Herkunft und Eigenschaften
Das Aleppo-Kiefer-Harz, auch bekannt als Pinus halepensis, gehört zur Familie der Pinaceae. Die Aleppo Aleppo-Kiefer ist ein immergrüner Baum, der eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen kann. Sie besitzt lange Nadeln in Bündeln zu je zwei, die eine bläulich-hellgrüne Farbe haben. Die Zapfen sind relativ klein und braun gefärbt.
Diese Baumart ist im Mittelmeerraum dominant und darum wird sie sehr oft mit Pinus pinea oder Pinus pinaster verwechselt. Letztere lässt sich anhand gestielter Zapfen gut unterscheiden. Mein Harz welches ich im Haus habe, stammt aus Griechenland. Es ist wichtig, dass man das Aleppo-Kiefer-Harz nicht mit anderen Harzarten verwechselt, da es einige besondere Eigenschaften aufweist. Es duftet nach Limonenen und Terpentin.
Bis vor einigen Jahrzehnten spielte die Harzgewinnung noch eine große Rolle. Heute hat diese jedoch keine wirtschaftliche Bedeutung mehr.
Harzgewinnung und Verarbeitung
Das Aleppo-Kiefer-Harz wird so gut wie fast alle Harze durch Anritzen der Baumrinde gewonnen. Mit Hilfe einer Metalplatte wird das austretende Harz aufgefangen und fließt in einen Beutel. Nach einiger Zeit erstarrt das Harz. Das ausfließende Harz wird gesammelt und anschließend weiterverarbeitet. Es kann in verschiedenen Formen wie Harzklumpen oder Harzpulver erworben werden. Diese können dann für verschiedene Zwecke verwendet werden.

Inhaltsstoffe und Löslichkeit
Zu den Inhaltsstoffen gehören ätherische Öle, Terpene und Harzsäuren. Diese Inhaltsstoffe verleihen dem Harz seine spezifischen Eigenschaften. Es riecht wunderbar nach Terpentin und Limonenen. Das Aleppo-Kiefer-Harz ist löslich in Alkohol, da es sich um ein Oleoresin handelt.
Weiters finden wir antioxidative Verbindungen sowie Polyphenole und antimikrobielle Komponenten.
Volksheilkunde und medizinische Anwendung
In der Volksheilkunde wird das Aleppo Kiefer Harz für verschiedene Zwecke eingesetzt. Es wird beispielsweise zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Asthma verwendet. Auch bei Hautproblemen wie Ekzemen oder Entzündungen kommt das Harz zum Einsatz. Darüber hinaus wird ihm auch eine entzündungshemmende, antibakterielle und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben.
Das Aleppo-Kiefer-Harz wird auch in der Küche verwendet. Es verleiht verschiedenen Gerichten eine besondere Note und kann auch als Gewürz verwendet werden. Zum Beispiel kann es zu Marinaden für Fleisch hinzugefügt oder über Salate gestreut werden. Wir sprechen hier von Mini-Mengen. Darüber hinaus wird das Harz zur Herstellung von Harzbonbons und Süßigkeiten verwendet. Zudem wurde dieses Harz als Zugabe des griechischen Weins Retsina beigefügt.
Räuchern mit Aleppo Kiefer Harz
Ein weiteres Anwendungsgebiet des Aleppo-Kiefer-Harzes ist das Räuchern. Das Harz wird indirekt auf glühende Kohle gelegt, besser auf das Sieb oder die Platte, wodurch ein angenehmer Duft entsteht. Dieser Duft wirkt beruhigend und entspannend.
Das Räuchern mit Aleppo-Kiefer-Harz wird oft in der Aromatherapie eingesetzt, um eine positive Atmosphäre zu schaffen. Es wird geglaubt, dass das Räuchern mit dem Harz negative Energien vertreibt und positive Energien anzieht. Es soll dabei helfen, den Geist zu reinigen, die Intuition zu stärken und spirituelle Erfahrungen zu fördern.
Rezepte für die Verwendung des Harzes
- Duftender Raum: Einige Harzklumpen auf ein Sieb legen und den Raum mit dem angenehmen Duft erfüllen
- Inhalation: Einen Teelöffel Harzpulver in heißes Wasser geben und den entstehenden Dampf inhalieren. Dabei eignet sich die Zugabe von Thymian oder Tannennadeln bei Schnupfen und Erkältungskrankheiten.
Wichtige Hinweise
- Das Alepp- Kiefer-Harz sollte nicht bei Allergien gegenüber Kiefernprodukten angewendet werden
- Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
Die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten sowie die positiven Eigenschaften machen es zu einer interessanten Option für die natürliche Gesundheitspflege.
© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz
Haftungsausschluss/Disclaimer
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

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