Hymenaea verrucosa – Manzirufu Früchte

Herkunft und Geschichte

Hymenaea verrucosa, auch bekannt als Animebaum, gehört zur Familie der Fabaceae. Es gibt ca. 15 Hymenaea Arten wobei zwei ausgestorben sind. Diese Baumart ist vorwiegend in den tropischen Regenwäldern Südamerikas und Hymenaea verrucosa in Afrika beheimatet und wird wegen ihrer vielfältigen Verwendungszwecke geschätzt. Die Geschichte von Hymenaea verrucosa reicht Jahrhunderte zurück, da sie sowohl in der Volksheilkunde eine wichtige Rolle spielt. Es handelt sich um immergrüne Bäume mit einer Wuchshöhe von 25-35 Meter. Die Hülsenfrüchte können 4 cm betragen.

Der Name Verruca bedeutet übersetzt Warzen da sie nämlich Harztaschen an der Schotenwand entwickeln die an Warzen erinnern. Die Manzirufu Früchte wachsen hauptsächlich in den tropischen Regionen Ostafrikas. Sie sind klein und rund mit einer glatten, leuchtend gelben Schale. Die Früchte haben eine weiche, saftige Konsistenz und einen süßen Geschmack. Ihre einzigartige Eigenschaft liegt jedoch in den Harzblasen, die beim Aufschneiden freigesetzt werden.

Weitere Namen wären Sansibar Copal. Der Name Hymenea kommt vom griechischen Hochzeitsgott Hymen und bezieht sich auf die perfekte Paarung der Blätter des Baumes.

Verwendung in der Volksheilkunde

Die Manzirufu Früchte von Hymenaea verrucosa werden in der Volksheilkunde für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt. Die Harzblasen in den Manzirufu Früchten sind für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt. Sie enthalten eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, die für ihre entzündungshemmenden, antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften geschätzt werden. In der Volksheilkunde werden die Harzblasen für die Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt, darunter Erkältungen, Magenbeschwerden und Hautinfektionen.

Räuchern

Das Räuchern der Früchte ist eine gängige Methode, um das Harz freizusetzen und seine Wirkung zu verstärken. Traditionell werden sie bei Tromba-Zeremonien auf Madagaskar verräuchert. Um Vorfahren anzurufen, um Rat zu bitten oder für Schutzräucherungen verwendet. Weiters wurde auch bei Schlaflosigkeit und Angstzuständen davon verräuchert. Weiters wird die Fruchtschale zum Reinigen von Objekten und Räumen verwendet.

Damit du die Kapselschalen verräuchern kannst musst du sie aufbrechen und die inneren Kerne zuerst entfernen. Ich habe die Kapseln pulverisiert und in Räucherstäben verarbeitet. Weiters kannst du sie auch direkt auf das Sieb legen.

Der Duft ist holzig, würzig-süßlich und erinnert an Aprikosen.

Löslichkeit

Die Löslichkeit des Harzes ermöglicht eine einfache Anwendung auf betroffenen Hautstellen. Dabei kann man die Schalen in hochprozentigen Alkohol einlegen und als Tinktur ausziehen. Für gewöhnlich 28 Tage und täglich schütteln. Wenn du nun den Alkohol verdampfst, kannst du ein Harz-Absolue gewinnen.

Deine Tinktur lässt sich nun in Salben, Cremes oder Kosmetika wie Lotionen verarbeiten.

Kulinarische Verwendung

Die Animebäume aus Südamerika haben auch in der Kulinarik ihren Platz gefunden. Es gibt Arten der Manzirufu Früchte die oft in süßen Speisen verwendet werden, um ihnen einen einzigartigen Geschmack zu verleihen. Das Harz kann auch als Gewürz verwendet werden und verleiht den Gerichten eine besondere Note. Die Vielseitigkeit von Hymenaea Früchten in der Küche macht sie zu einer beliebten Zutat in vielen südamerikanischen Gerichten.

Inhaltsstoffe und Verruca-Harz

Das Verruca-Harz von Hymenaea verrucosa enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die für seine heilenden Eigenschaften verantwortlich sind. Es ist reich an ätherischen Ölen, Tanninen und Flavonoiden. Diese Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und antimikrobiell, was zur Wirksamkeit des Harzes bei der Behandlung von Hautproblemen beiträgt. Die Löslichkeit des Harzes erleichtert die Extraktion dieser wertvollen Inhaltsstoffe.

Fazit

Hymenaea verrucosa, auch bekannt als Animebäume, ist eine Baumart aus der Familie Fabaceae, die in den tropischen Regenwäldern Südamerikas beheimatet ist. Die Manzirufu Früchte dieser Bäume finden Verwendung in der Volksheilkunde und in der Kulinarik. Das Räuchern der Früchte ermöglicht die Freisetzung des Harzes, das zur Behandlung von Hautproblemen wie Verruca eingesetzt wird. Das Harz enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften besitzen. Das Wissen um die vielfältigen Verwendungszwecke von Hymenaea verrucosa macht diese Baumart zu einer wichtigen Ressource in Südamerika.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

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FNL Referentin: Marlies Schneider

Kampfer Kristalle: Ein Wundermittel aus dem Kampferbaum

Der Kampferbaum (Cinnamomum camphora)

Der Kampferbaum, auch bekannt als Cinnamomum camphora, ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Lorbeergewächse

Ursprünglich in Ostasien beheimatet, ist der Kampferbaum heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen zu finden

Die Verwendung des Kampferbaums hat eine lange Tradition in der Volksheilkunde und wird auch in der modernen Medizin geschätzt. Die Vielseitigkeit der Kampfer Kristalle ist bemerkenswert. Von Räuchern über die Herstellung von Salben bis hin zur Insektenabwehr bieten sie eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten. Ihre natürlichen Eigenschaften machen sie zu einer attraktiven Option für Menschen, die nach natürlichen Alternativen suchen.

Geschichte und Verwendung von Kampfer Kristallen

Die Geschichte der Verwendung von Kampfer reicht Jahrhunderte zurück. Bereits in der antiken Heilkunde wurde Kampfer als Heilmittel verwendet.

In der Volksheilkunde wurde der Kampferbaum für seine vielfältigen Eigenschaften geschätzt. Er galt unter anderem als entzündungshemmend, schmerzlindernd und antiseptisch.

In der Rinde, beziehungsweise im Harz des Kampferbaums, ist Kampfer zu finden. Kampfer Kristalle werden aus den enthaltenen Harzen des Kampferbaums mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Diese Harze enthalten eine hohe Konzentration an Kampfer, einem stark duftenden und kristallinen Stoff. Die Gewinnung der Kristalle erfolgt also durch Destillation und anschließende Kristallisation.

Die Herstellung von Kampfer Kristallen erfordert wissenschaftliche Expertise und modernste Technologien.

Die Araber brachten Kampfer im 11. Jahrhundert nach Europa.

Inhaltsstoffe und Löslichkeit von Kampfer

Es finden sich Inhaltsstoffe wie Linalool, Safrol, Borneol, Eugenol und Terpineol in Kampfer wieder.

Kampfer ist in Wasser kaum löslich und schwer in Glycerol. Aber gut löslich in Ethanol, Ether, Aceton aber auch in fetten Ölen.

Anwendungsmöglichkeiten von Kampfer Kristallen

Räuchern

Das Räuchern mit Kampfer Kristallen ist beliebt. Es wird angenommen, dass dies eine reinigende Wirkung auf den Geist und die Umgebung hat. Ihr angenehmer Duft verleiht jedem Raum eine beruhigende Atmosphäre. Kampfer hat eine kühlende aber auch eine krampflösende Eigenschaft. Obwohl er im TCM als wärmend gilt, hat er zuerst eine kühlende Wirkung. Er hilft weiters negative Energien zu beseitigen. Die Raumluft wird desinfiziert. Positiv ist auch seinen Effekt auf Ungeziefer, welches Kampfer überhaupt nicht mag.

Kampfer in der Küche

In der Lebensmittelindustrie wird Kampfer in der Küche heutzutage in vielen Ländern eingeschränkt. Es kann bei übermäßigem Verzehr gesundheitsschädlich sein. Allerdings wurde er in den traditionellen indischen Küche verwendet. Besonders in südindischen Reis und Nudelgerichten wurde er als Gewürz zur Geschmacksverbesserung verwendet. Auch in der chinesischen Küche fand er Anwendung. Bekannt als „Fragrant Reis“ bei dem eine kleine Menge Kampfer für den Geschmack hinzugegeben wurde.

Volksheilkunde

Kampfer wirkt antimykotisch und könnte vermutlich bei Pilzinfektionen wie bei einem Nagelpilz hilfreich wirken. Auch wird Kampfer bei Warzen oder Ängsten eingesetzt. Macht man Salbe daraus, sollte man unbedingt offene Wunden, Schleimhäute und den Augenbereich vermeiden. Kampfersalbe wurde bei Muskelschmerzen, Verspannungen oder Insektenstichen verwendet.

Sicherheitshinweis:

Da Kampfer sehr stark und leicht entflammbar ist muss man mit dieser Substanz sehr vorsichtig umgehen. Weiters darf er nur verräuchert werden, wenn keine Kinder und schwangere Personen/Stillzeit, Asthmatiker, bei bestehender Lebererkrankung oder empfindliche Personen anwesend sind. Überdosiert kann er sogar zu epileptischen Anfällen führen. Die tödliche Dosis bei Kampfer liegt bei 20 g für eine erwachsene Person.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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