Goose Pear Tent Incense: Ein duftendes Meisterwerk aus der südlichen Tang-Dynastie

Einführung

Goose-Pear-Tent Incense, übersetzt als Gänse-Birnen-Zelt-Weihrauch, ist eine traditionelle Duftmischung, die seit Jahrhunderten in China verwendet wird. Diese exotische Räuchermischung hat eine faszinierende Geschichte und wird für seine einzigartigen Aromen und therapeutischen Eigenschaften geschätzt. In diesem Artikel werden wir uns mit der Herkunft, den Bestandteilen und den historischen Hintergründen dieses erlesenen Räucherwerks beschäftigen.

Herkunft und Geschichte

Man sagt Goose-Pear-Tent Incense hat seine Wurzeln in der antiken chinesischen Kultur. Schon vor Tausenden von Jahren nutzten die Menschen in China Räucherungen, um Räume zu parfümieren. Sie führten spirituelle Rituale durch und stimulierten die Sinne. Die Kunst der Weihrauchherstellung wurde von Generation zu Generation weitergegeben und hat bis heute überlebt. Immer wieder staune ich über was es für einzigartige Räucherrituale, Mischungen und Herstellungsverfahren es in den verschiedenen Kulturen gibt.

Die Legende von Goose Pear Tent

Die Geschichte besagt, dass eventuell der Ursprung von Goose-Pear-Tent Incense von Li Yu, dem König der südlichen Tang-Dynastie, für seine geliebte Ehefrau Zhou Ehuang (ca. 936-964, Königin Zhou die Ältere) geschaffen wurde. Li Yu auch bekannt als Li Congjja oder Li Houzhu war der letzte Herrscher von Süd-Tang. Mit den Jahreszahlen seiner Herrschaft und der gemeinsamen Zeit mit Zhou Ehuang gibt es Unstimmigkeiten. Und seine Zeit als Herrscher wäre auch nach der Antike gewesen. Die Geschichte wurde über Jahre hinweg mündlich weitergegeben und leider gibt es kaum genaue Angaben oder Übersetzungen dazu. Man sagt, die Gattin von Li Yu, Zhou Ehuang, war eine begnadete Klavierspielerin. Sie war auch eine Schachspielerin, Kalligraphin und Malerin. Sie liebte es, Räucherstäbchen zu verbrennen und Räuchergefäße herzustellen. Wie es so kam, hatte sie aber Probleme mit dem Einschlafen.
So hat sie jeden Abend geräuchert, um in den wohlverdienten Schlaf zu finden. Man sollte nicht in einem Zelt räuchern. Es könnte schnell zum Brennen kommen. Zhou Ehuang war deshalb oft gestresst.
Li Yu war ein famoser Poet und ihr Gatte. Er wollte ihr helfen. Er suchte nach einem Weg des Räucherns, welches in einem Zelt möglich war. Er hat ein duftendes Säckchen gemacht, welches sie immer tragen konnte. Die Herstellungsmethode war ein Goose-Pear-Tent. So in etwa ist die Überlieferung dieser Legende in Kurzform. Leider war das Schicksal nicht gut zu Zhou Ehuang. Als einer ihrer Söhne drei Jahre alt war, ist dieser bei einem Unglück beim Spielen ums Leben gekommen. Beide Li Yu und Zhou Ehuang trauerten lange um den Verlust. Zhou Ehuang wurde daraufhin krank. Später hat Li Yu seine Gattin in ihren letzten Tagen mit ihrer 14 Jahre jüngeren Schwester Zhou Jiamin betrogen. Man sagt Zhou Ehuang sei am 8. Dezember an Kummer verstorben. Jiamin wurde anschließend die neue Königin und ging in die Geschichte als Königin Zhou die Jüngere ein. Sie begleitete Li Yu bis zu seinem Tod.

Bestandteile und Herstellung

Goose-Pear-Tent Incense wird aus ein paar wenigen Zutaten hergestellt. Dafür benötigt man hochwertiges Hainan-Adlerholz. Der Duft ist elegant, sanft und süß.
Indisches Sandelholz „Altes Sandelholz“ ist die höchste Qualität. Umso länger dieses gelagert wird, umso weicher und milder wird es. Es erfrischt den Geist wirkt aber auch beruhigend. Beide Hölzer sind besonders erlesene Zutaten.
Quitte ist süß und feuchtigkeitsspenden und war in der Antike eine Zutat für vielerlei Gewürze.

Drei Stufen Weihrauch in der Antike

Die Herstellung von Goose-Pear-Tent Incense folgt einem traditionellen Verfahren, das als „Drei Stufen Weihrauch“ bekannt ist. Diese Stufen umfassen:

  1. Kopfnote: leicht und süß
  2. Herznote: nach kurzer Zeit kommt der Charme des Hain-Adlerholzes zur Nase.
  3. Basisnote: üppiges süßliches Aroma des Sandelholzes

Herstellung

Es gibt mehrere Quellen dazu, wie man Goose-Pear-Tent Incense herstellt.
Allerdings ist die gedämpfte Quitte die einfachste Variante.
Auf Laitimes.com fand ich folgende Angaben:


Ein oder zwei Stücke Adlerholzpulver
Ein Dollar Sandelholz
Adlerholz und Sandelholz gut mischen
10 Quitten
Die Quitten wurden oben aufgeschnitten, entkernt so, dass ein Behälter mit Deckel entsteht. Nun füllt man die gemischten Hölzer hinein. Gibt den Deckel der Frucht wieder rauf. Und dämpft das ganze über dem Wasserdampf. Anschließend wird die Quitte geschält und man vermengt das Fruchtfleisch und die Hölzer gut miteinander und macht Räucherkuchen, Stäbe, Kegel daraus. Ich habe auch eine Variante gesehen, da wird das Fruchtfleisch nicht mitverwendet, sondern nur die parfümierten Hölzer entnommen und zu Kugeln verarbeitet.

Therapeutische Eigenschaften

Quitten haben in der traditionellen chinesischen Medizin einen kühlen, süßlichen Effekt. Sie reinigen die Lunge und lösen Schleim auf.
Die flüchtigen Inhaltsstoffe der Hölzer beruhigen den Geist und können bei Depressionen etwas lindern und unterstützen.

Fazit

Goose-Pear-Tent Incense ist ein faszinierendes Produkt mit einer reichen Geschichte und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Die Kombination aus exotischen Zutaten und traditioneller Herstellungstechnik macht dieses Räucherwerk zu etwas ganz Besonderem. Da es kaum Quellen zur Herstellung der Goose-Pear-Tent Incense gibt, ist es mir kaum möglich mehr darüber zu berichten. Weiters konnte ich nicht in Erfahrung bringen welche Mengeneinheit ein Doller darstellen soll. Es kann sich dabei um eine Tasse, Teelöffel usw. beziehen. Da es dazu regionale Unterschiede gibt, kann man somit nur selbst experimentieren. Auch konnte ich nicht in Erfahrung bringen ob nun tatsächlich eine Quitte oder eine Birne verwendet wurde. Auch hier empfehle ich einfach zu experimentieren.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

WERDE FNL KRÄUTEREXPERT*IN nach Ignaz Schlifni und besuche unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni!

September 2024 . KURSSTART VORARLBERG – RHEINTAL. Raum Hard . Wochenends

FNL Referentin: Marlies Schneider

8. Adventstürchen öffnet sich „Quitte“

8. Adventstürchen öffnet sich „Quitte“

Was ist sie nun ein Baum oder ein Strauch? Nun tatsächlich wäre sie eher ein Strauch, wenn man den Austrieb aus dem Wurzelgrund anschaut. Meist wird sie allerdings als kleiner Baum kultiviert. Ein schwerer Boden setzt der Quitte zu und einen zu hohen pH-Wert des Bodens möchte sie auch nicht. Wusstest du, dass es tatsächlich eine gesetzliche Verordnung gibt die das Anpflanzen der Quitte zur Zeit verbietet (zumindest in Tirol)? Der Grund ist der Feuerbrand, ein Bakterium welches Pflanzen befällt. Besonders Kernobst ist betroffen. Leider betrifft es viele weitere Rosengewächse wie Aronia, Mispel usw. Tatsächlich haben mir Teilnehmerinnen aus meinen Kräuterlehrgängen berichtet, dass sie keine Quittenbäume und Weißdornbäume in der Landesgärtnerei Vorarlberg erwerben konnten. Verrückt!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Volksheilkundlicher Kurs Start:

28. Januar 2023|09:00 – 1. September 2024|17:00

30. Januar 2023|09:00 – 3. September 2024|17:00

AUSBILDUNG VORARLBERG: Volksheilkundlicher Kräuterkurs samstags/sonntags mit Marlies Schneider Kursnummer F23_3 Warteliste

AUSBILDUNG VORARLBERG: Volksheilkundlicher Kräuterkurs montags mit Marlies Schneider Kursnummer F23_4