Goldene Milch

Hast du schon einmal von Electuaries oder Latwergen gehört? Im Grunde ist es ein Honig der mit Kräutern zu einer dicken Paste angerührt wird. Electuarium ist lateinisch und bedeutet so viel wie Leckmittel. Diese Technik der Medizinherstellung ist tatsächlich sehr alt und war besonders im Mittelalter weit verbreitet. Ich bin mir auch sicher, dass der Begriff „Goldene Milch“ geläufig ist und du zumindest diesen schon irgendwo aufgeschnappt hast. Für die Herstellung der Goldenen Milch wird nichts anderes verwendet als ein Electuary oder Latwerg. Auch Theriak welcher früher oft opiumhaltig und mit vielen Zutaten gemischt wurde, war nichts anderes als ein Electuary oder Latwerg. Heute kommt Theriak in abgewandelter Form vor. Naja ohne Opium eben. Theriak ist eine der Zutaten in Maria Trebens Schwedenbitter. Allerdings ist mir aufgefallen, dass es sich beim Schwedenbitter, bei den fertigen Mischungen, in der Regel nur um Kräutermischungen handelt. Von Theriak, also einem Latwerg, ist da keine Spur mehr vorhanden.

Wenn du nach dem Begriff Latwerg im Internet suchst findest du auch nicht sonderlich viel. Meistens scheinen nur Rezepte für Pflaumenmus auf.

Übrigens ist das Birnenmus mit Bärwurz nach Hildegard von Bingen nichts anderes als ein Latwerg.

Warum allerdings diese Methode der Medizinherstellung kaum noch bekannt ist, erschließt sich mir nicht. Mein amerikanischer Kräuterlehrer Thomas verwendet nach wie vor Electuaries. In Amerika ist diese Methode viel geläufiger als bei uns in Europa.

Für die Herstellung einer Goldenen Milch wird auch ein Latwerg verwendet. Da ich meinen Kaffeekonsum etwas einschränken wollte, trotzdem gerne ein Heißgetränk trinken möchte habe ich mich neben dem Matcha Latte auch für Goldene Milch entschieden.

Als erstes stellen wir unser Pulver her für die Goldene Milch.

Rezept:

3 Tl Curcuma

1 Tl Ingwer

1 Tl Zimt

1/4 Tl schwarzer Pfeffer

1/4 Tl Cardamom

Prise Nelken

Prise Muskat

Prise Cyenpfeffer

Alle Zutaten in Pulverform gut durchmischen. In ein sauberes Glas füllen.

Anschließend nimmst du von deinem Pulvermix ca. 2 Esslöffel und gibst sie zu ca. 1/4 l Tasse Honig. Sehr gut vermengen. Es soll eine nicht zu flüssige Honigpaste entstehen. Diese kannst du auch in ein sauberes Glas füllen.

Für deine Goldene Milch verwendest du nun je nach Gusto ca. 1 Tl auf eine Tasse heiße Kokosmilch. Gut umrühren und genießen.

Es schmeckt auch gut wenn du 1 Tl auf eine Tasse heißes Wasser gibst und ca. 1 El Kokoscreme hinzu gibst.

Mit dem Stabmixer lässt sich das Ganze gut aufschäumen.

Wenn du lieber eine andere Milch verwenden möchtest steht es dir frei zu experimentieren.

Goldene Milch unterstützt unser komplettes Verdauungssystem. Der Pfeffer im Rezept ist ein Synergist damit Kurkuma ideal aufgenommen werden kann. Goldene Milch hält dich fit und macht Kaffee überflüssig. So kannst du den Konsum gut reduzieren. Außerdem wird die Durchblutung angeregt und an besonders kalten Tagen wärmt sie dich wunderbar.

© Marlies Schneider, Referentin der FNL Kräuterakademie
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Gebackener Knoblauch aus dem Ofen

Heute möchte ich euch gebackenen Knoblauch vorstellen. Auf Instagram habe ich ein Video von FoodByMaria gesehen. Sie hat in einem Bräter gebackenen Knoblauch zubereitet. Nun ich hatte so viel Knoblauch daheim und bevor er schlecht werden konnte, habe ich mir gebackenen Knoblauch zubereitet. Ich habe ihn ganz ähnlich wie FoodByMaria hergestellt. Allerdings habe ich das Rezept auf ihrem Blog nicht gefunden, somit habe ich mich von ihrem Video inspirieren lassen.

Rezept:

Knoblauch so viel man eben verwenden möchte schälen und in eine Auflaufform geben.

Reichlich Olivenöl darüber geben, dass der Knoblauch gut bedeckt ist.

ca. 1 El bunter Pfeffer ganz

1 Tl Kräutersalz

1 Tl Chiliflocken

2-3 Rosmarin Stängel

dazu geben und etwas unterrühren. Die Auflaufform in den vorgeheizten Ofen schieben. Bei 200 °C den Knoblauch weich garen. Wenn der Knoblauch bräunlich wird einen Deckel aufsetzen.

Mit einer Gabel kannst du testen ob der Knoblauch schon schön weich ist. Je nach Menge kann es ca. 40 Minuten dauern.

Dann die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und den Knoblauch samt Öl in Gläser füllen.

Den Knoblauch kannst du direkt auf ein Brot streichen. Es schmeckt einfach nur fantastisch.

Wenn du Öl noch übrig hast, halt es auf und verwende es für Salat. Es hat ein gutes Knoblaucharoma.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

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Kartoffel Wedges mit Rosmarin

Ich habe noch Kartoffeln von unserem Bauern daheim. Diese müssen jetzt noch verspeist werden bevor es dann schon wieder neue gibt. Ich kaufe gerne Regional und am liebsten direkt beim Bauern. Bei uns in Vorarlberg machen sehr viele einen richtig guten Job und man sollte sie unterstützten.

Nachdem mein Rosmarin wunderbar am austreiben ist, habe ich die bei uns besonders beliebten Kartoffel-Wedges gemacht.

Einfacher geht es kaum und man muss wirklich kein Fertigprodukt kaufen.

Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und mit Olivenöl beträufeln. Ich würze die Kartoffeln mit meiner Universalwürze die ich mir immer selbst mische. Anschließend gebe ich noch reichlich junge Rosmarinspitzen dazu. Ab in den Ofen bei 200°C backen bis sie eine Farbe bekommen. Um zu sehen ob sie gar sind einfach mit einer Gabel in eine Kartoffelspalte stechen. Beachte, dass sie so ca. 40 Minuten benötigen. Als Beilage zum Grillen eignen sie sich wunderbar. Auch bei Kindern sind sie sehr beliebt.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
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Universal Gewürz

Ich mache ja schon seit vielen Jahren meine Würzmischungen selber. Heute möchte ich euch gerne meine Universalwürze vorstellen. Ob für Fleisch, Kartoffeln oder Gemüse ist es verwendbar.

Meine Universalwürze mache ich meist in größeren Mengen, damit ich immer genug Vorrätig habe. Die nächste Grillsaison kommt bestimmt und eine Gewürzmischung muss man nun wirklich nicht kaufen. Diese Mischung kommt ganz ohne Geschmacksverstärker aus.

Rezept:

42 g grobes Meersalz

110 g feines Meersalz

25 g Rohrzucker

20 g Knoblauchgranulat

25 g Paprikapulver

5 g Japanischer Pfeffer (gemahlener bunter Pfeffer gemischt mit Sesam und Chiliflocken)

5 g Kümmel

5 g Selleriepulver

5 g Galgant gemahlen

5 g Kardamom Kapseln grün oder schwarz

5 g Thymian Blätter

5 g Oregano Blätter

1g Pfefferkörner bunt

2 g Meisterwurz Samen (optional)

5 g Quendel (ich verwende den Gebirgs-Quendel) optional

1 g Mutterwurz Blätter (optional)

Den Kardamom aufbrechen und die Samen in einen Mörser geben.

Den Kümmel, Kardamomsamen, Thymian und Oregano, Meisterwurz, Mutterwurz, Gebirgs-Quendel, Pfefferkörner bunt, im Mörser verreiben. Achtung den Japanischen Pfeffer gebe ich nicht in den Mörser.

Im Grunde musst du nur noch alle Zutaten gut vermengen und abfüllen. Ich gebe immer einen Teil in einen Gewürzstreuer und den Rest in ein luftdichtes Glas. Ich achte auch immer im Herbst darauf genügend Kräuter zu trocknen damit ich einen Vorrat davon habe.

Würzen kannst du alles mögliche damit. Ob Fleisch aber genauso vegane oder vegetarische Gerichte. Für Ofenkartoffeln verwende ich es auch unheimlich gerne.

Das Paprikapulver und das Selleriepulver stelle ich für gewöhnlich im Herbst her. Dabei werden einfach die kleingeschnittenen Gemüse im Dörrapparat gedörrt und dann zu Pulver verarbeitet.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
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Giersch Chips

Ich mag meinen Giersch im Garten gerne für meinen Salat. Für gewöhnlich hole ich mir da immer feine junge Blätter. Die kann ich bis in den Herbst immer ernten. Heuer habe ich mir gedacht ich könnte doch auch einmal ausprobieren wie diese als Chips schmecken. Ich habe ja schon alle möglichen Kräuter als Chips verarbeitet. Am liebsten haben wir Bärlauch mit seinem Knoblauchgeschmack. Ich habe auch schon Brennnesseln ausprobiert aber die sind mir eindeutig zu fettig. Brennnesselblätter saugen das Öl regelrecht auf. Zumindest kommt es mir so vor. Knoblauchsrauke verliert leider total an Geschmack. Sie eignet sich schon auch, aber man sollte sie gut würzen.

Diverse Gemüsechips habe ich natürlich auch schon hergestellt. Wie Grünkohl, dieser schmeckt absolut hervorragend. Aber auch Pastinak, Rote Bete, Karotten, Zucchini habe ich schon zu Chips verarbeitet.

Heuer war also Giersch auf dem Programm. Dafür habe ich einfach saubere junge Gierschblätter verwendet. Diese in eine große Schüssel gegeben. Ganz vorsichtig etwas Olivenöl darüber geträufelt und mit Kräutersalz gewürzt. Mit behandschuhten Händen wird das Öl und das Salz vorsichtig untergemischt. Verwende lieber zuerst weniger Öl und gib noch dazu wenn du meinst es ist nötig. Das Öl ist gut damit das Salz besser an den Blättern haften bleibt. Auch das Kräutersalz solltest du vorsichtig dosieren, denn die Blätter verlieren an Feuchtigkeit und sie können schnell versalzen werden.

Nun gibt man die Blätter auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Möglichst so, dass nicht zu viele übereinander liegen. Dann kannst du die Gierschblätter bei ca. 100°C im Backofen bei Heißluft trocknen lassen. Je nach dem wie viele Bleche du auf einmal machst, bracht es seine Zeit. Ich schau einfach hin und wieder in das Backrohr. Wenn die Blätter schön grün und trocken sind kannst du sie raus nehmen. In einer luftdichten verschließbaren Schüssel halten sie sich lange. Vorausgesetzt du isst sie nicht gleich alle auf.

Beachte, dass du nicht zu alte Blätter verwendest, denn der Geschmack kann recht intensiv und eigen werden.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
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Korn-Cracker oder Knäckebrot Selbermachen

Ich hoffe es geht euch gut! Die Zeiten sind ja wirklich etwas chaotisch. Wir sollten das beste daraus machen. Der Frühling und auch die Sonne die nun endlich da sind, helfen uns unser Gemüt zu heben.

Ich nutze diese schöne Zeit viel in der Natur. Eine gute Jause ist da notwendig. Da ich möglichst auf Brot verzichten möchte, wie ihr wisst, habe ich mir Korn-Cracker selbst gemacht. Auf meiner To-Do-Liste stand das schon richtig lange. Irgendwie habe ich mich nie aufgerafft. Eine liebe Kollegin hat mir welche als Mitbringsel geschenkt. Ich muss sagen die waren so fantastisch, dass ich schnurstracks in die Küche gelaufen bin und mir selbst welche backen musste. Verwendet habe ich was ich zu Hause hatte.

Rezept:

40 g Dinkelmehl

20 g Dinkelschrot

60 g Haferflocken, frisch geflockt

25 g Sonnenblumenkerne

20 g Chiasamen

20 g Amaranth, gepoppt

10 g Flohsamen

1 Tl Leinsamen

1 Tl Sesamkörner schwarz

1 Tl Kräutersalz

1 El Olivenöl

250 ml Wasser, kalt

Alle Zutaten mischen und im Wasser für ca. 15 Minuten quellen lassen. Hin und wieder umrühren. Inzwischen das Backrohr bei Heißluft auf 170°C aufheizen. Nach der Quellzeit die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gießen und gleichmäßig verstreichen. Achtung die Masse ist sehr flüssig. Ab in den aufgeheizten Ofen und für 15 Minuten backen. Nach dieser Zeit schneidest du die Masse in Stücke und gibst das Blech für ca. weitere 45 Minuten in den Ofen. Achte darauf, dass die Stücke nicht zu dunkel werden aber schön trocken sind. Auskühlen lassen und abpacken. Die Cracker sind eine wunderbare Wanderjause und mit etwas Käse und Gemüse kombiniert einfach nur fantastisch.

© Marlies Schneider, FNL-Kräuterreferentin
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Liqueur de Verveine feiner Kräuterlikör aus Zitronenverbene

 

Schon seit längerem habe ich eine Zitronenverbene (Loislkraut oder Zitronenstrauch) – Aloysia triphylla (Aloysia citrodora) im Garten. Sie gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse – Verbenaceae. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist erst seit dem 18. Jahrhundert nach Europa gekommen. Sie ist bei uns nur begrenzt winterhart und benötigt einen guten Winterschutz damit sie überlebt. Ich packe sie immer ordentlich ein und mein Stock ist inzwischen wirklich groß.

Getrocknet im Tee sind die Blätter extrem mild obwohl die frische Pflanze viel ätherisches Öl enthält, welches sehr nach Zitronen duftet. Die Pflanze wird auch in der Parfumherstellung verwendet aber auch in der Kräuterküche findet sie besonders bei Feinschmeckern und Gourmets Anwendung. Der Duft der Zitronenverbene ist erfrischend, beruhigend und sehr angenehm. Auch in der Volksheilkunde findet sie Verwendung. Ignaz Schlifni empfiehlt die Pflanze bei Husten, Blähungen, Säuremangel und bei Nervenproblemen.

Vor einiger Zeit habe ich ein Rezept für den bekannten französischen Liqueur de Verveine gefunden und dachte mir, dass ich so gerne einen Likör herstellen würde. Meine Pflanze war aber einfach zu klein und hatte nie genug zu ernten. Heuer jedoch ist sie wunderbar groß geworden und ich hatte reichlich Blätter, um diesen Likör anzusetzen. Es ist sogar reichlich davon entstanden.

Ich habe zwei Varianten gemacht und so habe ich ihn hergestellt:

Saubere und schöne Blätter der Zitronenverbene werden in ein Glas bis zu 2/3 vollgefüllt.

Dann mit 80% Ansatzkorn aufgießen und ca. zwei Wochen ausziehen lassen. Die Blätter verlieren komplett ihre Farbe und werden blass – gelblich.

Wichtig: Der Ansatz muss unbedingt dunkel stehen damit er die grüne Farbe nicht verliert. Durch Einfluss von Licht würde er bräunlich werden.

Nach ca. zwei Wochen wird abgefiltert. Die Menge abmessen und mit gleichen Teilen Wasser verdünnt. Wenn du noch weniger Alkoholgehalt haben möchtest kannst du mehr Wasser hinzugeben.

Ich habe zu 800 ml Ansatz 800 ml Wasser hinzugegeben.

Anschließend habe ich 300 gr. weißen Kandiszucker angereichert und stehen gelassen bis er sich aufgelöst hat. Durch tägliches Schütteln oder Umrühren geht dies recht rasch. 

Variante II:

Für die zweite Variante gibt man gleich am Anfang zum Ansatz den Abrieb einer Zitrone hinzu.

Beachte: Bei der Zugabe des Zitronen-Abriebes wird der Likör etwas heller. Zudem kannst du mehr oder weniger Zucker verwenden. Lass deinen Ideen freien Lauf.

An sich ist der Likör trinkfertig. Aber ich empfehle dir den Liqueur de Verveine noch ein paar Wochen oder Monate reifen zu lassen. Meiner Erfahrung nach schmecken Liköre dann einfach besser.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Bruschetta mit Tomaten und Knoblauch

 

Im Garten ist Erntezeit. Leider waren die Schnecken heuer auch sehr fleißig und so gewaltig wird die Ernte wohl nicht werden. Langsam werden bei mir die Tomaten reif. Da ich diese in Trögen auf der Terrasse stehen habe kommen die Schnecken nicht so schnell ran.

Knoblauch und Zwiebeln habe ich schon geerntet und zum Trocknen ausgelegt. Mein Basilikum gedeiht auch prächtig und so habe ich wieder einmal Bruschetta gemacht. Ich habe diese Brötchen in Italien kennen und lieben gelernt. Sie sind einfach und schnell gemacht.

Ich verwende

3 gewürfelte Tomaten

1/2 rote Zwiebel klein gewürfelt

3 Knoblauchzehen gepresst

etwas Olivenöl (ca. 1 El)

etwas Balsamico Essig (ca. 1 El)

Pfeffer

Kräutersalz

Basilikum + etwas für die Garnitur

Parmesan gerieben

Brotscheiben

Nun mischt man die Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und den klein geschnittenen Basilikum samt Olivenöl und Essig zusammen. Ich messe das Olivenöl und den Essig nicht ab aber es dürfte so ca. ein Esslöffel davon sein. Alles vermengen und ein bisschen durchziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Brotscheiben ob weiß oder dunkel, Vollkornbrot oder Paleo Cracker, es eignet sich alles dafür. Wenn du frisches Brot verwendest empfehle ich dir es zu toasten. Denn die Masse ist recht feucht und das Brot würde zu schnell aufweichen.

Anschließend gibst du die Tomaten auf das noch warme Brot, streust den Parmesan darüber und garnierst das Ganze mit ein paar Blättchen frischem Basilikum.

Es schmeckt fantastisch frisch. Einfache Küche kann so gut sein. Lass es dir schmecken!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Essigmutter selber ziehen und eigenen Essig herstellen

Ich habe schon alles mögliche ausprobiert und Essig herstellen war ein Projekt davon. Heute möchte ich euch berichten wie ich das gemacht habe.

Essig ist aus unserer Küche nicht mehr weg zu denken. Wir benötigen ihn für alles Mögliche. Zum Kochen, Putzen, Extrakte wie Oxymel oder Kräuterauszüge und vieles mehr. An sich ist Essig ein Würzmittel, aber er dient uns auch als Konservierungsmittel. Um Essig herzustellen benötigen wir Alkohol, wie in meinem Fall Apfelmost, der mittels Essigbakterien fermentiert wird. Wir haben daheim immer Apfelsaft, der irgendwann zum Most wird und später verarbeitet ihn meine Mutter zu Essig. Selbstgemachter Apfelessig ist großartig und ich verwende ihn unheimlich gerne für alle möglichen Ansätze. Unserem selbstgemachten Essig werden keine Zusätze beigemengt, wie Farbstoffe, Stabilisatoren usw. Schau doch mal ganz bewusst im Geschäft auf das Etikett und du wirst überrascht sein, was da so alles reingemischt wird. Ich gebe zu ich war tatsächlich entsetzt und unglaublich überrascht.

Leider liegt es schon an uns Konsumenten das schon bei so einfachen Lebensmitteln wie Essig gepanscht wird. Wehe das Produkt hat eine andere Farbe oder riecht nicht wie gewohnt meckern wir schon rum. Das ist der Grund, warum die Industrie dafür sorgt, dass wir immer dasselbe Produkt bekommen. Dabei entfernen wir uns immer mehr der Natur. Ist es doch normal, dass sich bei einem Naturprodukt der Geruch oder die Farbe verändert. Allerdings ist es nicht so schwer eine Essigmutter selbst zu ziehen und eigenen Essig herzustellen. Um das aber zu versuchen ist es schon ein großer Vorteil, wenn man aus eigenem Obst Saft gewinnen kann, der vergärt werden kann.

Selbstverständlich kann man auch gekauften ungeschwefelten Wein oder naturtrüben Saft verwenden. Ich finde die Methode mit Apfelessig am sichersten. Denn zuallererst benötig man eine Essigmutter. Wenn du jemanden kennst der dir ein Stück abtreten kann ist das großartig. Ansonsten zieh sie dir selbst.

Man benötigt dafür nur natürlichen Apfelsaft, Honig und Wasser.

essigmutter

© Marlies Schneider

100 ml Apfelessig naturtrüb
100 ml Wasser
1 EL Honig oder 1-2 EL Zucker

Alle Zutaten in ein Glasgefäß füllen mit weiter Öffnung, verrühren und mit einer Strumpfhose abdecken. Damit kein Staub in das Glas gelangt. Danach einfach an der Sonne reifen lassen. Es bildet sich nach ca.  2 – 3 Wochen die Essigmutter (sie gleicht dann erst mal einem undefinierbaren schwabbeligen Gebilde). Nach ca. 4 Wochen hat die Essigmutter Konsistenz und ist reif für den Einsatz.

Den kompletten Ansatz in 1 – 2 l naturtrüben Apfelsaft oder Bio-Wein (WICHTIG: ungeschwefelt) geben und nun für ca. 3 Monate in einem warmen Raum stehen lassen. Dabei wieder luftig abdecken (Windel oder Seidenstrümpfe eignen sich gut).

Die Essigmutter ernährt sich nun von deinem Ansatz. Wenn dein Ansatz nach Aceton riecht weißt du, dass deine Essigmutter arbeitet. Bei meiner Mutter verwenden wir für die Reifung große Mostfässer. Wenn der Essig nun fertig ist sinkt die Essigmutter ab und sie wird auch gerne etwas bräunlich. Dann wird die Mutter sorgfältig entfernt (auf einen sauberen Teller). Den Essig füllst du in saubere Flaschen. Es ist wie mit gutem selbstgemachtem Likör, denn umso länger du deinen Essig nun reifen lässt umso besser ist er. Vor der Verwendung kannst du ihn durch einen Kaffeefilter laufen lassen.

essigmutter-in-cava

© Marlies Schneider

Beachte: Je höher der Alkoholgehalt deines Weines war, um so saurer wird der Essig am Ende. Es kann sein das du den Essig noch verdünnen musst.

Wenn du nun deinen eigenen Essig hergestellt hast, kannst du ihn mit diversen Kräutern verfeinern. Du hast nun ein komplett selbstgemachtes Produkt. Edler geht es wohl kaum.

Für verschiedene Essige ist eine eigene Essigmutter zu empfehlen. Also für Apfelessig eine Apfelessigmutter, für Balsamico eine Weinessigmutter usw. Ich habe dafür schon meine Apelessigmutter geteilt und mit Wein angesetzt. Das funktioniert durchaus.

Achtung: Beachte, dass die Essigmutter immer in genügend Flüssigkeit liegt. Also füttere sie mit Wein oder Apfelmost weiter. Eine Essigmutter lebt lange, aber nicht ewig und es kann also sein, dass sie nach ein paar Jahren abstirbt.

 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Kräutersalz Kreationen

 

Kräutersalze sind so einfach selbst gemacht und du kannst deinen Ideen freien Lauf lassen. Ein paar sind aber ganz besonders gut. Ich habe hierfür die frischen Kräuter verwendet.

Kräutersalz aus dem Gemeinen Frauenmantel – Alchemilla xantochlora. Verwendet werden die frischen Blätter welche du mit dem Salz verreibst und anschließend trocknen lässt. Es ergibt ein sehr geschmackvolles und besonderes Kräutersalz für allerlei Speisen.

Weiters hervorragend ist das Salz aus der Europäischen Lärche – Larix decidua. Verwendet werden die frischen jungen Triebspitzen welche du mit dem Salz verreibst und auch trocknen lässt. Es ergibt ein Salz welches du für Salate oder auch deftigere Speisen verwenden kannst, wie für Wildgerichte.

Besonders gut finde ich das Kräutersalz aus Schnittlauch – Allium schoenoprasum. Verwendet werden die frischen Blüten welche ich zerkleinert unter das Salz mische und anschließend trocknen lasse. Es ist sehr gut auf dem Frühstücksei.

Lass deiner Fantasie freien lauf und probier doch einfach selbst ein paar wunderbare Kräuter oder essbare Blüten zu einem köstlichen Salz zu verarbeiten. Du wirst überrascht sein wie einfach es geht und wie gut diese schmecken.

Tipp: Ich verreibe die Kräutersalze nach dem Trocknen immer noch einmal damit das Salz streufähig ist und nicht verklumpt ist. Zumindest wenn ich mit frischen Kräutern arbeite.

Schön verpackt hast du auch immer ein nettes Geschenk parat.

Kräuter lassen sich auch gut mit Kindern sammeln und das Salz herstellen macht ihnen richtig Spaß.

Der Gemeine Frauenmantel ist die Kräuterpflanze des Jahres, des größten und ältesten Kräuterverein Österreichs, der Freunde naturgemäßer Lebensweise. 

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Lila Sirup – Veilchen Sirup

Jetzt ist die Zeit der Veilchen und sie blühen jeden Tag wie verrückt. Ganz besonders interessant ist Viola odorata – das Duft Veilchen. Es verströmt einen wunderbaren lieblichen Duft. Die Pflanze stammt aus der Familie der Veilchengewächse – Violaceae.

Stell dir vor diese Pflanze wurde schon in der Antike kultiviert. Was für eine fantastische Geschichte, oder? Sie spielte bei Ritualen aber auch in der Heilkunde eine zentrale Rolle. Sie ist eine ausdauernde und unkomplizierte Pflanze. Zudem ist sie gut an ihrem Duft zu erkennen. Weiters enthält Viola odorata ätherische Öle, Schleimstoffe und Flavonoide. Früher war sie sehr bekannt und besonders beliebt für kostbarstes Parfum.

Sie wird kulinarisch aber auch in der Volksheilkunde genutzt. Ich mache gerne verschiedene Produkte daraus. Kandierte Veilchen sind wunderbar auf Gebäck. Auch ein Veilchen-Zucker zum Backen ist ein Genuss. Veilchen-Salz auf den Salat ist etwas ganz besonders und was feines für einen Gourmet.

Wundervoll finde ich den Sirup der bei Husten auch von Kindern gerne eingenommen wird. Durch die enthaltenen Saponine ist die Pflanze besonders bei Husten sehr hilfreich. Aber auch bei Heiserkeit oder Bronchitis, denn die enthaltenen Schleimstoffe lindern Reizhusten und bilden einen schützenden Film auf den Schleimhäuten. Allerdings schmeckt der Sirup auch so richtig gut.

Die Blüten werden auch sehr gerne zu verschiedenen Mazeraten verarbeitet welche sich für Kosmetika eignen wie Veilchenöl, Veilchentinktur oder Veilchenessig. Viola odorata ist wunderbar bei Hautleiden. Auch hier wird sie in der Volksheilkunde gerne zum Beispiel auch für Waschungen verwendet. Ganz besonders hilfreich ist die Pflanze in Form von Salbe bei Menstruationsbeschwerden für eine Massage im Unterbauchbereich.

Ich habe ein Glycerit von den Blüten angesetzt und werde euch berichten sobald es fertig gestellt ist. Dies ist eine weitere andere Art eines Pflanzenauszuges den ich für selbstgemachte Kosmetika verwenden werde. Also du siehst die Ideen sind fast Grenzenlos.

Heute möchte ich euch aber mein Sirup Rezept vorstellen:

1 l Wasser

1 kg Zucker

2 Handvoll Veilchen wären ideal wenn du hast

2 Zitronen in Scheiben geschnitten

Weinsäure oder Zitronensäure optional

Wasser und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Veilchen, Weinsäure und Zitronen dazu geben. Ich lasse den Ansatz eine Woche im Kühlschrank ziehen. Jeden Tag umrühren. Nach dieser Zeit wird abgeseiht durch ein Tuch oder sehr feines Sieb. Anschließend erwärme ich den Sirup kurz, achte darauf, dass sich die Weinsäure oder Zitronensäure gut gelöst hat und fülle ihn in sterile Flaschen ab. 

Beachte: Wenn du Zitronensäure verwendest wird die Farbe schwächer. Wenn du auch nicht so viele Veilchen hast, kann der Sirup sogar recht hell sein. Keine Sorge er schmeckt trotzdem da du ihn lange ziehen lässt.

So ein Sirup ist ein kostbares Geschenk. Ich habe selbst mal einen bekommen und war total entzückt. Mach doch auch mal jemanden eine Freude damit.

Tipp: Setzt doch auch einmal einen Veilechen-Essig an. Du wirst überrascht sein wie wundervoll dieser schmeckt!

 

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Bärlauch-Chips

© Marlies Schneider,

 

Wir machen schon seit vielen Jahren im Frühjahr Bärlauch-Chips. Diese Chips sind so gut, dass Kinder sie auch unheimlich gerne haben. Naja, bei uns zumindest ist es der Fall. Ich selbst mag sie auch so gerne und ich starte immer ein „Wettessen“ mit meinem Kleinen. Oder sollte ich „Wettknabbern“ sagen?

Es ist ein Knabberspaß diese crunchy Blätter zu essen. Zudem sind sie wirklich leicht gemacht und eine gesunde Alternative zu dem anderen Zeug, das man so bekommt. Heuer in diesem verrückten Jahr ist es vielleicht auch eine Idee zum Nachmachen für euch. Wir sollten ja nicht so oft einkaufen gehen und Leckereien selbst machen ist so einfach.

Rezept:

Ich sammle eine Ladung Bärlauch wasche diesen und schleudere ihn in der Salatschleuder ab. Dann gebe ich ihn in eine große Schüssel. Etwas Öl (ca. 1/2 Tl voll), Salz, Pfeffer, Paprikapulver oder Gewürze deiner Wahl. Sei vorsichtig mit dem Salz und den Gewürzen. Es bedarf nur ganz wenig. Durch das Trocknen im Backrohr verliert der Bärlauch sein Wasser und so eine Würzmischung kann schnell zu stark sein.

Nun wird alles mit den Händen gut durchmischt. Dann gibst du die Blätter auf Backbleche – bei mir waren es drei. Bei 130°C im Ofen mit Ober- und Unterhitze trocknen. Du kennst dein Backrohr selbst am besten. Es ist möglich, dass du weniger Temperatur zum Trocknen brauchst. Höher würde ich nicht schalten damit die Blätter nicht braun werden. Das solltest du unbedingt vermeiden, denn dann werden die Bärlauch-Chips bitter. Ich schau immer wieder mal ins Backrohr ob ich die Blätter am Stiel heben kann. Das Blatt sollte waagrecht stehen und sich nicht mehr biegen. Dann sind sie genau richtig. 

Noch ein Tipp: Gib die ausgekühlten Chips in eine luftdicht verschließbare Box. Dann halten sie dir über mehrere Tage und schmecken wie am ersten Tag.

Du kannst mit anderen Kräutern ähnlich verfahren. Die Knoblauchsrauke würze ich noch zusätzlich mit Knoblauchpulver, da sie an Geschmack verliert. Ansonsten schmeckt diese aber auch wirklich gut.

Gemüse Chips kannst du auch so machen, es eignen sich Karotten, Grünkohl, Randig, Sellerie usw., um ein paar genannt zu haben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

 

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.