Effektives Akne-Gel mit Apfelessig und Löwenzahn im Juni

Unsere Haut liebt einfache, ehrliche Pflege – besonders dann, wenn sie aus kraftvollen Pflanzenextrakten und bewährten Hausmitteln besteht. Dieses selbstgemachte Gesichtsgel vereint die reinigende Kraft von Apfelessig mit „Mutter“ und die hautklärenden Eigenschaften der Großen Klette und der Löwenzahnwurzel. Beide Pflanzen haben eine lange Tradition in der Volksheilkunde – nicht nur zur inneren Reinigung, sondern auch als wohltuende Hautbegleiter.

Bild von verschiedenen Fläschchen mit Zutaten zur Herstellung eines Pflege-Gels für Akne, einschließlich Löffel zur Dosierung.

Die Große Klette (Arctium lappa) ist bekannt für ihre tiefenreinigende, talgregulierende Wirkung. Ihre Wurzel enthält wertvolle Schleimstoffe, Bitterstoffe und Inulin, die ausgleichend und beruhigend auf die Haut wirken – besonders bei Unreinheiten oder Mischhaut.

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) bringt mit seiner kräftigen Wurzel lichtvolle Lebenskraft und unterstützt die Haut bei der Regeneration. Seine Bitterstoffe und Mineralien gelten als wahre Energiespender für müde, gestresste Haut.

Die Kombination mit Glycerin und pflanzlichem Propanediol schenkt dem Gel intensive Feuchtigkeit, während Lactobacillus Ferment für weitere Feuchtigkeit sorgt und die Hautbarriere stärkt. Das Ganze wird von zwei wunderbaren Extrakten aus der Hamamelis, welche beruhigend und adstringierend wirkt. Sowie Süßholzwurzel Extrakt, welcher hautberuhigend und ausgleichend wirkt, abgerundet.

Als Ergänzung kam noch etwas Wiesenschaumkrautöl hinzu, welches pflegt, glättet und sehr stabil ist.

Auf ätherische Öle wurde bewusst verzichtet, um auch empfindlicher oder reaktiver Haut ein rundum beruhigendes Pflegeerlebnis zu ermöglichen.

Hautpflege Gel bei Akne Rezept:

ZutatenWirkungGramm
AquaBasis, Lösungsmittel27,10
Apfelessig, naturtrüb Auszug Arctium lappaWirkstoff, klärend und tonisierend26,50
Apfelessig, naturtrüb Auszug Taraxacum sect. ruderaliaWirkstoff, klärend und tonisierend26,50
Glycerin 99%, optional Glycerite aus dem Löwenzahn oder der KletteFeuchthaltemittel 3,00
Propanediol, pflanzlichFeuchthaltemittel, penetrationshilfe5,00
Hamamelis-Extrakt (Aqua, Propylene glycol, alcohol denat., Hamamelis leaf extract)beruhigend, adstringierend2,00
Süßholzwurzel-Extrakt (Glycerin, Aqua, Glycyrrhiza Glabra Root Extract)hautberuhigend, ausgleichend2,00
Lactobacillus Ferment (Lactobacillus Ferment Lysate & Leuconostoc/Radish Root Ferment Filtrate)Feuchthaltemittel, barrierestärkend2,60
Kaliumsorbat, GranulatCo-Konservierer0,70
Solagum AXGelbildner, stabilität0,60
Wiesenschaumkraut Öl (Limnanthes alba)pflegend, glättend, sehr stabil0,30
Rokonsal BSB-NKonservierer1,00

Die beiden Essigauszüge in einem Becherglas mischen und auf die Seite geben.

Wasser mit Kaliumsorbat mischen und auflösen. Anschließend Glycerin, Propanediol, beide Extrakte und das Lactobacillus Ferment in das Becherglas einrühren und dispergieren. Dann den Essig dazu geben und gut verrühren. Nun kann das Solagum eingerührt werden.

Wer hat verwendet nun einen Magnetrührer oder Minimixer und rührt die Mischung für einige Zeit gut durch. Ein Magnetrührer ist praktisch, da man keine Luft in das Gel bekommt. Während des Rührens wird nun Tropfenweise das Wiesenschaumkraut Öl eingerührt. Das muss in ganz langsamen Schritten erfolgen, da wir keinen Emulgator im Rezept haben. Den Magnetrührer lässt man hochtourig laufen.

Solagum ist im Stande ganz wenig fettes Öl zu binden. Hast du keinen Magnetrührer empfiehlt es sich eventuell etwas Lecithin als Emulgator zu ergänzen. Oder du lässt das Öl weg.

Zum Schluss muss der pH-Wert überprüft werden. Mein Gel hat einen pH-Wert 5 und muss nicht eingestellt werden. Nun kann der Konservierer eingerührt werden. Auch das mache ich mit dem Magnetrührer auf hoher Stufe.


Anwendungsempfehlung

Das Gel kann morgens und abends nach der Reinigung auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen werden – pur oder als leichter Feuchtigkeitsspender unter der gewohnten Pflegecreme oder dem Gesichtsöl. Es zieht schnell ein, hinterlässt ein frisches, klares Hautgefühl und schenkt ein natürliches Strahlen. Auch bei Mischhaut, unreiner oder zu Unruhe neigender Haut entfaltet es seine wohltuende Wirkung – ganz ohne zu beschweren. Es kann auch einfach als Gesichtsserum verwendet werden. Es fühlt sich unbeschreiblich gut auf der Haut an.

Eine Person hält eine Pipette über verschiedene Glasfläschchen mit Flüssigkeiten, während ein Messbecher mit einer gelben Flüssigkeit auf einem Rührgerät steht. Im Hintergrund sind Holzflächen zu sehen.
Gel bei Akne aus der Großen Klette und Löwenzahn Hilfe aus der Natur

Es handelt sich hierbei um ein Pflegegel für die Haut.

Tipp:

Das Gel hilft auch wunderbar bei trockener Kopfhaut und starken Schuppen.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Pflegende DIY – Augen Pads – Erfrischung für müde Augen

Unsere Augen verraten oft mehr über uns, als wir denken: Schlafmangel, Stress oder Bildschirmarbeit zeigen sich schnell in Form von Schwellungen, Trockenheit oder einem müden Blick. In diesem Rezept verbinden sich altbewährte Heilpflanzen mit modernen kosmetischen Wirkstoffen zu einer einfachen, aber wirkungsvollen Pflege für die sensible Augenpartie.

Selbstgemachte Augenpads ist eine etwas andere Idee und es ist irgendwie amüsant zugleich. Hierbei geht es mehr um den Spaß als um einen großartigen kosmetischen Nutzen. Trotzdem sind diese Augenpads unglaublich angenehm auf der Haut.

Zwei grüne Löwenzahn-Augenpads auf einer transparenten Form, daneben ein Bild von Löwenzahnblüten und eine Person mit einem Pad auf dem Gesicht. Der Text beschreibt die erfrischende Wirkung der Pads.

Löwenzahn Blüten – oft als einfaches „Unkraut“ unterschätzt – stecken voller Vitalstoffe. Dazu habe ich in der Blogreihe schon richtig viel geschrieben. Trotzdem sind hier nochmals ein paar Fakten. Ihre sonnengelben Blüten enthalten antioxidative Flavonoide, Bitterstoffe und Spurenelemente, die die Haut beruhigen, klären und zum Strahlen bringen.

Schon in der Volksmedizin wurde Löwenzahn wegen seiner reinigenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften geschätzt. Ich habe für dieses Rezept nur die Blüten ohne Blütenkorb verwendet. Selbstverständlich eignen sich die Blätter genauso dafür wenn du keine Blüten zur Verfügung hast.

Lorbeer Blätter hingegen sind für ihre stärkende und antiseptische Wirkung bekannt. Sie fördern die Mikrozirkulation, wirken leicht adstringierend und verleihen der Haut ein glattes, tonisiertes Gefühl – besonders wohltuend bei müden, geschwollenen Augen. Ich mache auch sehr gerne eine Erkältungssalbe aus seinen Blättern. Lorbeer ist unverzichtbar in meiner Küche und Kosmetik.

Als moderne Ergänzung kommt ein Kaffee-Glycerit hinzu: ein pflanzlicher Wirkstoffauszug in pflanzlichem Glycerin, der das volle Spektrum der Kaffeebohne nutzbar macht – reich an Antioxidantien, Koffein und beruhigenden Inhaltsstoffen. Das Rezept habe ich schon vor Monaten gepostet.

Es hilft, die Haut zu beleben, kleine Schwellungen zu mindern und der Augenpartie ein frisches Aussehen zu verleihen. Gleichzeitig wirkt Glycerin feuchtigkeitsspendend und pflegt die Haut geschmeidig – ganz ohne zu reizen.

Rezept für Augenpads

Phase A – Wirkstoffbasis:

ZutatMenge in g
Essigauszug (Löwenzahn & Lorbeer)25,0 g
Destilliertes Wasser / Hydrolat65,0 g
Kaffee-Glycerit (feuchtigkeitsbindend, vitalisierend, anregend)5,0 g
Natriumlaktat 60 % (pH-Regulierung, feuchtigkeitsbindend)optional, um den pH-Wert zu regulieren. Ideal pH-Wert 5,5

Phase B – Gelbildung:

ZutatMenge in g
Agar-Agar4,0 g

Zubereitung:

  1. Essigauszug, Wasser, Kaffee-Glycerit in einen Kochtopf geben.
  2. Agar-Agar in den Kochtopf einrühren, dann sanft erhitzen und ungefähr 2 Minuten köcheln lassen, bis das Gel klar und homogen ist. Dabei bitte ständig rühren.
  3. Etwas abkühlen lassen
  4. pH-Wert messen. Ziel: 5,5 Mit Natrium Laktat erhöhen falls nötig.
  5. Schnell in Augen Pad-Silikonformen gießen. Zum Aushärten in den Kühlschrank geben.

Die Augenpads werden mit einem natürlichen Gelbildner (Agar-Agar) hergestellt.

Der pH-Wert wurde sanft auf hautfreundliche 5,25 – 5,5 eingestellt – so sind die Pads für die Augenpartie geeignet.

Ich gieße meine Augenpads recht dünn. So lassen sie sich gut auftragen und haften auch sehr gut. Sie bleiben elastischer und brechen nicht so schnell.

Haltbarkeit & Aufbewahrung:

  • Für den sofortigen Gebrauch
  • Einfrieren: möglich zur längeren Haltbarkeit

Sie sind besonders erfrischend wenn man sie direkt vom Kühlschrank holt und ausformt und auflegte. Übrigens mage ich sie fast noch lieber, auf die Augenbrauen gelegt. Es kühlt und erfrischt und ist richtig angenehm.

Dieses Rezept ist eine reine Spielerei. Dennoch solltest du testen ob du die Augen Pads verträgst.

Tipp:

Umso größer die hergestellte Menge, umso länger bleibt die Masse flüssig und lässt sich in Formen füllen. Hast du zu wenig Masse, kann es sein, dass du diese wieder erhitzen musst damit du sie in die Formen geben kannst. Das ist aber nur möglich wenn du Agar Agar verwendest. Nimmst du Gelatine lässt es sich nicht mehr verflüssigen.

Wenn du keinen Essig verwenden möchtest, kannst du auch Tee kochen. Dann ersetzt du die komplette Menge vom Essigauszug und dem destillierten Wasser durch den Tee.

Löwenzahn – Lorbeer – Essig

Den Essigauszug habe ich in gleichen Teilen hergestellt. Hierbei habe ich Löwenzahn Blüten und Lorbeer Blätter verwendet.

Im Verhältnis 1:5.
20 g Löwenzahn Blüten ohne Korbhülle oder Blätter, nimm was verfügbar ist.
10 g Lorbeer Blätter
zerkleinert und mit
150 ml Bio-Apfelessig naturtrüb
angesetzt.

Für 4 Wochen ausziehen und abfiltern.

Den Essig kannst du selbstverständlich auch Kulinarisch verwenden.

Fakten zum Lorbeer


© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Löwenzahn verarbeiten – Wildes Gold aus der Natur

Kaum eine Pflanze ist so bekannt – und zugleich so unterschätzt – wie der Löwenzahn. Im Frühling verzaubert er mit seinen leuchtend gelben Blüten ganze Wiesen. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um ihn zu sammeln und zu verarbeiten. Denn der Löwenzahn ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein wahres Kraftpaket an wertvollen Inhaltsstoffen.

©Marlies Schneider Löwenzahn Rezepte

Alle Teile der Pflanze können auf vielfältige Weise genutzt werden. Das gilt von der Wurzel über die Blätter bis zur Blüte. Die jungen, zarten Blätter sind perfekt für Frühlingssalate oder als grüne Zutat im Smoothie. Die sonnigen Blüten können zu einem aromatischen Sirup, einer duftenden Gelee oder gar zu einem feinen Löwenzahn-Honig verarbeitet werden. Und selbst die Wurzel wird oft übersehen. Doch sie hat es in sich. Die Wurzel kann geröstet als koffeinfreier Kaffeeersatz oder als Tinktur für Leber und Galle verwendet werden.

Bei der Verarbeitung sollte man möglichst frische, saubere Pflanzen aus naturbelassenen Gegenden sammeln – fernab von Straßen und gespritzten Wiesen. Mit etwas Liebe kann man aus dem „Unkraut“ eine kleine Hausapotheke zaubern. Mit Achtsamkeit wird daraus ein kulinarischer Schatz im Handumdrehen.

Wer einmal begonnen hat, den Löwenzahn in all seinen Facetten zu entdecken, wird ihn nie mehr nur als lästigen Wiesenbewohner sehen. Stattdessen wird man ihn als treuen Begleiter durchs Kräuterjahr betrachten.

Bei mir darf er jedes Jahr im Garten etwas wuchern. So habe ich immer ein paar Wurzeln die ich ausgraben kann. Genug Blüten zum Ernten und Blätter für Salat oder zum Entsaften.

Ab wann hat die Wurzel am meisten Potenzial?

Die Wurzel wird nicht vor dem zweiten Jahr ausgegraben! Erst dann hat sie ausreichend Wirkstoffe und ist eine starke Droge.

Milder Abführtee mit Wirkung:

Darmprobleme wie hartnäckige Verstopfung:

Kräuter helfen sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall, indem sie die normale Darmfunktion sanft wiederherstellen. Verstopfung ist oft die Folge eines unzureichenden Verzehrs von Obst, Gemüse und Balaststoffen. Durchfall wird in der Regel durch eine Darminfektion oder -Entzündung, z. B. eine Lebensmittelvergiftung, verursacht. Beim Reizdarmsyndrom wechseln sich Verstopfung und Durchfall ab, und spastische Verstopfung ist die Folge von Spannungen und Muskelkrämpfen im Dickdarm.

Kräuter Löwenzahnwurzel, Süßholz und Krauser Ampfer sind milde Abführmittel.
5 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale)
5 g Krauser Ampfer Wurzel (Rumex crispus)
2,5 g Süßholz Wurzel (Glycyrrhiza glabra)
750 ml Wasser
Bereite aus der Mischung ein Dekokt zu. Davon wird täglich ca. eine Tasse mit 250 ml getrunken.

Rezeptideen

  1. Löwenzahn-Salat: Frische junge Blätter mit etwas Zitronensaft, Olivenöl und Salz anmachen. Wer es gerne herzhaft mag, kann auch etwas Speck oder Nüsse hinzufügen. Ich gebe Löwenzahnblätter prinzipiell in meinen „Unkrautsalat“.
  2. Löwenzahn-Kaffee: Getrocknete Wurzeln des Löwenzahns können gemahlen und als Ersatz für Kaffee verwendet werden. Der „Kaffee“ hat einen leicht bitteren Geschmack und ist koffeinfrei. Die Farbe ist genauso dunkel wie bei echtem Kaffee. Nur der „Kick“ bleibt aus, da kein Koffein enthalten ist.
  3. Löwenzahn-Tinktur: Die frischen Wurzeln oder Blätter in Alkohol einlegen und nach etwa 3-4 Wochen abseihen. Diese Tinktur kann bei Verdauungsproblemen oder als Lebertonikum verwendet werden.
  4. Löwenzahn-Blütengelee/Honig: Die Blüten in Zucker und Zitronensaft kochen. Zu einem Honig verarbeiten. Dies ist eine leckere Möglichkeit, die Blüten zu konservieren.

Rezept : Löwenzahn Glycerite

Ein Glycerite ist im Grunde ein Glycerinauszug welcher sich hervorragend als Wirkstoff für kosmetische Zwecke eignet.

©Marlies Schneider Löwenzahn Glycerite Rezept aus Wurzel

In Rezepten in deren Angaben die Zugabe von Glycerin angegeben ist, kann durch ein Glycerite ersetzt werden.

Zutaten:Zubereitung:
100 ml Glycerin
50 g getrocknete Löwenzahnwurzel, zerkleinert

aber nicht zu ganz feinem Pulver
Sonst ist das Abfiltern sehr mühsam.
Im Stövchen wie ein Ölauszug bei maximal 60 °C für ca. 8 Stunden ausziehen. Auch diese Ausziehzeit kann man auf drei Tage aufteilen.

Wenn du am ersten Tag die 60 °C erreichst nimmst du das Glycerite von der Hitzequelle. Die Wurzel wird einfach ziehen gelassen. Am nächsten Tag wiederholst du den Vorgang und am dritten Tag wieder.

Insgesamt solltest du auf ca. 8 Stunden kommen. Du kannst nun das Glycerite auskühlen lassen und in ein Schraubglas geben, die Wurzel mit dazu.
Beachte: für Kosmetik kannst du auch ein Glycerite mit Blüten ansetzten.Nun lässt dieses für ca. 10 Tage stehen und schüttelst täglich.

Nach dieser Zeit, abfiltern und in eine dunkle Flasche füllen.

Dieses Glycerite kann man als Kosmetikwirkstoff verwenden oder als Tinktur für die innere Einnahme, wenn kein Alkohol gewünscht ist.

Für eine innere Einnahme benötigst du ca. die doppelte Menge als bei einer alkoholischen Tinktur.


Rezept: Löwenzahntinktur für Leber & Galle

©Marlies Schneider Löwenzahn Tinktur Rezept aus Wurzel und Blätter

Eine bewährte Tinktur aus Wurzel und Blättern zur Unterstützung der Verdauung und zum Entgiften.

Zutaten:Zubereitung:
20 g Frische Löwenzahnwurzeln und optional auch ein paar Blätter (gewaschen & zerkleinert)

(Ich habe die Blätter und Wurzeln entsaftet und den Saft samt dem Trester zum Ansetzen verwendet.)

60 g Alkohol 80%
Die Pflanzenteile in ein Glas geben und mit Alkohol bedecken. 3–4 Wochen an einem dunklen, warmen Ort ziehen lassen, regelmäßig schütteln.

Danach abseihen, anschließend auf ca. 50 % Alkoholstärke runter mischen und in Braunglasfläschchen füllen.

Ich verwende am liebsten Tropferflaschen für Tinkturen


👉 Einnahme: 2–3-mal täglich 30 Tropfen mit etwas Wasser oder direkt unter die Zunge einnehmen.


Rezept: Löwenzahn-Oxymel – Frühlingskraft im Glas

Ein Oxymel (Sauerhonig) ist ein altes Heilmittel aus Honig, Essig und Kräutern. Es ist ideal zur Immunstärkung. Es dient zur Entgiftung und zur Förderung der Verdauung. Löwenzahn bringt hier seine reinigende, leberstärkende Kraft mit.

Zutaten:Zubereitung:
1 Teil frische Löwenzahnblüten, -blätter sowie Wurzeln
3 Teile Apfelessig (naturtrüb, bio)

3 Teile Honig
Alle Zutaten in ein Schraubglas geben, gut umrühren und 2–3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen. Täglich schütteln. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.


👉 Einnahme: 1 EL pur oder in Wasser eingerührt, morgens auf nüchternen Magen oder vor dem Essen.


☕ Rezept: Löwenzahnwurzel-Kaffee – Koffeinfrei & voller Bitterstoffe

Die geröstete Löwenzahnwurzel ergibt ein kräftig-herbes Getränk, das an Kaffee erinnert und dabei die Verdauung fördert.

Zutaten:

  • Frische Löwenzahnwurzeln

Zubereitung:
Wurzeln gut waschen und klein schneiden. Rösten Sie sie im Backrohr oder in der Pfanne, bis sie dunkelbraun sind und aromatisch duften. Abkühlen lassen, dann fein mahlen.


👉 Zubereitung wie Kaffee: 1 TL mit heißem Wasser übergießen, ca. 5 Minuten ziehen lassen, abseihen – fertig! Du kannst den Kaffee zubereiten wie ein klassischer Filterkaffee.

©Marlies Schneider Löwenzahn Kaffee

Magisches & Volksheilkundliches rund um den Löwenzahn

  • Wunschblume & Orakelpflanze: Wer als Kind Löwenzahnsamen gepustet hat, kennt den alten Brauch: „Wünsch dir was – und puste!“ Wenn alle Schirmchen fliegen, geht der Wunsch in Erfüllung.
  • Verbindung zum Licht: Der Löwenzahn gilt als Sonnenpflanze, die das Licht in sich trägt. Er steht für Vitalität, Tatkraft und Erneuerung.
  • Volksmedizin: In der traditionellen Heilkunde wurde Löwenzahn als „Kuhblume“ oder „Bettseicher“ bekannt – letzteres wegen seiner harntreibenden Wirkung.
  • Rituale: Ein Blütenkranz aus Löwenzahn sollte vor negativen Energien schützen. Seine Wurzel wurde manchmal getrocknet und in Amuletten getragen, um Mut und Durchsetzungskraft zu stärken.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Löwenzahnsalz – Wildkräuterpower in drei Farben

Der Löwenzahn ist eine jener Pflanzen, die uns vom Frühling bis in den Herbst begleiten. Er ist in all seinen Teilen essbar. Zudem ist er heilkräftig und unglaublich wandelbar. Ich liebe es, mit dieser leuchtenden Wiesenpflanze zu experimentieren. Eines meiner liebsten Ergebnisse möchte ich heute mit dir teilen:

Löwenzahnsalz – in drei wunderbaren Varianten!

©Marlies Schneider Löwenzahnsalz Rezept aus Wurzel, Blüten und Blätter

Denn Löwenzahnsalz ist nicht gleich Löwenzahnsalz:

  • Mit Blüten entsteht ein sonnengelbes, aromatisch-mildes Würzsalz
  • Die Blätter bringen ein kräftig grünes, herbes Salz mit vitalisierender Note
  • Und die Wurzel ergibt ein tief erdiges, leicht bitteres Salz – voller Kraft und Bodenhaftung

Diese drei Varianten fangen die ganze Fülle des Löwenzahns ein. Sie lassen sich einzeln oder kombiniert wunderbar in der Küche einsetzen. Man kann es auch nett abfüllen und verschenken.

Löwenzahnsalz aus Blüten

Sonnengelb & aromatisch mild
Die gelben Blütenköpfchen bringen eine leichte Süße. Sie haben auch ein ganz feines Kräuteraroma. Dies ist ideal für Frischkäse, Eierspeisen, helle Soßen oder als farbenfrohes Finishing-Salz.

Tipp: Die gelben Zungenblüten möglichst ohne grüne Kelchblätter verwenden – das sorgt für eine intensive Farbe und einen angenehmeren Geschmack.


Löwenzahnsalz aus Blättern

Grün & vitalisierend herb
Junge Löwenzahnblätter sind reich an Bitterstoffen und Mineralien – perfekt für ein kraftvolles, grünliches Kräutersalz. Es passt besonders gut zu Salaten, Ofengemüse oder in grüne Smoothies.

Tipp: Junge Blätter schmecken milder und bringen die schönste Farbe. Fein gehackt oder gemörsert mit Salz vermengt und getrocknet – so bleibt die grüne Farbe erhalten.


Löwenzahnsalz aus der Wurzel

Erdig & tiefenstark
Die Wurzel des Löwenzahns steckt voller Bitterstoffe. Sie hat Tiefe. Es ist ein ideales Würzmittel für kräftige Speisen, Bratkartoffeln, Pilzgerichte oder Wild. Getrocknet, gemahlen und mit Salz vermischt entsteht ein intensives, fast rauchiges Wildsalz.

Tipp: Die Wurzeln gut waschen, klein schneiden, mit dem Salz vermixen und trocknen lassen.

©Marlies Schneider Löwenzahnsalz Rezept aus Wurzel, Blüten und Blätter

Benefits von Löwenzahnsalz – warum es mehr als nur ein Würzmittel ist:

  • Reich an Bitterstoffen
    Unterstützt Leber, Galle und Verdauung – besonders das Blatt- und Wurzelsalz.
  • Mineralstoffspender
    Löwenzahn liefert Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen u. v. m. – gebündelt im Salz haltbar gemacht.
  • Kreative Wildküche
    Mit Farben und Aromen direkt von der Wiese – so kommt Abwechslung auf den Tisch.
  • Langlebig & einfach haltbar
    Getrocknetes Kräutersalz hält monatelang – ideal zum Bevorraten oder als Geschenk.
  • Ritual der Achtsamkeit
    Das Sammeln, Verarbeiten und Genießen verbindet uns mit der Natur und bringt Erdung im Alltag.

Tipp:

Das Löwenzahnsalz ist immer ein fixer Bestandteil meines Regenbogensalzes. Das bedeutet ich schichte verschiedenfarbige Salze in ein Reagenzglas. Es schaut am Schluss aus wie ein Regenbogen. Das ist immer ein wunderbares Geschenk.

©Marlies Schneider Löwenzahnsalz Rezept aus Wurzel, Blüten und Blätter

Weitere Rezepte

Luxuriöses Rosensalz

Schnittlauch Blütensalz

Ein Hauch von Luxus: Magnolien Salz

Zitronen-Knoblauch-Salz

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Löwenzahn-„Honig“ im Mai – Sonnenschein im Glas

Wenn im Frühling die Wiesen in leuchtendem Gelb erblühen, beginnt die Zeit des wilden Goldes. Es ist der perfekte Moment. So kann man die Kraft des Löwenzahns in einem ganz besonderen Genuss einfangen. Löwenzahn Honig, auch als „veganer Honig“ bekannt, ist ein traditionelles Rezept aus der Kräuterküche. Es zaubert aus den Blüten der sonnigen Pflanze einen aromatischen, bernsteinfarbenen Sirup. Honig ist also nicht der korrekte Begriff dafür, allerdings hat er sich in den letzten Jahren durchgesetzt. Es handelt sich eher um eine Art von etwas dickflüssigerem Sirup, welchen man auf das Brot streichen kann.

Sein Geschmack erinnert an echten Honig – mild, blumig und mit einer feinen Karamellnote. Ob als Brotaufstrich, zum Süßen von Tee oder einfach pur vom Löffel: Löwenzahn-Aufstrich ist ein echtes Frühlingshighlight. Er schmeckt nicht nur köstlich. Es bringt auch ein Stück Natur in den Alltag.

©Marlies Schneider Löwenzahn Honig Rezept

Die Herstellung ist einfach. Sie erfordert aber ein wenig Geduld und Hingabe. Dafür wird man mit einem Glas voller Sonnenkraft belohnt. Und ganz nebenbei: Wer einmal selbst Löwenzahn Honig gemacht hat, wird bei jedem Spaziergang durch blühende Wiesen lächeln. Ein kleines Lächeln wird auf den Lippen erscheinen.

Rezept: Löwenzahn-Gelee/Honig

Goldgelb, duftend und fein – ein Highlight auf dem Frühstückstisch.

Zutaten:Zubereitung:
4 Handvoll Löwenzahn Blüten, ohne grüne Korbhülle

500 ml Wasser

1 Bio-Zitrone (Saft und Abrieb)
1 Bio-Orange (Saft und Abrieb)
1 Apfel (gewürfelt, mit Schale)

500 g Gelierzucker 2:1
Blüten mit Wasser, Zitrone und Apfel 15 Minuten leicht köcheln. Über Nacht ziehen lassen, dann abseihen. Das geht am besten durch ein Bäckerleinen.

Nun die Flüssigkeit abmessen und mit Gelierzucker laut Packungsangabe einkochen. Der Honig wird nicht so fest wie ein Gelee.

Man muss das Ganze also mindestens bis zur Hälfte einreduzieren lassen.

In sterile Gläser füllen.

Du kannst den Löwenzahn Honig auf ein Zopfbrot streichen oder aber ganz genauso in den Tee einrühren.

Tipp: Ich schneide die grüne Korbhülle einfach mit einem Messer ab. So muss ich die Blüten nicht einzeln rauszupfen. So geht es viel schneller.


Den Sirup machst du ganz ähnlich wie das Gelee bzw. den Honig!

Rezept: Löwenzahn Blüten-Sirup

Ein aromatischer Sirup, der nach Frühling schmeckt und wunderbar zu Pfannkuchen, Desserts oder als erfrischendes Getränk mit Mineralwasser passt.

Zutaten:Zubereitung:
3 Handvoll frische Löwenzahn Blüten, ohne grüne Korbhülle
1 Liter Wasser
1 Bio-Zitrone (in Scheiben) optional eigne sich auch eine Bio-Orange
1 Kg Zucker (je nach Geschmack)
Die Blüten grob ausschütteln, aber nicht waschen. Mit dem Wasser und den Zitronenscheiben in einen Topf geben, aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Über Nacht abgedeckt stehen lassen.

Am nächsten Tag abseihen, mit dem Zucker aufkochen und sirupartig einkochen. Unbedingt kochend heiß in sterile Flaschen füllen.

Tipp:

Ich gebe die Blüten immer in ein Sieb und klopfe vorsichtig dagegen. So fallen Käfer und Insekten recht gut aus den Blüten heraus.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
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Die Geheimnisse des Löwenzahns: Botanik und Heilkräfte

2. Teil und kurze Wiederholung

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Begriff Taraxacum sect. Ruderalia bezieht sich auf eine spezifische Untersektion innerhalb der Gattung Taraxacum. Diese Umbenennung oder genauere Klassifizierung wurde im Rahmen der modernisierten Taxonomie vorgenommen. Genetische Studien und umfassendere botanische Forschungen unterstützten dieses Vorgehen. Beachte, dass alle Taraxacum aus der sect. Ruderalia verwendet werden können. Es ist also nicht schlimm, wenn du sie nicht genau unterscheiden kannst.

Löwenzahn Portrait – Löwenzahn bestimmen ©Marlies Schneider

In den letzten Jahren wurde die taxonomische Systematik des Löwenzahns überarbeitet. Viele der traditionell als Taraxacum officinale bezeichneten Pflanzen wurden in verschiedene Arten und Untersektionen unterteilt. Diese Umstellung resultierte aus einer besseren Kenntnis der genetischen Vielfalt innerhalb der Artengruppe.

Es ist also keine plötzliche oder vollständige Umbenennung, sondern eine Erweiterung und Präzisierung der taxonomischen Einordnung. Daher kann man immer noch auf den klassischen Namen Taraxacum officinale stoßen. In wissenschaftlicheren oder genaueren Kontexten wird die Untersektion Ruderalia verwendet. Besonders in Büchern die nicht neu verlegt werden, werden die Namen oft nicht korrigiert.

Herkunft und Fundort

Der Löwenzahn ist in Europa, Asien und Nordamerika heimisch. Er wächst wild in Wiesen, auf Weiden, an Waldrändern, auf Brachflächen und in Gärten. Die Pflanze ist in fast allen Regionen der Welt verbreitet und gilt als eine der bekanntesten und robustesten Wildpflanzen. Sie ist nicht wählerisch und gedeiht auf nährstoffreichen Böden, findet aber auch auf kargen, sandigen und lehmigen Böden gute Lebensbedingungen. Bei mir wächst er im Garten und ich lasse ihn immer etwas vermehren, damit ich Löwenzahn zum Ernten habe.

Erdreich

Löwenzahn bevorzugt tiefgründige, lockere, nährstoffreiche Böden, kommt aber auch mit weniger idealen Bedingungen gut zurecht. Besonders gut wächst er auf kalkhaltigen Böden, die eine gute Drainage ermöglichen. Da der Löwenzahn als Pionierpflanze gilt, wächst er in vielen verschiedenen Bodentypen, auch in städtischen und industriellen Gebieten. Die Pflanze ist krautig und ausdauernd und wird so bis zu 30 cm hoch. Er ist einer der wichtigsten Bienenpflanzen im Frühjahr.

Botanik von der Blüte bis zur Wurzel

Inhaltsstoffe

  • Blüten: Die Blüten enthalten Flavonoide (wie Luteolin), Saponine, Triterpene, Bitterstoffe, Mineralstoffe und ätherische Öle. Diese wirken entzündungshemmend, antioxidativ und mild harntreibend.
  • Blätter: Die Blätter sind reich an Vitaminen (A, C, K) und Mineralstoffen (Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium, Phosphor). Sie haben eine leichte Bitterkeit und können die Verdauung anregen und die Leberfunktion unterstützen. Weiters enthalten sie Cumarine und Carotinoide. Sie weisen mehr Vitamin C auf als Orangen.
  • Wurzel: Die Wurzel enthält Inulin, Bitterstoffe wie Triterpene, Taraxacinsäure, Taraxacolide, Taraxasterol, Taraxerol, Taraxol, Taraxacosid, und eine Reihe von Polysacchariden. Besonders bekannt ist die Wirkung des Inulins, das als präbiotische Faser wirkt und die Verdauung unterstützt. Die Wurzel hat auch eine leberschützende Wirkung und fördert die Ausscheidung von Giftstoffen. Es finden sich auch Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium.

Volksheilkunde und Vorteile von Löwenzahn in der Naturheilkunde

Hautwirkung von Löwenzahn ist: harntreibend, entgiftend und bitter.

Der Löwenzahn ist seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der Volksheilkunde. Die Pflanze wird als Heilmittel bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt:

  • Leber und Galle: Die Bitterstoffe in den Blättern und der Wurzel unterstützen die Leber und regen die Gallenproduktion an. Er wird zur Entgiftung und Reinigung des Körpers verwendet.
  • Verdauungsfördernd: Löwenzahn hilft, die Verdauung zu verbessern und Völlegefühl sowie Blähungen zu lindern. Er regt die Produktion von Verdauungssäften an.
  • Entwässernd: Die Pflanze hat eine milde harntreibende Wirkung. Sie wird traditionell zur Behandlung von Wassereinlagerungen verwendet. Außerdem fördert sie die Nierenfunktion.
  • Blutreinigend: In der Volksmedizin wird Löwenzahn auch zur Reinigung des Blutes und zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens verwendet.
Löwenzahn Portrait – Löwenzahn bestimmen ©Marlies Schneider

Forschung

Moderne wissenschaftliche Studien bestätigen viele der traditionellen Anwendungen des Löwenzahns. Besonders hervorzuheben ist die Forschung zu den antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Pflanze. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Löwenzahn die Blutfettwerte senken und die Blutzuckerregulation verbessern kann. In einigen Untersuchungen nannten Forscher den Löwenzahn sogar als Kandidaten für die Behandlung von Lebererkrankungen. Sie betrachteten ihn auch als Hilfsmittel bei der Gewichtskontrolle. 2009 ergab eine Studie, dass die Blätter ein starkes Diuretikum sind, auch wenn die genaue Wirkungsweise nicht bekannt sind. (Pilotstudie von Clare et al.)

Interessant ist, dass Löwenzahn eine aquaretische Wirkung hat. Das bedeutet, dass viele Diuretika nur die Ausscheidung von Wasser und Kalium stimulieren. Da Löwenzahnblätter aber einen hohen Kaliumgehalt aufweisen, geht man von davon aus, dass kein Nettoverlust entsteht. (An overview of Therapeutic potentials of Taraxacum officinale: A traditionally valuable herb with a reach historical background)

Eine Studie von Ovadje et al. (2012) zeigte, dass Löwenzahnwurzelextrakt selektiv Apoptose (programmierter Zelltod) in chronischen myelomonozytären Leukämiezellen induziert, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Die Apoptose wurde durch die Aktivierung von Caspase-8 ausgelöst, was auf die Beteiligung des extrinsischen apoptotischen Weges hindeutet. ​(ScienceDirect)

Weitere Forschungen von Ovadje et al. (2016) berichteten, dass Löwenzahnwurzelextrakt das Wachstum von Dickdarmkrebszellen in vitro hemmt und die Migration dieser Zellen reduziert. In Mausmodellen mit Xenotransplantaten zeigte der Extrakt eine hemmende Wirkung auf das Tumorwachstum, ohne toxische Nebenwirkungen zu verursachen.

Pharmakologische Studien am Menschen

Gesunden Probanden wurden 8 ml eines hydroethanolischen Extraktes aus der Löwenzahnwurzel verabreicht. Alle 5 Stunden wurden über 3 Dosen eingenommen. Nach der ersten Dosis konnte ein Anstieg der Häufigkeit des Wasserlassen nachgewiesen werden. Nach der zweiten Dosis konnte ein Anstieg des Verhältnisses der Ausscheidung (Uriniervolumen: Flüssigkeitsaufnahme) beobachtet werden. Nach der dritten Dosis wurden keine Veränderungen mehr festgestellt (Clare et al. 2009).

Wechselwirkungen von Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln:

Es wurden keine klinischen Studien zu Wechselwirkungen von Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln gefunden.

Anwendungen in der Volksheilkunde:

  • Tee: Ein klassisches Hausmittel ist der Löwenzahntee, der aus getrockneten Blättern und Wurzeln zubereitet wird. Er unterstützt die Verdauung und hilft bei der Entgiftung des Körpers.
  • Tinktur: Aus den Blättern oder der Wurzel lässt sich eine Tinktur herstellen, die bei Leberproblemen oder Verdauungsstörungen helfen kann.
  • Salat: Junge Blätter des Löwenzahns können roh in Salaten verwendet werden. Sie haben einen leicht bitteren Geschmack und eignen sich hervorragend als Detox-Salat.
  • Löwenzahnhonig: Aus den Blüten lässt sich ein süßer Sirup oder „Löwenzahnhonig“ herstellen, der besonders bei Husten und Erkältungen wohltuend wirkt.

Magisches und Mystisches

Löwenzahn hat in vielen Kulturen eine symbolische Bedeutung. Er steht oft für Transformation und Neubeginn. Die Pflanze geht nach der Blüte in einen Flug durch die Luft über. Sie verbreitet sich dann auf der Erde. Die gelben Blüten gelten als Symbol für Sonne und Lebensenergie. In der europäischen Folklore glaubte man, dass Löwenzahn ein schützendes Pflanze sei, die böse Geister vertreiben könne. Verwende Löwenzahnwurzel doch einmal zum Räuchern.

Altes Volkswissen und Löwenzahn in der traditionellen Heilkunst:

In der Volksmedizin und Symbolik wurde der Löwenzahn häufig mit Fruchtbarkeit und Lebenskraft assoziiert. Dies liegt unter anderem an seiner Fähigkeit, sich schnell zu verbreiten, sowie an seiner leuchtend gelben Blüte, die an die Sonne erinnert – ein traditionelles Symbol für Vitalität und Fruchtbarkeit.

Die Pflanze wurde in vielen Kulturen als Zeichen für das Frühlingserwachen und die Wiedergeburt verehrt. Im Mittelalter war Löwenzahn bereits als Heilmittel sehr geschätzt. Er fand Anwendung bei vielen Beschwerden. Diese reichten von der Unterstützung der Verdauung bis zur Behandlung von Hauterkrankungen.


Fazit: Der Löwenzahn ist weit mehr als nur ein Unkraut. Seine Heilkräfte sind zahlreich, und er hat sowohl in der traditionellen als auch in der modernen Medizin seine Berechtigung. Der Löwenzahn hat viele Anwendungsmöglichkeiten. Diese reichen von der Küche über die Volksheilkunde bis hin zu spirituellen Bedeutungen. Er bleibt eine Pflanze. Er begleitet den Menschen seit Jahrhunderten und spielt auch heute noch in vielen Bereichen eine Rolle.

Warnhinweise: Aufgrund der choleretischen Wirkung des Löwenzahns wurde bei Personen mit Gallensteinen zur Vorsicht geraten (Mills und Bone 2005; Schutz et al. 2006; Wichtl 2004).

Aufgrund der Sesquiterpenlactonverbindungen kann es zu einer Kontaktdermatitis kommen. Dies wurde mittels Patch-Tests bestätigt. (Paulsen et al. 2008)

Zudem wird der enthaltene Milchsaft nicht von jedem vertragen. Er kann zu Erbrechen oder Übelkeit führen.

Im Tierversuch konnte bei großen Dosen eines Ethanolextrakts aus der Löwenzahnwurzel eine geringe Toxizität nachgewiesen werden. (10g/kg des getrockneten Krautes / Tita et al. 1993)

Schwangerschaft und Stillzeit: Es konnten keine Informationen darüber gefunden werden.

Rezepte mit Löwenzahn

Löwenzahnblüten Cookies

Gesunde Rezeptidee: Löwenzahn Balsamessig

und

Pflanzenportait Löwenzahn

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Taraxacum sect. Ruderalia: Der echte Löwenzahn im Detail

Taraxacum sect. Ruderalia – Wie erkennt man den „echten“ Löwenzahn?

1. Teil

Der Löwenzahn ist eine der bekanntesten Wildpflanzen Mitteleuropas – und zugleich eine der kompliziertesten botanischen Gattungen. Denn unter dem Namen „Taraxacum officinale“ wurde früher eine Vielzahl von sehr ähnlichen Pflanzen zusammengefasst, die heute feiner gegliedert werden.
Besonders häufig vertreten ist die Sektion Ruderalia, zu der die typischen Wiesen-Löwenzähne gehören – jener kräftige, gelb blühende Löwenzahn, den die meisten sammeln. Er gehört zur Familie der Asteraceae.

Löwenzahn Portrait – Löwenzahn bestimmen ©Marlies Schneider

Aber woran erkennt man Taraxacum sect. Ruderalia – und wie lässt er sich von anderen Löwenzahn-Arten oder ähnlichen Pflanzen wie dem Habichtskraut oder dem Herbst-Löwenzahn unterscheiden?

Hier kommt die Übersicht:


Erkennungsmerkmale von Taraxacum sect. Ruderalia

1. Blattrosette

  • Die Grundblätter stehen in einer bodennahen Rosette.
  • Blattspreite tief eingeschnitten und gezahnt (schrotgesägt), Zacken meist nach unten gerichtet.
  • Der Mittelnerv ist deutlich sichtbar, oft rötlich-violett überlaufen.
  • Blätter unbehaart oder nur spärlich behaart.

2. Blütenstand

  • Ein einzelner, hohler, unverzweigter Blütenstängel pro Pflanze.
  • Stängel milchführend, beim Abbrechen tritt weißer Milchsaft aus.
  • Die Blüte ist leuchtend gelb, aus vielen Zungenblüten zusammengesetzt. Es handelt sich dabei um eine Scheinblüte. Die Blüten stehen auf einem Körbchen von etwa 3-5 cm.
  • Öffnet sich nur bei Sonne, schließt sich bei Regen und abends.
  • Außenkelchblätter sind nach unten zurückgebogen („kragenartig“) – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal!

3. Fruchtstand (Pusteblume)

  • Die Blüten verwandeln sich in die typische „Pusteblume“. Die Schirmflieger verbreiten sich durch den Wind.
  • Fruchtkörper (Achänen) mit haarigem Pappus, der den Windtransport ermöglicht.

4. Wurzel

  • Stark ausgeprägte Pfahlwurzel, tiefreichend und saftig.
  • Milchführend, bitter schmeckend, hellbeige bis braun.
  • Besonders im ersten Jahr ist die Wurzel hellbeige. Im zweiten Jahr wird sie doppelt so dich und braun.
Löwenzahn Portrait – Löwenzahn bestimmen ©Marlies Schneider

Unterscheidung zu ähnlichen Pflanzen

🔸 Taraxacum erythrospermum (Kleinblütiger Löwenzahn) auch Rotsamiger Löwenzahn genannt

  • Tendenziell kleinere Pflanze, oft auf mageren, trockenen Böden.
  • Außenkelchblätter nicht oder nur schwach zurückgeschlagen.
  • Blüten heller, Samen rötlich statt grau.
  • Blätter weisen durchgehend dreieckige Lappen auf. Der Echte Löwenzahn wäre unregelmäßig gelappt und weist nur eine minimale bis gar keine Dreiecksform auf.

🔸 Habichtskraut (Hieracium spp.)

  • Stängel meist behaart, oft verzweigt, trägt mehrere Blüten.
  • Blätter oft auch am Stängel verteilt, nicht nur als Rosette.
  • Kein milchiger Saft, Blüte oft kleiner, zarter.

🔸 Herbst-Löwenzahn (Leontodon autumnalis)

  • Blüht im Spätsommer/Herbst, gelbe Zungenblüten.
  • Stängel stark verzweigt, nicht hohl.
  • Kein Milchsaft, Blätter schmaler.

Botanischer Hintergrund zur Einordnung

  • Der Artkomplex Taraxacum officinale wurde taxonomisch überarbeitet.
    Heute wird die Sammelart als „Taraxacum sect. Ruderalia“ geführt, die mehrere hundert Mikrospezies umfasst.
  • Diese sind apomiktisch, das heißt sie vermehren sich ohne Befruchtung – eine Besonderheit der Gattung.
  • Daher entstehen lokal viele, genetisch stabile Kleinarten – aber für die Praxis reicht oft die Einordnung als „Taraxacum sect. Ruderalia“ (der „klassische“ Wiesenlöwenzahn). Verwendet werden können alle.

Fazit – So erkennst du den „echten“ Wiesenlöwenzahn (Ruderalia-Typ)

✅ Rosettenpflanze, weißer Milchsaft im Blattstiel sichtbar
✅ Hohler, unverzweigter, milchführender Stängel
✅ Nach unten gebogene Außenkelchblätter
✅ Leuchtend gelbe Blüten – meist im April/Mai
✅ Tiefe Pfahlwurzel mit weißem Milchsaft

Wenn du all diese Merkmale bei einer Pflanze findest, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass du den klassischen, vielseitig verwendbaren Löwenzahn aus der Sektion Ruderalia vor dir hast – perfekt für Küche, Heilkunde und Wildkräuterrezepte.

Löwenzahn Portrait – Löwenzahn bestimmen ©Marlies Schneider

Merkblatt: Wiesenlöwenzahn erkennen

(Taraxacum sect. Ruderalia)

📍 Typische Merkmale

MerkmalBeschreibung
BlätterRosettenförmig am Boden, tief gebuchtet, Zacken meist nach unten gerichtet
BlütenstielHohl, milchführend, aufrecht, einzeln, nicht verzweigt
BlüteLeuchtend gelb, rein aus Zungenblüten
AußenkelchblätterZurückgeschlagen (nach unten gebogen)
MilchsaftWeiß, tritt bei Bruchstellen aus allen Pflanzenteilen aus
FruchtPusteblume mit Fallschirmchen (Pappus), graubraune Samen
WurzelPfahlwurzel, kräftig, milchführend, hellbraun-beige

Verwechslungsgefahr & Unterschiede

PflanzeUnterschiede zum Wiesenlöwenzahn
Habichtskraut (Hieracium)Behaarte Stängel, verzweigte Blütenstiele, kein Milchsaft
Herbst-Löwenzahn (Leontodon autumnalis)Spätere Blütezeit, verzweigter Stängel, kein Milchsaft
Kleinblütiger Löwenzahn (T. erythrospermum)Kleinere Pflanze, nicht zurückgeschlagene Außenkelchblätter, rötliche Samen

Sammeltipps

  • Beste Zeit: April bis Mai (Blätter & Blüten), Herbst (Wurzel)
  • Sammelort: Wiesen, Wegränder, Gärten – bitte nicht an Straßen oder gedüngten Feldern!
  • Verwendung: Küche (Salz, Honig, Sirup, Pesto, Oxymel), Heilkunde (Leber, Verdauung), Magie & Räucherwerk
Löwenzahn Portrait – Löwenzahn bestimmen ©Marlies Schneider

Rezepte mit Löwenzahn

Löwenzahnblüten Cookies

Löwenzahn Balsamessig

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
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Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Gesunde Rezeptidee: Löwenzahn Balsamessig

Löwenzahn Essig Balsam Rezept ©Marlies Schneider

Als ich die Idee mit meinen Löwenzahn Flower Cookies hatte, war der Duft so unbeschreiblich gut, dass ich mir dachte ein Essig daraus dürfte auch ganz gut schmecken.

Aber nicht ein gewöhnlicher Essigansatz, ich dachte da mehr an eine Art Balsamessig.

Nun habe ich wieder genug Löwenzahnblüten im Garten. Ich lasse ihn ja jedes Jahr versamen, damit es ein paar Pflanzen gibt. Diese lasse ich wachsen damit ich auch ein paar Blüten ernten kann. Zudem ist es eine der ersten Frühjahrspflanzen, welche sehr wichtig für die Bienen ist. Aber in paar Blütenköpfe sind für meine Kräuterküche bestimmt.

Rezept Löwenzahn-Balsam-Essig

Ich habe eine Schüssel voll Löwenzahnblüten im Garten geholt. Den grünen Blütenkorb schneide ich weg. So erspare ich mir das mühsame auszupfen und es geht etwas schneller.

Nun habe ich die Blüten einfach mit Essig aufgegossen.

Ich hatte ca.

300-400 ml Blüten und

700 ml Apfelessig, naturtrüb

Die Blüten habe ich mit dem Essig püriert. Anschließend gibt man den Essig in den Topf.

1 Tl Salz dazu und

400 g Rohrzucker

Nun wird alles miteinander aufgekocht und eine Weile einreduziert. Am Schluss hatte ich ca. 500 ml fertigen Löwenzahnbalsam Essig. Er schmeckt sehr fein und der Löwenzahn kommt sehr gut durch.

Du kannst den Essig für Salate, zum Würzen usw. verwenden.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Löwenzahnblüten Cookies

Ich wünsche euch frohe Ostern mit einem schönen Cookie Rezept.

Für die Löwenzahnblüten Cookies benötigst du folgende Zutaten:

255 g Mehl

115 g Zucker

115 g Butter

1 großes Ei

1 Tl Weinsteinbackpulver

240 ml Löwenzahnblüten ohne Blütenkorb

Essbare Blüten wie Gänseblümchen, Ehrenpreis, Rosmarin, Gundermann, Veilchen, Stiefmütterchen, Günsel, Schlüsselblumen und Lungenkraut.

Ein paar Veilchenblüten auf die Seite legen ca. 1 – 2 El

Zucker für das Topping

ca. 1 El Vanillezucker, selbstgemacht

Ich habe einfach an Blüten genommen was ich gerade so im Garten hatte.

Zuerst sammelt man die Blüten. Du kannst die Löwenzahnblüten auch auszupfen oder so wie ich den Blütenboden wegschneiden. So kann man dann die grüne Korbhülle gut entfernen.

Die Blüten für die Dekoration habe ich mit einem Nudelholz ein bisschen platt gedrückt.

Die Zutaten für die Kekse samt den Löwenzahnblüten werden vermixt. Dabei entsteht ein Teig der sich mit einem Nudelholz gut auswalken lässt. Ich habe das direkt auf einem Backpapier gemacht. Dann mit einem runden Ausstecher die Formen ausstechen.

Nun kannst du die Blüten auflegen und mit einem Nudelholz etwas in den Teig drücken.

Die Kekse werden bei 180 °C im Ofen für ca. 18 Minuten gebacken. Sie sollten nur ganz leicht golden aber nicht dunkel werden.

Die übrigen Veilchenblüten ca. 1-2 El mit etwas Zucker und dem Vanillezucker verreiben und etwas trocknen lassen.

Wenn die Kekse fertig sind aus dem Ofen nehmen und gleich mit dem vorbereiteten Veilchen-Vanillezucker bestreuen. Ich habe davon einfach etwas in ein Sieb gegeben und über die Kekse gestreut.

Die Kekse nun auskühlen lassen und schön verpacken.

Die Kekse kannst du wunderbar mit Kindern herstellen. So lernen sie gleich ein paar essbare Blüten kennen und das dekorieren macht auch Spaß.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider