Shampoo Bar selbstgemacht


Im Urlaub war ich wieder mal bei der Rührwerkstatt zu Besuch. Was für ein verhängnisvolles Geschäft.  Ich habe mir eine Liste geschrieben welche kosmetischen Rohstoffe ich haben möchte. Es ist schön mal direkt in ein Geschäft zu gehen und nicht alles Online zu bestellen. Man findet doch noch meistens etwas, dass nicht auf der Liste steht. Leider gibt es keinen Händler in unserer Nähe. So nütze ich immer die Chance und statte der Rührwerkstatt einen Besuch ab. Es ist ein schönes sehr liebevoll eingerichtetes Geschäft mit allen möglichen Produkten.

Wieder daheim habe ich mir Shampoon Bars gemacht. Ich habe mir schön aufgeschrieben was ich alles rein packen möchte doch die Hälfte davon habe ich vergessen. So ist nun folgendes Rezept entstanden:

70g SLSA (Tensid)

25g Lavaerde

30g Ziegenmilchpulver

10g Jojobaöl

10g Kokosöl

10g Sheabutter

1g Kurquat

2g Cetylalkohol

Rosenwurzwurzeltinktur

Kastanienblütentinktur

Perlglanz (optional)

dazu kamen je ein Spritzer von selbstgemachten Tinkturen.

Ich habe mein Rezept mit etwas Kastanienblütentinktur und Rosenwurztinktur ergänzt. Für die Farbe habe ich etwas Kupfer Perlglanz genommen. Diesen kann man aber auch weg lassen.

Zuerst muss man Kurquat und den Cetylalkohol in den Ölen auflösen (im Wasserbad). Anschließend die Sheabutter dazu geben und auch schmelzen lassen. Die trockenen Zutaten habe ich in einer Schüssel vermischt. Ich habe einen Mundschutz getragen da das Tensid SLSA sehr fein ist und nicht in die Atemwege gelangen sollte. Hat man das gemacht kann man ganz langsam die Öle untermischen. Dabei ständig kneten bis eine Masse entsteht die nicht auseinander bröselt aber auch nicht zu nass ist. In Formen drücken und im Backrohr bei 50° ca. 1,5 h trocknen lassen. Anschließend gibt man die Formen in den Tiefkühlschrank für eine Zeit. Ich glaube meine waren ca. 1 h darin. Ich konnte meine Bars anschließend gut auslösen.

Ich habe sie natürlich rasch getestet und ich muss sagen sie sind einfach nur hervorragend geworden.

SLSA – Sodium Lauryl Sulfoacetate ist ein pflanzliches Tensid. Kurquat unterstützt die Kämmbarkeit der Haare und hat auch eine konservierende Eigenschaft. Cehtylalkohol ist glättend und rückfettend und ein Feuchthaltefaktor.

Es hat so Spaß gemacht, dass ich in dieser Richtung sicher noch etliche Rezepte kreieren werde.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

 

 

 

 

 

Waschserie von RINGANA

Foto ©Sonja Sutterlüty

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Wir dürfen uns freuen! Ringana bringt einen neue Waschlinie auf den Markt. Dabei gibt es wieder einen Haar-Conditioner. Wusstest du, dass es auch immer ein wöchentliches Angebot von Ringana Produkten gibt? Dabei kannst du einfach hin und wieder in meinen Partnershop schauen, es lohnt sich! Shop

Foto ©Sonja Sutterlüty

 

 

Haarspitzenbalsam

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Es gibt 350 Aloe Arten, aber nur ca. vier haben arzneiliche Eigenschaften. Das sind die Aloe Vera, Aloe arborescens und die Aloe barbadensis. Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Baum-Aloe – Aloe arborescens gekauft. Diese Art der Aloe soll am Heilkräftigsten sein. Sie stammt aus Südafrika, aber inzwischen findet man sie bei uns in den Kräutergärtnereien. Bei dieser Aloe-Sorte kann sogar das komplette Blatt verwendet werden, nicht wie üblich nur das Gel im Inneren der Pflanze. Im Vergleich zu meiner Aloe Vera macht die Aloe arborescens schmalere Blätter und wächst stark in die Höhe, ähnlich wie ein Strauch. Diese Sorte ist im Deutschen Arzneibuch eingetragen, im Gegensatz zur Aloe Vera, die nur für kosmetische Zwecke zugelassen ist. Sie besitzt eine starke antimikrobielle und antivirale Wirkung. Da sie aber im Vergleich zur Aloe Vera wenig Gel enthält, ist sie von geringem wirtschaftlichen Interesse. Allerdings ist sie aus therapeutischer Sicht der Aloe Vera überlegen.

Ein Blatt der Aloe Vera ist sehr ergiebig und nicht immer brauche ich so viel Gel.

Nun wollte ich eine Haarspitzenpflege zaubern. Inzwischen brauche ich ja nicht mehr viel für meine Haare, aber eine spezielle Pflege für die Spitzen wollte ich doch haben. In meinem Artikel „Alles über Haarpflege“ habe ich ja schon etliches zum Thema Haare waschen geschrieben. Allerdings ist Selbermachen für mich das Ziel.

Mein Rezept für den Haarspitzenbalsam:

10 g Sheabutter

15 ml Arganöl

ca. 10 ml Aloe arborescens Gelp1100868

1/2 Tl Vitamin E

wenig Weingeist

20 ml Jojobaöl

2 Tropfen ätherisches Ylang Ylang Öl naturrein

2 Tropfen ätherisches Bergamotten Öl naturrein

Da so eine kleine Menge Aloegel mit meinem Stabmixer nicht zerkleinert werden kann, habe ich alle Zutaten zusammen gemixt. Zuerst wird aber die Sheabutter langsam geschmolzen mit der möglichst niedrigsten Temperatur. Arganöl und Jojobaöl und die Aloe hinzugeben und gut mit dem Stabmixer mixen. Dann kommen die anderen Zutaten hinzu – nochmals gut mixen und abfüllen. Haarcreme (3).JPG

Mit einem Spatel eine kleine Menge entnehmen. Es reicht so ca. die Größe einer halben Erbse und diese Menge in die Haarspitzen massieren. Ist auch immer wieder ein schönes Geschenk aus der Küche.

Hier habe ich noch ein Rezept für ein Rosskastanienshampoo.

Da nicht alle Selbermacher sind, möchte ich die die RINGANA Produkte empfehlen.

Auch darüber habe ich einen Artikel geschrieben „Schöne Haare mit RINGANA“

© Marlies Schneider

Schöne Haare mit Ringana!

Schönes, dichtes, glänzendes Haar wünscht sich jeder. Bei der Pflege sollte möglichst keine Chemie verwendet werden.

Borretsch (5)

Borago officinalis Foto © natur zum wohlfühlen

Zunächst sollte man dazu mal etwas klarstellen. Eigentlich sollten wir nicht Haarwäsche sondern Kopfhautwäsche dazu sagen. Denn auf der Kopfhaut spielt sich alles ab, Ausscheidungen der Talg-und Schweißdrüsen sowie Staub- und Umweltablagerungen. Schmutzig ist wenn man das so nennen kann die Kopfhaut. An den Haaren selbst kann eigentlich nur Geruch haften. Nur weil die Kopfhaut täglich ausscheidet, bedeutet das nicht für uns, dass wir sie jeden Tag waschen sollten.
Bestimmt hast du zuerst auch ein ganz normales Shampoo verwendet und sicher auch noch ein Folgeprodukt. Wie schon im Artikel „Alles über Haarpflege“, sind in vielen Shampoos und Pflegeprodukten Silikone enthalten. Diese Silikone legen sich um dein Haar und machen es weich. Aber sie sind für viele Kopfhautprobleme verantwortlich.

Steigst du dann auf das RINGANA Shampoo um, wäscht sich der „Silikonfilm“ langsam aber sicher herunter und darunter kommt das ausgetrocknete Haar zum Vorschein. Das Silikon gaukelt also nur ein vermeintlich gesundes Haar vor.

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Foto © natur zum wohlfühlen

Besonders bei der Umstellung auf ein Naturshampoo kann es somit schon mal vorkommen das du das Gefühl hast dein Haar wäre trocken. Dieses Phänomen ist aber nicht außergewöhnlich sondern normal.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen „habe Geduld“. Es lohnt sich wirklich dies durch zu ziehen und die Zeit zu überstehen.
Wie kannst du nun vorgehen:
Um die Spitzen zu schonen und dort wo es nötig ist, nämlich die Kopfhaut, machst du eine Ansatzwäsche.
Verwende vom RINGANA Shampoo ca. 5ml und gib dies in eine Applikatorflasche und gib ca. 50ml Wasser dazu. Verteil nun diese Mischung unter die Haare, direkt auf die Kopfhaut, ohne es vorher nass zu machen und massiere direkt die Kopfhaut. Die Haare können so weder gefilzt noch verknotet werden.

Für die Haarlängen reicht das Shampoo-Wasser-Gemisch, welches beim Ausspülen über die Haare läuft für die Reinigung völlig aus. Wiederhole bitte diesen Vorgang. Kämme das nasse Haar nach dem Waschen nur (mit einem guten handgesägten Kamm oder einer Holzbürste). Im nassen Zustand sind Haare äußerst empfindlich.

Zu empfehlen ist eine gute Wildschweinborsten-Haarbürste. Bürsten deine Kopfhaut und die Haare täglich damit. So wird die Kopfhaut vitalisiert und stimuliert und das natürliche Hautfett gleichmäßig pflegend auf die Haare verteilt.  Der Bürstenkörper sollte optimal aus heimischen Holz und nicht chemisch behandelt sein. Die Haarstruktur wird geglättet, und die von häufigen Waschen ausgelaugten Spitzen nehmen den aufgenommenen Talg aus der Bürste auf und erhalten so wieder Substanz und Glanz. Trockenes Haar wird geschmeidig, feines Haar bekommt deutlich mehr Volumen, fettiges Haar wird reguliert, Kopfhautschuppen verschwinden – sofern die Haarpflege stimmt.

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Foto © natur zum wohlfühlen

Die RINGANA Haarmilch hilft dir bei der Umstellung auf die Naturprodukte. Ohne weiteres kannst du sie als Pflege über Nacht einwirken lassen

Möchtest du trotzdem ein Folgeprodukt verwenden, dann ist die Haarmilch ideal. Die RINGANA Haarmilch ist die optimale Pflege für trockenes, strapaziertes Haar und für die Kopfhaut nach der Haarwäsche. Aloe Vera, Borretsch- und Jojobaöl, Apfelessig und weitere ausgewählte wertvolle Wirkstoffe normalisieren die Kopfhaut und stellen die Hautfunktionen wieder her. Weizenproteine reparieren darüber hinaus Strukturschäden, verbessern die Kämmbarkeit und geben schönen seidigen Glanz. Du kannst also die Haarmilch in diesem Fall entweder ins trockene gut gebürstete Haar oder nach dem Waschen ins feuchte Haar verteilen.

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Rosmarinus officinalis Foto © natur zum wohlfühlen

Sie eignet sich übrigens als ideales Styling-Produkt. Einfach nach der Kopfhautwäsche auftragen und trocknen lassen.
Du kannst dir auch zwischen durch mal ein Haarwasser selber zubereiten.
In Korn 45% gibst du Brennnessel, Birke, Klettenwurzel, Buxbaum und Rosmarin. Die Pflanzen werden zuerst noch zerkleinert und ein Glas zu ¾ füllen. Mit dem Alkohol bedecken und mindestens 6 Wochen ziehen lassen. Dann abfiltern und mit der gleichen Menge Rosenhydrolat verdünnen. Man kann natürlich noch die passenden ätherischen Öle beigeben um die Wirkung noch zu verstärken.

Buchtipp: Alles klar mit Haut & Haar von Susanne Kehrbusch

Alles über Haarpflege!

Der Haaraufbau und unsere Haaroberfläche sehen aus wie ein geschlossener Tannenzapfen.
Das Waschen mit üblichen Shampoos mit enthaltenen Tensiden lässt die Haaroberfläche aufquellen. Die Schuppen stellen sich ab und öffnen sie wie bei einem Tannenzapfen. Was nun geschieht kennen sicher sehr viele. Das Haar wird sofort schlecht kämmbar. Das macht sich vor allem bei längeren Haaren bemerkbar. Stell dir die nebeneinander liegenden Haare mit dieser geöffneten Schuppenschicht vor. Sie verhalten sich wie ein Klettband und verhaken sich ineinander.
(Aggressive Tenside wären: Natrium Laureth /Lauryl Sulphate, Sodium Laureth / Lauryl Sulphate, Cocamidopropyl Betaine, um einige genannt zu haben!)
Mit der Bürste bleibt man zwischen Haar Schaft und aufgestellter Schuppenschicht hängen. Wenn man nun mit einer harten Bürste die Haare mit Gewalt durchkämmt, kann es passieren, dass die Schuppenschicht weit aufreißt. Das Haar wird teilweise abgerissen oder regelrecht geschält.

So werden die Haare in den Spitzen immer dünner und substanzloser. Das Haar verliert an Oberflächenglanz. Eine angeraute Oberfläche hat nicht die Lichtreflexion wie eine glatte Oberfläche. Die Haare sehen struppig aus.

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Foto © natur zum wohlfühlen

Spülung, Balsam und Co neutralisieren die Quellung durch das Shampoo. Sie sind also unerlässlich. Das glauben wir zumindest. Nicht jeder ist aber bereit zwei Produkte zu kaufen.

Nun wurden eben Shampoo und Spülung in ein Produkt gepackt. Doch Achtung! Die waschaktiven Substanzen sind genauso aggressiv und billig wie vorher, es wurden nun nur noch Silikone ins Produkt eingebunden.
Ja genau, Silikon die Fugenmasse am Duschkabinenrand! Silikon kriecht in jede Ritze und macht dicht. Beim Haar legt es sich um die geöffnete Schuppenschicht und glättet es. Ein Frisör hat dann mühe mit einer Frisur. Die Haarfarbe oder Dauerwelle hält nicht mehr.
Warum ist das so? Sehr viele Silikone sind nicht wasserlöslich (wie bei deiner Dusche). Somit wurde das Silikon in deinem Haar bei der nächsten Haarwäsche nicht abgebaut, sondern neu hinzuaddiert. Warum erzähle ich dir das? Da Silikone zu einem großen Teil an den Haar und Kopfhautprobleme beteiligt sind. (Silikonöle und Silikonwachse wären Stearyl Dimethicone, Cetyl Dimethicone, Polymethylsiloxan, Dimethicone Copolyol, Polymethylsiloxan-Polyethylenglykol)

Wenn das Tensid im Shampoo aber mild ist und es den richtigen pH-Wert hat, findet die Quellung erst gar nicht statt. Aber die milden Tenside sind die teuersten Rohstoffe. Außerdem würden die Haare ohne Folgeprodukt gut aussehen.
Eine Umstellung geht nicht von einem Tag auf den Anderen. Aber du kannst maßgeblich daran Arbeiten ein gesundes und schönes Haar (Kopfhaut) zu erlangen.
Das RINGANA Shampoo ist ein Weizenproteinprodukt, das speziell für strapazierte Haare und sensible Kopfhaut entwickelt wurde. Aloe Vera beruhigt irritierte Kopfhaut und spendet intensive Feuchtigkeit. Das Shampoo, das für alle Haartypen geeignet ist, ist eine besonders milde Tensid Mischung zur sanften Reinigung und tiefenwirksamen Pflege.

Buchtipp: Alles klar mit Haut & Haar von Susanne Kehrbusch

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Foto © natur zum wohlfühlen