DIY Handwaschpaste für Gartenliebhaber

Bei dem schönen Wetter zieht es viele hinaus in den Garten. Man werkelt, pflanzt, gestaltet oder macht sogar größere Arbeiten so wie wir.

Wenn man viel Erde schaufelt und Pflanzen umsetzt sind die Hände am Abend oft schwarz. Nicht immer lässt sich der Schmutz so leicht lösen. Dafür hilft aber eine Handwaschpaste.

Die meisten Zutaten wirst du daheim haben. Hier ist meine Variante:

100 g Seifenraspeln (ich habe immer vom Seifensieden Reste übrig), möglichst klein geraspelt, jede Naturseife geht auch dafür

50 g Gundermann Hydrolat, konserviert (optional geht auch dest. Wasser)

25 g Bambus Peeling Pulver
25 g Natron
50 g Kokosöl

30 g Weingeist
20 g Spitzwegerich Tinktur 40%, Plantago lanceolata
Ich destilliere mein Gundermann Hydrolat selbst. Gundermann – Glechoma hederaceae ist hautpflegend besonders für beanspruchte Hände. Natürlich kannst du destilliertes Wasser oder ein anderes Hydrolat benutzen.

Man gibt zu den Seifenflocken das Hydrolat und schmilzt die Seife bei kleiner Temperatur im Wasserbad.

Anschließend kannst du alle trockenen Zutaten samt Kokosöl dazu geben und gut verrühren. Zum Schluss gibst du die Spitzwegerich Tinktur dazu. Auch Spitzwegerich ist eine wunderbare Pflanze für die Haut.

Auch bei Schrunden oder Wunden ist Spitzwegerich eine große Heilpflanze. Weingeist und Tinktur dienen der Konservierung. Wenn du keine Tinktur zur Hand hast kannst du auch nur Weingeist nehmen.

Die Zugabe von Kaliumsorbat wäre noch perfekt. Als wirksames Mittel gegen Pilze. Dabei würde ich 1% zur Tinktur geben und auch gleich darin auflösen.

In ein sauberes Glas füllen und mit einem Löffel bei Bedarf entnehmen.

Beachte: Mein Rezept dient ausschließlich für intakte gesunde Haut.

Ich verwende Seifenraspeln von meinen selbst gesiedeten Seifen die zum Teil einen Duft haben. So riecht die Handwaschpaste total fein.

 Früher habe ich Heilerde als Peeling Zutat verwendet. Allerdings sind Tonerden und Heilerde so gut wie nicht konservierbar. Sind die Hände beansprucht, würde das mehr schaden als nutzen.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

DIY Knetseife – spielerischer Waschspaß für Kinder

Kinder lieben es zu kneten, zu formen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen – und genau das macht Knetseife so besonders! Sie fühlt sich an wie Knete, duftet wunderbar und kann in beliebige Formen gebracht werden. Das Beste daran? Nach dem Spielen werden die Hände ganz nebenbei gründlich sauber. So wird das Händewaschen zum Vergnügen statt zur Pflicht!

Ob als bunte Seifenfiguren, lustige Kugeln oder kleine Herzen – Knetseife ist eine tolle Möglichkeit, Kinder spielerisch an das Thema Körperpflege heranzuführen. Zudem lässt sie sich wunderbar gemeinsam herstellen und sorgt für jede Menge Freude schon bei der Zubereitung.

Benötigte Zutaten für Knetseife

100 g Stärke (wir haben Maisstärke verwendet)
90 g Kastilienseife
1 El Kokosöl
1 El Kaolin (optional)
1 El Milchpulver (optional)
1 Prise Salz
Alle Zutaten werden vermengt und gut durchgeknetet.

Danach kannst du die Masse aufteilen und mit Pigmenten oder Lebensmittelfarbe färben.

Wir haben Micas verwendet. Die Farben gut unterkneten und dann in die gewünschte Form bringen.

Wir lassen die Stücke trocknen dann werden sie fest.

Beim Anwaschen lösen sie sich viel schneller auf als normale Seife. Aber die Kinder haben ne menge Spaß mit dieser Seife und ein Zeitvertreib ist es auch.

Tipp:

Wenn du die Zutaten nicht daheim hast, kannst du ganz einfach ein Duschbad und Stärke verwenden + ein wenig Öl. Lebensmittelfarbe dazu und gut ist. Da ich eben alle Zutaten hier habe gab es die Luxusvariante von Knetseife.

Wenn du möchtest, dass die Seife weich bleibt dann solltest du sie in luftdicht verpacken. Es ist ein Spaß wenn die Kinder beim Händewaschen die Seife kneten können.

Es ist nicht zu vergleichen mit herkömmlicher Seife. Es ist eher eine Gaudi mit Kindern etwas zu basteln.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Seife To Go: Praktische Lösungen für Unterwegs

Um euch bestmögliche Kurse anbieten zu können bilde ich mich in Sachen Kräuterkunde immer wieder weiter. Zur Zeit besuche ich immer wieder die besten Ausbilder. Diese bietet der Verein Freunde naturgemäßer Lebensweise an. Dadurch bin ich in ganz Österreich unterwegs. Da ich mit dem Auto unterwegs bin, muss man hin und wieder mal stehen bleiben. Ich mag Autobahntoiletten nicht sonderlich. Es gibt so gut wie nie eine Seife um sich die Hände zu waschen. Also wurde es längst überfällig eine „Seife to go“ zu basteln.

Seife to go – Seife immer Griffbereit ©Marlies Schneider

Ich habe vom Seifensieden immer Seifenraspeln übrig. Für alles mögliche kann man diese gebrauchen und somit auch für eine „Seife to go“. Es ist eine ideale Resteverwertung und total brauchbar.

In kleinen Döschen abgepackt ist die mobile Seife in der Tasche gut verstaut und schnell zur Hand. Wer keine Seifenreste übrig hat, kann natürlich auch von einer Naturseife ein paar Raspeln abreiben und diese so mitnehmen. Oder du verwendest Seifenstückchen die für eine Dusche schon recht klein sind und einem immer wieder aus der Hand fallen. Einfach trocknen lassen und dann klein schneiden.

Um die Seife zu verwenden, nimmt man ein kleines Stück, bevor die Hände nass sind. Dann wäscht man sich die Hände damit.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Upcycling: So machst du Putzseife aus Frittieröl

Ich habe schon seit längerem eine Fritteuse daheim. Ein großer Nachteil ist, dass man immer so viel Altöl zum Entsorgen hat. Letztens habe ich dann in einem Seifenforum gelesen, dass unsere Vorfahren aus Altöl Seife gesiedet haben. Idealerweise könne man aus diesem gebrauchten Öl eine gute Putzseife herstellen. Die Seife würde nicht nach „Schnitzel“ riechen.

Also dachte ich mir, wenn das klappt, habe ich eine ideale Lösung um das Öl vollständig zu verarbeiten. Eine bessere Idee für Upcycling gibt es wohl nicht für Altöl. Man sollte allerdings schon wissen welches Produkt/Fett man für seine Fritteuse benutzt. Ich achte darauf eine gute Qualität zu kaufen und nicht das billige Frittieröl.

Ich habe mein Öl gut gefiltert damit keine Rückstände mehr darin waren. Nun die Farbe war goldig und der Geruch eben wie er ist. Wenn die Seife nichts wird kann ich sie immer noch aussalzen und dann sowieso zu Putzsseife verarbeiten. So mein Gedanke.

Oft verwendet man für Putzseife gerne Seifenreste die von allen Fremdkörpern wie Kräuter, Farben usw. befreit werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Aussalzen. Zudem achtet man darauf, dass das restliche Öl auch noch verseift werden kann. Das Ziel ist eine 0% Überfettung der Seife. Die Seife ist somit scharf und mit Handschuhen anzufassen.

Im Grunde gibt es kein Rezept für solche Seife. Du wiegst dein Altöl ab. Je nach Öl suchst du dir die Verseifungszahl raus. Somit kannst du dir die nötige NaOH Menge berechnen welche du für 0% Überfettung benötigst. Der Wasseranteil lag bei 30% und auch 3% Zitronensäure habe ich verarbeitet.

Du kannst gerne einen Seifenrechner aus dem Internet verwenden.

Der Seifenleim wurde schnell dick und ich konnte ihn recht rasch in Formen füllen. Die Seife an sich ist auch nach ein paar Stunden hart geworden. Ich habe sie recht rasch in Stücke geschnitten. Wird sie zu hart, bricht sie beim schneiden gerne. Einzelformen sind klar ein Vorteil.

Durch die Verseifung ist die Seife hell geworden und der Geruch wurde durch das NaOH tatsächlich neutralisiert. (Allerdings, muss man sicher berücksichtigen wie oft da Öl vorher verwendet wurde)

Die Seife ist schön hart und hat keine lange Reifezeit. Du kannst diese Seife zum Putzen verwenden oder aber auch zum Geschirr abwaschen. Als Waschmittel habe ich sie noch nicht ausprobiert aber es soll auch funktionieren. Der Schaum ist bei dieser Putzseife nicht im Vordergrund. Das ist aber auch total egal sie erfüllt ihren Zweck.

Tipp:

Erfahrung im Seifensieden ist dringend empfohlen um Putzseife herzustellen. Aber da beim Seifensieden generell Vorsicht geboten ist, ist es eigentlich nicht viel anders als sonst. Schutzkleidung ist unerlässlich! Aussalzen war definitiv nicht nötig.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

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