Effektives Akne-Gel mit Apfelessig und Löwenzahn im Juni

Unsere Haut liebt einfache, ehrliche Pflege – besonders dann, wenn sie aus kraftvollen Pflanzenextrakten und bewährten Hausmitteln besteht. Dieses selbstgemachte Gesichtsgel vereint die reinigende Kraft von Apfelessig mit „Mutter“ und die hautklärenden Eigenschaften der Großen Klette und der Löwenzahnwurzel. Beide Pflanzen haben eine lange Tradition in der Volksheilkunde – nicht nur zur inneren Reinigung, sondern auch als wohltuende Hautbegleiter.

Bild von verschiedenen Fläschchen mit Zutaten zur Herstellung eines Pflege-Gels für Akne, einschließlich Löffel zur Dosierung.

Die Große Klette (Arctium lappa) ist bekannt für ihre tiefenreinigende, talgregulierende Wirkung. Ihre Wurzel enthält wertvolle Schleimstoffe, Bitterstoffe und Inulin, die ausgleichend und beruhigend auf die Haut wirken – besonders bei Unreinheiten oder Mischhaut.

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) bringt mit seiner kräftigen Wurzel lichtvolle Lebenskraft und unterstützt die Haut bei der Regeneration. Seine Bitterstoffe und Mineralien gelten als wahre Energiespender für müde, gestresste Haut.

Die Kombination mit Glycerin und pflanzlichem Propanediol schenkt dem Gel intensive Feuchtigkeit, während Lactobacillus Ferment für weitere Feuchtigkeit sorgt und die Hautbarriere stärkt. Das Ganze wird von zwei wunderbaren Extrakten aus der Hamamelis, welche beruhigend und adstringierend wirkt. Sowie Süßholzwurzel Extrakt, welcher hautberuhigend und ausgleichend wirkt, abgerundet.

Als Ergänzung kam noch etwas Wiesenschaumkrautöl hinzu, welches pflegt, glättet und sehr stabil ist.

Auf ätherische Öle wurde bewusst verzichtet, um auch empfindlicher oder reaktiver Haut ein rundum beruhigendes Pflegeerlebnis zu ermöglichen.

Hautpflege Gel bei Akne Rezept:

ZutatenWirkungGramm
AquaBasis, Lösungsmittel27,10
Apfelessig, naturtrüb Auszug Arctium lappaWirkstoff, klärend und tonisierend26,50
Apfelessig, naturtrüb Auszug Taraxacum sect. ruderaliaWirkstoff, klärend und tonisierend26,50
Glycerin 99%, optional Glycerite aus dem Löwenzahn oder der KletteFeuchthaltemittel3,00
Propanediol, pflanzlichFeuchthaltemittel, penetrationshilfe5,00
Hamamelis-Extrakt (Aqua, Propylene glycol, alcohol denat., Hamamelis leaf extract)beruhigend, adstringierend2,00
Süßholzwurzel-Extrakt (Glycerin, Aqua, Glycyrrhiza Glabra Root Extract)hautberuhigend, ausgleichend2,00
Lactobacillus Ferment (Lactobacillus Ferment Lysate & Leuconostoc/Radish Root Ferment Filtrate)Feuchthaltemittel, barrierestärkend2,60
Kaliumsorbat, GranulatCo-Konservierer0,70
Solagum AXGelbildner, stabilität0,60
Wiesenschaumkraut Öl (Limnanthes alba)pflegend, glättend, sehr stabil0,30
Rokonsal BSB-NKonservierer1,00

Die beiden Essigauszüge in einem Becherglas mischen und auf die Seite geben.

Wasser mit Kaliumsorbat mischen und auflösen. Anschließend Glycerin, Propanediol, beide Extrakte und das Lactobacillus Ferment in das Becherglas einrühren und dispergieren. Dann den Essig dazu geben und gut verrühren. Nun kann das Solagum eingerührt werden.

Wer hat verwendet nun einen Magnetrührer oder Minimixer und rührt die Mischung für einige Zeit gut durch. Ein Magnetrührer ist praktisch, da man keine Luft in das Gel bekommt. Während des Rührens wird nun Tropfenweise das Wiesenschaumkraut Öl eingerührt. Das muss in ganz langsamen Schritten erfolgen, da wir keinen Emulgator im Rezept haben. Den Magnetrührer lässt man hochtourig laufen.

Solagum ist im Stande ganz wenig fettes Öl zu binden. Hast du keinen Magnetrührer empfiehlt es sich eventuell etwas Lecithin als Emulgator zu ergänzen. Oder du lässt das Öl weg.

Zum Schluss muss der pH-Wert überprüft werden. Mein Gel hat einen pH-Wert 5 und muss nicht eingestellt werden. Nun kann der Konservierer eingerührt werden. Auch das mache ich mit dem Magnetrührer auf hoher Stufe.


Anwendungsempfehlung

Das Gel kann morgens und abends nach der Reinigung auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen werden – pur oder als leichter Feuchtigkeitsspender unter der gewohnten Pflegecreme oder dem Gesichtsöl. Es zieht schnell ein, hinterlässt ein frisches, klares Hautgefühl und schenkt ein natürliches Strahlen. Auch bei Mischhaut, unreiner oder zu Unruhe neigender Haut entfaltet es seine wohltuende Wirkung – ganz ohne zu beschweren. Es kann auch einfach als Gesichtsserum verwendet werden. Es fühlt sich unbeschreiblich gut auf der Haut an.

Eine Person hält eine Pipette über verschiedene Glasfläschchen mit Flüssigkeiten, während ein Messbecher mit einer gelben Flüssigkeit auf einem Rührgerät steht. Im Hintergrund sind Holzflächen zu sehen.
Gel bei Akne aus der Großen Klette und Löwenzahn Hilfe aus der Natur

Es handelt sich hierbei um ein Pflegegel für die Haut.

Tipp:

Das Gel hilft auch wunderbar bei trockener Kopfhaut und starken Schuppen.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Natürlich gegen Akne: Löwenzahn und Klette

Löwenzahnwurzel (Taraxacum officinale jetzt Taraxacum sect. Ruderalia) und Große Klette (Arctium lappa) sind klassische Pflanzen in der naturheilkundlichen Behandlung von Hautproblemen, insbesondere bei Akne und unreiner Haut. Es ist gemein wenn die Hormone in der Pubertät verrückt spielen. In dem Alter möchte man aber trotzdem gerne gut aussehen. Auch hierbei bekommen wir wirksame Hilfe aus dem Garten.

Darstellung von Löwenzahn- und Klettenwurzeln auf einem hellen Hintergrund mit dem Text 'LÖWENZAHN- UND KLETTEN-WURZEL' und 'Rezept' in stilvoller Schrift.
©Marlies Schneider Löwenzahn Wurzel Links, Mitte und Rechts Große Kletten Wurzel

1. Löwenzahnwurzel (Taraxacum officinale radix)

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Bitterstoffe (Taraxacin, Taraxacerin)
  • Triterpene
  • Flavonoide (Luteolin, Apigenin)
  • Inulin (präbiotisch wirksames Polysaccharid)
  • Phenolcarbonsäuren (z. B. Kaffeesäurederivate)
  • Mineralstoffe (v. a. Kalium)

Wirkung bei Akne:

  • Mild antibakteriell, entzündungshemmend, kann gereizte Haut beruhigen. Wird traditionell bei Ekzemen & Akne verwendet (z. B. in Tinkturen oder Umschlägen).

2. Große Klette (Arctium lappa radix)

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Schleimstoffe
  • Lignane (Arctiin, Arctigenin)
  • Bitterstoffe
  • Inulin
  • Polyacetylene (antimikrobiell)
  • Flavonoide und Gerbstoffe

Wirkung bei Akne:

Schleimstoffe beruhigen entzündete Haut, helfen gegen Juckreiz.

In Salben, Umschlägen oder Gesichtsdampfbädern bei Akne & Furunkeln haben sich traditionell bewährt.


Warum diese Kombination wirkt (äußerlich):

Löwenzahn + Klette = synergetisch stark in der Entgiftung und Hautregeneration. Beide unterstützen:

  • Antibakterielle Wirkung → gezielt gegen akne-verursachende Keime
  • Entzündungshemmung → reduziert Pusteln, Papeln und Rötungen und lindert gereizte Haut.

Ergänzende Heilpflanzen bei Akne:

🔹 Innerlich sinnvoll:

  • Mariendistel (Silybum marianum) – schützt & regeneriert die Leber, besonders bei hormoneller Akne. Mariendistel Samen pulverisiere ich hierbei und verkapsle diese. Das erleichtert die Einnahme.
  • Schachtelhalm (Equisetum arvense) – wirkt ausleitend & siliziumreich → gut für Hautstruktur zudem bei fettiger Haut unterstützend. Als Tee sollte dieser für mindestens 40 Minuten gekocht werden.
  • Brennnessel (Urtica dioica) – stark entwässernd, blutreinigend, antientzündlich. Zum Entwässern reicht eine kurze Ziehzeit. Es gibt hierbei unterschiedliche Ausziehmethoden, je nach dem welche Inhaltsstoffe ich haben möchte.

🔹 Äußerlich sinnvoll:

  • Hamamelis – adstringierend & entzündungshemmend. Ein Hydrolat als Gesichtswasser ist fantastisch.
  • Kamille oder Ringelblume – beruhigend & antibakteriell. Als Tee für Waschungen oder Auflagen sind beide Pflanzen entweder einzeln oder in Kombination gut.
  • ätherisches Teebaumöl (punktuell!) – gegen akute Entzündungen. Mit etwas Trägeröl (Olivenöl) vermischen und auftragen.
  • Salbei – reguliert Talgproduktion. Als Hydrolat oder Waschungen.

Anwendungstipp:

Tee für die innerliche Einnahme bei Akne.

Aus der Volksmedizin wird
5g Kletten Wurzel (Arctium lappa)
10 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale)
750 ml Wasser
Ein Dekokt herstellen. Dieser Tee wird auf drei Tassen aufgeteilt und morgens, mittags und abends getrunken.

Der Tee eignet sich für erwachsene Personen die mit den Bitterstoffen gut klar kommen.

Tinktur für die innerliche Einnahme bei Akne

10 g Kletten Wurzel (Arctium lappa)
10 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale)
kleingeschnitten in Korn ansetzten.

frisch im Verhältnis 1:3
getrocknet im Verhältnis 1: 5

1:3 bedeutet Gramm zu Volumen
1 Teil Wurzeln in Gramm
3 Teile Alkohol 80 % Korn in Volumen (Milliliter)
Tinktur innerlich: 10–30 Tropfen 2–3× täglich in etwas Wasser vor dem Essen.Äußerlich: Tinktur mit Wasser verdünnen (1:5 bis 1:10) als Gesichtstonikum oder für Kompressen verwenden.

Jugendliche erfreuen sich nicht an der Tinktur zum Einnehmen, da sie sehr bitter schmeckt. Darum eignet sich am ehesten eine Anwendung rein äußerlich als Gel oder Waschung.

Essigauszug zur Behandlung von Akne

10 g Kletten Wurzel (Arctium lappa)
10 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale)
kleingeschnitten
Für ein paar Wochen im Essig ausziehen.
frisch im Verhältnis 1:10

Ich habe die Wurzeln sogar zuerst entsaftet und den Saft in den Essigansatz gegeben. Den Trester habe ich somit zum Ansetzten verwendet und den Presssaft beigefügt. Notwendig ist das natürlich nicht. Ich habe die gepressten Blätter samt Saft auch ergänzt.

Naturtrüber Bio-Apfelessig mit Mutter ist besonders wertvoll.

Das ergibt ein starken Essigauszug.
Eine Zusammenstellung von Löwenzahn- und Klettenwurzel-Essig, einschließlich der Presssäfte aus Wurzel und Blättern, präsentiert in einem dekorativen Arrangement mit Schalen und Flaschen.
©Marlies Schneider Löwenzahn und Kletten Essig samt Presssaft Rezept

Den Essig mit etwas Wasser verdünnen und das Gesicht vorsichtig damit waschen. Du kannst auch Umschlage oder Auflagen damit machen. Ein Tuch in dem verdünnten Essig tränken und auflegen.

Tipp:

Ich setze meine Ansätze immer getrennt an. Das bedeutet ich mache eine Tinktur aus der Löwenzahn Wurzel und eine separate Tinktur aus der Großen Klette. Manchmal benötige ich die Tinkturen für etwas anderes und dann ist es praktisch wenn es nicht von Anfang an, eine kombinierte Tinktur ist.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Kennst du schon Succus oder Succi?

Was ist denn das?

Ganz kurz gesagt handelt es sich um eine weitere Zubereitungsart von Kräutern. Dabei dreht es sich um einen frischgepressten Saft einer Pflanze oder Frucht. Es handelt sich um eine eher weniger gebräuchliche Zubereitung. Vermutlich ist sie in Vergessenheit geraten. Ich finde allerdings diese Art der Pflanzenverarbeitung hat durchaus Potential und sollte wieder etwas bekannter werden.

Rezept für Succus oder Succi ein konservierter Pflanzenpresssaft ©Marlies Schneider

Bis ins 18. Jahrhundert war ein Succus oder Succi nichts ungewöhnliches. Es wird vermutet, dass diese Art von Pflanzenextrakt durch die Zubereitung von Tinkturen verdrängt wurde.

Der Nachteil ist, ohne Entsafter wird die Zubereitung eines Succus eher schwer. Nun es gibt zwei Möglichkeiten.

  1. Man gibt die zerkleinerten Kräuter durch den Entsafter. Das ist nun keine Kunst.
  2. Man mixt die Kräuter mit etwas Wasser im Standmixer und presst den Saft anschließend durch ein Tuch. Dies ist eine ideale Lösung wenn man keinen Entsafter besitzt. Das auspressen ist vielleicht etwas anstrengender aber lohnenswert.

Kräuterkenner stellen immer noch Succus her und verwenden diese unterschiedlich. Idealerweise lassen sich so auch Kräuter, von denen reichlich vorhanden ist, gut verarbeiten. Zudem sieht man schon auf den Bildern wie gut diese Säfte voll mit Chlorophyll sind. So ein Presssaft ist voll mit Wirkstoffen und Vitaminen.

Was unterscheidet denn nun ein Succus von einem frischen Presssaft? Nun selbstverständlich kannst du den frischen Presssaft gleich verwenden. Weiters kannst du den Saft auch in Eiswürfelformen geben und einfrieren. So lässt er sich wunderbar portionsweise entnehmen. Ansonsten ist der große Nachteil, dass sie nicht lange Haltbar sind.

Traditionell wurde früher aber ein Succus haltbar gemacht, in dem man den Saft mit einem mindestens 25% Alkoholgehalt konserviert hat. Um noch einen kräftigeren Pflanzenextrakt herzustellen, kann man Tinktur aus der selben Pflanze zum Konservieren hinzu geben.

Manche verwenden statt Alkohol, 1 Teil Presssaft und 1 Teil Honig. Allerdings ist auch diese Zubereitungsform relativ kurz haltbar. Manchmal erleichtert der Honig aber die Einnahme.

Ein Succi kann man auch wunderbar als Limonade aufspritzen oder zum Mixen von Cocktails verwenden. Ein Succi passt auch wunderbar ins Salatdressing oder als Suppenzugabe. Allerdings geht es in diesem Artikel eher weniger um eine kulinarische Verwendung von diesen Säften.

Ich verwende mein Succi um meine Lymphe zu stärken und zu reinigen. Es ist eine wunderbare Frühjahrskur um der Milz und der Leber zu schmeicheln. Man sollte sich jedes Jahr in Organ vornehmen. Die Idee stammt von Ursel Bühring und ich finde sie wunderbar und für jeden umsetzbar.

Rezept für Succus oder Succi ein konservierter Pflanzenpresssaft ©Marlies Schneider

Ich habe mich an die Empfehlungen von James Green gehalten und meinen Pflanzensaft mit Alkohol konserviert. Das Verhältnis ist denkbar einfach 3 Teile Saft und 1 Teil Weingeist 96%. Wenn du Vodka oder ähnliches verwendet musst du mehr davon verwenden. Wichtig ist, dass das Endprodukt mindestens 25% Alkohol enthält.

Rezept:

verwendet habe ich für mein Succus

Klettenlabkraut – Galium aparine

Vogelmiere – Stellaria media

Große Klette – Arctium lappa

Ich habe aus allen Kräutern einen Frischpresssaft hergestellt und diesen mit Alkohol konserviert. Mein Produkt hat ca. 30 % Alkoholgehalt.

Anschließend habe ich je 50 ml entnommen und zusammen gemischt. Davon nimmt man täglich 3 tl ein.

Vor dem Gebrauch sollte man immer gut schütteln.

Noch ein paar weitere Fakten

1. Geschichte des Succus:

  • Der Begriff „Succus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Saft“.
  • Schon in der Antike wurde der Succus als eine wichtige Form der Medizin angesehen. Sowohl die alten Griechen als auch die Römer nutzten frische Pflanzensäfte für ihre heilenden Eigenschaften.
  • Im Mittelalter wurden frische Pflanzensäfte weiterhin in der Kräuterheilkunde eingesetzt.

2. Herstellung von Succus:

  • Succus wird durch das Auspressen oder Extrahieren von Saft aus frischen Pflanzen hergestellt. Dies kann durch Pressen, Ausdrücken oder Zerkleinern der Pflanzen erfolgen.
  • Die frischen Pflanzen können Blätter, Stängel, Blüten oder Wurzeln sein, je nach den gewünschten heilenden Eigenschaften und Anwendungen des Succus.
  • Nach dem Extrahieren wird der Pflanzensaft oft filtriert, um grobe Partikel zu entfernen, und dann in Flaschen abgefüllt oder anderweitig gelagert. Meine Succus sind nicht sehr fein gefiltert und müssen darum immer gut geschüttelt werden.

3. Verwendung von Succus:

  • Succus kann intern oder extern angewendet werden, je nach den spezifischen Heilwirkungen und Anwendungen der verwendeten Pflanze.
  • Intern kann Succus als Teil einer Kräutertherapie eingenommen werden, um verschiedene Beschwerden und Krankheiten zu behandeln. Dies kann die Einnahme von kleinen Mengen des Safts allein oder die Verdünnung in Wasser oder anderen Flüssigkeiten umfassen.
  • Extern kann Succus auf die Haut aufgetragen oder für Gurgeln oder Spülungen verwendet werden, um lokale Beschwerden zu behandeln oder die Hautgesundheit zu fördern. Hierbei kannst du auch wunderbar einen Wickel daraus herstellen und auflegen. Waschungen und Kompressen sind auch möglich.
  • Als frischen Presssaft mit etwas Buttermilch schmeckt er auch hervorragend.

4. Potenzielle Vorteile von Succus:

  • Die potenziellen Vorteile von Succus hängen von den verwendeten Pflanzen ab und können eine breite Palette von Gesundheitszuständen und Beschwerden abdecken.
  • Einige häufig verwendete Pflanzen für Succus und ihre potenziellen Vorteile sind unter anderem:
    • Brennnessel: Blutreinigend, entzündungshemmend, unterstützt die Nierenfunktion.
    • Löwenzahn: Entgiftend, leberstärkend, verdauungsfördernd.
    • Schafgarbe: Entzündungshemmend, krampflösend, magenberuhigend. (Nicht in der Schwangerschaft, da das Kraut menstruationsfördernd ist.)
    • Birke: Harntreibend, entzündungshemmend, unterstützt die Nierenfunktion.
    • Vogelmiere: entzündungshemmend, regt die Verdauung an, hilft bei Rheuma und Gelenksentzündungen und unterstütz die Leber
    • Große Klette: entzündungshemmend, gilt als Detox-Kraut, generell reinigend, hilft gegen alle Art von Husten, stoffwechselfördernd, blutreinigend
    • Klettenlabkraut: regt das Lymphgefäßsystem an, stimuliert das Immunsystem, blutreinigend, antibakteriell

5. Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Obwohl Succus als natürliche Form der Medizin betrachtet wird, sollten dennoch Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, insbesondere wenn sie intern eingenommen werden.
  • Einige Pflanzensäfte können allergische Reaktionen oder unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, insbesondere bei empfindlichen Personen oder bei Überdosierung.
  • Es ist ratsam, vor der Einnahme von Succus einen qualifizierten Kräuterkundigen oder Arzt zu konsultieren, um sicherzustellen, dass es für Ihre spezifischen Bedürfnisse und Gesundheitszustände geeignet ist.

Mit diesen Informationen kannst du ein fundiertes Verständnis über Succus entwickeln und entscheiden, ob es für deine individuellen Bedürfnisse und Gesundheitsziele geeignet ist.

Weiters sind nur „saftige“ Pflanzen dafür geeignet wie die oben beschriebenen.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.