Vanillezucker Rezept – Die besten Tipps zur perfekten Zubereitung

Vanillezucker aus der Vanille, welche oft als „Königin der Gewürze“ bezeichnet, ist einfach hervorragend. Ursprünglich stammt sie aus den tropischen Wäldern Mexikos.

Vanillezucker Rezept
Vanillezucker Rezept – Die besten Tipps zur Zubereitung

Die Totonaken, ein indigenes Volk, kultivierten sie als Erste und integrierten sie in ihre Rituale und kulinarischen Genüsse. Später übernahmen die Azteken die Vanille und kombinierten sie mit Kakao zu einem Getränk namens „Xocolatl„. Im 16. Jahrhundert brachten spanische Eroberer, darunter Hernán Cortés, die Vanille nach Europa, wo sie schnell an Beliebtheit gewann.

Dieses Rezept gibt es tatsächlich schon lange auf meinem Blog.

Ich hatte es bei meinem Schokolade-Rezept integriert und ist untergegangen, da es nicht gefunden werden konnte. Nun widme ich dem Rezept einen eigenen Beitrag. Ich verwende relativ oft beim Backen Vanillezucker. Allerdings schmeckt uns der selbstgemachte Vanillezucker am besten.

Für mich ist dies die beste Zubereitungsform für Vanillezucker und du kannst jeden Zucker dafür verwenden. Ob Haushaltszucker, Birkenzucker oder Kokosblütenzucker. Sie eignen sich alle dafür.

Vanillezucker aus Zucker / Birkenzucker selber machen

2 ganze Vanilleschoten

Die Vanilleschoten kannst du vorher noch auskratzen und die Schoten schneidest du in kleine Stücke.

250 g echten Birkenzucker (nicht aus Mais gewonnen) oder Kokosblütenzucker oder Haushaltszucker

Jetzt gibst du alles zusammen, ausgekratztes Mark der Vanilleschoten, die klein geschnittenen Schoten und den Zucker in die Kaffeemühle. Die klein geschnittenen Schoten kommen tatsächlich hinzu. Sie ergeben erst ein richtig intensives Aroma und wären zu schade, um sie zu entsorgen.

Alles zusammen fein mahlen.

Dies ergibt einen wunderbar schmackhaften Vanillezucker. Er ist gleich verwendbar.

In einem luftdichten Gefäß aufbewahren, dann hält sich das Aroma über Monate. Sollte er etwas klumpig werden, dann mörsert man den Zucker einfach etwas an. Er wird dann gleich wieder Streu-fähig.

Für mich ergibt diese Zubereitungsform den besten Vanillezucker überhaupt. Denn es wird die komplette Schote verwendet und nicht nur das Mark.

Vanillezucker

Fakten zu Vanille:

Vanille enthält zahlreiche Aromastoffe, insbesondere Vanillin, dem verschiedene positive Auswirkungen auf unseren Körper nachgesagt werden. So soll Vanille stimmungsaufhellend wirken und bei depressiven Verstimmungen oder Angstzuständen helfen können.

Zudem wird ihr eine beruhigende Wirkung zugeschrieben, die zur Linderung von Stress beiträgt und eine positive Stimmung fördert.

In der Küche verleiht Vanille zahlreichen Süßspeisen, Gebäck und Getränken ein unverwechselbares Aroma. Durch ihre Vielseitigkeit und die positiven Eigenschaften ist Vanille sowohl kulinarisch als auch gesundheitlich ein wertvolles Gewürz.

Echte Vanille oder künstliches Aroma? Worauf du beim Vanillezucker achten solltest

Die Vanille gilt als Königin der Gewürze – sinnlich, warm, weich und gleichzeitig geheimnisvoll. Doch hinter ihrem süßen Duft verbirgt sich eine faszinierende botanische, kulturelle und auch wirtschaftliche Geschichte. Und wer sich einmal intensiver mit Vanille beschäftigt, erkennt schnell: Vanille ist nicht gleich Vanille.

Die Herkunft der Vanille

Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko. Die Ureinwohner, vor allem die Totonaken, verwendeten die fermentierten Schoten der Vanilla planifolia schon lange, bevor sie von spanischen Eroberern nach Europa gebracht wurde. Botanisch gehört Vanille zur Familie der Orchideen – sie ist also kein Gewürz im klassischen Sinn wie Pfeffer oder Zimt, sondern die Frucht einer Kletterorchidee.

Heute kommt der größte Teil der Welternte aus Madagaskar, Réunion (früher Bourbon), Tahiti, Uganda und Mexiko. Die klimatischen Bedingungen, die Art der Fermentation und die jeweilige Vanillesorte führen zu deutlichen Qualitäts- und Geschmacksunterschieden.


Die wichtigsten Vanillesorten im Überblick

1. Bourbon-Vanille (Vanilla planifolia)
Diese Sorte stammt überwiegend aus Madagaskar und den Komoren. Sie ist die klassische, intensiv duftende Vanille mit einem warmen, leicht karamelligen Aroma. Bourbon-Vanille ist die am häufigsten verwendete Sorte in der Küche.

2. Tahiti-Vanille (Vanilla tahitensis)
Etwas seltener und teurer. Sie besitzt eine blumigere, an Kirsche und Anis erinnernde Note. Ihr Duft ist weicher und parfümierter. Sie wird oft in feiner Pâtisserie, Parfümherstellung oder edlen Desserts verwendet.

3. Mexikanische Vanille
Das Ursprungsland der Vanille liefert eine besonders harmonische und erdige Sorte mit Noten von Schokolade und Gewürzen. Echte mexikanische Vanille ist heute selten und meist hochpreisig.

4. Ugandische Vanille
Diese Sorte hat sich in den letzten Jahren am Markt etabliert. Sie ist kräftig, süß und vanillinreich – perfekt für Gebäck und Liköre.


Was ist echter Vanillezucker – und was nicht?

Beim Blick ins Supermarktregal fällt sofort auf: Es gibt Vanillezucker und Vanillin-Zucker. Der Unterschied ist gewaltig:

  • Echter Vanillezucker enthält gemahlene Vanilleschoten oder Vanilleextrakt. Man erkennt ihn an den kleinen schwarzen Punkten – das sind die Samen, die „Vanillekörnchen“. Sein Aroma ist rund, vielschichtig und naturbelassen.
  • Vanillin-Zucker besteht dagegen manchmal aus synthetischem Vanillin, größtenteils aus Holz, Erdöl oder Nebenprodukten der Papierindustrie gewonnen. Das Aroma ist eindimensional und sehr stark – aber ohne die Tiefe der echten Vanille.

Wenn auf der Verpackung „mit echter Bourbon-Vanille“ steht, handelt es sich um ein natürliches Produkt. Steht dagegen nur „Vanillin“ oder „natürliches Aroma“, ist meist kein echter Vanilleextrakt enthalten.


Qualität, Nachhaltigkeit und Ethik

Echte Vanille ist teuer – und das hat Gründe. Jede Blüte muss von Hand bestäubt werden, und die Schoten reifen viele Monate lang, bevor sie fermentiert und getrocknet werden. Die gesamte Verarbeitung kann bis zu acht Monate dauern.

Aufgrund des hohen Preises gibt es im Handel viele gestreckte oder künstlich aromatisierte Produkte. Wer nachhaltig kaufen möchte, sollte auf Fair-Trade- oder Bio-Siegel achten. Diese garantieren gerechte Entlohnung und vermeiden chemische Behandlung der Schoten.

Weiter Vanille Rezepte am Blog

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.

Quelle:

  • R. Verhoef et al., „Vanillin production from lignin,“ Journal of Biotechnology, 2009.
  • Chemistry World, Royal Society of Chemistry (RSC), 2016: “Vanillin: the case for the synthetic flavouring.”
  • P. Dignum et al., “Production of vanillin from guaiacol,” Applied Microbiology and Biotechnology, 2020.
  • European Food Safety Authority (EFSA), “Flavouring Group Evaluation 21 (FGE.21): Vanillin and related substances”, EFSA Journal 2008.
  • Molecules, 2024, 29(2), 442 – “Synthetic and Natural Vanillin: Biotechnological Advances and Market Overview.”

13. Türchen Shampoo Bar

Heute habe ich ein exklusives Rezept für euch! Nämlich ein Shampoo Bar Rezept.

Die Duftmelts werden einfach auf ein Stövchen gelegt und kommen durch die Kerze langsam zum Schmelzen. Ein feiner Duft verströmt sich im Haus.

Beachte, dass du mindestens 4 % ätherisches Öl benötigst und maximal 10% verwendest. Ein Mittelwert von 7% sind ganz gut. Es kommt natürlich darauf an welche Öle du schlussendlich nimmst.

Bitte brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen.

Mit diesem Adventskalender möchte ich dich gerne ermutigen, neues auszuprobieren.

Freue dich täglich auf ein schönes Rezept.

© Marlies Schneider, Referentin der FNL Kräuterakademie
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

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DIY Vanille-Immortelle Körperpeeling Rezept

Ich habe ein wunderbares Körperpeeling-Rezept gebastelt. Ein Peeling ist eine ideale Pflege für unsere Haut. Es entfernt Hautschuppen und pflegt die Haut mit den enthaltenen Ölen zugleich. Ideal unter der Dusche angewandt und dann einfach mit Wasser abgespült. Anschließend wird die Haut nur trocken getupft. Ein zusätzliches Eincremen ist nicht nötig.

Vanille-Immortelle-Zuckerpeeling

1 1/2 Cup Zucker, fein vermörsert damit er die Haut nicht schneidet

1 Cup Kokosöl

1 EL Aprikosenkernöl
1 EL Wildrosenöl
1  EL Mandelöl
1 El Sesamöl
1 EL Sonnenblumenöl

2 EL Kieselerde
1 EL Tonerde gelb

0,5 % Vitamin E

ätherische Öle:
0,5 % Vanille absolue
0,5 % Immortelle ätherisches Öl
Den Zucker und die Öle mischen und das Vitamin E einrühren bis es gelöst ist. Anschließend die ätherischen Öle zu der Ölmischung geben. Die Öle in ein Glas füllen, verschließen und beschriften.

Kieselerde und Tonerde in einem separaten Becher mischen und in ein Glas füllen. Verschließen und beschriften.
Anwendung:Bei Bedarf etwas von der Zucker-Ölmischung mit einem Teelöffel Erden verrühren und als Körperpeeling verwenden.

Nicht nur als Körperpeeling sondern auch als Handpeeling  ist es ein absoluter Traum!

Statt Zucker kannst du auch ein anderes Exfoliant verwenden.

Beachte:

Tonerden lassen sich nicht gut konservieren, daher werden solche Mischungen immer erst kurz vor der Anwendung vermengt.

Ach ja und hier habe ich noch ein weiteres Rezept für alle Selbermacher: Kaffee Body Scrub

und dieses Rezept: Kokos-Bittersalz-Lippenpflege

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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