Zirbelkiefer-Harz

Herkunft

Die Pinus sibirica ist in den kalten Regionen Sibiriens beheimatet. Sie wächst in den Taiga-Wäldern und ist an die extremen klimatischen Bedingungen angepasst. Die Zirbelkiefer kann eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen und bildet eine dichte, kegelförmige Krone aus. Sie ist durch ihre charakteristischen Nadeln und ihre robuste Rinde gekennzeichnet.

Harz und seine Inhaltsstoffe

Das Harz der Pinus sibirica wird aus den Rissen in der Rinde gewonnen. Es ist eine klebrige Substanz, die verschiedene Inhaltsstoffe enthält. Dazu gehören ätherische Öle, sehr viele Phytonzieden-Terpene, Harzsäuren und verschiedene andere Verbindungen. Das Harz hat eine goldgelbe Farbe und einen starken aromatischen Duft.

Löslichkeit von Harz

Das Harz der Pinus sibirica ist in verschiedenen Lösungsmitteln löslich. Es kann in Alkohol, Öl und Wasser gelöst werden. Diese Eigenschaft macht das Harz vielseitig einsetzbar und ermöglicht seine Verwendung in verschiedenen Anwendungen.

Volksheilkunde und Brauchtum in Russland

In der traditionellen Volksheilkunde Russlands spielt das Harz der Pinus sibirica eine wichtige Rolle. Es wird zur Behandlung von Erkältungen, Atemwegserkrankungen und Hautproblemen eingesetzt. Das Harz wird oft in Form von Salben, Cremes oder Tinkturen verwendet. Es hat entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften, die bei der Linderung von Beschwerden helfen können. Zudem wird das Harz als Kaugummi oder als Lutschbonbons verwendet. Weiters wird ihm eine antibiotische Wirkung nachgesagt.

Aroma und Räuchern

Das Harz der Zirbelkiefer hat auch einen hohen Stellenwert im russischen Brauchtum. Es wird zum Räuchern verwendet, um Räume zu reinigen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Der aromatische Duft des Harzes wird als beruhigend und entspannend empfunden. lt. Georg Huber (Jeomra) soll es nicht unbedingt reinigend sein, aber es soll Energien positiv strukturieren und ordnen.

Das Harz der Pinus sibirica hat einen einzigartigen Duft, der als holzig, warm und balsamisch beschrieben wird. Es hat eine beruhigende Wirkung auf die Sinne und wird oft in aromatherapeutischen Anwendungen verwendet. Das Harz kann als ätherisches Öl extrahiert werden und findet Verwendung in Duftlampen, Badezusätzen oder Massageölen.

Rezepte

Es gibt zahlreiche Rezepte, die das Harz der Pinus sibirica enthalten. Hier sind einige Beispiele:

  • Zirbelkiefer-Harz-Tinktur: Das Harz wird in Alkohol gelöst und zur inneren Anwendung verwendet. Es soll bei Verdauungsbeschwerden und zur Stärkung des Immunsystems helfen
  • Zirbelkiefer-Harz-Salbe: Das Harz wird mit anderen Zutaten wie Bienenwachs, Ölen und Kräutern gemischt, um eine heilende Salbe für Hautprobleme herzustellen
  • Räucherwerk mit Zirbelkiefer-Harz: Das Harz wird auf Kohle oder in speziellen Räucherschalen verbrannt, um einen angenehmen Duft im Raum zu verbreiten und negative Energien zu vertreiben.

Artenschutz

Die Pinus sibirica ist eine geschützte Baumart. Ihr Bestand ist durch Abholzung und Umweltveränderungen bedroht. Um den Artenschutz zu gewährleisten, werden Maßnahmen ergriffen, um die Wälder zu erhalten und die nachhaltige Nutzung des Harzes sicherzustellen

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

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FNL Referentin: Marlies Schneider