Goldene Milch

Hast du schon einmal von Electuaries oder Latwergen gehört? Im Grunde ist es ein Honig der mit Kräutern zu einer dicken Paste angerührt wird. Electuarium ist lateinisch und bedeutet so viel wie Leckmittel. Diese Technik der Medizinherstellung ist tatsächlich sehr alt und war besonders im Mittelalter weit verbreitet. Ich bin mir auch sicher, dass der Begriff „Goldene Milch“ geläufig ist und du zumindest diesen schon irgendwo aufgeschnappt hast. Für die Herstellung der Goldenen Milch wird nichts anderes verwendet als ein Electuary oder Latwerg. Auch Theriak welcher früher oft opiumhaltig und mit vielen Zutaten gemischt wurde, war nichts anderes als ein Electuary oder Latwerg. Heute kommt Theriak in abgewandelter Form vor. Naja ohne Opium eben. Theriak ist eine der Zutaten in Maria Trebens Schwedenbitter. Allerdings ist mir aufgefallen, dass es sich beim Schwedenbitter, bei den fertigen Mischungen, in der Regel nur um Kräutermischungen handelt. Von Theriak, also einem Latwerg, ist da keine Spur mehr vorhanden.

Wenn du nach dem Begriff Latwerg im Internet suchst findest du auch nicht sonderlich viel. Meistens scheinen nur Rezepte für Pflaumenmus auf.

Übrigens ist das Birnenmus mit Bärwurz nach Hildegard von Bingen nichts anderes als ein Latwerg.

Warum allerdings diese Methode der Medizinherstellung kaum noch bekannt ist, erschließt sich mir nicht. Mein amerikanischer Kräuterlehrer Thomas verwendet nach wie vor Electuaries. In Amerika ist diese Methode viel geläufiger als bei uns in Europa.

Für die Herstellung einer Goldenen Milch wird auch ein Latwerg verwendet. Da ich meinen Kaffeekonsum etwas einschränken wollte, trotzdem gerne ein Heißgetränk trinken möchte habe ich mich neben dem Matcha Latte auch für Goldene Milch entschieden.

Als erstes stellen wir unser Pulver her für die Goldene Milch.

Rezept:

3 Tl Curcuma

1 Tl Ingwer

1 Tl Zimt

1/4 Tl schwarzer Pfeffer

1/4 Tl Cardamom

Prise Nelken

Prise Muskat

Prise Cyenpfeffer

Alle Zutaten in Pulverform gut durchmischen. In ein sauberes Glas füllen.

Anschließend nimmst du von deinem Pulvermix ca. 2 Esslöffel und gibst sie zu ca. 1/4 l Tasse Honig. Sehr gut vermengen. Es soll eine nicht zu flüssige Honigpaste entstehen. Diese kannst du auch in ein sauberes Glas füllen.

Für deine Goldene Milch verwendest du nun je nach Gusto ca. 1 Tl auf eine Tasse heiße Kokosmilch. Gut umrühren und genießen.

Es schmeckt auch gut wenn du 1 Tl auf eine Tasse heißes Wasser gibst und ca. 1 El Kokoscreme hinzu gibst.

Mit dem Stabmixer lässt sich das Ganze gut aufschäumen.

Wenn du lieber eine andere Milch verwenden möchtest steht es dir frei zu experimentieren.

Goldene Milch unterstützt unser komplettes Verdauungssystem. Der Pfeffer im Rezept ist ein Synergist damit Kurkuma ideal aufgenommen werden kann. Goldene Milch hält dich fit und macht Kaffee überflüssig. So kannst du den Konsum gut reduzieren. Außerdem wird die Durchblutung angeregt und an besonders kalten Tagen wärmt sie dich wunderbar.

© Marlies Schneider, Referentin der FNL Kräuterakademie
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Gebackener Knoblauch aus dem Ofen

Heute möchte ich euch gebackenen Knoblauch vorstellen. Auf Instagram habe ich ein Video von FoodByMaria gesehen. Sie hat in einem Bräter gebackenen Knoblauch zubereitet. Nun ich hatte so viel Knoblauch daheim und bevor er schlecht werden konnte, habe ich mir gebackenen Knoblauch zubereitet. Ich habe ihn ganz ähnlich wie FoodByMaria hergestellt. Allerdings habe ich das Rezept auf ihrem Blog nicht gefunden, somit habe ich mich von ihrem Video inspirieren lassen.

Rezept:

Knoblauch so viel man eben verwenden möchte schälen und in eine Auflaufform geben.

Reichlich Olivenöl darüber geben, dass der Knoblauch gut bedeckt ist.

ca. 1 El bunter Pfeffer ganz

1 Tl Kräutersalz

1 Tl Chiliflocken

2-3 Rosmarin Stängel

dazu geben und etwas unterrühren. Die Auflaufform in den vorgeheizten Ofen schieben. Bei 200 °C den Knoblauch weich garen. Wenn der Knoblauch bräunlich wird einen Deckel aufsetzen.

Mit einer Gabel kannst du testen ob der Knoblauch schon schön weich ist. Je nach Menge kann es ca. 40 Minuten dauern.

Dann die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und den Knoblauch samt Öl in Gläser füllen.

Den Knoblauch kannst du direkt auf ein Brot streichen. Es schmeckt einfach nur fantastisch.

Wenn du Öl noch übrig hast, halt es auf und verwende es für Salat. Es hat ein gutes Knoblaucharoma.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

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Kartoffel Wedges mit Rosmarin

Ich habe noch Kartoffeln von unserem Bauern daheim. Diese müssen jetzt noch verspeist werden bevor es dann schon wieder neue gibt. Ich kaufe gerne Regional und am liebsten direkt beim Bauern. Bei uns in Vorarlberg machen sehr viele einen richtig guten Job und man sollte sie unterstützten.

Nachdem mein Rosmarin wunderbar am austreiben ist, habe ich die bei uns besonders beliebten Kartoffel-Wedges gemacht.

Einfacher geht es kaum und man muss wirklich kein Fertigprodukt kaufen.

Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und mit Olivenöl beträufeln. Ich würze die Kartoffeln mit meiner Universalwürze die ich mir immer selbst mische. Anschließend gebe ich noch reichlich junge Rosmarinspitzen dazu. Ab in den Ofen bei 200°C backen bis sie eine Farbe bekommen. Um zu sehen ob sie gar sind einfach mit einer Gabel in eine Kartoffelspalte stechen. Beachte, dass sie so ca. 40 Minuten benötigen. Als Beilage zum Grillen eignen sie sich wunderbar. Auch bei Kindern sind sie sehr beliebt.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
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Universal Gewürz

Ich mache ja schon seit vielen Jahren meine Würzmischungen selber. Heute möchte ich euch gerne meine Universalwürze vorstellen. Ob für Fleisch, Kartoffeln oder Gemüse ist es verwendbar.

Meine Universalwürze mache ich meist in größeren Mengen, damit ich immer genug Vorrätig habe. Die nächste Grillsaison kommt bestimmt und eine Gewürzmischung muss man nun wirklich nicht kaufen. Diese Mischung kommt ganz ohne Geschmacksverstärker aus.

Rezept:

42 g grobes Meersalz

110 g feines Meersalz

25 g Rohrzucker

20 g Knoblauchgranulat

25 g Paprikapulver

5 g Japanischer Pfeffer (gemahlener bunter Pfeffer gemischt mit Sesam und Chiliflocken)

5 g Kümmel

5 g Selleriepulver

5 g Galgant gemahlen

5 g Kardamom Kapseln grün oder schwarz

5 g Thymian Blätter

5 g Oregano Blätter

1g Pfefferkörner bunt

2 g Meisterwurz Samen (optional)

5 g Quendel (ich verwende den Gebirgs-Quendel) optional

1 g Mutterwurz Blätter (optional)

Den Kardamom aufbrechen und die Samen in einen Mörser geben.

Den Kümmel, Kardamomsamen, Thymian und Oregano, Meisterwurz, Mutterwurz, Gebirgs-Quendel, Pfefferkörner bunt, im Mörser verreiben. Achtung den Japanischen Pfeffer gebe ich nicht in den Mörser.

Im Grunde musst du nur noch alle Zutaten gut vermengen und abfüllen. Ich gebe immer einen Teil in einen Gewürzstreuer und den Rest in ein luftdichtes Glas. Ich achte auch immer im Herbst darauf genügend Kräuter zu trocknen damit ich einen Vorrat davon habe.

Würzen kannst du alles mögliche damit. Ob Fleisch aber genauso vegane oder vegetarische Gerichte. Für Ofenkartoffeln verwende ich es auch unheimlich gerne.

Das Paprikapulver und das Selleriepulver stelle ich für gewöhnlich im Herbst her. Dabei werden einfach die kleingeschnittenen Gemüse im Dörrapparat gedörrt und dann zu Pulver verarbeitet.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
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Giersch Chips

Ich mag meinen Giersch im Garten gerne für meinen Salat. Für gewöhnlich hole ich mir da immer feine junge Blätter. Die kann ich bis in den Herbst immer ernten. Heuer habe ich mir gedacht ich könnte doch auch einmal ausprobieren wie diese als Chips schmecken. Ich habe ja schon alle möglichen Kräuter als Chips verarbeitet. Am liebsten haben wir Bärlauch mit seinem Knoblauchgeschmack. Ich habe auch schon Brennnesseln ausprobiert aber die sind mir eindeutig zu fettig. Brennnesselblätter saugen das Öl regelrecht auf. Zumindest kommt es mir so vor. Knoblauchsrauke verliert leider total an Geschmack. Sie eignet sich schon auch, aber man sollte sie gut würzen.

Diverse Gemüsechips habe ich natürlich auch schon hergestellt. Wie Grünkohl, dieser schmeckt absolut hervorragend. Aber auch Pastinak, Rote Bete, Karotten, Zucchini habe ich schon zu Chips verarbeitet.

Heuer war also Giersch auf dem Programm. Dafür habe ich einfach saubere junge Gierschblätter verwendet. Diese in eine große Schüssel gegeben. Ganz vorsichtig etwas Olivenöl darüber geträufelt und mit Kräutersalz gewürzt. Mit behandschuhten Händen wird das Öl und das Salz vorsichtig untergemischt. Verwende lieber zuerst weniger Öl und gib noch dazu wenn du meinst es ist nötig. Das Öl ist gut damit das Salz besser an den Blättern haften bleibt. Auch das Kräutersalz solltest du vorsichtig dosieren, denn die Blätter verlieren an Feuchtigkeit und sie können schnell versalzen werden.

Nun gibt man die Blätter auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Möglichst so, dass nicht zu viele übereinander liegen. Dann kannst du die Gierschblätter bei ca. 100°C im Backofen bei Heißluft trocknen lassen. Je nach dem wie viele Bleche du auf einmal machst, bracht es seine Zeit. Ich schau einfach hin und wieder in das Backrohr. Wenn die Blätter schön grün und trocken sind kannst du sie raus nehmen. In einer luftdichten verschließbaren Schüssel halten sie sich lange. Vorausgesetzt du isst sie nicht gleich alle auf.

Beachte, dass du nicht zu alte Blätter verwendest, denn der Geschmack kann recht intensiv und eigen werden.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
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Shower Steamers – Duschbomben Selbermachen

Hin und wieder sollte ein bisschen Self-Care gemacht werden. Verwöhnt euch ab und zu, um einen klaren Kopf zu bekommen, gut einschlafen zu können oder um sich einfach gut zu fühlen.

Viele Menschen legen sich dafür einfach in ihre Badewanne und entspannen dann wunderbar. Aber was tun, wenn man so eine nicht im Badezimmer hat? Nun dafür gibt es einen einfachen Trick wie wir schnell und einfach aus unserem Badezimmer eine Wellnessoase schaffen. Duschbomben sind da eine gute und sehr wirksame Möglichkeit.

Duschbomben kannst du aus wenigen Zutaten rasch herstellen. Mit ätherischen Ölen ergänzt verwandelst du dein Badezimmer in einen Spa-Bereich.

Rezept:

250 g Natron

150 g Zitronensäure

30 g Milchzucker

20 g Pfeilwurzelstärke oder eine andere Stärke

optional kannst du auch eine Lavaerde/Heilerde verwenden

ätherisches Öl nach Wahl

etwas Öl

Pflanzenfarben optional wie Matcha, Spirulina, Fruchtpulver, usw…

Ich verwende möglichst keine Lebensmittelfarbe aber wenn du nichts anderes zu hause hast, geht das natürlich auch.

Die Shower Steamer oder Duschbomben sind etwas heikel in der Herstellung und benötigen etwas Fingerspitzengefühl und Geduld.

Die trockenen Zutaten werden sehr gut in einer Schüssel durchmischt. Du kannst das Pflanzenpulver auch gleich untermischen. Nun gibst du ganz vorsichtig etwas fettes Öl hinzu. Würdest du Wasser oder Hydrolat verwenden würde es eine Reaktion zwischen dem Natron und der Zitronensäure geben. Diese wollen wir unbedingt vermeiden, denn diese Reaktion (schäumen) wollen wir in der Dusche erst entfachen. Darum verwenden wir für Shower Steamers oder Duschbomben fettes Öl. Es darf nur so viel hinzu gegeben werden, bis die Masse die Konsistenz von feuchtem Sand erreicht hat. Jetzt kommen die ätherischen Öle dazu und diese werden nochmals sehr gut untergeknetet. Die Masse hält nicht so gut wie bei Badebomben, also wundere dich nicht. Nun kannst du die Masse in Silikonformen füllen und gut aushärten lassen. Ich gebe sie dafür in den Kühlschrank.

Für meine Shower Steamers oder Duschbomben habe ich verschiedene Düfte verwendet.

Ich habe die Menge in vier Teile aufgeteilt und unterschiedlich gefärbt und auch verschiedene Düfte verarbeitet.

15 Tr. Patschuli, 10 Tr. Ylang Ylang, 5 Tr. Vanille (roten Duschbomben)

10 Tr. Eucalyptus, 15 Tr. Pfefferminze (nicht Kindertauglich, grüne Duschbomben)

15 Tr. Lavendel, 15 Tr. Orange (blaue Duschbomben)

15 Tr. Rosmarin, 15 Tr. Bergamotte (weiße Duschbomben)

Diese Menge an ätherischen Ölen benötigst du damit der Duft sich in der Dusche so richtig entfalten kann. Ist es dir zu stark, verwende einfach etwas weniger. Bei der ersten, dritten und letzten Mischung kannst du die ätherischen Öle auch gerne etwas erhöhen, damit der Duft besser zur Geltung kommt.

Angewendet werden die Shower Steamer oder Duschbomben in dem sie einfach in der Dusche auf den Boden gesetzt werden. Im Kontakt mit Wasser fangen sie an zu schäumen und lösen sich langsam auf und setzen die ätherischen Öle frei.

Ich gebe meine Shower Steamer in ein Gläschen in denen mal Kerzen waren. Diese Gläser sind stabil und eignen sich hervorragend für unsere Duschbomben. Zudem hast du dann auch gleich ein schönes Geschenk parat. Wichtig ist, dass du die Shower Steamer bzw. Duschbomben gut verpackst. Damit die ätherischen Öle nicht entweichen.

Unreife Feigen in Sirup

 

 

Eigentlich habe ich schon seit Jahren einen Feigenbaum.
Zuerst war er ein paar Jahre im Topf und nun habe ich im Garten einen Platz
gefunden, um ihn einzupflanzen. Wie das so ist, werden nicht immer alle Feigen
reif und im Spätherbst oder auch jetzt noch hängen noch viele unreife grüne Feigen auf dem Baum.

Diese unreifen grünen Feigen kann man aber wunderbar in Sirup einkochen und zu verschiedenen Speisen reichen. Ob zum Dessert oder zu einem Wildgericht ist ganz egal. Aber auch als Mitbringsel sind sie ein
absoluter Hit. Ein klein wenig Arbeit ist es schon die sich allerdings lohnt.

Zutaten:

1,7 Kg Zucker

1,230 L Wasser

1,230 g grüne unreife Feigen

2 Orangen, Saft

2 Zimtstangen

2 Sternanis

½ Vanilleschote

50 ml Feigenlikör, optional

Die unreifen Feigen müssen mit Handschuhen vorsichtig abgeerntet werden. Der Milchsaft reizt die Haut, also gut aufpassen. Anschließend werden die Feigen gründlich gewaschen und an der Spitze kreuzweise eingeschnitten. In einem Topf mit Wasser aufkochen lassen und ca. für 15 Minuten weiter köcheln
lassen und dann das Wasser abgießen. Den Vorgang wiederholen und anschließend die Feigen mit eiskaltem Wasser abschrecken.

Beachte: Wenn du zu reife Feigen verwendet hast zerfallen sie dir diese sind für das Rezept nicht geeignet.

Nun gibst du die Feigen in einen sauberen Topf und nun mit 1,7 Kg Zucker und 1,230 L Wasser aufkochen und mindestens für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Die Gewürze kannst du gleich mit dazu geben. Gegen Schluss gibst du den Orangensaft und den Likör hinein. Nun wird das Ganze für 12 h, am besten über die Nacht, ziehen gelassen.

Am nächsten Tag alles noch einmal kurz aufkochen und die Feigen in vorbereitete sterile heiße Gläser füllen. Den Sirup etwas einreduzieren lassen und über die Feigen geben, bis die Gläser bis zu 1,5 cm untere den Rand vollgefüllt sind. Ich habe die Feigen anschließend für 30 Minuten bei 90°C eingekocht.

Den restlichen Sirup habe ich in Flaschen gefüllt.

Die Feigen kann man wunderbar zu Desserts, Fleisch, Braten reichen. Selbstverständlich kannst du auch so davon naschen. Ein besonderes Weihnachtsgeschenk ist es allemal oder diese wunderbaren Feigen versüßen dir dein Weihnachtsessen.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Kräutersalz Kreationen

 

Kräutersalze sind so einfach selbst gemacht und du kannst deinen Ideen freien Lauf lassen. Ein paar sind aber ganz besonders gut. Ich habe hierfür die frischen Kräuter verwendet.

Kräutersalz aus dem Gemeinen Frauenmantel – Alchemilla xantochlora. Verwendet werden die frischen Blätter welche du mit dem Salz verreibst und anschließend trocknen lässt. Es ergibt ein sehr geschmackvolles und besonderes Kräutersalz für allerlei Speisen.

Weiters hervorragend ist das Salz aus der Europäischen Lärche – Larix decidua. Verwendet werden die frischen jungen Triebspitzen welche du mit dem Salz verreibst und auch trocknen lässt. Es ergibt ein Salz welches du für Salate oder auch deftigere Speisen verwenden kannst, wie für Wildgerichte.

Besonders gut finde ich das Kräutersalz aus Schnittlauch – Allium schoenoprasum. Verwendet werden die frischen Blüten welche ich zerkleinert unter das Salz mische und anschließend trocknen lasse. Es ist sehr gut auf dem Frühstücksei.

Lass deiner Fantasie freien lauf und probier doch einfach selbst ein paar wunderbare Kräuter oder essbare Blüten zu einem köstlichen Salz zu verarbeiten. Du wirst überrascht sein wie einfach es geht und wie gut diese schmecken.

Tipp: Ich verreibe die Kräutersalze nach dem Trocknen immer noch einmal damit das Salz streufähig ist und nicht verklumpt ist. Zumindest wenn ich mit frischen Kräutern arbeite.

Schön verpackt hast du auch immer ein nettes Geschenk parat.

Kräuter lassen sich auch gut mit Kindern sammeln und das Salz herstellen macht ihnen richtig Spaß.

Der Gemeine Frauenmantel ist die Kräuterpflanze des Jahres, des größten und ältesten Kräuterverein Österreichs, der Freunde naturgemäßer Lebensweise. 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

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Ausbildung zum/zur Dipl. Kräuterexperte/in in Hard, Vorarlberg in Kleingruppen



Die FNL Kräuterakademie bietet in ganz Österreich „Volksheilkundliche Kräuterkurse nach Ignaz Schlifni“ an.

Ignaz Schlifni ist der Gründer des Kräutervereins FNL (Freunde naturgemäßer Lebensweise). Es ist der größte und älteste Kräutervereins Österreichs.
Ziel dieses Kurses ist es, altes Wissen der Volksheilkunde und das besondere Kräuterwissen und den Erfahrungsschatz von Ignaz Schlifni zu erlernen. Zudem möchten wir mit diesem Lehrgang die Menschen unsere heimische Natur näherbringen.
Es werden ca. 400 Kräuter/Wildpflanzen durchgenommen. Ihr erfahrt vieles über deren Gebrauch und die Volksheilkunde und die Kräuterkunde des Ignaz Schlifni.
Als qualifizierte Kursleiterin freue ich mich ganz besonders, dir einen Exklusivkurs mit nur 8 Teilnehmern anbieten zu können.
Nach Kursabschluss hast du die Möglichkeit eine Prüfung zu machen zum/zur „FNL Kräuterexperten / FNL Kräuterexpertin“.
Weitere Informationen/Anmeldung bekommst du direkt auf der Seite der Kräuterakademie.
In Vorarlberg beginne ich mit meinem Kurs am Samstag, 19.09.2020
Der Kurs endet mit einer freiwilligen Prüfung Ende August 2022.
Für weiter Informationen kannst du mich gerne kontaktieren unter
E-Mail: naturzumwohlfuehlen@a1.net oder
Tel.: 0043 (0) 680 2113129

Hier geht es zur ANMELDUNG: Kurs HARD

Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Dipl. Knospenpädagogin, geprüfte Wanderführerin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg

 

„DIE VOLKSHEILKUNDLICHEN KRÄUTERKURSE NACH IGNAZ SCHLIFNI“ BEINHALTEN FOLGENDE AUSBILDUNGSBEREICHE:

HEILPFLANZEN

Vorstellen und Bestimmen von mind. 400 heimischen Heilkräutern sowie die jeweilige Anwendungsmöglichkeit laut „volksheilkundlicher Überlieferung und Kräuterlehre nach Ignaz Schlifni“, Einführung in die Pflanzensystematik und Botanik, Erlernen der wichtigsten Pflanzenfamilien inkl. ihrer Besonderheiten, Erkennungsmerkmale, Inhaltsstoffe und deren wichtigste Vertreter, botanische Bezeichnung in Deutsch und Latein.

BIOLOGIE & ÖKOLOGIE

Fotosynthese, Inhaltsstoffe und wirksame Pflanzenstoffe, Giftpflanzen, Alpenpflanzen, Bäume & Sträucher, essbare Wildkräuter, Lebensräume und Pflanzengemeinschaften, Grundsätzliches zum Bestimmen und Anwenden von Heil- & Wildpflanzen, Grundsätzliches zum Sammeln und zum Naturschutz.

VOLKSHEILKUNDE

Heilpflanzen und ihre Verwendung in der Volksheilkunde, Ernte, Lagerung und Verarbeitung von Heilkräutern, Wurzeln, Beeren, Früchten und Samen sowie deren Verwendung, Kräuterwissen unserer Vorfahren, Homöopathische Hausapotheke, Einführung und Kennenlernen von Blütenessenzen, Räuchern.

NATURHAUSMITTEL

Herstellen von Hausmitteln volksheilkundlicher Überlieferung (Tees, Cremen, Ansätze, Bäder, Wickel etc.), Frühjahrs- und Entschlackungskur, Gebrauch von Pflanzen in der Küche.

SONSTIGES

Grundbegriffe der Anatomie, Informationen über den Verein FNL, Ausarbeiten & Vortragen eines Referates, Durchführen einer selbstständigen Kräuterführung und Erstellen eines Herbariums.

 

Weiters werde ich auch noch zusätzlich Alpenpflanzen, Naturkosmetik, Gemmotherapie, mit euch durchnehmen.

Darum setzte ich auf Kleingruppen da man wesentlich leichter gemeinsam diverse Produkte herstellen kann und auch auf Wünsche der Teilnehmer eingehen kann. Auch die Theorie Stunden können so wesentlich angenehmer und abwechslungsreicher gestaltet werden.

 

Aber ganz klar liegt das Augenmerk des volksheilkundlichen Kräuterkurses nach Ignaz Schlifni auf dem Pflanzenbestimmen. Denn wer die Pflanzen nicht kennt tut sich auch schwer mit der Anwendung und den Möglichkeiten die eine Pflanze bietet. Wir werden also ganz sicher um die 400 Pflanzen kennenlernen. Eine ganz große Leidenschaft von mir sind die Alpenpflanzen und diese werden auch nicht zu kurz kommen da sie einfach zu unserer Region dazu gehören.

 

Wir werden die Winterarbeit bei mir in Hard machen. Da können wir dann auch gleich ein paar Dinge herstellen. Ansonsten werden wir viel im Freien sein und das in ganz Vorarlberg da je nach Region verschiedene Pflanzen wachsen. Es wird also auch gewandert.

ACHTUNG: Kurskosten ab Herbst 2020!

Die Kurskosten sind bei: EUR 1.600,00

Bei Anmeldung werden zuzüglich EUR 131,00 als Anzahlung geleistet. Dies sichert den Kursplatz und die Unterlagen (Prüfungskatalog, Ordner) und das Lexikon nach Ignaz Schlifni.

 

Zuzüglich einer Vereinsmitgliedschaft des FNL für das Jahr für Österreich: EUR 32,00

Wer eine Prüfung machen möchte kann das freiwillig tun. Die Prüfungsgebühr ist bei : EUR 60,00

Diese findet in St Veit an der Glan statt (Kosten für die Unterkunft/Anfahrt sind separat zu entrichten).

Hier findest du alles wissenswerte über Kosten und Gebühren: KURS KOSTEN

Weiters fallen wenige Materialkosten an, für die Extra-Themen oder Fahrkosten für Zug oder Seilbahn.

 

Um zur Prüfung anzutreten besteht eine 75% Anwesenheitspflicht.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Wenn du noch Fragen hast kannst du mich gerne wieder kontaktieren.

Eine Anmeldung erfolgt direkt über die Webseite der Akademie: ANMELDUNG

 

 

Verein Freunde naturgemäßer Lebensweise

FNL-Zentrale

Hunnenbrunn / Schlossweg 2

9300 St. Veit an der Glan

Telefon: +43 4212 33 461

E-Mail: info@fnl-kraeuterakademie.at

 

Glycerite – Pflanzenauszug mit Glycerin

Pflanzliches Glycerin ist eine fast geruchlose und eine farblose dickflüssige Substanz. Es handelt sich dabei um eine natürliche Substanz und gehört zur Gruppe der Zuckeralkohole. Es wird unter anderem aus Palmen-, Soja-, oder Kokosöl gewonnen.

Pflanzliches Glycerin ist eine weitere Möglichkeit, um Pflanzenextrakte herzustellen. Im englischsprachigen Raum kennt man dieses Auszugsverfahren schon sehr lange. Warum dieses Auszugsverfahren bei uns noch nicht richtig bekannt ist, ist mir eigentlich schleierhaft.

Glycerin wurde so um 1789 entdeckt und wird schon seit ungefähr 1846 für Pflanzenauszüge gebraucht. Es ist nicht gleichzusetzen wie eine alkoholische Tinktur, ich glaube da kommt bis lang kein Auszugsverfahren hin. Aber Glycerin bietet immerhin eine Alternative zur alkoholischen Tinktur. Wasserlösliche Stoffe und auch Farbstoffe wie zum Beispiel Anthocyiane, welche zu den Flavonoiden zählen, lassen sich mit Glycerin wunderbar ausziehen.

Bei Glycerite handelt es sich also um pflanzliche Auszüge, bei denen das Lösungsmittel Glycerin ist. Um so einen Auszug zu machen, empfehle ich auf pflanzliches Bio-Glycerin zurück zugreifen. Diese Art eines Kräuterauszuges ist für all jene die gerne auf alkoholische Tinkturen oder Extrakte verzichten möchten aus welchen Gründen auch immer. Es ist eine Tinktur, die für Kinder tauglich ist und durch den süßen Geschmack gerne eingenommen wird. Zudem ist sie nicht so stark im Wirkstoffgehalt als eine alkoholische Tinktur, welches wir bei Kindern gerne bevorzugen. Auch bei den Gemmo-Mazeraten kommt pflanzliches Glycerin zum Einsatz. Jedoch ist in einem Gemmo-Mazerat nach der originalen Rezeptur von Dr. Pol Henry auch Alkohol enthalten.

Um Glycerite selbst herzustellen benötigt man trockene oder frische Kräuter/frische Lebensmittel wie Obst oder Gemüse fein zerhackt oder mit dem Stabmixer zerkleinert. Diese werden mit pflanzlichem Glycerin übergossen und für mindestens ca. 2 Woche ausgezogen besser sind ca. 4 Wochen. Jeden Tag werden diese Auszüge geschüttelt.

Glycerin wird öfters in der Kosmetik verwenden. Wir können somit ein Glycerit als Wirkstoff bis maximal 10% in unser Kosmetikprodkut hinzugeben. Wenn du Glycerin zu hoch dosierst, kann es die Haut austrocknen und diesen Effekt wollen wir vermeiden. Diese goldene Regel sollte man also besser beachten. Aber im Grunde kannst du das Glycerin bei jedem Kosmetikrezept durch Glycerite austauschen.

Um einen Pflanzenauszug mit Glycerin herzustellen benötigst du die Zugabe von Wasser.

Beachte, wenn man zu viel frisches Pflanzenmaterial verwendet, bekommt man zu viel Wasser in das Produkt. Damit das Glycerin konserviert und diese Eigenschaft nicht verliert sollte ein Anteil von idealerweise 60-80% Glycerin und ungefähr 20-40 % Wasser enthalten sein. Nun musst du berücksichtigen, dass eine Gurke wesentlich mehr Wasser enthält als eine Blüte.

Es gibt bei uns hauptsächlich zwei verschiedene Produkte von Glycerin zu kaufen. Ein Produkt enthält 99,5% Glycerin und 0,5% Wasser. Das zweite Produkt enthält 86,5% Glycerin und 13,5% Wasser.

Für getrocknetes Material benötigt man Wasser, um die Pflanzenstoffe besser auszuziehen. Es ist somit kein Problem, wenn du ein Glycerin von 86,5% verwendest und den Auszug mit getrocknetem pflanzlichem Material herstellst. Du kannst also noch 6,5% – 26,5% Wasser dazu geben.

Machst du aber ein Gurken-Glycerit oder generell ein Glycerit aus frischem pflanzlichem Material kannst du durchwegs ein Glycerin von 99,5% verwenden. Die Gurke enthält, wie schon erwähnt, viel Wasser und es ist nicht nötig noch zusätzlich Wasser zu deinem Auszug zu geben. Bei frischen Lebensmitteln kannst du sehr schwer genau berechnen ob und wie viel zusätzliches Wasser du benötigst.

Das Glas sollte der herzustellenden Menge angepasst werden. Es wird bei frischem Material 1/2 – 3/4 voll gefüllt und mit Glycerin 99,5% übergossen. Eventuell benötigst du noch Wasser dazu.

Bei getrockneten Pflanzen wird 1/3 Pflanzenmaterial und mit 86,5% Glycerin übergossen. Selbstverständlich kannst du hierbei auch 99,5% Glycerin verwenden aber dann muss eben Wasser beigemengt werden. Die Kräuter sollten gut bedeckt sein. Jeden Tag durchmischen oder schütteln vermeiden. In den ersten Tagen öffne ich das Glas immer einmal kurz besonders wenn ich mit frischem Lebensmitteln arbeite.

Über die Haltbarkeit wird viel diskutiert. Ein Jahr ist bei ordentlicher Herstellung gegeben. Ich habe aber auch schon gelesen es solle bis zu 3 Jahren kein Problem darstellen. Ich denke es ist einfach besser kleine Mengen zu produzieren und lieber wieder frische Glycerite zu mazerieren. Glycerin fungiert ähnlich wie ein Konservierer. Nun ist es aber so, dass du trotz Abfiltern, dein Glycerit nie ganz schwebstofffrei bekommst. Stelle ich also ein Kosmetikprodukt her würde ich klassisch konservieren. Nun steht es dir frei für welchen Konservierer du dich entscheidest.

Für den kosmetischen Zweck kannst du deine Glycerite auch mit etwas Alkohol konservieren.

Als Ersatz für eine alkoholische Tinktur für die innere Einnahme  kannst du deine Tinktur in eine dunkle Flasche mit Tropfaufsatz füllen oder einfach einen Teelöffel davon einnehmen. Aber auch in den Tee kannst du einen Teelöffel geben, solltest du Schwierigkeiten mit der Einnahme haben.

Viel Spaß beim Experimentieren und Ausprobieren!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung sowie aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Lila Sirup – Veilchen Sirup

Jetzt ist die Zeit der Veilchen und sie blühen jeden Tag wie verrückt. Ganz besonders interessant ist Viola odorata – das Duft Veilchen. Es verströmt einen wunderbaren lieblichen Duft. Die Pflanze stammt aus der Familie der Veilchengewächse – Violaceae.

Stell dir vor diese Pflanze wurde schon in der Antike kultiviert. Was für eine fantastische Geschichte, oder? Sie spielte bei Ritualen aber auch in der Heilkunde eine zentrale Rolle. Sie ist eine ausdauernde und unkomplizierte Pflanze. Zudem ist sie gut an ihrem Duft zu erkennen. Weiters enthält Viola odorata ätherische Öle, Schleimstoffe und Flavonoide. Früher war sie sehr bekannt und besonders beliebt für kostbarstes Parfum.

Sie wird kulinarisch aber auch in der Volksheilkunde genutzt. Ich mache gerne verschiedene Produkte daraus. Kandierte Veilchen sind wunderbar auf Gebäck. Auch ein Veilchen-Zucker zum Backen ist ein Genuss. Veilchen-Salz auf den Salat ist etwas ganz besonders und was feines für einen Gourmet.

Wundervoll finde ich den Sirup der bei Husten auch von Kindern gerne eingenommen wird. Durch die enthaltenen Saponine ist die Pflanze besonders bei Husten sehr hilfreich. Aber auch bei Heiserkeit oder Bronchitis, denn die enthaltenen Schleimstoffe lindern Reizhusten und bilden einen schützenden Film auf den Schleimhäuten. Allerdings schmeckt der Sirup auch so richtig gut.

Die Blüten werden auch sehr gerne zu verschiedenen Mazeraten verarbeitet welche sich für Kosmetika eignen wie Veilchenöl, Veilchentinktur oder Veilchenessig. Viola odorata ist wunderbar bei Hautleiden. Auch hier wird sie in der Volksheilkunde gerne zum Beispiel auch für Waschungen verwendet. Ganz besonders hilfreich ist die Pflanze in Form von Salbe bei Menstruationsbeschwerden für eine Massage im Unterbauchbereich.

Ich habe ein Glycerit von den Blüten angesetzt und werde euch berichten sobald es fertig gestellt ist. Dies ist eine weitere andere Art eines Pflanzenauszuges den ich für selbstgemachte Kosmetika verwenden werde. Also du siehst die Ideen sind fast Grenzenlos.

Heute möchte ich euch aber mein Sirup Rezept vorstellen:

1 l Wasser

1 kg Zucker

2 Handvoll Veilchen wären ideal wenn du hast

2 Zitronen in Scheiben geschnitten

Weinsäure oder Zitronensäure optional

Wasser und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Veilchen, Weinsäure und Zitronen dazu geben. Ich lasse den Ansatz eine Woche im Kühlschrank ziehen. Jeden Tag umrühren. Nach dieser Zeit wird abgeseiht durch ein Tuch oder sehr feines Sieb. Anschließend erwärme ich den Sirup kurz, achte darauf, dass sich die Weinsäure oder Zitronensäure gut gelöst hat und fülle ihn in sterile Flaschen ab. 

Beachte: Wenn du Zitronensäure verwendest wird die Farbe schwächer. Wenn du auch nicht so viele Veilchen hast, kann der Sirup sogar recht hell sein. Keine Sorge er schmeckt trotzdem da du ihn lange ziehen lässt.

So ein Sirup ist ein kostbares Geschenk. Ich habe selbst mal einen bekommen und war total entzückt. Mach doch auch mal jemanden eine Freude damit.

Tipp: Setzt doch auch einmal einen Veilechen-Essig an. Du wirst überrascht sein wie wundervoll dieser schmeckt!

 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

 

 

Anti-Mückenspray

 

Gestern haben wir das erste Mal in diesem Jahr gegrillt. Es war echt schön und total lecker. Aber die Mücken kamen am Abend sehr rasch. Der Winter war zu warm und wir haben jetzt schon Mücken. Unglaublich früh sind sie unterwegs. Nun wollte mein Kleiner einen Anti-Mückenspray mischen. Da ich mit ihm öfters solche „Do it Yourself – DIY“ Projekte starte, dachte ich es ist eine gute Idee. Zudem wissen wir was wir in unserem Spray enthalten haben und weder der Haut noch der Natur schaden. Wir haben die Mischung nicht all zu stark gemacht da auch mein Kleiner seine Hose damit mal einsprühen wird. Ich habe den Eindruck, dass eine 1% Mischung ausreichend ist. Ich zumindest finde das schon stark, allerdings ist meine Nase sehr empfindlich. Zudem soll der Geruch ja auch eine Zeit lang auf der Kleidung oder an den Beinen haften bleiben. Sonst muss man ständig sprühen.

Du kannst so einen Spray wunderbar mit Kindern herstellen. Es macht ihnen viel Spaß und sie haben ihr eigenes Produkt welches etwas ganz besonderes ist.

Anti-Mückenspray

85 ml Lavendel-Hydrolat, ich habe den Lavendel selbst destilliert und noch recht viel ätherisches Öl mit dabei. Natürlich kannst du auch einfach destilliertes Wasser verwenden. (Dann würde ich aber mehr ätherische Öle verwenden)

15 ml Vodka

5 ml Solubol (optional), es handelt sich um einen natürlichen Emulgator der die ätherischen Öle mit dem Hydrolat verbindet

3 Tr Citronella

5 Tr Sandelholz

5 Tr Bergamotte (nicht bei direkter Sonneneinstrahlung auf der Haut verwenden) Bergamotte könnte phototoxisch wirken.

5 Tr Eukalyptus radiata

2 Tr Rosengeranie

Alles mischen, das Solubol gut unterrühren und dann in eine dunkle Flasche mit Sprühaufsatz füllen. Fertig ist unser Anti-Moskitospray.

Die Mischung ist aufgrund des Lavendel-Hydrolates stark genug und duftet großartig. Wir haben extra Kinder taugliche ätherische Öle ausgesucht. Ansonsten gibt es noch viele ätherische Öle die man für einen Anti-Mückenspray verwenden könnte.

Weitere mögliche Öle gegen Mücken wären Lemongrass, Zedernholz, Rose, Rosmarin, Salbei, Basilikum

Beachte: dass die Haut auch gereizt auf ätherische Öle reagieren kann. Teste den Spray an einer Stelle zuerst ob du ihn verträgst. Für Kleinkinder oder Babys ist diese Mischung nicht gemacht worden.

Als kleines Geschenk oder Mitbringsel ist so ein Spray auch einmal etwas ausgefallenes.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

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