Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests

Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests

Wie Experten mit einer Kräuter-Teeverkostung den Geschmack von Heilpflanzen zur Bestimmung nutzen.

Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests
Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests

Die Fähigkeit, durch den Geschmack die Eigenschaften von Heilpflanzen zu bestimmen, ist eine der ältesten und fundamentalsten Praktiken der Kräuterheilkunde. Lange bevor die moderne Laboranalytik Inhaltsstoffe isolieren konnte, verließen sich Heiler und Heilerinnen auf ihre Sinne – allen voran den Geschmackssinn.

Diese Methode, oft als organoleptische Prüfung bezeichnet, ist weit mehr als nur eine subjektive Wahrnehmung. Sie ist eine hochentwickelte diagnostische Technik, die direkte Rückschlüsse auf die pharmakologische Wirkung und die energetischen Qualitäten einer Pflanze zulässt. Dieser Artikel bietet eine professionelle Anleitung in 6 Schritten, um die Bestimmung von Heilpflanzen durch ihren Geschmack zu erlernen.

Kräuter-Teeverkostung Ausführung

Kräuter-Teeverkostung gibt dir ein praktisches Werkzeug. Du nimmst Kräuter, machst Tee daraus und schmeckst, was dir die Pflanze sagt. So erkennst du Geschmack, spürbare Wirkung und bekommst Hinweise auf Inhaltsstoffe. Diese Methode ergänzt chemische Analysen, welche wir zu Hause nicht machen können, und kann dir helfen, eigene Mischungen zu entwickeln.

In diesem Artikel beschreibe ich drei einfache Tests mit Tee — Verkostung, Wirkungseindruck und Kombination — und zeige, wie du sie gezielt nutzt.


Test 1: Geschmack und Sensorik – Der erste Eindruck bei einer Kräuter-Teeverkostung:

Ablauf

  • Nimm 1–2 g getrocknete Pflanze (Blätter, Wurzel, Blüte)
  • Übergieße mit ca. 200 ml heißem Wasser (je nach Pflanze 90–100 °C)
  • Lasse 5–10 Minuten ziehen
  • Probiere bei 35–40 °C, nimm kleine Schlucke, halte kurz im Mund

Worauf du achtest

  • Geschmack: bitter, süß, scharf, adstringierend, aromatisch, sauer
  • Mundgefühl: pelzig, ölig, trocken, mild, weich, befeuchtend
  • Nachgeschmack: kurz, lang, weich, zusammenziehend, wärmend, kühlend

Warum das wichtig ist

Der erste Eindruck gibt Hinweise auf mögliche Stoffgruppen. Bitter kann auf Bitterstoffe oder Polyphenole hindeuten, süß auf Schleimstoffe oder Polysaccharide, scharf auf ätherische Öle oder scharfwirkende Verbindungen. Aromatisch weist auf volatile Öle hin. Diese sensorische Einschätzung ist validiert durch moderne Forschung: Die Datenbank PlantMolecularTasteDB ordnet tausenden Pflanzenstoffe sensorische Profile zu. PMC+1

Beispiel:
Ein Tee aus Eibischwurzel schmeckt mild‑süß, der Mund wird weich und befeuchtet → wahrscheinlich Schleimstoffe, gut bei trockener Schleimhaut.
Ein Tee aus Wermutkraut schmeckt stark bitter, Mund trocken, leicht zusammenziehend → Hinweis auf Bitterstoffe oder Polyphenole, gut bei Verdauungsschwäche.


Test 2: Wirkung beobachten – Körperlicher Eindruck nach dem Tee

Nach dem Genuss beobachtest du, was sich im Körper tut:

  • Spürst du Wärme oder Kälte? Auflockerung, Entspannung oder Schwere?
  • Bessert sich die Verdauung? Wird der Magen ruhiger? Gibt es mehr Galle- oder Saftfluss?
  • Gibt es Schleimlösung, Linderung bei Husten, besseres Atmen?
  • Wie verhält sich das Nervensystem – beruhigt, aktiviert, ausgeglichen?

Diese Wahrnehmungen helfen, die sensorische Einschätzung mit Wirkung zu verbinden. So kann Geschmack ein Indikator für Wirkung sein — wenn auch immer subjektiv.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Eine Analyse aus der Phytochemie zeigte, dass der „molekulare Geschmack” (plant molecular taste) von Pflanzen mit Anti‑Inflammationswirkung korreliert. Bitterkeit war dabei besonders stark mit anti‑inflammatorischen Effekten verbunden. MDPI+1


Test 3: Kombination & Vergleich – Mischungen und Gegenüberstellungen

Du kannst Tees mischen oder parallel testen:

  • Mische eine Bitterpflanze mit einer Schleim‑pflanze (z. B. Wermut + Eibisch) → Milderung der Bitterkeit, bessere Verträglichkeit, Wirkung auf Verdauung + Schleimhautschutz
  • Vergleiche zwei Kräuter mit gleicher Wirkungsrichtung, aber unterschiedlichem Geschmack → z. B. aromatisch vs. scharf: teste Wirkung und Gefühl
  • Teste unterschiedliche Ziehzeiten oder Wassertemperaturen → viele Stoffe lösen sich nur bei bestimmten Bedingungen (z. B. ätherische Öle vs. Gerbstoffe)

So nutzt du Teeverkostung-Kräuter als begleitende Methode für Rezeptentwicklung und individuelle Anpassung.


Beispiel‑Rezepte für deine Kräuter-Teeverkostung in der Praxis

Geschmack und Sensorik

Hier drei einfache Teekombinationen für deine Kräuter-Teeverkostung, die du direkt testen kannst:

1. Schleimhäute beruhigen & stützen

  • 50 % Eibischwurzel
  • 30 % Malvenblätter
  • 20 % Spitzwegerich

Ziehzeit: 10 Minuten, lauwarm trinken. Wirkung: Schutz der Schleimhäute, mild, beruhigend

2. Verdauung & Leber unterstützen

  • 40 % Löwenzahnwurzel (bitter)
  • 40 % Artischockenblätter (bitter)
  • 20 % Pfefferminze (aromatisch)

Ziehzeit: 5–7 Minuten, warm trinken. Wirkung: Verdauungsanregung, Leber‑ und Galle-Unterstützung

3. Durchblutung & Entschlackung

  • 50 % Ingwer (frisch oder getrocknet, scharf)
  • 30 % Rosmarin (aromatisch)
  • 20 % Brennnessel (mineralstoffreich, leicht salzig)

Ziehzeit: 7 Minuten, etwas länger ziehen lassen. Wirkung: wärmend, anregend, entgiftend


Hinweise & Grenzen der Kräuter-Teeverkostung

  • Geschmack ist subjektiv und variiert je nach Person und Tagesform. Dokumentiere deinen Eindruck neutral.
  • Inhaltsstoffe lösen sich unterschiedlich — abhängig von Wassertemperatur, Ziehzeit, Schnittgröße, Alter der Pflanze.
  • Wirkung ist nicht allein von Geschmack abhängig. Kombination von Erfahrung, Literatur und Analyse bleibt wichtig.
  • Manche wirksamen Pflanzenstoffe sind nicht wasserlöslich und deshalb nicht im Tee enthalten.

Kräuter-Teeverkostung
In 6 Schritten zur Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung

In 6 Schritten zur Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung

Die professionelle Bestimmung von Heilpflanzen durch ihren Geschmack erfordert Übung, Achtsamkeit und ein methodisches Vorgehen. Wende diesen Prozess nur bei Pflanzen an, die du bereits als sicher und essbar identifiziert hast.

Schritt 1: Die Vorbereitung Beginne mit einem neutralen Gaumen. Trinke etwas Wasser und vermeide intensive Geschmäcker wie Kaffee oder scharfe Speisen kurz vor der Verkostung. Verwende eine kleine Menge der Pflanze – ein kleines Stück Blatt oder Wurzel genügt.

Schritt 2: Der erste Eindruck Nimm die Pflanze in den Mund und zerkaue sie langsam. Konzentriere dich auf den allerersten Geschmack, der sich auf Ihrer Zunge entfaltet. Ist er süß, sauer, salzig, bitter, scharf oder zusammenziehend? Dieser erste Eindruck ist oft der dominanteste Geschmack.

Schritt 3: Die Entwicklung des Geschmacks bei einer Kräuter-Teeverkostung: Bleibe bei der Wahrnehmung. Verändert sich der Geschmack? Manchmal tritt ein zweiter oder sogar dritter Geschmack hinzu. Eine Pflanze kann beispielsweise zuerst süßlich schmecken und dann eine bittere oder scharfe Note entwickeln. Notiere die Reihenfolge und Intensität.

Schritt 4: Die körperliche Reaktion beobachten

Der Geschmack löst unmittelbare körperliche Reaktionen aus. Achte auf folgende Empfindungen:

  • Temperatur: Fühlt sich der Mundraum wärmer oder kühler an? Scharfer Geschmack (Ingwer) erzeugt Wärme, während saurer oder bitterer Geschmack (Zitrone, Endivie) oft als kühlend empfunden wird.
  • Feuchtigkeit: Regt die Pflanze den Speichelfluss an (saftig, befeuchtend) oder hinterlässt sie ein trockenes, pelziges Gefühl (trocknend, zusammenziehend)?
  • Andere Empfindungen: Spüre ein Kribbeln, eine Betäubung oder eine krampflösende Wirkung im Mund oder Rachen?

Schritt 5: Geschmack und Inhaltsstoffe korrelieren Mit der Zeit lernt man, den wahrgenommenen Geschmack mit wahrscheinlichen Inhaltsstoffgruppen zu verknüpfen. Dies ist der Kern der Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung.


© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.

Quellen

Friar’s Balsam

Heute habe ich ein schönes altes historisches Rezept für euch parat. Der Friar’s Balsam geht zurück in das Jahr 1760, denn das Rezept wird dem britischen Arzt Dr. Joshua Ward zugeschrieben. Ward wurde 1685 in England geboren. Zu seiner Zeit war Ward eine Zeitlang als Quacksalber in Frankreich unterwegs und kehrte erst 1734 nach London zurück. Bekanntheit erreichte Dr. Ward durch seine „Pill and Drop“, welches als ein Medikament für allerlei Krankheiten galt. Seine Pillen waren aber nicht ganz astrein was vermutlich auch manchen Menschen das Leben gekostet hat. Er war aber auch ein sehr großzügiger Mensch bettelarmen Menschen gegenüber. Er war verantwortlich für die Eröffnung von zwei Krankenhäusern in London. Man vermutet er hätte zu seiner Zeit ca. 3000,00 Pfund für gute Zwecke gespendet, das war tatsächlich eine beachtliche Summe.

Man vermutet, dass das Originalrezept auf einen Pater Gervase Cartwright zurückzuführen ist. Viele Ärzte verwendeten es dann.

Oder wie in weiteren Quellen auf den Apotheker Carl Wilhelm Scheele zurück geht. Er wurde 1742 in Schwedisch-Pommern geboren und lebte später in Schweden. Ein weiterer Name des Friar’s Balsam ist auch „Swedish Balsam“. Also vermutlich ist der Friar’s Balsam sogar noch etwas älter.

Nichts desto trotz wird der Friar’s Balsam heute Dr. Joshua Ward zugeschrieben. Es ist auch so, dass sich unterschiedliche Rezepturen finden. Fakt ist jedoch, dass die Hauptzutat das Benzoeharz ist. Dabei handelt es sich um ein Harz verschiedener Storaxbäume oder Styrax spp. Für mein Rezept habe ich Styrax tonkinensis – Benzoe Siam verwendet.

Rezept:

32 g Benzoe Siam

160 ml Korn 80%

Das pulverisierte Benzoeharz in ein Glas geben und mit 80% Korn auffüllen.

Nun sollte man es ein bis zwei Monate ziehen lassen. Täglich schütteln. Wenn möglich mehrmals am Tag.

Wenn sich das Harz gelöst wird abgefiltert. Es ist möglich, dass Rindenteile in der Tinktur sind diese werden einfach als Rückstand abgefiltert.

Am besten gibst du deine Lösung in eine Tropferflasche oder einen Roll On.

Zur Anwendung:

Friar’s Balsam oder Fryar’s Balsam (frühere Schreibweise) wir unterschiedlich verwendet.

Zum einen, kann er bei Erkältungen für eine Inhalation angewendet werden. Davon gibt man einfach 5-10 ml in einen halben Liter heißes Wasser für eine Dampfinhalation.

Zum Anderen findet der Balsam Anwendung bei kleinen Schnitten, Abschürfungen oder rissiger Haut oder Lippen.

Er kann Juckreiz und auch Frostbeulen lindern.

Bei Ekzemen und Urtikaria kann er eine Wohltat sein.

Aufgetragen bei Fieberblasen, nimmt er sofort den lästigen Juckreiz.

Zudem kann man schmerzhafte Mundgeschwüre damit behandeln. Einfach mit einem Wattestäbchen auftragen.

Da der Friar’s Balsam auch antiseptisch wirkt wurde und wird er auch zur Behandlung von Blasen verwendet.

Die amerikanischen Soldaten sagen „Hot Shot“ dazu. Dabei stechen sie die Blase auf und lassen die Flüssigkeit ablaufen. Anschließend gibt man auf die wunde Haut den Friar’s Balsam. Man kann sich vorstellen wie das brennen muss.

Aber der Balsam schützt die Haut nicht nur durch seine Klebeeigenschaft sondern weil er auch antiseptisch wirkt.

Trägt man den Balsam auf ist er klebrig. Man muss ihn zuerst trocknen lassen. Anschließend kann man bei Bedarf einen Verband oder ein Tape auftragen. Der Balsam verhindert ein Verrutschen. Er wird also gerne zur Befestigung von Verbänden verwendet.

Weiters ist er entzündungshemmend, schleimlösend und hilft bei Prellungen.

Der Friar’s Balsam ist ein wahres Multitalent.

In meinen Kursen kommt öfters auch die Frage warum es denn „Balsam“ heißt? Da viele Menschen dies mit einer Salbe in Verbindung bringen. Dabei sollte man wissen das unter Balsam eigentlich keine Salbe sondern Balsamharz, ein pflanzliches Sekret, gemeint ist. Dieses Sekret stammt von den Balsambaumgewächsen oder anderen Balsampflanzen die es gibt. In der Regel haben diese Balsame auch einen charakteristischen Geruch. Beim hier verwendeten Benzoe Siam kommt wunder bar der Vanillegeruch durch.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Eingelegte Magnolienblüten: Gourmet Rezept für Feinschmecker

Für mein wunderbares Magnolienblüten Rezept habe ich ein paar schöne Blüten von meinem Baum geerntet. Eingelegte Magnolien ist ein etwas ausgefallenes Rezept welches durchaus in die Gourmetküche passt. Diese eingelegten Blüten erinnern an Kapern, Gurken oder ähnliches und verleihen Salaten, Antipasti oder deftigen Gerichten eine außergewöhnliche Note. Ein Muss für alle, die das Besondere lieben!

Eingelegte Magnolien Blüten Rezept ©Marlies Schneider

Du benötigst dafür nur wenige Zutaten wie

200 g Magnolienblütenblätter, abgezupft

800 ml Apfelessig

100 g Rohrzucker

etwas schwarzer Pfeffer

etwas gelbe Senfsaat

drei Kapseln Kardamom, ausgelöste Saat und im Mörser angestoßen

9 g Salz, ich habe mein Magnolienblütensalz dazu verwendet.

Mit den Gewürzen kannst du total flexibel sein. Du kannst gerne etwas anderes ausprobieren. Auch die Zugabe von Zucker kann reduziert oder erhöht werden. Was dir eben besser schmeckt.

Den Apfelessig, Zucker die Gewürze in einem Topf zum Kochen bringen. Etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Blütenblätter auszupfen und von Krabbeltieren befreien und in saubere Gläser schichten. Du kannst ruhig die Gläser voll stopfen. Anschließend gießt man den Essig über die Blüten. Nun sollte das Ganze für mindestens 2-3 Wochen ziehen.

Die Magnolien kannst du wunderbar zu Sushi servieren statt eingelegtem Ingwer. Oder überall dort wo eine süß-saure Note dazu passt.

Ich habe viele weitere Ideen mit Magnolienblüten für dich

Magnolienblüten-Pesto: Ein Pesto aus den Blüten, für das du 120 g Blütenblätter benötigst.

Magnolien-Oxymel: Ein Rezept, das die Kraft der Magnolienblüten mit Honig und Essig verbindet.

Magnolien-Essig: Ein aromatischer Essig, der die feinen Aromen der Magnolienblüten einfängt.

Magnolien-Salz: Ein Gewürzsalz, das mit den Aromen der Magnolienblüten verfeinert ist.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Löwenzahnblüten Cookies

Ich wünsche euch frohe Ostern mit einem schönen Cookie Rezept.

Für die Löwenzahnblüten Cookies benötigst du folgende Zutaten:

255 g Mehl

115 g Zucker

115 g Butter

1 großes Ei

1 Tl Weinsteinbackpulver

240 ml Löwenzahnblüten ohne Blütenkorb

Essbare Blüten wie Gänseblümchen, Ehrenpreis, Rosmarin, Gundermann, Veilchen, Stiefmütterchen, Günsel, Schlüsselblumen und Lungenkraut.

Ein paar Veilchenblüten auf die Seite legen ca. 1 – 2 El

Zucker für das Topping

ca. 1 El Vanillezucker, selbstgemacht

Ich habe einfach an Blüten genommen was ich gerade so im Garten hatte.

Zuerst sammelt man die Blüten. Du kannst die Löwenzahnblüten auch auszupfen oder so wie ich den Blütenboden wegschneiden. So kann man dann die grüne Korbhülle gut entfernen.

Die Blüten für die Dekoration habe ich mit einem Nudelholz ein bisschen platt gedrückt.

Die Zutaten für die Kekse samt den Löwenzahnblüten werden vermixt. Dabei entsteht ein Teig der sich mit einem Nudelholz gut auswalken lässt. Ich habe das direkt auf einem Backpapier gemacht. Dann mit einem runden Ausstecher die Formen ausstechen.

Nun kannst du die Blüten auflegen und mit einem Nudelholz etwas in den Teig drücken.

Die Kekse werden bei 180 °C im Ofen für ca. 18 Minuten gebacken. Sie sollten nur ganz leicht golden aber nicht dunkel werden.

Die übrigen Veilchenblüten ca. 1-2 El mit etwas Zucker und dem Vanillezucker verreiben und etwas trocknen lassen.

Wenn die Kekse fertig sind aus dem Ofen nehmen und gleich mit dem vorbereiteten Veilchen-Vanillezucker bestreuen. Ich habe davon einfach etwas in ein Sieb gegeben und über die Kekse gestreut.

Die Kekse nun auskühlen lassen und schön verpacken.

Die Kekse kannst du wunderbar mit Kindern herstellen. So lernen sie gleich ein paar essbare Blüten kennen und das dekorieren macht auch Spaß.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN nach Ignaz Schlifni und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Rezept für Holunder-Fire-Cider-Gummibärchen: Natürlich gesund & lecker

Ein natürlicher Immunbooster Holunder-Fire-Cider-Gummibärchen sind mehr als nur eine Leckerei. Sie sind ein kraftvoller Immunbooster, der sich ideal zur Vorbeugung und Linderung von Erkältungssymptomen eignet. Dank der heilenden Eigenschaften von Holunder und Fire-Cider können diese Gummibärchen dazu beitragen, dein Immunsystem zu stärken und Erkältungen fernzuhalten.

Holunder – Fire Cider – Gummibärchen Rezept ©Marlies Schneider

Was ist Holunder?

Holunder ist eine Pflanze, die seit Jahrhunderten für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt ist. Die Beeren und Blüten der Pflanze werden häufig in der traditionellen Medizin verwendet. Sie helfen, eine Vielzahl von Beschwerden zu behandeln. Dazu gehören Erkältungen und Grippe. Holunderbeeren sind reich an Vitaminen. Sie enthalten Antioxidantien, die das Immunsystem stärken können. Diese Nährstoffe erhöhen die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten.

Was ist Fire-Cider?

Fire-Cider ist ein traditionelles Hausmittel, das aus verschiedenen Zutaten wie Apfelessig, Honig, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Cayennepfeffer hergestellt wird. Es ist bekannt für seine stärkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften, die bei der Behandlung von Erkältungssymptomen helfen können. Fire-Cider kann das Immunsystem stärken, den Stoffwechsel ankurbeln und Erkältungssymptome lindern.

Hier geht es zum Rezept: Fire Cider

Erfahre alles über die: Vorzüge von Fire Cider

Warum Holunder-Fire-Cider-Gummibärchen?

Nun, warum sollten wir Holunder und Fire-Cider in Form von Gummibärchen konsumieren? Die Antwort ist einfach. Gummibärchen sind eine spaßige und leckere Art, diese potenten Immunbooster zu genießen. Sie sind leicht zu essen, praktisch für unterwegs und können von Menschen jeden Alters genossen werden.

Rezept

100 ml Holunderbeeren Sirup, selbstgemacht

60 ml Fire Cider

2 tl Honig

1/2 Orange Saft

1 tl Agar Agar

Sirup, Fire Cider, Orangensaft und Honig in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Dann Agar Agar einrühren und stetig rühren.

Ca. 6-7 Minuten köcheln lassen damit sich das Agar Agar aktiviert.

Den Topf auf die Seite ziehen und ca. 5 Minuten rasten lassen. Dann die Masse mit Hilfe einer Pipette in Formen füllen. Erstarren und abkühlen lassen. Die Gummibärchen sind sofort verzehrfertig.

Achtung: obwohl Gummibärchen aus Agar Agar eine recht kurze Haltbarkeit aufweisen, sind diese aus Fire Cider unglaublich stabil. Sie haben sich für eine Woche ohne Probleme selbstkonserviert.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN nach Ignaz Schlifni und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Elderberry-Fire-Cider Gummies

A Natural Immune Booster Elderberry Fire Cider Gummy Bears are more than just a treat. They are a powerful immune booster that is ideal for preventing and relieving cold symptoms. Thanks to the healing properties of elderberry and fire cider, these gummies can help boost your immune system and keep colds away.

What is elderberry?

Elderberry is a plant that has been known for its medicinal properties for centuries. The plant’s berries and flowers are often used in traditional medicine to treat a variety of ailments, including colds and flu. Elderberries are rich in vitamins and antioxidants, which can help strengthen the immune system and increase the body’s resistance to disease.

What is Fire Cider?

Fire Cider is a traditional home remedy made from various ingredients such as apple cider vinegar, honey, onions, garlic, ginger and cayenne pepper. It is known for its restorative and anti-inflammatory properties, which can help treat cold symptoms. Fire cider can strengthen the immune system, boost metabolism and relieve cold symptoms.

Why Elderberry Fire Cider Gummy Bears?

Now, why should we consume elderberry and fire cider in the form of gummy bears? The answer is simple. Gummy bears are a fun and delicious way to enjoy these potent immune boosters. They’re easy to eat, convenient to take on the go, and can be enjoyed by people of all ages.

Recipe

100 ml elderberry syrup, homemade

60ml Fire Cider

2 tsp honey

1/2 orange juice

1 tsp agar agar

Heat syrup, fire cider, orange juice and honey in a saucepan over medium heat. Then stir in agar agar and stir constantly.

Simmer for about 6-7 minutes so that the agar agar activates.

Pull the pot to the side and let it rest for about 5 minutes. Then fill the mixture into molds using a pipette. Allow to solidify and cool. The gummy bears are ready to eat immediately.

Attention: They only last for about 3 days and only cover the bowl or dish in which you store them with a kitchen paper towel.

Frohe Weihnachten!

Jedes Jahr sorge ich dafür möglichst stressfrei durch den Advent zu kommen. Es gelingt mir sehr gut. Es ist meist nur eine Sache der Organisation. Ich hoffe auch du hattest eine gute Adventszeit und genießt jetzt die Feiertage mit deinen Lieben.

Ich wünsch dir bezaubernde Festtage!

Ich genieße die freie Zeit und freue mich schon auf meine Kräuterkurse!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Copal blanco: Der Duft des heiligen Harzes

Copal blanco oder auch Copal amargo, auch bekannt als Bursera bipinnata, ist eine Harzart, die zur Familie der Burseraceae gehört. Es handelt sich dabei um eine mesoamerikanische Baumart, die hauptsächlich in Mexiko und Mittelamerika heimisch ist. Bei Bursera bipinnata handelt es sich um eine von zwei Arten, die die Bezeichnung Copal tragen. Oftmals wird der Name Copal oder Kopal als Sammelbegriff verschiedener Baumharze unterschiedlicher Herkunft verwendet.

Seine Herkunft reicht bis in die Zeit der Azteken zurück, die es als heiliges Harz verehrten. Es wurde sogar dem Gott Quetzalcoatl gewidmet. Copal blanco zeichnet sich durch seine besonderen Merkmale aus und wird für verschiedene Zwecke verwendet. Copalli stammt aus der Aztekensprache, was so viel wie Harz bedeutet. Allerdings steht es auch in dieser Sprache für Weihrauch. Man spricht im englischen Raum noch heute von Copale oder Animé. Kopal hat in Mexiko den selben Stellenwert wie bei uns der Weihrauch.

Ein Bild von Copal blanco, einem zähflüssigen Harz mit einer klaren, glänzenden Oberfläche. Das Harz ist in einer natürlichen Form abgebildet und liegt auf einem gestreiften Hintergrund. Neben dem Hauptstück befindet sich ein kleinerer Teil des Harzes. Ein minimalistischer Text beschreibt die Verwendung und Inhaltsstoffe von Copal blanco.
Copal blanco – Bursera bipinnata Harz, Elemi oder Pom ©Marlies Schneider

Herstellung und Inhaltsstoffe

Die Herstellung von Copal blanco ist recht einfach. Das Harz wird aus dem Stamm unteranderem von Bursera bipinnata gewonnen. Es handelt sich um ein zähflüssiges, klebriges Harz, das bei Kontakt mit der Luft aushärtet. Da es weich ist wird es mit einem Spatel auf Agavenblätter abgesammelt. Da es am Stamm runter rinnt muss es ständig abgesammelt werden.

Die Inhaltsstoffe von Copal blanco sind vielfältig und umfassen ätherische Öle, Terpene und andere flüchtige Verbindungen. Analysen haben unterschiedliche Ergebnisse geliefert. So ist es gar nicht einfach genaue Inhaltsstoffe aufzuzeigen. Es hat sich gezeigt, dass frische Harze wegen ihrer flüchtigen Terpene und Alkane, einen eher Pinien-Zitronen-Geruch aufweisen. Während bei älteren Exemplare ein anderer Geruch präsent ist. Zudem ist Copal einfach ein spanische Bezeichnung für aromatische Harze die ganz unterschiedlicher Pflanzengattungen entnommen wurde. Unter diesem Begriff finden wir Gattungen wie Protium und Pinus genauso und einige Fabaceae Arten. Manchmal werden aber Harze von Bursera auch Elemi genannt. Aber auch der Begriff Pom gibt es dafür.

Bei Kopalen können wie bei Bernstein Einschlüsse von kleinen Insekten oder auch Pflanzenmaterialien vorkommen. (ncbi.nlm.nih.gov)

Löslichkeit und Verwendung

Copal blanco ist in Alkohol und fettem Öl löslich. In Wasser ist es nicht löslich. Es wird zu den Oleoresinen gezählt. Allerdings gibt es manche Copals die gumminöse Fraktionen aufweisen. Diese wären wiederum wasserlöslich. Das kann bei bestimmten Tränenformen vorkommen.

Dies ermöglicht eine breite Palette von Verwendungszwecken. Copal blanco wird auch in der Parfümherstellung, in der Medizin und in der spirituellen Praxis eingesetzt. Er wurde von den Hochkulturen für verschiedenste Erkrankungen genutzt wie Husten, Erkältungskrankheiten sowie Durchfallerkrankungen. Er wurde auch zur Lebensmittelkonservierung verwendet.

Die Mayas verwendeten Copal auch zur Herstellung von Farben. Ähnlich wie die Maori in Neuseeland.

Noch heute kann es vorkommen das Copal in hochwertigen Lackfarben vorkommt. Umso härter ein Copal ist umso wertvoller ist er. Copal wurde und wird auch in der Parfümerie verwendet. (cameo.mfa.org)

Kurzantwort

  • Copal ist überwiegend ein diterpenes Oleoresin (kein Gummiharz).
  • Lösungsmittel: Am effektivsten sind Ethanol, gefolgt von Isopropanol, Ethylacetat, Aceton, Chloroform, und Turpentinöl, gern erhitzt. Unpolare: weniger geeignet.
  • Wärme und Alterung verbessern deutlich die Löslichkeit.
  • Alle Aussagen sind aus wissenschaftlicher Literatur & Datenbanken entnommen – ideal für weiterführende Labortests oder Anwendungslösungen.

Räuchern

Die indigenen Hochkulturen von Mittel-, bzw. Südamerika haben Copal verräuchert für Opferzeremonien und religiösen Ritualen. Er wurde auch für Reinigungsrituale verwendet.

Zudem wird er in Tempeln und Kirchen wie Weihrauch verwendet. Er unterstützt das Nervensystem und tut dem Geist gut. Er wird heute noch beim traditionellen Totenfest verwendet. Er hat eine entkrampfende, schleimlösende Wirkung. Es lässt sich auch definitive mystische Verbindung aufbauen und unterstützt die Spiritualität.

Der Duft ist etwas pfeffrig aber doch balsamisch und etwas prickelnd mit einem Hauch würze.

Ein Stück Copal blanco auf einem dekorativen Teller, das Harz hat eine leicht transparente, gelbliche Farbe mit kleinen Einschlüsse.
Copal blanco – Bursera bipinnata Harz, Elemi oder Pom ©Marlies Schneider

Artenschutz

Aufgrund seiner Beliebtheit ist Copal blanco von einer Übernutzung bedroht. Um den Bestand zu schützen, wurden Maßnahmen ergriffen, um den Handel zu kontrollieren und nachhaltige Erntepraktiken zu fördern. Es ist wichtig, dass die Herstellung und der Handel mit Copal blanco verantwortungsbewusst und unter Berücksichtigung des Artenschutzes erfolgen.

Insgesamt ist Copal blanco ein faszinierendes Harz mit einer reichen Geschichte und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Seine einzigartigen Merkmale und der angenehme Duft machen es zu einem beliebten Produkt in verschiedenen Branchen. Durch eine nachhaltige Nutzung können wir sicherstellen, dass Copal blanco auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Grasbaum-Harz

Herkunft und Merkmale

Das Grasbaumharz – Xanthorrhoea spp, auch bekannt als Yakka, oder Gum Acaroid, stammt aus der Familie der Asphodelaceae und hat seine Ursprünge in Australien. Die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, haben es seit Jahrhunderten als wichtigen Bestandteil ihrer Kultur und Tradition genutzt.

Xanthorrhoea spp. ist eine Pflanzengattung mit mehreren Arten von grasartigen Bäumen oder Sträuchern. Sie sind für ihre langen, schmalen Blätter und ihre auffälligen Blütenstände bekannt. Diese Pflanzen sind an das australische Klima angepasst und können extremen Bedingungen wie Dürre und Buschbränden standhalten. Bei der immergrünen Art enthalten die Pflanzenteile ein gelbes, rotes oder bräunliches Harz. Sie wachsen oft als Unterwuchs australischer Eucalyptuswälder. Eine Eigenschaft ist, dass sie Buschbrände oft unversehrt überstehen können. Dies ist sogar für die Bäume notwendig, denn andere Arten werden zu mineralischen Nährstoffen verbrannt, was diesen Bäumen zu gute kommt.

Herstellung

Das Harz wird von den Stämmen durch natürliches ausschwitzen gewonnen. Je nach Art ist das Harz gelb, rötlich oder braun. Das teuerste und seltenste Harz ist gelblich und stammt aus Xanthorrhoea resinosa. Das rote Harz wird wiederum gerne als „Red Gum“ bezeichnet welches nicht mit „Kino“ verwechselt werden darf, das von anderen Pflanzen stammt und ebenso bezeichnet wird.

Inhaltsstoffe

Grasbaumharz enthält verschiedene Inhaltsstoffe wie Cyanidin, Flavonole, Kaempferol, Quercetin und in manchen Arten befindet sich noch Proanthocyanidine. Diese Verbindungen verleihen dem Harz seine aromatischen und medizinischen Eigenschaften. Durch Gerbstoffe und Pikrinsäure erhält das Harz auch seine rote Farbe. Bei einem niederen Gerbstoffgehalt ist das Harz gelb.

Löslichkeit

Grasbaumharz ist in Wasser unlöslich, löst sich jedoch gut in Alkohol und färbt die Tinktur rot. Achtung das gelbe Harz des Grasbaumes ist in Alkohol weniger gut löslich als das rote Harz.

Verwendung

Für die Aborigines wurde es als Klebstoff verwendet. Da das Harz wasserdicht ist wurde es auch zur Abdichtung verschiedener Gegenstände wie Wasserbehälter oder Blasinstrumente verwendet. Es wurde für die Herstellung von Speeren und Axtköpfen eingesetzt. Das Harz wurde bei den Eingeborenen auch für religiöse Zwecke verwendet. Weiters lieferte der Baum Grundnahrungsmittel wie Nahrung, Fasern und Materialien die für die Herstellung diverser Gegenstände dienten. (anpsa.org.au) Aus den Blüten des Grasbaumes gewinnen die Aborigines ein süßes Getränk. Auch galt der Grasbaum mit seinen Blüten als Anzeiger für die Himmelsrichtung.

Das Harz wurde zu Siegellacke oder für Harzseifen verwendet. Zudem fand es sich als Brennstoff in der Pyrotechnik wieder. Man hat eine Politur für diverse Metallgegenstände daraus hergestellt. Weiters wurde es in der Parfümerie eingesetzt.

Räuchern

Das Aroma ist sehr schwer zu beschreiben. Ich finde es etwas säuerlich, eventuell sogar etwas abgestanden aber auch irgendwie süßlich. Es erinnert eventuelle an Drachenblut ist aber nicht so extrem stark. Es inspiriert uns beim Verräuchern die notwendigen Schritte einzuleiten um Mut für Wünsche zu schaffen und diese Unternehmungen in die Tat umzusetzen. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Harz in Australien in deren Kirchen wie Weihrauch verräuchert.

Fazit

Grasbaumharz, auch bekannt als Xanthorrhoea spp., ist ein faszinierendes Produkt mit einer reichen Geschichte und vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Seine Herkunft aus Australien und seine Bedeutung für die Aborigines machen es zu einem wichtigen kulturellen Element. Mit seinen aromatischen Eigenschaften und medizinischen Vorteilen hat es auch in der modernen Welt seinen Platz gefunden. Allerdings wurde durch die Aberntung, von Nicht-Aborigines in den 1920er Jahren, der Baumbestand stark dezimiert und viele Bäume stark beschädigt. Auch durch die Ausbeutung von Landbesitzern, welche Bäume zum Verkauf anboten, um daraus Kapital zu schlagen, sind nicht mehr viele davon übriggeblieben. Eine Wiederaufforstung der Grasbäume gestaltet sich sehr schwer, denn die Pflanzen wachsen extrem langsam.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Menthol-Kristalle ein faszinierendes Produkt

Herkunft und Eigenschaften

Menthol Kristalle sind ein beliebtes Produkt, das hauptsächlich aus der japanischen Minze, Mentha arvensis var. piperascens, gewonnen wird. Die Ackerminze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in vielen Regionen der Welt verbreitet. Die Kristalle enthalten den Wirkstoff Menthol, der für seinen erfrischenden und kühlenden Effekt bekannt ist. In Japan wird seit dem 17. Jahrhundert ein Minzöl aus Mentha arvensis gewonnen. Der Hauptbestandteil dieser Pflanze ist bis zu 90% Menthol. Wir finden Menthol aber noch in weiteren Gattungen der Mentha wieder.

Das linksdrehende Menthol wird aus den Blättern der Ackerminze extrahiert und anschließend gereinigt, um die Kristalle zu erhalten. Die Herstellung erfolgt in spezialisierten Produktionsstätten, die hohe Qualitätsstandards einhalten.

Merkmale und Inhaltsstoffe

Menthol Kristalle haben eine klare, kristalline Struktur und eine charakteristische minzige Note. Sie sind sehr leicht löslich in Alkohol, Petrolether, fetten Ölen, jedoch nur schwer löslich in Wasser und Glycerol. Die hohe Löslichkeit in Alkohol macht sie zu einer idealen Zutat für die Herstellung von Parfüms, Cremes und anderen kosmetischen Produkten. Bei Menthol handelt es sich um ein Monoterpene.

Der Hauptinhaltsstoff von Menthol Kristallen ist natürliches Menthol, das je nach Reinheit einen Gehalt von bis zu 99,9% haben kann. Weitere Bestandteile sind geringe Mengen an ätherischen Ölen und anderen natürlichen Substanzen, die der Ackerminze eigen sind. Jährlich werden bis zu 19.000 Tonnen Menthol hergestellt. 2/3 davon sind pflanzlichen Ursprungs.

Herstellung und Verwendung

Die Herstellung von Menthol Kristallen erfolgt durch Extraktion und Destillation der Ackerminze. Nachdem das ätherische Öl gewonnen wurde, wird es gekühlt und kristallisiert, um die reinen Menthol Kristalle zu isolieren.

Menthol Kristalle finden in verschiedenen Bereichen Anwendung. In der Kosmetikindustrie werden sie zur Herstellung von Lippenbalsam, Zahnpasta und Körperpflegeprodukten verwendet. Ihre kühlende Wirkung sorgt für ein angenehmes Frischegefühl auf der Haut. Es wird weiters in Haarwässern, Süßwaren, Likören usw. verwendet.

In Salben kann der Gehalt bis zu 6% betragen, je nach dem welche Wirkung die Salbe haben soll. Sie dienen unteranderem als Einreibemittel bei Verbrennungen, Entzündungen, Hautproblemen oder auch bei Stichen und Juckreiz. Achtung die üblichen Konzentrationen liegen bei ca. 1%. Höhere Konzentrationen könne ein wärmendes oder sogar brennendes Gefühl verursachen. Weiters ist es schmerzstillend und kann bei Sportverletzungen eingesetzt werden. Es erzeugt ein kühlendes Gefühl, beeinflusst aber nicht die Körpertemperatur. Es befreit die Atemwege, erfrischt und fördert die Konzentration. Imker setzen gerne Menthol gegen einen vorhandenen Milbenbefall ein. (wikipedia.org)

Räuchern

Darüber hinaus werden Menthol Kristalle auch zum Räuchern eingesetzt. Menthol riecht frisch und minzig. Klärt sofort die Raumluft und befreit eine verstopfte Nase in Sekunden. Die gesamte Raumluft wird desinfiziert und neutralisiert. Es verdampft beim Erhitzen extrem schnell und man benötigt nur eine winzige Menge davon.

Achtung

Wenige Mengen von Menthol können zu Herzrhythmusstörungen führen. Kinder unter 6 Jahren könne Atemnot bis zum Atemstillstand. Weiters kann Menthol zu starken Augenreizungen führen. Auch in der Schwangerschaft oder Stillzeit erfordert es ein Gespräch mit dem Arzt ob ein mentholhaltiges Produkt verwendet werden darf. Zudem sollte man bei schwachen oder älteren Personen aufpassen, da Menthol Probleme verursachen kann. (pharmawiki.ch)

Fazit

Menthol Kristalle sind vielseitige und hochwertige Produkte, die aus der Ackerminze gewonnen werden. Sie überzeugen durch ihre erfrischenden Eigenschaften und ihre breite Anwendungspalette in der Kosmetikindustrie sowie beim Räuchern. Durch ihre hohe Qualität und Reinheit sind sie ein beliebter Bestandteil zahlreicher Produkte. Probiere Menthol Kristalle aus und erlebe die kühlende Frische selbst!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Saldhop oder Sal-Harz ein wertvolles Naturprodukt

Herkunft und Merkmale

Sal Harz, auch bekannt als Saldhop oder Raal, stammt von dem Baum Shorea robusta aus der Familie der Dipterocarpaceae. Ursprünglich in den tropischen Regionen Asiens beheimatet wie Tibet, Indien und Nepal, ist dieser Baum aufgrund seiner ökologischen Bedeutung und seines wertvollen Harzes sehr geschätzt.

Der Shorea robusta, auch Salbaum genannt, zeichnet sich durch seine stattliche Größe und sein dichtes Laubwerk aus. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 25-30 Metern und einem Stammdurchmesser von bis zu 2 Metern gilt er als einer der imposantesten Bäume in den tropischen Wäldern. Die Blätter des Salbaums sind glänzend grün und haben eine lederartige Textur. Shorea robusta ist bekannt für sein Samenöl welches zu vielfältigen Anwendungen in der Lebensmittel und auch Non-Food-Industrie verwendet wird.

Harzgewinnung und Inhaltsstoffe

Die Harzgewinnung aus dem Salbaum ist eine traditionelle Praxis, die seit Generationen von den Einheimischen durchgeführt wird. Der Baum wird angeritzt, um den Harzfluss anzuregen. Das Harz sammelt sich in speziellen Behältern, die am Baum befestigt sind. Nachdem es gesammelt wurde, wird das Harz gereinigt und weiterverarbeitet.

Das Sal Harz enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die es zu einem wertvollen Naturprodukt machen. Es besteht hauptsächlich aus ätherischen Ölen, Terpenen und Harzsäuren. Diese Substanzen verleihen dem Harz seine klebrige Konsistenz, seinen angenehmen Duft und seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten.

Löslichkeit und Verwendung

Sal Harz ist in Wasser unlöslich, löst sich jedoch gut in Alkohol, Ölen und Lösungsmitteln auf. Diese Eigenschaft macht es zu einem beliebten Inhaltsstoff in der Parfümherstellung, der Kosmetikindustrie und der traditionellen Medizin.

In der Volksheilkunde wird Sal Harz aufgrund seiner entzündungshemmenden und antiseptischen Eigenschaften geschätzt. Es wird oft zur Behandlung von Hauterkrankungen, Muskelschmerzen und Atemwegsbeschwerden verwendet. Darüber hinaus wird es auch zur Förderung der Wundheilung und Linderung von Gelenkschmerzen eingesetzt. Stammesangehörige verwendeten das Harz auch zur Behandlung infizierter Wunden aber auch bei Verbrennungen.

In Studien wurden Versuche zur Wundbehandlung mit Shorea robusta Harz und Leinsamenöl untersucht. Diese zeigten eindeutig bessere Wundkontraktionen und eine erhöhte Kollagenbildung sowie eine bessere Hautbruchfestigkeit im Vergleich zur Kontrollgruppe. Das mach das Harz für Anti-Aging Produkte sehr reizvoll. (scienc.gov 2014)

Brauchtum und Räuchern

Sal Harz spielt auch eine bedeutende Rolle im Brauchtum vieler Kulturen. Es wird im Himalayagebiet von Schamanen und Heilern zu verschiedenen Anlässen verräuchert. Es gilt dort als tibetischer Weihrauch. Zudem wird er in vielen Klöstern bei Festlichkeiten oder religiösen Anlässen verräuchert. Das Harz wirkt auf spirituelle und mystischer Ebene und fördert eine Hellsichtigkeit. Es schmilzt beim Erhitzen sehr gut. Die Geschichte erzählt das Königin Maya ihren Sohn Siddharta (Buddha) unter einem Salbaum zur Welt gebracht haben soll. Weiters erzählt die Sage, dass Buddha selbst unter einem Salbaum verstorben sei. Auch Skulpturen aus dem Mittelalter zeigen Baumnymphen die sich an einem Ast eines Salbaumes festhalten. (wikipedia.org)

Die traditionelle Räucherung mit Sal Harz erzeugt einen angenehmen Duft, der eine beruhigende Atmosphäre schafft. Es ist balsamisch-frisch mit einer feinen Note. Es ist auch bekannt für seine meditative Wirkung und wird daher oft bei Yoga- oder Meditationspraktiken eingesetzt.

Weiters wird das Harz zum Abdichten von Planken verwendet.

Artenschutz und nachhaltige Nutzung

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Sal Harz sind die Bestände des Salbaums gefährdet. Um den Artenschutz zu gewährleisten und eine nachhaltige Nutzung zu fördern, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Zum Schutz des Salbaums und seines Harzes werden Aufforstungsprogramme durchgeführt und der Handel mit nachhaltig gewonnenem Harz gefördert. Darüber hinaus wird die Bevölkerung über die Bedeutung des Artenschutzes informiert und alternative Einkommensquellen entwickelt, um den Druck auf die natürlichen Bestände zu verringern.

Insgesamt ist Sal Harz ein wertvolles Naturprodukt mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Es trägt nicht nur zur lokalen Wirtschaft bei, sondern bietet auch zahlreiche gesundheitliche und spirituelle Vorteile. Durch eine verantwortungsvolle Nutzung und den Schutz des Salbaums können wir sicherstellen, dass dieses kostbare Naturprodukt auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Sagapenum Harz

Herkunft und Merkmale

Sagapenum Harz, auch bekannt als Ferula persica die persische Asafoetida, gehört zur Familie der Apiaceae. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus dem Iran sowie dem Kaukasus und ist dort heimisch. Sie zeichnet sich durch ihre charakteristischen Merkmale aus, die sie von anderen Pflanzenarten unterscheiden. Eine weitere Art ist Ferula latisecta. Dabei handelt es sich um Doldenblütler mit ausgeprägtem Aroma. Im Iran sind 30 Gattungen Ferula erfasst worden. Einige dieser Gattungen werden für in der traditionellen Medizin zur Behandlung von Organerkrankungen eingesetzt. Weitere Namen zu Ferula persica wären Steckenkraut oder Persischer Riesenfenchel.

Harzgewinnung und Inhaltsstoffe

Die Gewinnung von Sagapenum Harz erfolgt hautsächlich aus der Wurzel der Pflanze. Eine Methode besteht darin, den oberen Teil der Wurzel vom umgebenden Erdreich zu entfernen und eine dünne Schicht der Wurzelspitze zu entfernen. Dieser Vorgang wird alle 4 Tage innerhalb 14 Tage wiederholt. Und ein Exsudat gewonnen. Das Harz aus dem ersten Schnitt wird als Kokh verkauft und hat einen höheren Preis als die darauffolgende Ernte die als Shir verkauft wird. Dieses Harz hat eine hohe Konzentration an wertvollen Inhaltsstoffen, die für verschiedene Anwendungen genutzt werden können. Dazu gehören unter anderem ätherische Öle, Terpene und andere bioaktive Substanzen wie Sesquiterpen-Cumarine, schwefelhaltige Verbindungen, Umbelliprenin, Farnesiferole. Allerdings gibt es eine weitere Gewinnung des Harzes in dem man den Stängel anritzt und das Harz austreten lässt. (sciencedirect.com, Mohsen Varzandeh)

Löslichkeit und Verwendung

Es handelt sich um ein Oleogummi Harz. Sagapenum Harz ist daher in Wasser unlöslich, löst sich jedoch gut in Alkohol auf. Diese Eigenschaft macht es zu einem beliebten Bestandteil in der traditionellen Volksheilkunde. Es wird zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt, wie z.B. Verdauungsprobleme, Entzündungen und Atemwegserkrankungen.

Es wurde eine Vielzahl an chemischen Verbindungen gefunden. Diese wirken antibakteriell, antimykotisch, zytotoxisch, entzündungshemmend und haben eine chemopräventive Wirkung gegen Krebs. (ncbi.nlm.nih.gov)

Brauchtum und Volksheilkunde

In einigen Kulturen hat Sagapenum Harz eine besondere Bedeutung im Brauchtum. Die Pflanze wurde für verschiedene Beschwerden verwendet wie Rheuma, Diabetes, Rückenschmerzen. Weiters wird es gerne für Parfums verwendet. In Lebensmitteln wird es als Gewürz eingesetzt. In kleinen Mengen gegessen hat es eine erwärmende Wirkung. Es ist blähungswidrig und leicht abführend. Es wird auch gerne bei Gicht oder Gelenkschmerzen verwendet. Empfohlen wird 0,5-3 g in etwas Honig eingenommen, um die sexuelle Kraft zu unterstützen. Weiters wird ihm nachgesagt, wenn man 6 Tränen isst, soll es gegen eine Nierenentzündung wirksam sein. Es wird diesem Harz also eine Vielzahl an Wirkungen nachgesagt. (aspfood.com)

Räuchern

Es wird beispielsweise beim Räuchern verwendet, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und negative Energien abzuwehren. Das Aroma des Harzes gilt beruhigend und erfrischend aber der Geruch ist eher scharf und würzig. Es macht also Sinn dieses Harz mit anderen Hölzern und Kräutern zu mischen. Das Harz wird in kleinen Mengen verwendet, damit es nicht zu dominant erscheint. Es ist hilfreich in Räuchermischungen die bei Angstgefühlen oder bei Kummer helfen sollen. Die Nerven kommen zur Ruhe und Stressgefühle lösen sich auf.

Fazit

Insgesamt ist Sagapenum Harz eine faszinierende Pflanze mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Ihre Herkunft aus dem Iran, ihre einzigartigen Merkmale und ihre Bedeutung in der Volksheilkunde machen sie zu einem interessanten Forschungsobjekt. Der Artenschutz spielt dabei eine entscheidende Rolle, um die Zukunft dieser Pflanze zu sichern und ihre nachhaltige Nutzung zu gewährleisten.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Copaivabalsamharz

Copaifera reticulata

Copaivabalsamharz, auch als Räucherharz bekannt, stammt von der Pflanze Copaifera reticulata aus der Familie der Fabaceae. Dieser Baum ist in den tropischen Regionen Südamerikas beheimatet und wird wegen seines Harzes geschätzt. Er erreicht eine Wuchshöhe von ca. 19 Meter. Das Harz wird seit vielen Jahrhunderten in der Volksheilkunde verwendet und hat auch im Brauchtum eine wichtige Rolle gespielt.

Herkunft und Merkmale

Copaifera reticulata ist ein immergrüner Baum, der eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen kann. Er zeichnet sich durch seine auffällige Rinde und sein dunkelgrünes Laub aus. Die Blüten sind klein und unscheinbar, jedoch entwickeln sich aus ihnen eine einsamige Hülsenfrucht. Die ursprüngliche Heimat ist Südamerika, Mittelamerika und Afrika.

Harzgewinnung

Die Gewinnung des Copaivabalsamharzes oder Kopaivabalsam auch Jerusalembalsam oder Copaiba-Öl genannt, erfolgt durch Anbohren des Baumstamms oder der Äste. Das Harz tritt aus den Wunden aus und wird gesammelt. Diese Methode schadet dem Baum nicht und ermöglicht eine nachhaltige Nutzung des Harzes. Erhärtet dieses Harz entsteht rezenter Kopal. Der südamerikanische Balsam galt als wertvoller für medizinische Zwecke. Der westindische Balsam wurde aufgrund seiner trüben und dicken Konsistenz eher für technische Zwecke verwendet. Die Echtheit ließ sich gut durch das Mikroskop erkennen. Das Harz auf dem Bild stammt aus Brasilien. Direkt aus dem Amazonasgebiet von einem Projekt zur Erhaltung des Regenwaldes.

Inhaltsstoffe und Löslichkeit

Das Copaivabalsamharz enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, darunter ätherische Öle, Terpene und Harzsäuren wie Kopaivasäure. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung ist das Harz wasserunlöslich, jedoch gut in Alkohol und anderen organischen Lösungsmitteln löslich. Es handelt sich dabei also um ein Oleoresin. Die Farbe des Harzes kann von hellgold bis dunkelbraun sein. Kopaivasäure wurde einst medizinisch verwendet und zeichnete sich durch ein weißes, kristallines Pulver aus.

Volksheilkunde und Brauchtum

Im Amazonasgebiet wird Copaivabalsamharz aufgrund seiner entzündungshemmenden und antiseptischen Eigenschaften geschätzt. Es wird zur Behandlung von Hauterkrankungen, Wunden, Entzündungen und Atemwegsbeschwerden eingesetzt oder durch topische Auflagen bei Gelenksbeschwerden verwendet. Auch im spirituellen Bereich hat das Harz eine lange Tradition. Es wird beim Räuchern verwendet, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und negative Energien zu vertreiben.

Aroma und Duft

Copaivabalsamharz besitzt einen angenehmen, leicht süßlichen Duft. Beim Räuchern entfaltet es sein volles Aroma und verströmt einen warmen, holzigen Geruch. Der Duft wird als beruhigend und harmonisierend beschrieben und kann beim Meditieren oder Entspannen unterstützen.

Räuchern mit Copaivabalsamharz

Da der Balsam sirupartig ist, ist es möglich, das Harz mit anderen Räucherstoffen zu mischen, um individuelle Duftkompositionen zu kreieren. Es lässt sich also sehr gut in Räuchermischungen einarbeiten. Der Duft ist etwas holzig, balsamisch mit einem Hauch von Vanille. Es ist ideal als Fixateur in Mischungen zu verwenden.

Artenschutz

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Copaiva ist es wichtig, auf den Artenschutz zu achten. Einige Arten sind aufgrund der starken Abholzung gefährdet. Eine nachhaltige Harzgewinnung und der Schutz der Bäume sind notwendig, um die Zukunft dieser wertvollen Ressource zu sichern. Es ist wichtig, nur Harz von vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen, die sich für den Erhalt der Bäume und ihrer natürlichen Lebensräume einsetzen.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Aloe – Harz Sokotra

Einleitung

Das Harz der Aloe perriy ist eine Rarität, gewonnen aus Aloe perriy oder Aloe soccotrina und gehört zur Familie der Affodillgewächse. In diesem Artikel werden wir uns mit ihrer Herkunft, Botanik, Gewinnung des Harzes, Inhaltsstoffen, Löslichkeit, Volksheilkunde, Brauchtum, Aroma, Duft, Räuchern, Rezepten und Verwendung befassen.

Herkunft und Botanik

Die Aloe perriy stammt ursprünglich von der Insel Sokotra im Indischen Ozean. Sie gehört zur Gattung der Aloen und zeichnet sich durch ihre einzigartige Erscheinung aus. Ihre langen, dicken Blätter sind von einem gräulichen Grün und besitzen an den Rändern kleine Stacheln. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen und blüht mit gelben Blüten. Die Insel gilt als eines der letzten Paradiese auf Erden und beherbergt eine Vielzahl einzigartiger Pflanzenarten. Die Aloe ist eine davon. Sie wächst in den trockenen und felsigen Gebieten der Insel und hat sich im Laufe der Zeit an die extremen Bedingungen angepasst.

Gewinnung des Harzes

Das Harz der Aloe perriy wird durch Einschnitte in die Blätter gewonnen. Es tritt aus den Wunden aus und bildet einen klebrigen Saft, der anschließend gesammelt wird. Dieser Prozess erfordert Sorgfalt und Geschick, um das Harz in hoher Qualität zu gewinnen.

Inhaltsstoffe und Löslichkeit

Das Harz der Aloe perryi ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Es enthält unter anderem ätherische Öle, Terpene und Flavonoide. Diese Inhaltsstoffe verleihen dem Harz seine heilenden Eigenschaften. Das Harz ist löslich in Alkohol und kann zur Herstellung von Tinkturen und Salben verwendet werden.

Volksheilkunde und Brauchtum

Das Harz der Aloe perriy hat eine lange Tradition in der Volksheilkunde. Es wird für seine entzündungshemmenden, antibakteriellen und wundheilenden Eigenschaften geschätzt. In einigen Kulturen wird das Harz auch für spirituelle Zwecke genutzt, beispielsweise beim Räuchern zur Reinigung von Räumen oder zur Förderung der Meditation. Ihre Blätter enthalten ein wertvolles Gel, das für seine heilenden Eigenschaften geschätzt wird. Es wird zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Ekzemen, Verbrennungen und Wunden verwendet. Das Gel wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und feuchtigkeitsspendend. Es kann auch zur Linderung von Sonnenbrand und Insektenstichen eingesetzt werden.

Aroma und Duft

Das Harz der Aloe hat einen intensiven, aromatischen Duft. Es verströmt einen angenehmen Geruch, der als beruhigend und entspannend empfunden wird. Das Aroma des Harzes ist einzigartig und wird oft als erdig, würzig und leicht süßlich beschrieben.

Räuchern und Rezepte

Das Harz der Aloe eignet sich hervorragend zum Räuchern. Es kann alleine oder in Kombination mit anderen Räucherstoffen verwendet werden, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen oder negative Energien zu vertreiben und positive Schwingungen zu fördern. Das Räuchern mit dem Harz schafft eine beruhigende Atmosphäre und wird oft bei Meditation, Yoga und spirituellen Praktiken eingesetzt. Zudem gibt es verschiedene Rezepte, in denen das Harz als Zutat verwendet wird, beispielsweise in Salben oder Tinkturen. Das Räuchern mit dem Aloe Harz ist eine beliebte Methode, um die heilenden und energetischen Eigenschaften dieser Pflanze zu nutzen. Das Harz wird auf einer Räucherkohle oder in einem speziellen Räucherstövchen erhitzt, um den Duft freizusetzen. Der Rauch erfüllt den Raum mit einem angenehmen, erdigen Aroma und schafft eine entspannte Atmosphäre.

Mische fein gemahlenes Aloe Harz mit anderen duftenden Kräutern wie Lavendel, Sandelholz oder Weihrauch. Forme die Mischung zu Stäbchen oder Kegel und lasse sie trocknen. Anschließend können die selbstgemachten Räucherstäbchen verwenden, um einen wunderbaren Duft in deinem Zuhause zu verbreiten.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Kombination Aloe Harz mit getrockneten Blütenblättern, wie Rosen oder Kamille, sowie mit Gewürzen wie Zimt oder Nelken. Diese Mischung kann auf Kohlen gestreut werden, um einen aromatischen Rauch zu erzeugen.

Verwendung

Die Verwendungsmöglichkeiten des Harzes der Aloe sind vielfältig. Es kann zur äußerlichen Anwendung bei Hautproblemen wie Ekzemen, Schnitten oder Verbrennungen verwendet werden. Auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann das Harz hilfreich sein. Zudem findet es in der Aromatherapie Anwendung und wird zur Entspannung und Beruhigung eingesetzt.

Insgesamt ist die Aloe ein faszinierendes Gewächs mit einer langen Geschichte in der Volksheilkunde und im Brauchtum. Ihr Harz besitzt wertvolle Inhaltsstoffe und kann vielseitig genutzt werden. Ob als Räucherstoff, in Rezepten oder zur äußerlichen Anwendung – die Aloe ist eine wahre Rarität mit großem Potenzial.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Galbanum – Harz

Galbanum Harz

Herkunft und Botanik

Galbanum ist ein Harz, das aus der Pflanze Ferula gummosa gewonnen wird. Die Pflanze gehört zur Familie der Apiaceae und ist in Persien wie in Afghanistan und Iran heimisch. Das Harz wird aus den Wurzeln und dem Stamm der Pflanze extrahiert. Dabei handelt es sich um den eingetrockneten Milchsaft. Früher hatte es auch die Bezeichnungen Galbansaft oder Galbangummi. Das Harz kann in unterschiedliche Farben aufweisen. Es kann in weißen oder gelben oder durchscheinenden aber auch wachsartig-glänzenden Tränen vorkommen. Auf der Abbildung sieht man im Vordergrund Galbanharz aus Afghanistan und im Hintergrund Galbanharz aus dem Iran. Iran erntet jährlich in etwa 80 Tonnen davon.

Inhaltsstoffe und Löslichkeit

Galbanum Harz enthält verschiedene ätherische Öle, Terpene und Harzsäuren. Es ist in Alkohol, Äther und Ölen löslich. Ist das Harz sehr weich, empfiehlt sich das Einfrieren vor dem Pulverisieren. Ca. 60% des Harzes sind in Alkohol löslich. Weiters enthält es ca. 20 % Gummi und 6 % ätherisches Öl.

Volksheilkunde und Brauchtum

In der Volksheilkunde wird Galbanum Harz für seine entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften geschätzt. Man hatte daraus Pflaster zur Hautreiztherapie gemacht. Es wurde traditionell zur Behandlung von Hautkrankheiten und Sonnenbränden verwendet. Auch bei Ekzemen oder Geschwülsten wurde es eingesetzt. Sowohl innerlich als auch äußerlich. Auch bei Rheuma und Verdauungsbeschwerden wurde es verwendet. Es war Dioskurides und Plinius bekannt. Im Mittelalter hatte die Droge eine große Bedeutung. Es wurde als Mittel gegen Krämpfe oder Blähungen verwendet. Zudem soll es das Gedächtnis unterstützten. Galbanumharz wurde auch bei Frauenbeschwerden zur Behandlung eingesetzt da es menstruationsfördernde Eigenschaften besitzen soll. Darum wurde es auch als „Mutterharz“ bezeichnet.

Aroma und Duft

Galbanum Harz hat einen intensiven, grünen Duft mit erdigen und balsamischen Noten. Der Geschmack ist aber bitte und scharf.

Sein Aroma wird oft als frisch, harzig und leicht zitronig beschrieben. Galbanum Harz wird auch in einigen Kulturen bei spirituellen Räucherzeremonien eingesetzt.

Räuchern

Das Harz wird gerne als Fixativ in Räucherwerk verwendet. Es findet sich auch in Kyphi Rezepten wieder und wird bei religiösen Tempelzeremonien verwendet. Beim Räuchern verliert sich der bittere, scharfe Geruch sondern es entfaltet sich ein balsamisches einzigartiges Aroma. Es hilft Energien welche im Ungleichgewicht sind wieder in Ordnung zu bringen. Es wärmt und harmonisiert und hat eine heilende Wirkung.

Rezepte und kulinarische Verwendung

Galbanum Harz wird in der Küche als Gewürz verwendet. Es verleiht Gerichten einen einzigartigen Geschmack und Aroma. Beliebte Anwendungen sind in Marinaden, Saucen und Dressings.

Artenschutz

Aufgrund seiner Beliebtheit und begrenzten Verfügbarkeit gibt es Bestrebungen zum Schutz der Galbanum-Pflanze. Nachhaltige Erntemethoden und der Schutz des natürlichen Lebensraums sind wichtige Aspekte des Artenschutzes.

Fazit

Galbanum Harz ist ein kostbares Naturprodukt mit vielfältigen Anwendungen. Sein einzigartiges Aroma und Duft machen es zu einer beliebten Zutat sowohl in der Küche als auch in der Volksheilkunde. Der Schutz der Galbanum-Pflanze und die nachhaltige Nutzung ihrer Ressourcen sind von großer Bedeutung, um ihre langfristige Verfügbarkeit zu gewährleisten.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Manna-Harz

Herkunft

Die Fraxinus ornus, im Volksmund auch Manna-Esche, Blumen-Esche oder Schmuckesche genannt, ist ein Laubbaum, der hauptsächlich im Mittelmeerraum beheimatet ist. Sie gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und wird aufgrund ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten geschätzt. Besonders interessant ist das Harz, das von dieser Baumart produziert wird – das sogenannte Manna.

Harz und Manna

Das Harz der Fraxinus ornus ist als Manna bekannt und wird seit Jahrhunderten für verschiedene Zwecke genutzt. Es handelt sich um eine klebrige, süße Substanz, die von den Bäumen abgesondert wird. Die Produktion des Manna-Harzes erfolgt durch die Anzapfung der Stämme oder Äste der Bäume. Das Harz fließt langsam aus den Verletzungen und trocknet zu einer festen Masse aus. Um das Harz zu gewinnen müssen die Bäume ca. 10 Jahre alt sein. Hauptsächlich wurde Manna in Unteritalien geerntet. Damit der Regen die Ernte vernichtet wurden Wachen in den Eschenhainen aufgestellt.

Inhaltsstoffe und Löslichkeit von Manna


Manna enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, darunter verschiedene Zuckerarten wie Mannose und Glucose. Bis zu 90% Mannitol (Bezeichnung für den Mannose ableitenden Zuckeralkohol) kann enthalten sein und in Spuren kommt auch Fraxin vor. Es ist löslich in Wasser und bildet eine klebrige Flüssigkeit. Der eingetrocknete Saft enthält 13 % Mannit. Die Löslichkeit von Manna ist ein wichtiger Aspekt bei der Verwendung in der Volksheilkunde und anderen Anwendungen. Zur Vorbereitung von MRT-Untersuchungen des Dünndarmes kann eine Lösung mit Mannitol als negatives Kontrastmittel verwendet werden. (chemie.de) Missbräuchlich wurde Mannitol als Sprengstoff oder als Streckmittel illegaler Substanzen verwendet. (wikipedia.org)

Volksheilkunde und Brauchtum

In der Volksheilkunde wird das Manna als Heilmittel für verschiedene Beschwerden eingesetzt. Es wird beispielsweise bei Verdauungsproblemen, Husten oder als harntreibendes Mittel verwendet. Heilkundig kann wurde es als mildes Abführmittel verwendet um Beschwerden wie Darmfissuren zu lindern, da der Stuhl erweicht werden konnte. In Schwedenkräutermischungen wird Manna gerne auch hinzugemischt.

Darüber hinaus spielt Manna auch eine wichtige Rolle im Brauchtum vieler mediterraner Regionen. Es wird beispielsweise zu bestimmten Festtagen gesammelt und als Opfergabe verwendet. Ob es sich auch um das Manna aus der Bibel handelt kann nur spekuliert werden. Denn das Wort Manna findet sich im arabischen Raum bei anderen Bäumen und deren Harzen relativ oft wieder.

Räuchern, Aroma und Duft

Das Harz der Manna-Esche wird auch gerne zum Räuchern verwendet. Es verströmt einen angenehmen Duft und erzeugt eine besondere Atmosphäre. Das Aroma von Manna ist süßlich und leicht harzig. Es wird oft in der Parfüm- und Kosmetikindustrie für die Herstellung von Duftstoffen verwendet. Wenn ich den Duft beschreiben müsste, fallen mir gebrannte Mandeln ein. Es kommt regelrecht Weihnachtsstimmung auf. Da der Zucker rasch verbrennt ist eine indirekte Räucherung sicher am besten. Ideal auf der Platte, oder nach japanischer Art auf dem Micaplättchen verräuchern. Manna könnt ihr auch als Trägerstoff verwenden, wenn ihr in eurem Räucherwerk, wie Kegel, etwas ätherisches Öl hinzu geben möchtet. Es fixiert das Öl recht gut und es verflüchtigt sich nicht. Wenn das Harz verräuchert wird erinnert das Aroma auch an die Weihnachtsbäckerei. Es ist also ideal wenn man etwas festliche Stimmung erhalten möchte. Es beruhigt und macht fröhlich.

Rezepte mit Manna

Manna kann auch in der Küche Verwendung finden. Es wird beispielsweise zur Herstellung von Likören, Süßspeisen oder als Zutat für besondere Gebäcke verwendet. Die süße Note und die klebrige Konsistenz verleihen den Speisen eine einzigartige Geschmacksnote. So könnte man sich das vorstellen:

  • Mannabrot: Ein köstliches Brot, das mit Manna gesüßt wird und eine angenehme Süße und Textur bietet
  • Zutaten: Mehl, Hefe, Wasser, Salz, Manna
  • Zubereitung: Das Mehl mit Hefe, Wasser und Salz vermischen und zu einem Teig kneten. Den Teig ruhen lassen und anschließend das Manna hinzufügen. Den Teig erneut kneten und zu einem Brot formen. Im Ofen backen, bis es goldbraun ist.
  • Manna-Eis: Eine erfrischende Dessertvariation mit einer süßen Manna-Note
  • Zutaten: Sahne, Zucker, Eigelb, Manna
  • Zubereitung: Sahne, Zucker und Eigelb vermischen und erhitzen, bis eine cremige Masse entsteht. Das Manna hinzufügen und gut verrühren. Die Mischung abkühlen lassen und in einer Eismaschine zu Eis verarbeiten.

Artenschutz

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Manna und der intensiven Nutzung der Manna-Esche ist der Artenschutz dieser Baumart von großer Bedeutung. Um den Fortbestand zu sichern, sollten nachhaltige Erntemethoden angewendet und die Bestände überwacht werden. Eine bewusste Nutzung des Harzes trägt dazu bei, dass die Fraxinus ornus auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt.

Insgesamt ist die Fraxinus ornus ein faszinierender Baum mit einer vielfältigen Verwendung. Das Harz, das von diesem Baum produziert wird, findet in der Volksheilkunde, im Brauchtum, als Räucherstoff, in der Küche und in der Duftindustrie Anwendung. Der Artenschutz spielt eine wichtige Rolle, um den Fortbestand dieser besonderen Baumart zu gewährleisten.

In Österreich wächst die Manna-Esche in Kärnten. Bei uns in Vorarlberg findet man nur sehr selten einen gepflanzten Baum. Natürlich findet man ihn bei uns nicht.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Zirbelkiefer-Harz

Herkunft

Die Pinus sibirica ist in den kalten Regionen Sibiriens beheimatet. Sie wächst in den Taiga-Wäldern und ist an die extremen klimatischen Bedingungen angepasst. Die Zirbelkiefer kann eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen und bildet eine dichte, kegelförmige Krone aus. Sie ist durch ihre charakteristischen Nadeln und ihre robuste Rinde gekennzeichnet.

Harz und seine Inhaltsstoffe

Das Harz der Pinus sibirica wird aus den Rissen in der Rinde gewonnen. Es ist eine klebrige Substanz, die verschiedene Inhaltsstoffe enthält. Dazu gehören ätherische Öle, sehr viele Phytonzieden-Terpene, Harzsäuren und verschiedene andere Verbindungen. Das Harz hat eine goldgelbe Farbe und einen starken aromatischen Duft.

Löslichkeit von Harz

Das Harz der Pinus sibirica ist in verschiedenen Lösungsmitteln löslich. Es kann in Alkohol, Öl und Wasser gelöst werden. Diese Eigenschaft macht das Harz vielseitig einsetzbar und ermöglicht seine Verwendung in verschiedenen Anwendungen.

Volksheilkunde und Brauchtum in Russland

In der traditionellen Volksheilkunde Russlands spielt das Harz der Pinus sibirica eine wichtige Rolle. Es wird zur Behandlung von Erkältungen, Atemwegserkrankungen und Hautproblemen eingesetzt. Das Harz wird oft in Form von Salben, Cremes oder Tinkturen verwendet. Es hat entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften, die bei der Linderung von Beschwerden helfen können. Zudem wird das Harz als Kaugummi oder als Lutschbonbons verwendet. Weiters wird ihm eine antibiotische Wirkung nachgesagt.

Aroma und Räuchern

Das Harz der Zirbelkiefer hat auch einen hohen Stellenwert im russischen Brauchtum. Es wird zum Räuchern verwendet, um Räume zu reinigen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Der aromatische Duft des Harzes wird als beruhigend und entspannend empfunden. lt. Georg Huber (Jeomra) soll es nicht unbedingt reinigend sein, aber es soll Energien positiv strukturieren und ordnen.

Das Harz der Pinus sibirica hat einen einzigartigen Duft, der als holzig, warm und balsamisch beschrieben wird. Es hat eine beruhigende Wirkung auf die Sinne und wird oft in aromatherapeutischen Anwendungen verwendet. Das Harz kann als ätherisches Öl extrahiert werden und findet Verwendung in Duftlampen, Badezusätzen oder Massageölen.

Rezepte

Es gibt zahlreiche Rezepte, die das Harz der Pinus sibirica enthalten. Hier sind einige Beispiele:

  • Zirbelkiefer-Harz-Tinktur: Das Harz wird in Alkohol gelöst und zur inneren Anwendung verwendet. Es soll bei Verdauungsbeschwerden und zur Stärkung des Immunsystems helfen
  • Zirbelkiefer-Harz-Salbe: Das Harz wird mit anderen Zutaten wie Bienenwachs, Ölen und Kräutern gemischt, um eine heilende Salbe für Hautprobleme herzustellen
  • Räucherwerk mit Zirbelkiefer-Harz: Das Harz wird auf Kohle oder in speziellen Räucherschalen verbrannt, um einen angenehmen Duft im Raum zu verbreiten und negative Energien zu vertreiben.

Artenschutz

Die Pinus sibirica ist eine geschützte Baumart. Ihr Bestand ist durch Abholzung und Umweltveränderungen bedroht. Um den Artenschutz zu gewährleisten, werden Maßnahmen ergriffen, um die Wälder zu erhalten und die nachhaltige Nutzung des Harzes sicherzustellen

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Almaciga Harz

Herkunft

Agathis philippinensis Harz gehört zur Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae). Diese Pflanzenfamilie umfasst insgesamt 15 Arten von Bäumen welche auf den Philippinen, auf Fidschi, in Australien, Neuseeland und auf Neukaledonien heimisch sind. Es handelt sich um immergrüne hohe Bäume die eine sehr harzreiche Rinde aufweisen. Das Harz von Agathis philippinensis ist besonders reichhaltig und wird auch als Manila-Kopal bezeichnet. Bis zum 20. Jahrhundert wurden 75 % dieses Harzes aus Indonesien verschifft.

Kein Dammarharz

Obwohl Agathis philippinensis Harz zu den harten Kopalharzen gehört, handelt es sich nicht um Dammarharz. Das Harz wird aus den Stämmen des Agathis philippinensis Baumes gewonnen und unterscheidet sich in einigen Eigenschaften von Dammarharz.

Inhaltsstoffe und Löslichkeit

Das Harz von Agathis philippinensis enthält verschiedene Inhaltsstoffe, darunter ätherische Öle und Harzsäuren, Resen, Resinolsäure, Bitterstoffe, D-Limonen, Da-Pinen, J-Pinen und Camphen. Es ist leicht löslich in organischen Lösungsmitteln wie Alkohol, Ether, Aceton und teilweise in Terpentin, Benzin und Chloroform. Spannend ist, das die gesammelten Harze von verschiedenen Standorten unterschiedliche Ergebnisse geliefert haben. (Sciencedirect.com) Ethanol scheint aber die besten Ergebnisse geliefert zu haben. (researchgate.net)

Volksheilkunde

In der Volksheilkunde wird das Harz von Agathis philippinensis für verschiedene Zwecke verwendet. Eine traditionelle Anwendung besteht darin, Zahnlöcher damit zu stopfen, um Schmerzen zu lindern und die Heilung zu fördern. Aber es wurde auch bei Asthma oder Arthritis verwendet. Bei Arthritis wird das Harz geschmolzen (über indirekte Hitze) und als Umschlag auf die betroffene Stelle gelegt. Geräuchert kann es bei Asthma Linderung verschaffen.

Lacke

Das Harz wird auch in der Lackherstellung verwendet. Aufgrund seiner Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln eignet es sich gut zur Herstellung von Lacken und Firnissen. Weiters wird es zum Abdichten von Booten eingesetzt. Oder ist eine Zugabe von billig Seife.

Brauchtum und Räuchern

Agathis philippinensis Harz hat auch im Brauchtum eine lange Tradition. Es wird beim Räuchern verwendet, um einen angenehmen Duft zu verbreiten. Das Aroma des Harzes ist besonders intensiv und wird von vielen Menschen geschätzt. Er weist ein schwaches balsamisches Aroma auf, ein wenig würzig-süßlich. Es wirkt beruhigend auf gestresste Menschen und hat somit eine entspannende Wirkung. Verräuchert wird er auf den Philippinen gegen Insekten oder aber wie Weihrauch bei religiösen Zeremonien. Weiters wird es für Fackeln verwendet, damit diese besser brennen. Im Harz können sich hin und wieder Einschlüsse von Insekten befinden welche keinen negativen Effekt auf die Qualität des Harzes haben.

Rezepte und Anwendungen

Es gibt verschiedene Rezepte und Anwendungen für das Harz von Agathis philippinensis. Es kann beispielsweise als Zutat in Parfüms oder Duftmischungen verwendet werden. Auch in der Aromatherapie findet es Anwendung. Auch in Naturkosmetik kann es hervorragend eingesetzt werden. Durch seine alkohollösliche Eigenschaft lässt sich auch aus diesem Harz eine Tinktur herstellen. Es wird etwas Harz mit hochprozentigem Alkohol angesetzt. Du kannst das Harz im Verhältnis 1:5 in Weingeist ansetzten.

Artenschutz

Da Agathis philippinensis ein Baum ist, der das Harz produziert, ist auch der Artenschutz von großer Bedeutung. Die nachhaltige Ernte und der Schutz der natürlichen Lebensräume sind entscheidend, um eine langfristige Verfügbarkeit des Harzes zu gewährleisten.

Insgesamt ist Agathis philippinensis Harz ein vielseitiger Rohstoff mit verschiedenen Anwendungen in der Volksheilkunde, Lackherstellung und im Brauchtum. Sein intensives Aroma und seine besonderen Eigenschaften machen es zu einem beliebten Naturprodukt. Der Artenschutz spielt eine wichtige Rolle, um die nachhaltige Nutzung des Harzes zu gewährleisten.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Aleppo-Kiefer-Harz

Aleppo-Kiefer-Harz

Aleppo-Kiefer-Harz

Herkunft und Eigenschaften

Das Aleppo-Kiefer-Harz, auch bekannt als Pinus halepensis, gehört zur Familie der Pinaceae. Die Aleppo Aleppo-Kiefer ist ein immergrüner Baum, der eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen kann. Sie besitzt lange Nadeln in Bündeln zu je zwei, die eine bläulich-hellgrüne Farbe haben. Die Zapfen sind relativ klein und braun gefärbt.

Diese Baumart ist im Mittelmeerraum dominant und darum wird sie sehr oft mit Pinus pinea oder Pinus pinaster verwechselt. Letztere lässt sich anhand gestielter Zapfen gut unterscheiden. Mein Harz welches ich im Haus habe, stammt aus Griechenland. Es ist wichtig, dass man das Aleppo-Kiefer-Harz nicht mit anderen Harzarten verwechselt, da es einige besondere Eigenschaften aufweist. Es duftet nach Limonenen und Terpentin.

Bis vor einigen Jahrzehnten spielte die Harzgewinnung noch eine große Rolle. Heute hat diese jedoch keine wirtschaftliche Bedeutung mehr.

Harzgewinnung und Verarbeitung

Das Aleppo-Kiefer-Harz wird so gut wie fast alle Harze durch Anritzen der Baumrinde gewonnen. Mit Hilfe einer Metalplatte wird das austretende Harz aufgefangen und fließt in einen Beutel. Nach einiger Zeit erstarrt das Harz. Das ausfließende Harz wird gesammelt und anschließend weiterverarbeitet. Es kann in verschiedenen Formen wie Harzklumpen oder Harzpulver erworben werden. Diese können dann für verschiedene Zwecke verwendet werden.

Aleppo-Kiefer-Harz

Inhaltsstoffe und Löslichkeit

Zu den Inhaltsstoffen gehören ätherische Öle, Terpene und Harzsäuren. Diese Inhaltsstoffe verleihen dem Harz seine spezifischen Eigenschaften. Es riecht wunderbar nach Terpentin und Limonenen. Das Aleppo-Kiefer-Harz ist löslich in Alkohol, da es sich um ein Oleoresin handelt.

Weiters finden wir antioxidative Verbindungen sowie Polyphenole und antimikrobielle Komponenten.

Volksheilkunde und medizinische Anwendung

In der Volksheilkunde wird das Aleppo Kiefer Harz für verschiedene Zwecke eingesetzt. Es wird beispielsweise zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Asthma verwendet. Auch bei Hautproblemen wie Ekzemen oder Entzündungen kommt das Harz zum Einsatz. Darüber hinaus wird ihm auch eine entzündungshemmende, antibakterielle und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben.

Das Aleppo-Kiefer-Harz wird auch in der Küche verwendet. Es verleiht verschiedenen Gerichten eine besondere Note und kann auch als Gewürz verwendet werden. Zum Beispiel kann es zu Marinaden für Fleisch hinzugefügt oder über Salate gestreut werden. Wir sprechen hier von Mini-Mengen. Darüber hinaus wird das Harz zur Herstellung von Harzbonbons und Süßigkeiten verwendet. Zudem wurde dieses Harz als Zugabe des griechischen Weins Retsina beigefügt.

Räuchern mit Aleppo Kiefer Harz

Ein weiteres Anwendungsgebiet des Aleppo-Kiefer-Harzes ist das Räuchern. Das Harz wird indirekt auf glühende Kohle gelegt, besser auf das Sieb oder die Platte, wodurch ein angenehmer Duft entsteht. Dieser Duft wirkt beruhigend und entspannend.

Das Räuchern mit Aleppo-Kiefer-Harz wird oft in der Aromatherapie eingesetzt, um eine positive Atmosphäre zu schaffen. Es wird geglaubt, dass das Räuchern mit dem Harz negative Energien vertreibt und positive Energien anzieht. Es soll dabei helfen, den Geist zu reinigen, die Intuition zu stärken und spirituelle Erfahrungen zu fördern.

Rezepte für die Verwendung des Harzes

  • Duftender Raum: Einige Harzklumpen auf ein Sieb legen und den Raum mit dem angenehmen Duft erfüllen
  • Inhalation: Einen Teelöffel Harzpulver in heißes Wasser geben und den entstehenden Dampf inhalieren. Dabei eignet sich die Zugabe von Thymian oder Tannennadeln bei Schnupfen und Erkältungskrankheiten.

Wichtige Hinweise

  • Das Alepp- Kiefer-Harz sollte nicht bei Allergien gegenüber Kiefernprodukten angewendet werden
  • Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten sowie die positiven Eigenschaften machen es zu einer interessanten Option für die natürliche Gesundheitspflege.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

FNL-Kräuterkurs am Wochenende

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September. KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends oder Montags

FNL Referentin: Marlies Schneider

FNL-Kräuterkurs am Montag

Hymenaea verrucosa – Manzirufu Früchte

Herkunft und Geschichte

Hymenaea verrucosa, auch bekannt als Animebaum, gehört zur Familie der Fabaceae. Es gibt ca. 15 Hymenaea Arten wobei zwei ausgestorben sind. Diese Baumart ist vorwiegend in den tropischen Regenwäldern Südamerikas und Hymenaea verrucosa in Afrika beheimatet und wird wegen ihrer vielfältigen Verwendungszwecke geschätzt. Die Geschichte von Hymenaea verrucosa reicht Jahrhunderte zurück, da sie sowohl in der Volksheilkunde eine wichtige Rolle spielt. Es handelt sich um immergrüne Bäume mit einer Wuchshöhe von 25-35 Meter. Die Hülsenfrüchte können 4 cm betragen.

Der Name Verruca bedeutet übersetzt Warzen da sie nämlich Harztaschen an der Schotenwand entwickeln die an Warzen erinnern. Die Manzirufu Früchte wachsen hauptsächlich in den tropischen Regionen Ostafrikas. Sie sind klein und rund mit einer glatten, leuchtend gelben Schale. Die Früchte haben eine weiche, saftige Konsistenz und einen süßen Geschmack. Ihre einzigartige Eigenschaft liegt jedoch in den Harzblasen, die beim Aufschneiden freigesetzt werden.

Weitere Namen wären Sansibar Copal. Der Name Hymenea kommt vom griechischen Hochzeitsgott Hymen und bezieht sich auf die perfekte Paarung der Blätter des Baumes.

Verwendung in der Volksheilkunde

Die Manzirufu Früchte von Hymenaea verrucosa werden in der Volksheilkunde für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt. Die Harzblasen in den Manzirufu Früchten sind für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt. Sie enthalten eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, die für ihre entzündungshemmenden, antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften geschätzt werden. In der Volksheilkunde werden die Harzblasen für die Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt, darunter Erkältungen, Magenbeschwerden und Hautinfektionen.

Räuchern

Das Räuchern der Früchte ist eine gängige Methode, um das Harz freizusetzen und seine Wirkung zu verstärken. Traditionell werden sie bei Tromba-Zeremonien auf Madagaskar verräuchert. Um Vorfahren anzurufen, um Rat zu bitten oder für Schutzräucherungen verwendet. Weiters wurde auch bei Schlaflosigkeit und Angstzuständen davon verräuchert. Weiters wird die Fruchtschale zum Reinigen von Objekten und Räumen verwendet.

Damit du die Kapselschalen verräuchern kannst musst du sie aufbrechen und die inneren Kerne zuerst entfernen. Ich habe die Kapseln pulverisiert und in Räucherstäben verarbeitet. Weiters kannst du sie auch direkt auf das Sieb legen.

Der Duft ist holzig, würzig-süßlich und erinnert an Aprikosen.

Löslichkeit

Die Löslichkeit des Harzes ermöglicht eine einfache Anwendung auf betroffenen Hautstellen. Dabei kann man die Schalen in hochprozentigen Alkohol einlegen und als Tinktur ausziehen. Für gewöhnlich 28 Tage und täglich schütteln. Wenn du nun den Alkohol verdampfst, kannst du ein Harz-Absolue gewinnen.

Deine Tinktur lässt sich nun in Salben, Cremes oder Kosmetika wie Lotionen verarbeiten.

Kulinarische Verwendung

Die Animebäume aus Südamerika haben auch in der Kulinarik ihren Platz gefunden. Es gibt Arten der Manzirufu Früchte die oft in süßen Speisen verwendet werden, um ihnen einen einzigartigen Geschmack zu verleihen. Das Harz kann auch als Gewürz verwendet werden und verleiht den Gerichten eine besondere Note. Die Vielseitigkeit von Hymenaea Früchten in der Küche macht sie zu einer beliebten Zutat in vielen südamerikanischen Gerichten.

Inhaltsstoffe und Verruca-Harz

Das Verruca-Harz von Hymenaea verrucosa enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die für seine heilenden Eigenschaften verantwortlich sind. Es ist reich an ätherischen Ölen, Tanninen und Flavonoiden. Diese Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und antimikrobiell, was zur Wirksamkeit des Harzes bei der Behandlung von Hautproblemen beiträgt. Die Löslichkeit des Harzes erleichtert die Extraktion dieser wertvollen Inhaltsstoffe.

Fazit

Hymenaea verrucosa, auch bekannt als Animebäume, ist eine Baumart aus der Familie Fabaceae, die in den tropischen Regenwäldern Südamerikas beheimatet ist. Die Manzirufu Früchte dieser Bäume finden Verwendung in der Volksheilkunde und in der Kulinarik. Das Räuchern der Früchte ermöglicht die Freisetzung des Harzes, das zur Behandlung von Hautproblemen wie Verruca eingesetzt wird. Das Harz enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften besitzen. Das Wissen um die vielfältigen Verwendungszwecke von Hymenaea verrucosa macht diese Baumart zu einer wichtigen Ressource in Südamerika.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

Hagar Harz: Ein umfassender Blick auf Commiphora erythraea

Herkunft und Gewinnung

Die süße Myrrhe, auch bekannt als Hagar Harz, Opoponax oder Commiphora erythraea, stammt aus der Familie der Burseraceae. Diese Pflanze findet ihre Ursprünge in den trockenen Regionen Afrikas und Arabiens. Die Gewinnung des Harzes erfolgt durch das Anritzen der Rinde des Commiphora erythraea-Baumes, wodurch ein gelbliches Harz austritt. Dieses Harz wird dann gesammelt und weiterverarbeitet. Opoponax ist ein Trivialname und wird mehreren Commiphora Arten zugewiesen. Die daraus gewonnenen ätherischen Öle haben einen süßen, warmen und würzigen Duft.

Löslichkeit und Inhaltstoffe

Die süße Myrrhe zeichnet sich durch ihre geringe Löslichkeit in Wasser aus. Es handelt sich nämlich um ein Ole-Gummi-Harz. Somit ist es gut löslich in Alkohol. Diese Eigenschaft macht sie zu einem beliebten Inhaltsstoff in Parfums und Kosmetika. Die Hauptbestandteile der süßen Myrrhe sind ätherische Öle, Harzsäuren und Terpene, Camphen, Limonen uvm.. Lt. Marcotullio et al. 2009 sollen bis zu 48 verschiedene chemische Bestandteile im ätherischen Öl vorkommen.

Volksheilkunde und Rezepte

Die süße Myrrhe wird seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde verwendet. Sie soll entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften besitzen. In vielen Kulturen wird sie zur Behandlung von Hauterkrankungen, Wunden und Entzündungen eingesetzt. Darüber hinaus wird die süße Myrrhe auch bei Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen verwendet. Lt Kevin Johann wurde es auch bei Augenentzüdungen, Malaria und Fieber verwendet.

Räuchern

Eine beliebte Anwendung der süßen Myrrhe ist das Räuchern. Dabei wird das Harz indirekt auf glühende Kohlen oder in speziellen Räuchergefäßen bzw. auf dem Sieb verräuchert. Ich verwende dabei gerne die japanische Variante mit Reisasche und einem Micaplättchen. Der entstehende Rauch soll eine reinigende und entspannende Wirkung haben. Zudem wird ihm eine positive energetische Wirkung zugeschrieben.

Das Aroma ist balsamisch und wärmend.

Historisches

Die süße Myrrhe hat eine lange Geschichte. Bereits in der Antike wurde sie als wertvolles Handelsgut gehandelt. Sie fand Verwendung in verschiedenen religiösen und spirituellen Zeremonien. Auch in der ägyptischen und griechischen Medizin war sie ein wichtiger Bestandteil vieler Arzneimittel.

Kulinarik

Neben ihrer Verwendung in der Medizin und Räucherungen wird die süße Myrrhe auch in der Kulinarik eingesetzt. In einigen Kulturen wird sie als Gewürz in verschiedenen Gerichten verwendet. Ihr aromatischer Geschmack verleiht den Speisen eine exotische Note.

Insgesamt bietet die süße Myrrhe, oder Hagar Harz, eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Von ihrer Verwendung in der Volksheilkunde über das Räuchern bis hin zur kulinarischen Nutzung gibt es zahlreiche Wege, von den positiven Eigenschaften dieser Pflanze zu profitieren. Die lange Geschichte und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen die süße Myrrhe zu einem faszinierenden Produkt mit einer breiten Palette von Anwendungsmöglichkeiten.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider