilkräftig und unglaublich wandelbar. Ich liebe es, mit dieser leuchtenden Wiesenpflanze zu experimentieren. Eines meiner liebsten Ergebnisse möchte ich heute mit dir teilen:
Denn Löwenzahnsalz ist nicht gleich Löwenzahnsalz:
Mit Blüten entsteht ein sonnengelbes, aromatisch-mildes Würzsalz
Die Blätter bringen ein kräftig grünes, herbes Salz mit vitalisierender Note
Und die Wurzel ergibt ein tief erdiges, leicht bitteres Salz – voller Kraft und Bodenhaftung
Diese drei Varianten fangen die ganze Fülle des Löwenzahns ein. Sie lassen sich einzeln oder kombiniert wunderbar in der Küche einsetzen. Man kann es auch nett abfüllen und verschenken.
Löwenzahnsalz aus Blüten
Sonnengelb & aromatisch mild Die gelben Blütenköpfchen bringen eine leichte Süße. Sie haben auch ein ganz feines Kräuteraroma. Dies ist ideal für Frischkäse, Eierspeisen, helle Soßen oder als farbenfrohes Finishing-Salz.
Tipp: Die gelben Zungenblüten möglichst ohne grüne Kelchblätter verwenden – das sorgt für eine intensive Farbe und einen angenehmeren Geschmack.
Löwenzahnsalz aus Blättern
Grün & vitalisierend herb Junge Löwenzahnblätter sind reich an Bitterstoffen und Mineralien – perfekt für ein kraftvolles, grünliches Kräutersalz. Es passt besonders gut zu Salaten, Ofengemüse oder in grüne Smoothies.
Tipp: Junge Blätter schmecken milder und bringen die schönste Farbe. Fein gehackt oder gemörsert mit Salz vermengt und getrocknet – so bleibt die grüne Farbe erhalten.
Löwenzahnsalz aus der Wurzel
Erdig & tiefenstark Die Wurzel des Löwenzahns steckt voller Bitterstoffe. Sie hat Tiefe. Es ist ein ideales Würzmittel für kräftige Speisen, Bratkartoffeln, Pilzgerichte oder Wild. Getrocknet, gemahlen und mit Salz vermischt entsteht ein intensives, fast rauchiges Wildsalz.
Tipp: Die Wurzeln gut waschen, klein schneiden, mit dem Salz vermixen und trocknen lassen.
Benefits von Löwenzahnsalz – warum es mehr als nur ein Würzmittel ist:
Reich an Bitterstoffen Unterstützt Leber, Galle und Verdauung – besonders das Blatt- und Wurzelsalz.
Mineralstoffspender Löwenzahn liefert Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen u. v. m. – gebündelt im Salz haltbar gemacht.
Kreative Wildküche Mit Farben und Aromen direkt von der Wiese – so kommt Abwechslung auf den Tisch.
Langlebig & einfach haltbar Getrocknetes Kräutersalz hält monatelang – ideal zum Bevorraten oder als Geschenk.
Ritual der Achtsamkeit Das Sammeln, Verarbeiten und Genießen verbindet uns mit der Natur und bringt Erdung im Alltag.
Tipp:
Das Löwenzahnsalz ist immer ein fixer Bestandteil meines Regenbogensalzes. Das bedeutet ich schichte verschiedenfarbige Salze in ein Reagenzglas. Es schaut am Schluss aus wie ein Regenbogen. Das ist immer ein wunderbares Geschenk.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Begriff Taraxacum sect. Ruderalia bezieht sich auf eine spezifische Untersektion innerhalb der Gattung Taraxacum. Diese Umbenennung oder genauere Klassifizierung wurde im Rahmen der modernisierten Taxonomie vorgenommen. Genetische Studien und umfassendere botanische Forschungen unterstützten dieses Vorgehen. Beachte, dass alle Taraxacum aus der sect. Ruderalia verwendet werden können. Es ist also nicht schlimm, wenn du sie nicht genau unterscheiden kannst.
In den letzten Jahren wurde die taxonomische Systematik des Löwenzahns überarbeitet. Viele der traditionell als Taraxacum officinale bezeichneten Pflanzen wurden in verschiedene Arten und Untersektionen unterteilt. Diese Umstellung resultierte aus einer besseren Kenntnis der genetischen Vielfalt innerhalb der Artengruppe.
Es ist also keine plötzliche oder vollständige Umbenennung, sondern eine Erweiterung und Präzisierung der taxonomischen Einordnung. Daher kann man immer noch auf den klassischen Namen Taraxacum officinale stoßen. In wissenschaftlicheren oder genaueren Kontexten wird die Untersektion Ruderalia verwendet. Besonders in Büchern die nicht neu verlegt werden, werden die Namen oft nicht korrigiert.
Herkunft und Fundort
Der Löwenzahn ist in Europa, Asien und Nordamerika heimisch. Er wächst wild in Wiesen, auf Weiden, an Waldrändern, auf Brachflächen und in Gärten. Die Pflanze ist in fast allen Regionen der Welt verbreitet und gilt als eine der bekanntesten und robustesten Wildpflanzen. Sie ist nicht wählerisch und gedeiht auf nährstoffreichen Böden, findet aber auch auf kargen, sandigen und lehmigen Böden gute Lebensbedingungen. Bei mir wächst er im Garten und ich lasse ihn immer etwas vermehren, damit ich Löwenzahn zum Ernten habe.
Erdreich
Löwenzahn bevorzugt tiefgründige, lockere, nährstoffreiche Böden, kommt aber auch mit weniger idealen Bedingungen gut zurecht. Besonders gut wächst er auf kalkhaltigen Böden, die eine gute Drainage ermöglichen. Da der Löwenzahn als Pionierpflanze gilt, wächst er in vielen verschiedenen Bodentypen, auch in städtischen und industriellen Gebieten. Die Pflanze ist krautig und ausdauernd und wird so bis zu 30 cm hoch. Er ist einer der wichtigsten Bienenpflanzen im Frühjahr.
Blüten: Die Blüten enthalten Flavonoide (wie Luteolin), Saponine, Triterpene, Bitterstoffe, Mineralstoffe und ätherische Öle. Diese wirken entzündungshemmend, antioxidativ und mild harntreibend.
Blätter: Die Blätter sind reich an Vitaminen (A, C, K) und Mineralstoffen (Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium, Phosphor). Sie haben eine leichte Bitterkeit und können die Verdauung anregen und die Leberfunktion unterstützen. Weiters enthalten sie Cumarine und Carotinoide. Sie weisen mehr Vitamin C auf als Orangen.
Wurzel: Die Wurzel enthält Inulin, Bitterstoffe wie Triterpene, Taraxacinsäure, Taraxacolide, Taraxasterol, Taraxerol, Taraxol, Taraxacosid, und eine Reihe von Polysacchariden. Besonders bekannt ist die Wirkung des Inulins, das als präbiotische Faser wirkt und die Verdauung unterstützt. Die Wurzel hat auch eine leberschützende Wirkung und fördert die Ausscheidung von Giftstoffen. Es finden sich auch Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium.
Volksheilkunde und Vorteile von Löwenzahn in der Naturheilkunde
Hautwirkung von Löwenzahn ist: harntreibend, entgiftend und bitter.
Der Löwenzahn ist seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der Volksheilkunde. Die Pflanze wird als Heilmittel bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt:
Leber und Galle: Die Bitterstoffe in den Blättern und der Wurzel unterstützen die Leber und regen die Gallenproduktion an. Er wird zur Entgiftung und Reinigung des Körpers verwendet.
Verdauungsfördernd: Löwenzahn hilft, die Verdauung zu verbessern und Völlegefühl sowie Blähungen zu lindern. Er regt die Produktion von Verdauungssäften an.
Entwässernd: Die Pflanze hat eine milde harntreibende Wirkung. Sie wird traditionell zur Behandlung von Wassereinlagerungen verwendet. Außerdem fördert sie die Nierenfunktion.
Blutreinigend: In der Volksmedizin wird Löwenzahn auch zur Reinigung des Blutes und zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens verwendet.
Moderne wissenschaftliche Studien bestätigen viele der traditionellen Anwendungen des Löwenzahns. Besonders hervorzuheben ist die Forschung zu den antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Pflanze. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Löwenzahn die Blutfettwerte senken und die Blutzuckerregulation verbessern kann. In einigen Untersuchungen nannten Forscher den Löwenzahn sogar als Kandidaten für die Behandlung von Lebererkrankungen. Sie betrachteten ihn auch als Hilfsmittel bei der Gewichtskontrolle. 2009 ergab eine Studie, dass die Blätter ein starkes Diuretikum sind, auch wenn die genaue Wirkungsweise nicht bekannt sind. (Pilotstudie von Clare et al.)
Interessant ist, dass Löwenzahn eine aquaretische Wirkung hat. Das bedeutet, dass viele Diuretika nur die Ausscheidung von Wasser und Kalium stimulieren. Da Löwenzahnblätter aber einen hohen Kaliumgehalt aufweisen, geht man von davon aus, dass kein Nettoverlust entsteht. (An overview of Therapeutic potentials of Taraxacum officinale: A traditionally valuable herb with a reach historical background)
Eine Studie von Ovadje et al. (2012) zeigte, dass Löwenzahnwurzelextrakt selektiv Apoptose (programmierter Zelltod) in chronischen myelomonozytären Leukämiezellen induziert, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Die Apoptose wurde durch die Aktivierung von Caspase-8 ausgelöst, was auf die Beteiligung des extrinsischen apoptotischen Weges hindeutet. (ScienceDirect)
Weitere Forschungen von Ovadje et al. (2016) berichteten, dass Löwenzahnwurzelextrakt das Wachstum von Dickdarmkrebszellen in vitro hemmt und die Migration dieser Zellen reduziert. In Mausmodellen mit Xenotransplantaten zeigte der Extrakt eine hemmende Wirkung auf das Tumorwachstum, ohne toxische Nebenwirkungen zu verursachen.
Pharmakologische Studien am Menschen
Gesunden Probanden wurden 8 ml eines hydroethanolischen Extraktes aus der Löwenzahnwurzel verabreicht. Alle 5 Stunden wurden über 3 Dosen eingenommen. Nach der ersten Dosis konnte ein Anstieg der Häufigkeit des Wasserlassen nachgewiesen werden. Nach der zweiten Dosis konnte ein Anstieg des Verhältnisses der Ausscheidung (Uriniervolumen: Flüssigkeitsaufnahme) beobachtet werden. Nach der dritten Dosis wurden keine Veränderungen mehr festgestellt (Clare et al. 2009).
Wechselwirkungen von Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln:
Es wurden keine klinischen Studien zu Wechselwirkungen von Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln gefunden.
Anwendungen in der Volksheilkunde:
Tee: Ein klassisches Hausmittel ist der Löwenzahntee, der aus getrockneten Blättern und Wurzeln zubereitet wird. Er unterstützt die Verdauung und hilft bei der Entgiftung des Körpers.
Tinktur: Aus den Blättern oder der Wurzel lässt sich eine Tinktur herstellen, die bei Leberproblemen oder Verdauungsstörungen helfen kann.
Salat: Junge Blätter des Löwenzahns können roh in Salaten verwendet werden. Sie haben einen leicht bitteren Geschmack und eignen sich hervorragend als Detox-Salat.
Löwenzahnhonig: Aus den Blüten lässt sich ein süßer Sirup oder „Löwenzahnhonig“ herstellen, der besonders bei Husten und Erkältungen wohltuend wirkt.
Magisches und Mystisches
Löwenzahn hat in vielen Kulturen eine symbolische Bedeutung. Er steht oft für Transformation und Neubeginn. Die Pflanze geht nach der Blüte in einen Flug durch die Luft über. Sie verbreitet sich dann auf der Erde. Die gelben Blüten gelten als Symbol für Sonne und Lebensenergie. In der europäischen Folklore glaubte man, dass Löwenzahn ein schützendes Pflanze sei, die böse Geister vertreiben könne. Verwende Löwenzahnwurzel doch einmal zum Räuchern.
Altes Volkswissen und Löwenzahn in der traditionellen Heilkunst:
In der Volksmedizin und Symbolik wurde der Löwenzahn häufig mit Fruchtbarkeit und Lebenskraft assoziiert. Dies liegt unter anderem an seiner Fähigkeit, sich schnell zu verbreiten, sowie an seiner leuchtend gelben Blüte, die an die Sonne erinnert – ein traditionelles Symbol für Vitalität und Fruchtbarkeit.
Die Pflanze wurde in vielen Kulturen als Zeichen für das Frühlingserwachen und die Wiedergeburt verehrt. Im Mittelalter war Löwenzahn bereits als Heilmittel sehr geschätzt. Er fand Anwendung bei vielen Beschwerden. Diese reichten von der Unterstützung der Verdauung bis zur Behandlung von Hauterkrankungen.
Fazit: Der Löwenzahn ist weit mehr als nur ein Unkraut. Seine Heilkräfte sind zahlreich, und er hat sowohl in der traditionellen als auch in der modernen Medizin seine Berechtigung. Der Löwenzahn hat viele Anwendungsmöglichkeiten. Diese reichen von der Küche über die Volksheilkunde bis hin zu spirituellen Bedeutungen. Er bleibt eine Pflanze. Er begleitet den Menschen seit Jahrhunderten und spielt auch heute noch in vielen Bereichen eine Rolle.
Warnhinweise: Aufgrund der choleretischen Wirkung des Löwenzahns wurde bei Personen mit Gallensteinen zur Vorsicht geraten (Mills und Bone 2005; Schutz et al. 2006; Wichtl 2004).
Aufgrund der Sesquiterpenlactonverbindungen kann es zu einer Kontaktdermatitis kommen. Dies wurde mittels Patch-Tests bestätigt. (Paulsen et al. 2008)
Zudem wird der enthaltene Milchsaft nicht von jedem vertragen. Er kann zu Erbrechen oder Übelkeit führen.
Im Tierversuch konnte bei großen Dosen eines Ethanolextrakts aus der Löwenzahnwurzel eine geringe Toxizität nachgewiesen werden. (10g/kg des getrockneten Krautes / Tita et al. 1993)
Schwangerschaft und Stillzeit: Es konnten keine Informationen darüber gefunden werden.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Taraxacum sect. Ruderalia – Wie erkennt man den „echten“ Löwenzahn?
1. Teil
Der Löwenzahn ist eine der bekanntesten Wildpflanzen Mitteleuropas – und zugleich eine der kompliziertesten botanischen Gattungen. Denn unter dem Namen „Taraxacum officinale“ wurde früher eine Vielzahl von sehr ähnlichen Pflanzen zusammengefasst, die heute feiner gegliedert werden. Besonders häufig vertreten ist die Sektion Ruderalia, zu der die typischen Wiesen-Löwenzähne gehören – jener kräftige, gelb blühende Löwenzahn, den die meisten sammeln. Er gehört zur Familie der Asteraceae.
Aber woran erkennt man Taraxacum sect. Ruderalia – und wie lässt er sich von anderen Löwenzahn-Arten oder ähnlichen Pflanzen wie dem Habichtskraut oder dem Herbst-Löwenzahn unterscheiden?
Hier kommt die Übersicht:
Erkennungsmerkmale von Taraxacum sect. Ruderalia
1. Blattrosette
Die Grundblätter stehen in einer bodennahen Rosette.
Blattspreite tief eingeschnitten und gezahnt (schrotgesägt), Zacken meist nach unten gerichtet.
Der Mittelnerv ist deutlich sichtbar, oft rötlich-violett überlaufen.
Blätter unbehaart oder nur spärlich behaart.
2. Blütenstand
Ein einzelner, hohler, unverzweigter Blütenstängel pro Pflanze.
Stängel milchführend, beim Abbrechen tritt weißer Milchsaft aus.
Die Blüte ist leuchtend gelb, aus vielen Zungenblüten zusammengesetzt. Es handelt sich dabei um eine Scheinblüte. Die Blüten stehen auf einem Körbchen von etwa 3-5 cm.
Öffnet sich nur bei Sonne, schließt sich bei Regen und abends.
Außenkelchblätter sind nach unten zurückgebogen („kragenartig“) – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal!
3. Fruchtstand (Pusteblume)
Die Blüten verwandeln sich in die typische „Pusteblume“. Die Schirmflieger verbreiten sich durch den Wind.
Fruchtkörper (Achänen) mit haarigem Pappus, der den Windtransport ermöglicht.
4. Wurzel
Stark ausgeprägte Pfahlwurzel, tiefreichend und saftig.
Milchführend, bitter schmeckend, hellbeige bis braun.
Besonders im ersten Jahr ist die Wurzel hellbeige. Im zweiten Jahr wird sie doppelt so dich und braun.
🔸 Taraxacum erythrospermum (Kleinblütiger Löwenzahn) auch Rotsamiger Löwenzahn genannt
Tendenziell kleinere Pflanze, oft auf mageren, trockenen Böden.
Außenkelchblätter nicht oder nur schwach zurückgeschlagen.
Blüten heller, Samen rötlich statt grau.
Blätter weisen durchgehend dreieckige Lappen auf. Der Echte Löwenzahn wäre unregelmäßig gelappt und weist nur eine minimale bis gar keine Dreiecksform auf.
🔸 Habichtskraut (Hieracium spp.)
Stängel meist behaart, oft verzweigt, trägt mehrere Blüten.
Blätter oft auch am Stängel verteilt, nicht nur als Rosette.
Kein milchiger Saft, Blüte oft kleiner, zarter.
🔸 Herbst-Löwenzahn (Leontodon autumnalis)
Blüht im Spätsommer/Herbst, gelbe Zungenblüten.
Stängel stark verzweigt, nicht hohl.
Kein Milchsaft, Blätter schmaler.
Botanischer Hintergrund zur Einordnung
Der Artkomplex Taraxacum officinale wurde taxonomisch überarbeitet. Heute wird die Sammelart als „Taraxacum sect. Ruderalia“ geführt, die mehrere hundert Mikrospezies umfasst.
Diese sind apomiktisch, das heißt sie vermehren sich ohne Befruchtung – eine Besonderheit der Gattung.
Daher entstehen lokal viele, genetisch stabile Kleinarten – aber für die Praxis reicht oft die Einordnung als „Taraxacum sect. Ruderalia“ (der „klassische“ Wiesenlöwenzahn). Verwendet werden können alle.
Fazit – So erkennst du den „echten“ Wiesenlöwenzahn (Ruderalia-Typ)
✅ Rosettenpflanze, weißer Milchsaft im Blattstiel sichtbar ✅ Hohler, unverzweigter, milchführender Stängel ✅ Nach unten gebogene Außenkelchblätter ✅ Leuchtend gelbe Blüten – meist im April/Mai ✅ Tiefe Pfahlwurzel mit weißem Milchsaft
Wenn du all diese Merkmale bei einer Pflanze findest, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass du den klassischen, vielseitig verwendbaren Löwenzahn aus der Sektion Ruderalia vor dir hast – perfekt für Küche, Heilkunde und Wildkräuterrezepte.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.