Grüner Hafer Anwendung ist in der amerikanischen Kräuterheilkunde ein Nerventonikum und Adaptogen. Anders als reifer Hafer enthält das milchreife Kraut kombinierte wasser-, alkohol- und fettlösliche Wirkstoffe, die nur frisch oder korrekt extrahiert zur Geltung kommen.
Tee allein extrahiert nicht alle bioaktiven Verbindungen, weshalb Tinkturen, Glycerite und Oxymel gängige Zubereitungsarten sind.Grüner Hafer, botanisch Avena sativa L., wird je nach Erntezeitpunkt sehr unterschiedlich genutzt.
Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt auf Milky Oats, also dem milchreifen Hafer. Diese Form ist keine moderne Mode. Sie stammt aus der amerikanischen Kräuterpraxis und der Eclectic Medicine des 19. Jahrhunderts.
Im deutschsprachigen Raum dominieren Haferstroh und Haferkorn. Milky Oats werden kaum verwendet. Das liegt nicht an fehlender Wirkung, sondern an fehlender Tradition und an der anspruchsvollen Verarbeitung.
Historische Anwendung von grünem Hafer
Europäische Volksmedizin
In Europa nutzte man Hafer vor allem als:
Nahrungsmittel
Rekonvaleszenzmittel
Badedroge bei Hautproblemen
Tee aus Haferstroh bei Erschöpfung
Quellen wie Hildegard von Bingen, Tabernaemontanus und Culpeper erwähnen Hafer als stärkend, aber unspezifisch.
Milchreifer Hafer wird in europäischen Kräuterbüchern kaum separat beschrieben.
Amerikanische Volksheilkunde und Eclectic Medicine
In den USA entwickelte sich eine andere Sichtweise.
Ab dem 19. Jahrhundert beschrieben Eclectic Physicians frische Milky Oats als:
trophorestorativ für das Nervensystem
regenerierend nach Überlastung
unterstützend bei nervöser Erschöpfung
John King und Harvey Felter führen Milky Oats explizit als Nervenmittel ohne Sedierung.
Moderne Anwendung von Milky Oats
Anwendungsschwerpunkt
Milky Oats gelten als langsam wirkendes Nerventonikum. Du setzt sie nicht akut ein, sondern über Wochen.
Typische Einsatzbereiche in der Praxis:
nervliche Erschöpfung
Reizbarkeit nach Dauerstress
Konzentrationsabfall
Rekonvaleszenz nach Krankheit
begleitend bei Schlafstörungen
Keine akute Beruhigung. Keine Dämpfung. Der Fokus liegt auf Regeneration.
Frisch oder getrocknet
Frische Milky Oats
Frisches Material enthält:
Avenanthramide
Alkaloide
Saponine
empfindliche Phenolamide
Diese Stoffe sind instabil. Trocknung reduziert die Wirkung deutlich.
Getrockneter grüner Hafer
Getrocknete Ware:
enthält vor allem Mineralstoffe
wirkt eher tonisierend als nervenaufbauend
ist kein gleichwertiger Ersatz
Du kannst sie nutzen, wenn frisches Material nicht verfügbar ist. Erwarte dann eine andere Wirkung.
Auszugsmethoden und ihre Eignung
Tinktur
Die klassische Anwendung in den USA. Zum richtig geernteten Zeitpunkt werden unreife Haferfrüchte geerntet. Sie enthalten den typischen Milchsaft.
Frisches Milky Oats
Alkohol 80 %
Verhältnis 1:1
Ziehzeit 2–4 Wochen
Extrahiert:
Avenanthramide
Alkaloide
Saponine
Anwendung von Haferstroh im Vergleich
Haferstroh wirkt anders.
Typische Anwendungen:
mineralisierende Tees
Bäder
Umschläge
Hautpflege
Schwerpunkt:
Bindegewebe
Haut
Rekonvaleszenz
Nicht primär nervenregenerierend.
Ungewöhnliche Anwendungen und Rezepte
Milky-Oats-Elixier
frische Milky Oats
50 % Alkohol
kleiner Honiganteil nach dem Abseihen
Wird in den USA als Kurmittel genutzt.
Haferstroh-Latte
fein gemahlenes Haferstroh
heißes Wasser
pflanzliche Milch
Mineralisch. Mild. Kein Ersatz für Milky Oats, aber praktikabel.
Glycerit für sensible Personen
frische Milky Oats
Glycerin : Wasser = 3 : 1
4 Wochen Ziehzeit
Geeignet für Kinder oder alkoholsensible Personen.
Praxisfazit ohne Trends
Milky Oats sind kein Lifestyle-Produkt. Sie sind ein spezialisiertes Nerventonikum, das frisches Pflanzenmaterial und passende Extraktion verlangt.
Wenn du Tee erwartest, greif zu Haferstroh. Wenn du nervliche Regeneration willst, arbeite mit frischen Milky Oats und Alkohol oder Glycerin.
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.
Seifensieden Vorarlberg steht für handwerkliche Herstellung, fundiertes Wissen und gemeinsames Arbeiten in der Gruppe. Naturseife entsteht nicht industriell, sondern in einem klaren Prozess mit pflanzlichen Rohstoffen und genauer Anleitung. In Vorarlberg gibt es dafür passende Rahmenbedingungen, Zeit und Ruhe.
Beim Seifensieden Vorarlberg lernst du den gesamten Ablauf von der Vorbereitung bis zur Reifezeit. Du verstehst, warum Lauge und Öl reagieren und welche Rolle Temperatur und Rührzeit spielen. Dieses Wissen ist entscheidend, um Naturseife sicher und reproduzierbar herzustellen.
2. Arbeiten mit pflanzlichen Rohstoffen
Seifensieden Vorarlberg basiert auf pflanzlichen Ölen. Jedes Öl bringt eigene Eigenschaften mit. Olivenöl wirkt anders als Kokosöl oder Rapsöl. Du lernst, warum die Zusammensetzung über Härte, Schaum und Pflege entscheidet. So entsteht ein Verständnis für Qualität statt bloßes Nachmachen.
3. Sicherheit steht im Mittelpunkt
Beim Seifensieden Vorarlberg gehört der richtige Umgang mit Lauge zwingend dazu. Schutzmaßnahmen sind kein Nebenthema. Du arbeitest konzentriert, sauber und strukturiert. Sicherheitsregeln werden erklärt und eingehalten. Das schafft Vertrauen und Routine.
4. Gemeinsames Arbeiten statt Einzelversuche
Seifensieden Vorarlberg findet gemeinsam statt. Ihr arbeitet Schritt für Schritt im selben Prozess. Fehlerquellen werden direkt besprochen. Fragen klärst du sofort. Das unterscheidet einen Präsenzkurs klar von Anleitungen oder Videos.
5. Verständnis für Reifezeit und Lagerung
Naturseife ist nach dem Gießen nicht fertig. Beim Seifensieden Vorarlberg lernst du, warum Reifezeit wichtig ist und wie Lagerung die Qualität beeinflusst. Diese Phase entscheidet über Milde und Haltbarkeit. Dieses Wissen fehlt bei vielen Hobbyversuchen.
6. Seifensieden Vorarlberg ist entschleunigtes Handwerk
Der Prozess verlangt Aufmerksamkeit. Er zwingt zur Konzentration. Genau das macht Seifensieden Vorarlberg so wertvoll. Du arbeitest bewusst mit Zeit, Temperatur und Material. Das Ergebnis entsteht nicht nebenbei.
7. Regionale Kurse mit klarer Struktur
Seifensieden Vorarlberg findet in überschaubarem Rahmen statt. Du arbeitest draußen oder in ruhiger Umgebung. Die Kursstruktur bleibt klar. Theorie und Praxis greifen ineinander. Du weißt jederzeit, was du tust und warum.
Für wen eignet sich Seifensieden Vorarlberg
Seifensieden Vorarlberg eignet sich für Menschen, die verstehen wollen, wie Naturseife entsteht. Du brauchst keine Vorkenntnisse. Du solltest sorgfältig arbeiten können und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Handwerkliches Interesse reicht aus.
Warum Präsenzkurse wichtig bleiben
Beim Seifensieden Vorarlberg siehst du Konsistenz, Temperaturverhalten und Reaktionen live. Das lässt sich nicht vollständig digital abbilden. Präsenz schafft Klarheit und Sicherheit.
Seifensieden Vorarlberg auf Outdooractive
Du findest den Kurs jetzt auch auf Outdooractive. Dort siehst du Termine, Inhalte und alle organisatorischen Details auf einen Blick. Der Eintrag ergänzt diese Seite sinnvoll und erleichtert die Planung.
Der Seifenkurs bedeutet, Naturseife als Produkt zu verstehen. Industrielle Seifen bestehen oft aus Tensiden, Zusatzstoffen und Stabilisatoren. Naturseife entsteht durch Verseifung von Fett und Lauge. Dieser Unterschied ist grundlegend. Beim Seifensieden lernst du, warum Inhaltsstoffe eine Rolle spielen und wie sie das Endprodukt beeinflussen. Du erkennst Qualität anhand von Rezeptur, Reifezeit und Verarbeitung.
Ergänzung 2
Warum Seifen produzieren Zeit braucht
Der Workshop ist kein Schnellprozess. Jeder Schritt baut auf dem Vorherigen auf. Vorbereitung, Abwiegen und Temperaturkontrolle sind entscheidend. Fehler entstehen meist durch Ungeduld. Genau deshalb ist der Kurs klar strukturiert. Du arbeitest ohne Zeitdruck. Das fördert sauberes Arbeiten und Verständnis für den Ablauf.
Ergänzung 3
Gemeinsames Seifensieden schafft Sicherheit
Beim Seifenkurs arbeitest du nicht allein. Ihr beobachtet Konsistenz, Farbe und Reaktion gemeinsam. Unterschiede werden sofort sichtbar. Das schult das Auge. Fragen entstehen im Prozess und werden direkt geklärt. Dieses Lernen im Moment ist der große Vorteil gegenüber Anleitungen.
Ergänzung 4
Naturseifensieden und Verantwortung
Naturseife herzustellen bedeutet Verantwortung. Du arbeitest mit Lauge. Du entscheidest über Zusammensetzung und Qualität. Seifensieden Vorarlberg vermittelt diese Verantwortung bewusst. Sicherheitsregeln werden nicht erklärt, sondern gelebt. Das schafft Vertrauen in die eigene Arbeit.
Ergänzung 5
Warum regionale Kurse sinnvoll sind
Der Workshop in Vorarlberg findet in deiner Region statt. Kurze Wege. Klare Organisation. Verlässliche Termine. Das erleichtert Teilnahme und Planung. Regionale Kurse fördern Austausch und Vernetzung. Du lernst Menschen kennen, die ähnliche Interessen haben.
Ergänzung 6
Materialkunde
Ein wichtiger Teil ist die Materialkunde. Du lernst, wie sich Öle unterscheiden. Du erkennst, warum manche Mischungen härter oder weicher ausfallen. Seifensieden Vorarlberg vermittelt dieses Wissen praxisnah. Du siehst die Wirkung direkt im Prozess.
Ergänzung 7
Warum Präsenz auch langfristig sinnvoll ist
Viele Menschen starten mit Videos. Sie stoßen schnell an Grenzen. Der Seifenkurs in Vorarlberg bietet Tiefe. Du lernst Zusammenhänge. Du entwickelst Routine. Präsenzkurse schaffen Sicherheit, die bleibt.
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Die Fähigkeit, durch den Geschmack die Eigenschaften von Heilpflanzen zu bestimmen, ist eine der ältesten und fundamentalsten Praktiken der Kräuterheilkunde. Lange bevor die moderne Laboranalytik Inhaltsstoffe isolieren konnte, verließen sich Heiler und Heilerinnen auf ihre Sinne – allen voran den Geschmackssinn.
Diese Methode, oft als organoleptische Prüfung bezeichnet, ist weit mehr als nur eine subjektive Wahrnehmung. Sie ist eine hochentwickelte diagnostische Technik, die direkte Rückschlüsse auf die pharmakologische Wirkung und die energetischen Qualitäten einer Pflanze zulässt. Dieser Artikel bietet eine professionelle Anleitung in 6 Schritten, um die Bestimmung von Heilpflanzen durch ihren Geschmack zu erlernen.
Kräuter-Teeverkostung Ausführung
Kräuter-Teeverkostung gibt dir ein praktisches Werkzeug. Du nimmst Kräuter, machst Tee daraus und schmeckst, was dir die Pflanze sagt. So erkennst du Geschmack, spürbare Wirkung und bekommst Hinweise auf Inhaltsstoffe. Diese Methode ergänzt chemische Analysen, welche wir zu Hause nicht machen können, und kann dir helfen, eigene Mischungen zu entwickeln.
In diesem Artikel beschreibe ich drei einfache Tests mit Tee — Verkostung, Wirkungseindruck und Kombination — und zeige, wie du sie gezielt nutzt.
Test 1: Geschmack und Sensorik – Der erste Eindruck bei einer Kräuter-Teeverkostung:
Ablauf
Nimm 1–2 g getrocknete Pflanze (Blätter, Wurzel, Blüte)
Übergieße mit ca. 200 ml heißem Wasser (je nach Pflanze 90–100 °C)
Lasse 5–10 Minuten ziehen
Probiere bei 35–40 °C, nimm kleine Schlucke, halte kurz im Mund
Der erste Eindruck gibt Hinweise auf mögliche Stoffgruppen. Bitter kann auf Bitterstoffe oder Polyphenole hindeuten, süß auf Schleimstoffe oder Polysaccharide, scharf auf ätherische Öle oder scharfwirkende Verbindungen. Aromatisch weist auf volatile Öle hin. Diese sensorische Einschätzung ist validiert durch moderne Forschung: Die Datenbank PlantMolecularTasteDB ordnet tausenden Pflanzenstoffe sensorische Profile zu. PMC+1
Beispiel: Ein Tee aus Eibischwurzel schmeckt mild‑süß, der Mund wird weich und befeuchtet → wahrscheinlich Schleimstoffe, gut bei trockener Schleimhaut. Ein Tee aus Wermutkraut schmeckt stark bitter, Mund trocken, leicht zusammenziehend → Hinweis auf Bitterstoffe oder Polyphenole, gut bei Verdauungsschwäche.
Test 2: Wirkung beobachten – Körperlicher Eindruck nach dem Tee
Nach dem Genuss beobachtest du, was sich im Körper tut:
Spürst du Wärme oder Kälte? Auflockerung, Entspannung oder Schwere?
Bessert sich die Verdauung? Wird der Magen ruhiger? Gibt es mehr Galle- oder Saftfluss?
Gibt es Schleimlösung, Linderung bei Husten, besseres Atmen?
Wie verhält sich das Nervensystem – beruhigt, aktiviert, ausgeglichen?
Diese Wahrnehmungen helfen, die sensorische Einschätzung mit Wirkung zu verbinden. So kann Geschmack ein Indikator für Wirkung sein — wenn auch immer subjektiv.
Wissenschaftlicher Hintergrund: Eine Analyse aus der Phytochemie zeigte, dass der „molekulare Geschmack” (plant molecular taste) von Pflanzen mit Anti‑Inflammationswirkung korreliert. Bitterkeit war dabei besonders stark mit anti‑inflammatorischen Effekten verbunden. MDPI+1
Test 3: Kombination & Vergleich – Mischungen und Gegenüberstellungen
Du kannst Tees mischen oder parallel testen:
Mische eine Bitterpflanze mit einer Schleim‑pflanze (z. B. Wermut + Eibisch) → Milderung der Bitterkeit, bessere Verträglichkeit, Wirkung auf Verdauung + Schleimhautschutz
Vergleiche zwei Kräuter mit gleicher Wirkungsrichtung, aber unterschiedlichem Geschmack → z. B. aromatisch vs. scharf: teste Wirkung und Gefühl
Teste unterschiedliche Ziehzeiten oder Wassertemperaturen → viele Stoffe lösen sich nur bei bestimmten Bedingungen (z. B. ätherische Öle vs. Gerbstoffe)
So nutzt du Teeverkostung-Kräuter als begleitende Methode für Rezeptentwicklung und individuelle Anpassung.
Beispiel‑Rezepte für deine Kräuter-Teeverkostung in der Praxis
Geschmack und Sensorik
Hier drei einfache Teekombinationen für deine Kräuter-Teeverkostung, die du direkt testen kannst:
Geschmack ist subjektiv und variiert je nach Person und Tagesform. Dokumentiere deinen Eindruck neutral.
Inhaltsstoffe lösen sich unterschiedlich — abhängig von Wassertemperatur, Ziehzeit, Schnittgröße, Alter der Pflanze.
Wirkung ist nicht allein von Geschmack abhängig. Kombination von Erfahrung, Literatur und Analyse bleibt wichtig.
Manche wirksamen Pflanzenstoffe sind nicht wasserlöslich und deshalb nicht im Tee enthalten.
In 6 Schritten zur Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung
In 6 Schritten zur Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung
Die professionelle Bestimmung von Heilpflanzen durch ihren Geschmack erfordert Übung, Achtsamkeit und ein methodisches Vorgehen. Wende diesen Prozess nur bei Pflanzen an, die du bereits als sicher und essbar identifiziert hast.
Schritt 1: Die Vorbereitung Beginne mit einem neutralen Gaumen. Trinke etwas Wasser und vermeide intensive Geschmäcker wie Kaffee oder scharfe Speisen kurz vor der Verkostung. Verwende eine kleine Menge der Pflanze – ein kleines Stück Blatt oder Wurzel genügt.
Schritt 2: Der erste Eindruck Nimm die Pflanze in den Mund und zerkaue sie langsam. Konzentriere dich auf den allerersten Geschmack, der sich auf Ihrer Zunge entfaltet. Ist er süß, sauer, salzig, bitter, scharf oder zusammenziehend? Dieser erste Eindruck ist oft der dominanteste Geschmack.
Schritt 3: Die Entwicklung des Geschmacks bei einer Kräuter-Teeverkostung: Bleibe bei der Wahrnehmung. Verändert sich der Geschmack? Manchmal tritt ein zweiter oder sogar dritter Geschmack hinzu. Eine Pflanze kann beispielsweise zuerst süßlich schmecken und dann eine bittere oder scharfe Note entwickeln. Notiere die Reihenfolge und Intensität.
Schritt 4: Die körperliche Reaktion beobachten
Der Geschmack löst unmittelbare körperliche Reaktionen aus. Achte auf folgende Empfindungen:
Temperatur: Fühlt sich der Mundraum wärmer oder kühler an? Scharfer Geschmack (Ingwer) erzeugt Wärme, während saurer oder bitterer Geschmack (Zitrone, Endivie) oft als kühlend empfunden wird.
Feuchtigkeit: Regt die Pflanze den Speichelfluss an (saftig, befeuchtend) oder hinterlässt sie ein trockenes, pelziges Gefühl (trocknend, zusammenziehend)?
Andere Empfindungen: Spüre ein Kribbeln, eine Betäubung oder eine krampflösende Wirkung im Mund oder Rachen?
Schritt 5: Geschmack und Inhaltsstoffe korrelieren Mit der Zeit lernt man, den wahrgenommenen Geschmack mit wahrscheinlichen Inhaltsstoffgruppen zu verknüpfen. Dies ist der Kern der Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.
Quellen
Gradinaru TC, Petran M, Dragos D, Gilca M. PlantMolecularTasteDB: A Database of Taste Active Phytochemicals. Frontiers in Pharmacology. 2022.
Vanillezucker aus der Vanille, welche oft als „Königin der Gewürze“ bezeichnet, ist einfach hervorragend. Ursprünglich stammt sie aus den tropischen Wäldern Mexikos.
Vanillezucker Rezept – Die besten Tipps zur Zubereitung
Die Totonaken, ein indigenes Volk, kultivierten sie als Erste und integrierten sie in ihre Rituale und kulinarischen Genüsse. Später übernahmen die Azteken die Vanille und kombinierten sie mit Kakao zu einem Getränk namens „Xocolatl„. Im 16. Jahrhundert brachten spanische Eroberer, darunter Hernán Cortés, die Vanille nach Europa, wo sie schnell an Beliebtheit gewann.
Dieses Rezept gibt es tatsächlich schon lange auf meinem Blog.
Ich hatte es bei meinem Schokolade-Rezept integriert und ist untergegangen, da es nicht gefunden werden konnte. Nun widme ich dem Rezept einen eigenen Beitrag. Ich verwende relativ oft beim Backen Vanillezucker. Allerdings schmeckt uns der selbstgemachte Vanillezucker am besten.
Für mich ist dies die beste Zubereitungsform für Vanillezucker und du kannst jeden Zucker dafür verwenden. Ob Haushaltszucker, Birkenzucker oder Kokosblütenzucker. Sie eignen sich alle dafür.
Vanillezucker aus Zucker / Birkenzucker selber machen
2 ganze Vanilleschoten
Die Vanilleschoten kannst du vorher noch auskratzen und die Schoten schneidest du in kleine Stücke.
250 g echten Birkenzucker (nicht aus Mais gewonnen) oder Kokosblütenzucker oder Haushaltszucker
Jetzt gibst du alles zusammen, ausgekratztes Mark der Vanilleschoten, die klein geschnittenen Schoten und den Zucker in die Kaffeemühle. Die klein geschnittenen Schoten kommen tatsächlich hinzu. Sie ergeben erst ein richtig intensives Aroma und wären zu schade, um sie zu entsorgen.
Alles zusammen fein mahlen.
Dies ergibt einen wunderbar schmackhaften Vanillezucker. Er ist gleich verwendbar.
In einem luftdichten Gefäß aufbewahren, dann hält sich das Aroma über Monate. Sollte er etwas klumpig werden, dann mörsert man den Zucker einfach etwas an. Er wird dann gleich wieder Streu-fähig.
Für mich ergibt diese Zubereitungsform den besten Vanillezucker überhaupt. Denn es wird die komplette Schote verwendet und nicht nur das Mark.
Fakten zu Vanille:
Vanille enthält zahlreiche Aromastoffe, insbesondere Vanillin, dem verschiedene positive Auswirkungen auf unseren Körper nachgesagt werden. So soll Vanille stimmungsaufhellend wirken und bei depressiven Verstimmungen oder Angstzuständen helfen können.
Zudem wird ihr eine beruhigende Wirkung zugeschrieben, die zur Linderung von Stress beiträgt und eine positive Stimmung fördert.
In der Küche verleiht Vanille zahlreichen Süßspeisen, Gebäck und Getränken ein unverwechselbares Aroma. Durch ihre Vielseitigkeit und die positiven Eigenschaften ist Vanille sowohl kulinarisch als auch gesundheitlich ein wertvolles Gewürz.
Echte Vanille oder künstliches Aroma? Worauf du beim Vanillezucker achten solltest
Die Vanille gilt als Königin der Gewürze – sinnlich, warm, weich und gleichzeitig geheimnisvoll. Doch hinter ihrem süßen Duft verbirgt sich eine faszinierende botanische, kulturelle und auch wirtschaftliche Geschichte. Und wer sich einmal intensiver mit Vanille beschäftigt, erkennt schnell: Vanille ist nicht gleich Vanille.
Die Herkunft der Vanille
Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko. Die Ureinwohner, vor allem die Totonaken, verwendeten die fermentierten Schoten der Vanilla planifolia schon lange, bevor sie von spanischen Eroberern nach Europa gebracht wurde. Botanisch gehört Vanille zur Familie der Orchideen – sie ist also kein Gewürz im klassischen Sinn wie Pfeffer oder Zimt, sondern die Frucht einer Kletterorchidee.
Heute kommt der größte Teil der Welternte aus Madagaskar, Réunion (früher Bourbon), Tahiti, Uganda und Mexiko. Die klimatischen Bedingungen, die Art der Fermentation und die jeweilige Vanillesorte führen zu deutlichen Qualitäts- und Geschmacksunterschieden.
Die wichtigsten Vanillesorten im Überblick
1. Bourbon-Vanille (Vanilla planifolia) Diese Sorte stammt überwiegend aus Madagaskar und den Komoren. Sie ist die klassische, intensiv duftende Vanille mit einem warmen, leicht karamelligen Aroma. Bourbon-Vanille ist die am häufigsten verwendete Sorte in der Küche.
2. Tahiti-Vanille (Vanilla tahitensis) Etwas seltener und teurer. Sie besitzt eine blumigere, an Kirsche und Anis erinnernde Note. Ihr Duft ist weicher und parfümierter. Sie wird oft in feiner Pâtisserie, Parfümherstellung oder edlen Desserts verwendet.
3. Mexikanische Vanille Das Ursprungsland der Vanille liefert eine besonders harmonische und erdige Sorte mit Noten von Schokolade und Gewürzen. Echte mexikanische Vanille ist heute selten und meist hochpreisig.
4. Ugandische Vanille Diese Sorte hat sich in den letzten Jahren am Markt etabliert. Sie ist kräftig, süß und vanillinreich – perfekt für Gebäck und Liköre.
Was ist echter Vanillezucker – und was nicht?
Beim Blick ins Supermarktregal fällt sofort auf: Es gibt Vanillezucker und Vanillin-Zucker. Der Unterschied ist gewaltig:
Echter Vanillezucker enthält gemahlene Vanilleschoten oder Vanilleextrakt. Man erkennt ihn an den kleinen schwarzen Punkten – das sind die Samen, die „Vanillekörnchen“. Sein Aroma ist rund, vielschichtig und naturbelassen.
Vanillin-Zucker besteht dagegen manchmal aus synthetischem Vanillin, größtenteils aus Holz, Erdöl oder Nebenprodukten der Papierindustrie gewonnen. Das Aroma ist eindimensional und sehr stark – aber ohne die Tiefe der echten Vanille.
Wenn auf der Verpackung „mit echter Bourbon-Vanille“ steht, handelt es sich um ein natürliches Produkt. Steht dagegen nur „Vanillin“ oder „natürliches Aroma“, ist meist kein echter Vanilleextrakt enthalten.
Qualität, Nachhaltigkeit und Ethik
Echte Vanille ist teuer – und das hat Gründe. Jede Blüte muss von Hand bestäubt werden, und die Schoten reifen viele Monate lang, bevor sie fermentiert und getrocknet werden. Die gesamte Verarbeitung kann bis zu acht Monate dauern.
Aufgrund des hohen Preises gibt es im Handel viele gestreckte oder künstlich aromatisierte Produkte. Wer nachhaltig kaufen möchte, sollte auf Fair-Trade- oder Bio-Siegel achten. Diese garantieren gerechte Entlohnung und vermeiden chemische Behandlung der Schoten.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.
Quelle:
R. Verhoef et al., „Vanillin production from lignin,“ Journal of Biotechnology, 2009.
Chemistry World, Royal Society of Chemistry (RSC), 2016: “Vanillin: the case for the synthetic flavouring.”
P. Dignum et al., “Production of vanillin from guaiacol,” Applied Microbiology and Biotechnology, 2020.
European Food Safety Authority (EFSA), “Flavouring Group Evaluation 21 (FGE.21): Vanillin and related substances”, EFSA Journal 2008.
Molecules, 2024, 29(2), 442 – “Synthetic and Natural Vanillin: Biotechnological Advances and Market Overview.”
In diesem dritten Beitrag widmen wir uns konkret den Electuarium–Rezepte: historisch überlieferten Rezepturen bis hin zu modernen Interpretationen im Kräuter-Honig-Bereich – inklusive Hinweisen auf die ayurvedische Tradition.
3 antike & 3 moderne Electuarium-Rezepte: Tradition trifft heute
Historische Electuarium-Rezepte
Mithridaticum Das berühmte Mithridatium (oder Mithridat) war eine antike komplexe Arznei mit vielen Zutaten, die König Mithridates VI entwickelte. Es war in Form eines Electuariums gebunden: Pulver + Süßstoff (Honig) und wurde als Antidot eingesetzt.
Theriac (Theriacale) Die Weiterentwicklung: In der griechisch-römischen und mittelalterlichen Ärzteschaft galt Theriak als panaceales Mittel. Die Zubereitung erfolgte oft als Paste mit Honig, z. B. „electuarium theriacum“. Die öffentlichen Zubereitungs-Zeremonien zeigen den kulturellen Status.
Diese Zubereitungen werden heute nicht mehr angewandt bzw. gemischt. Denn Grundzutaten wie Opium und Tiergifte sind nicht erlaubt und gefährlich.
Latwerge der Klosterheilkunde Im deutsch-sprachigen Raum war die Latwerge eine dicke Saft-Honig-Mischung, medizinisch und kulinarisch genutzt – also eine Variante des Electuariums. Beispiel-Rezept wie ein Latwerg ausgesehen haben könnte: Fruchtsaft aus Quitten oder Pflaumen stark einkochen, mit Honig und Gewürzen versetzen, bis zäh-pastös.
Vermutlich wurde das Electuarium durch das Latwerg abgelöst. Denn nicht jeder hatte damals Zugang zu Honig. Aber Obst gab es doch hin und wieder.
Moderne Electuarium-Rezepte
Es werden getrocknete und möglichst fein pulverisierte Kräuter verwendet. Ein Honig nach Wahl kann für die Zubereitung verwendet werden.
Kräuter-Honig zur Immun-Stärkung Zutaten: Honig, Hagebuttenpulver, Sanddornpulver, Kurkumapulver, eine Prise schwarzer Pfeffer. Herstellung: Pulver mischen, Honig erwärmen, Zutaten einrühren, in Glas abfüllen.
„Goldene Milch“-Paste Zutaten: Kurkumapulver, Ingwerpulver, Zimt- und schwarzer Pfeffer-Pulver, Honig. Mischung ergibt pasteartige Zubereitung, die mit warmer Milch eingenommen wird. Besonders an kalten Tagen ist sie als Getränk konsumiert wunderbar. Die Goldene Milch ist wohl eine der bekanntesten Zubereitungsformen. Nur wissen viele nicht, dass es sich im Grunde um ein Electuarium handelt.
Hustenhonig Zutaten: Honig, Thymianpulver, Fenchelsamenpulver, Eibischwurzelpulver. Herstellung: Pulver mischen, Honig erwärmen, einrühren, abfüllen. Anwendung: bei Husten oder Halsschmerzen lutschen. Ich rühre es auch ganz gerne in meinen Tee.
Stärkende Zubereitung Gänseblümchen, Giersch, Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Schlüsselblumen und Gundermann in gleichen Teilen pulverisieren und mit Honig mischen. Das ist übrigens die Mischung der Kugeln auf dem Foto. Es wird nur so viel Honig verwendet, dass Kugeln geformt werden können. Ich habe sie einfach in Himbeerpulver für pink und Spirulina Pulver für blau und Fichtenpulver für grün gerollt.
Ayurveda-Hinweis
Im Ayurveda kennt man eine ähnliche Zubereitungsform: sogenannten Lehya (लिह्य), eine geleartige Zubereitung von Kräutern, Zucker oder Honig und Gewürzen, die gelutscht werden. Diese Tradition zeigt die universelle Verbreitung des Electuarium-Gedankens: Kräuter + süße Trägersubstanz.
Anwendungstipps
Verwende möglichst hochwertigen Honig und fein gemahlene Kräuter.
Sanft erwärmen, damit die Inhaltsstoffe nicht überhitzt werden.
Dunkle, luftdichte Aufbewahrung – Paste haltbar im Kühlschrank einige Wochen.
Dosierung: kleine Mengen reichen – ½–1 Teelöffel
Achte auf mögliche Wechselwirkungen (z. B. wenn Kräuter bestimmte Wirkstoffe enthalten) und konsultiere Fachpersonen bei Unsicherheit.
Schlussbemerkung
Vom antiken Mithridatium über die mittelalterliche Theriak-Tradition bis zur heutigen Kräuter-Honig-Paste: Das Konzept des Electuarium zeigt eine durchgehende Verbindung von Heilkunst, Geschmack und Textur. Wer heute eine moderne Version herstellt, folgt einem jahrhundertealten Ansatz – und kann ihn mit zeitgemäßen Zutaten kreativ weiterdenken. Vermutlich war die Kräuter-Honig-Zubereitung das erste bekannte Dessert.
Begriffserklärung Teil 3:
Ab etwa 1900 verschwand das Wort weitgehend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch, weil die pharmazeutischen Formen standardisiert wurden – man sprach nun von „Sirup“, „Paste“, „Elixier“ oder „Konfitüre“. In der heutigen phytotherapeutischen Szene erlebt das Wort Electuarium jedoch eine Renaissance, oft im englischen Sprachraum („herbal electuary“), aber zunehmend auch wieder im deutschsprachigen Kräuterkontext. Dort dient es als elegante, traditionsbewusste Bezeichnung für Honig-Kräuter-Zubereitungen, die zwischen Nahrung und Heilmittel stehen.
Erste Belege: antike Pharmatexte (1. Jh.), im Deutschen ab ca. 13.–14. Jh.
Heutige Verwendung: Wiederentdeckung in der Kräuterheilkunde als traditionelle, honigbasierte Darreichungsform
Ursprung der Electuarium-Rezepte:
Culpeper beschrieb in seinem berühmten Werk The English Physician (1652) bzw. Pharmacopoeia Londinensis (1649) viele Electuaria, die er meist nach ihrer Hauptwirkung oder Hauptsubstanz benannte, etwa:
Electuarium aromaticum – mit Gewürzen zur Stärkung von Magen und Herz
Electuarium e scoria ferri – eisenhaltig, stärkend
Theriacal Electuary – abgeleitet vom Theriak, als Allheilmittel gegen Gifte
Culpeper selbst notierte diese Rezepte in Lateinisch-Englischer Mischsprache, meist als Sammlung von Zutaten (Pulver, Harze, Honig, Zucker) mit genauen Dosierungen, bezogen auf das damalige Apothekermaßsystem (Drachmen, Unzen, Scrupel).
1. Beruhigendes Electuarium bei Husten
Zutaten:
50 g Honig
3 g Süßholzwurzelpulver
10 g Eibischwurzelpulver
5 g Thymianpulver
5 g Fenchelsamenpulver
Zubereitung:
Die pulverisierten Zutaten gut vermischen.
Den Honig erwärmen (nicht über 40 °C), um ihn flüssiger zu machen.
Die Pulver langsam in den Honig einrühren, bis eine gleichmäßige Paste entsteht.
In einem verschließbaren Glasgefäß aufbewahren. Anwendung: 1 Teelöffel bei Bedarf einnehmen.
2. Verdauungsfördernde Zubereitung
Zutaten:
30 g Honig
5 g Fenchel- oder Anispulver
10 g Angelikawurzelpulver
5 g Ingwerpulver
1–2 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl (optional)
Zubereitung:
Die Pulver gut mischen.
Honig erwärmen und mit den Pulvern verrühren.
Optional das ätherische Pfefferminzöl hinzufügen.
Die Masse in ein Glas füllen. Anwendung: ½–1 Teelöffel nach dem Essen einnehmen.
3. Immunsystem-stärkende Zubereitung
Zutaten:
40 g roher Honig
25 g Hagebuttenpulver, ich verwende immer komplett pulverisierte Hagebutten.
10 g Sanddornfruchtpulver
5 g Kurkumapulver
1 Prise schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Hagebutten- und Sanddornpulver sieben, um größere Stücke zu entfernen.
Honig mit allen Pulvern verrühren.
In einem Glasgefäß, kühl und dunkel lagern. Anwendung: 1 Teelöffel täglich, am besten morgens.
4. Harz-Electuarium zur Atemwegsunterstützung
Zutaten:
5 g Kiefernharz (gereinigt), wie von der Fichte
30 g Bienenhonig
10 g Eibischwurzelpulver
5 g Myrrhenpulver
Zubereitung:
Das Kiefernharz vorsichtig im Wasserbad schmelzen.
Den Honig hinzufügen und verrühren.
Die Pulver nach und nach einrühren, bis eine homogene Paste entsteht.
In einem Glas, luftdicht verschließen. Anwendung: ½ Teelöffel bei Husten oder Verschleimung einnehmen.
5. Belebendes Electuarium (adaptogen)
Zutaten:
40 g Honig
10 g Ginsengpulver
10 g Macapulver
5 g Ashwagandhapulver
1 Prise Zimt
Zubereitung:
Pulver gut vermischen und nach und nach in den Honig einrühren.
Masse in ein Glas geben und luftdicht verschließen. Anwendung: 1 Teelöffel morgens oder vor geistiger Anstrengung einnehmen.
Fun Facts:
Electuarium Theriacale Magnum Original aus den Chronicles of Pharmacy
Wurzel der Florentiner Schwertlilie, Süßholz, jeweils 12 oz; Arabischer Costus, Pontischer Rhabarber, Fingerkraut, jeweils 6 oz; Ligusticum meum, Rhabarber, Enzian, jeweils 4 oz; Osterluzei, 2 oz; Scordiumkraut, 12 oz; Zitronengras, Andorn, Kretischer Diptam, Bergminze, jeweils 6 oz; Polei-Minze, Pinienrinde, Gamander, jeweils 4 oz; Blätter von Lorbeerkassie, 4 oz; Blüten von roten Rosen, 12 oz; Lavendel, 6 oz; Johanniskraut, 4 oz; Tausendgüldenkraut, 2 oz; Safran, 6 oz; Früchte von Amyris opobalsamum, 4 oz.; Zimt, 12 oz.; Cassia lignea,
Narde, je 6 oz.; Keltische Narde, 4 oz.; Langer Pfeffer, 24 oz.; Schwarzer Pfeffer, Ingwer, je 6 oz.; Kardamom, 4 oz.; Rapssamen, Blätterpilz, je 12 oz.; Samen von mazedonischer Petersilie, 6 oz.; Anis, Fenchel, Kresse, Seseli, Thlaspi, Amomum, Sandkraut, je 4 oz.; Karotte, 2 oz.; Opium, 24 oz.; Opobalsamum, 12 oz.; Myrrhe, Olibanum, Terpentin, je 6 oz.; Storax, Gummi arabicum, Sagapenum, je 4 oz.; Asphalt, Opoponax, Galbanum, jeweils 2 Unzen; Saft von Akazie und Hypocist, jeweils 4 Unzen; Rizinus, 2 Unzen; Lemnischer Bolus, gebrannter Vitriol, jeweils 4 Unzen; Trochisken von Meerzwiebeln, 48 Unzen; von Vipern, von Kalmus, jeweils 24 Unzen.
Verreiben Sie die Balsame, Harze und Gummis in einer ausreichenden Menge Wein, um eine dünne Paste zu bilden, und vermischen Sie das Ganze mit 960 Unzen Honig.
Confectio Damocratis (Mithridatium) Original aus den Chronicles of Pharmacy
Zimt: 14 Drachmen, Myrrhe: 11 Drachmen; Blätterpilz, Narde, Ingwer, Safran, Thlaspi-Samen, Weihrauch, Chio-Terpentin, jeweils 10 Drachmen, Kamelheu, Arabischer Costus (Zetower), Indisches Blatt (Muskatblüte), Französischer Lavendel, Langer Pfeffer, Hartkrautsamen, Saft aus Zistrosen, abgeseihtes Storax, Opoponax, abgeseihtes Galbanum, Balsam von Gilead (ausgedrücktes Muskatnussöl), Russischer Rizinus, jeweils 1 oz. Poley Mountain, Wasser-Gamander, Früchte des Balsambaums (Kubebben),
weißer Pfeffer, kretische Karottensamen, passiertes Bdellium, jeweils 7 Drachmen. Keltische Narde, Enzianwurzel, kretische Diptamblätter, rote Rosen, mazedonische Petersiliensamen, Samen des Kleinen Kardamoms, süße Fenchelsamen, Gummi arabicum, gefiltertes Opium, je 5 Drachmen. Kalmuswurzel, wilde Baldrianwurzel, Anissamen, passiertes Sagapenum, jeweils 3 Drachmen. Bärwurz, Johanniskraut, Akaziensaft (Catechu), Wadenbäuche, jeweils 2½ Drachmen.
Geklärter Honig, dreimal so schwer wie alles andere.
Theriaca Andromachi Original aus den Chronicles of Pharmacy
Pralinen mit Meerzwiebeln, ½ Pfund. Langer Pfeffer, abgesiebtes Opium, getrocknete Vipern, jeweils 3 oz. Zimt, Balsam von Gilead (ausgedrücktes Muskatnussöl), jeweils 2 oz. Blätterpilz, Iriswurzel, Scordium, rote Rosen, Navewsamen, Süßholzextrakt, jeweils 1½ Unzen. Narde, Safran, Kardamom, Myrrhe, Costus (Zitwer), Kamelheu, jeweils 1 oz. Fingerkrautwurzel, Rhabarber, Ingwer, Indisches Blatt (Muskatblüte), Kretische Diptamblätter, Andorn, Bergminze, Französischer Lavendel, schwarzer Pfeffer, Petersiliensamen, Weihrauch, Chio-Terpentin, Baldrianwurzel, jeweils 6 Drachmen. Enzianwurzel, Keltische Narde, Bärwurz, Berg-Johanniskraut, Pinienkerne, Kriechender Gamander, Früchte des Balsambaums (Kubeben), Anis, Fenchelsamen, Kleine Kardamompflanze, Bischofskraut, Hartkraut, Melassesenf, Saft aus Zistrosen, Katechu, Gummi arabicum, Storax, Sagapenum, Lemnische Erde (Armenischer Baumstamm), gebrannter Grüner Schwefel, jeweils ½ oz. Kriechende Osterluzei, Tausendgüldenkraut, kretische Karottensamen, Opoponax, passiertes Galbanum, russischer Rizinus, Judenpech (weißer Bernstein), Kalmuswurzel, jeweils 2 Drachmen.
Geklärter Honig, dreimal so schwer wie alles andere.
Man sieht schon, historisch waren es recht verrückte Rezepte mit fragwürdigen Zutaten.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.
Sie sind kleine Orangenwunder, die im Herbst leuchten, als hätten sie Sonnenstrahlen eingefangen.
Für deine Apfel-Kürbis-Suppe ist ein Hokkaidokürbis ideal. Ihre dünne Schale wird beim Kochen weich – ein echter Vorteil für deine Apfel-Kürbis-Suppe, denn so entfällt das mühsame Schälen. Und das Fruchtfleisch? Fein, samtig und mit einem Hauch von Maroni-Aroma, das sich perfekt in Suppen, Pürees oder Ofengerichte einfügt.
Kürbisse kannst du dunkel und kühl ein paar Wochen lang wunderbar lagern. Ist er aber angeschnitten und im Kühlschrank, hält er sich nicht mehr lange und sollte rasch aufgebraucht werden.
Apfel-Kürbis-Suppe Rezept
Obwohl heute fast jeder Herbstkoch einen Hokkaido kennt, hat er eine relativ junge Geschichte. In Japan wurde im 19. Jahrhundert eine Kürbislinie gezüchtet, die aus importierten amerikanischen Sorten entstanden war. In den 1930er Jahren erreichte man schließlich die heutige Sorte „Uchiki kuri“, die später exportiert wurde und über Umwege auch nach Deutschland gelangte. In Europa erlangte der Hokkaido besonders in den 1990er Jahren Popularität, da er relativ einfach zu kultivieren war und sich gut lagern ließ.
Sein Name allerdings stammt nicht direkt von der japanischen Insel – vielmehr wurde der Kürbis so genannt, weil der erste verkaufte Samen aus Hokkaido kamen. In der Schweiz wird der Hokkaido übrigens oft „Oranger Knirps“ genannt – ein liebevoller Kosename, der an sein kompaktes Format erinnert.
Um Prostataleiden zu lindern, können Kürbiskerne verzehrt werden. Diese helfen einen Zinkmangel auszugleichen, denn dieser geht oft bei genau diesem Problem einher. Kürbiskerne enthalten nämlich sehr viel Zink.
Tja, und heute habe ich dir unser bestes Apfel-Kürbis-Suppe-Rezept dabei. Die Apfel-Kürbis-Suppe ist wirklich ein Gedicht.
Diese Apfel-Kürbis-Suppe ist einfach gut. Mit Äpfeln kombiniert finde ich sie unschlagbar. Ich koche immer eine große Menge und koche sie danach ein. Das ergibt mir meist einen Vorrat bis zur nächsten Saison.
Ich verwende immer zwei ganz große Töpfe und teile alles auf. Zwiebel und Knoblauch kleinschneiden und in etwas Butter andünsten. Ich gebe hier auch immer gleich meine Suppenwürze mit hinzu. Die Äpfel vom Kerngehäuse befreien und etwas kleinschneiden und zu den Zwiebeln geben und mitdünsten. Nun den Kürbis in kleinen Stücken in die Töpfe geben und mit Wasser und Weißwein ablöschen. Wird kein Weißwein verwendet, bitte die Menge durch Wasser ersetzen. Die Flüssigkeitsmenge ist nur ein ungefährer Richtwert.
Normalerweise gehe ich nie nach Rezept vor. Es sollte einfach alles gut mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Wenn du den Kürbis im Ofen weich gegart hast, dauert die Herstellung der Suppe nicht mehr lange. Ansonsten muss er direkt in der Suppe weichgekocht werden. Allerdings lässt er sich nach dem Backen im Ofen viel leichter zerschneiden. Wenn der Kürbis weichgekocht ist, wird alles püriert und die Gewürze kommen hinzu. Da die Suppe bei Verwendung noch mit etwas Kokosmilch verfeinert wird, mache ich sie nicht zu dünn und fülle sie in Gläser ab. Die Gläser werden jetzt noch für 60 Minuten bei 100°C eingekocht.
Benötige ich eine Kürbis-Suppe, entnehme ich diese aus dem Glas und schütte sie in einen Kochtopf und koche sie noch einmal ordentlich auf. Nun gebe ich etwas Kokosmilch hinzu und würze gegebenenfalls noch nach. Serviert wird sie mit etwas Kürbiskernöl.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Ballota nigra ist eine oft übersehene Heilpflanze der traditionellen europäischen Medizin. Besonders geschätzt wird sie für ihre beruhigende, angstlösende Wirkung und als natürliches Mittel zur Unterstützung des weiblichen Nervensystems. In diesem Beitrag findest du eine umfassende Übersicht über Inhaltsstoffe, energetische Wirkung, Auszugsmethoden sowie bewährte Rezepturen für Tinkturen.
sehr gut alkohol-löslich (>50 %), kaum wasserlöslich
Für bittere Komponente relevant
Ätherische Öle
Sesquiterpene, u.a. Caryophyllen
Antimikrobiell, nerven beruhigend
alkohollöslich (bes. >50 %), fettlöslich
Unterstützend, aber nur in Spuren relevant
Gerbstoffe
Nicht genauer beschrieben
leicht adstringierend
wasser- löslich
Nebeneffekt, keine Haupt- wirkung
Labiaten– gerbstoffe
Unklar spezifisch beschrieben
leicht entzündungs- hemmend
wasser- löslich
Hintergrund- wirkung
Fazit: Für eine nervenberuhigende Wirkung sind vor allem Phenylpropanoide und Flavonoide entscheidend, die sowohl in Wasser als auch Alkohol (besonders 50-60 %) gut löslich sind. Die Diterpene wie Marrubiin tragen zusätzlich einen tonisierenden Bittereffekt bei.
Beste Auszugsmethode & Alkoholgehalt
Empfohlene Extraktionsform:
Tinktur (1:5 Ansatz) mit 60 % Ethanol, ideal für ein breites Wirkspektrum.
Bei frischen Pflanzen bevorzugt 1:3 Ansatz mit 50 – 70 % Ethanol wegen höherem Wasseranteil.
Grund:
60% Alkohol extrahiert sowohl phenolische Glycoside, Flavonoide als auch Bitterstoffe optimal.
Hinweis aus der Praxis: Für eine maximale Extraktion der beruhigenden Flavonoide, Diterpene und ätherischen Öle wird ein höherer Alkoholgehalt von 70–80 % Ethanol empfohlen. Wer Wert auf eine vollständige Ausbeute der Wirkstoffe legt, kann 1:5 mit 70–80 % Alkohol ansetzen und zusätzlich 20 % pflanzliches Glycerin einarbeiten. Das Glycerin hilft wasserlösliche und ein paar öllösliche Komponenten zu extrahieren und sorgt für ein harmonisches Geschmackserlebnis.“
Anwendungsgebiete
Beschwerdebild
Empfohlene Zubereitung
Nervöse Unruhe, Stress
Tinktur oder Tee
Schlafstörungen
Tinktur vor dem Schlafengehen
PMS, Reizbarkeit
Tinktur oder Tee in Kombination mit Melisse und Frauenmantel
Wechseljahresbeschwerden
Tinktur über mehrere Wochen
Reizdarm, nervöse Magenprobleme
Tee (leicht bitter), verdauungsfördernd
Rezepte
1. Beruhigungstee
Zutaten:
40 g Schwarznessel, Ballota nigra Kraut
15 g Melissenblätter, Melissa officinalis
15 g Lavendelblüten, Lavandula angustifolia
15 g Passionsblumenkraut, Passiflora incarnata
15 g Hopfenzapfen, Humulus lupulus
Zubereitung: 1 TL mit 200 ml heißem Wasser übergießen, 8-10 Minuten ziehen lassen, 2-3 Tassen täglich trinken.
2. Nerventinktur (Einfachansatz)
Zutaten:
50 g getrocknetes Schwarznessel, Kraut
250 ml 60 % Ethanol
Zubereitung: Alles in ein Schraubglas geben, 2-3 Wochen bei Raumtemperatur ausziehen lassen, täglich schütteln, danach abfiltern.
Dosierung: 20-30 Tropfen 2-3x täglich oder 40 Tropfen abends.
Ich habe meine Tinktur im Perkolator erstellt. Zusätzlich mit einer Einreduzierung. Es handelt sich dabei um ein besonders effektives, aber um ein spezielles, Verfahren.
Hier habe ich für dich das Rezept als Normalansatz. Du kannst also eine klassische Tinktur ansetzen und für ca. 2-3 Wochen, aber mindestens 10 Tage ausziehen.
Wechseljahresunruhe: 30 Tropfen morgens und abends über 6-8 Wochen
Energetische Einordnung
Energetisches Prinzip
Beschreibung
Temperatur
Kühlend bis leicht neutral
Geschmack
Bitter, leicht aromatisch
Bewegungsrichtung
Nach unten führend, zentrierend, erdend
Wirkung auf das Nervensystem
Beruhigend, entspannend, löst geistige Anspannung
Emotionale Wirkung
Stabilisiert bei Reizbarkeit, Unruhe, Stimmungsschwankungen
Besonders hilfreich für
Frauen mit PMS, hormonellen Dysbalancen, Reizbarkeit
Fazit
Es ist eine vielseitige Heilpflanze für das Nervensystem und hormonelle Balance. Besonders wirksam in Kombination mit Scutellaria und Hopfen, entfaltet sie ihr volles Potenzial als sanft beruhigendes Nerventonikum. Die Kombination aus hochwertigen Extrakten und gut dokumentierter traditioneller Nutzung macht Ballota nigra zu einer wertvollen Begleiterin für mehr Ruhe und Stabilität im Alltag. Ich finde es ist eine der besten Nerventinkturen welche ich bis lang hergestellt habe.
Kontraindikationen und Wechselwirkungen
Ballota nigra gilt bei sachgemäßer Dosierung als relativ nebenwirkungsarm. Bekannte Warnhinweise umfassen jedoch: Schwangerschaft und Stillzeit: Die Pflanze kann den Hormonhaushalt beeinflussen und den Menstruationszyklus stören, daher sollte sie nicht in Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden. Gleiches gilt für Kleinkinder – im Zweifel lieber ärztlich abklären. Parkinson-Medikamente: Da Inhaltsstoffe von Ballota dopaminerge Rezeptoren beeinflussen können, ist Vorsicht bei gleichzeitiger Gabe von Dopamin-Agonisten oder Levodopa geboten. Konkrete Interaktionen mit Parkinson-Mitteln (z.B. Bromocriptin, L-Dopa) sind dokumentiert. Psychose/Schizophrenie: Theoretisch könnte Ballota die ZNS-Wirkung anderer Psychopharmaka verstärken oder ungünstig modifizieren. Eine Fachquelle warnt vor der Anwendung bei Schizophrenie oder psychotischen Erkrankungen (rxlist.com). Sedativa und Antidepressiva: Es gibt keine belastbaren Studien, aber wegen der potenziell sedierenden Wirkung sollte man kombinierte Beruhigungsmittel vorsichtig dosieren.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
11 kraftvolle Pflanzen wie Rumex für eine natürliche Eisentinktur bei Eisenmangel
Müdigkeit, blasse Haut, Konzentrationsschwäche – all das können Anzeichen für einen Eisenmangel sein. So ein Mangel lässt sich gut vom Arzt abklären. Doch anstatt sofort zu isolierten Eisenpräparaten zu greifen, kann die Natur auch hier sanft und nachhaltig unterstützen. In dieser selbst angesetzten Eisentinktur bei Eisenmangel vereinen sich wurzelige Bitterstoffe, eisenreiche Wildkräuter und fruchtige Vitamin-C-Quellen zu einem stärkenden Kräuterauszug, der die Eisenaufnahme auf natürliche Weise fördert.
Warum gerade Ampfer für diese Eisentinktur bei Eisenmangel spannend ist, habe ich dir in den letzten Blogartikeln schon berichtet. Im Amerikanischen ist Rumex als Yellow Dock sehr bekannt. Es lässt sich kombiniert mit eisenreichen Kräutern eine wunderbare Eisentinktur bei Eisenmangel daraus herstellen. Nur bei uns ist sie eher unbekannt und gilt als nutzloses Unkraut.
Eisentinktur bei Eisenmangel mit Yellow dock
Diese Eisentinktur bei Eisenmangel habe ich mit 80 % Korn im Verhältnis 1:3 (Pflanze zu Alkohol) angesetzt und mit einem Esslöffel Honig sanft abgerundet.
Diese Eisentinktur bei Eisenmangel enthält eine kraftvolle Mischung aus eisenhaltigen, blutreinigenden und nährstoffreichen Pflanzen.
Die Eisentinktur bei Eisenmangel dient zur Unterstützung, wenn der Körper Eisen benötigt. Etwa bei starker Menstruation oder nach Krankheiten.
Warum diese Pflanzen?
1. Alpen-Ampfer-Wurzel (Rumex alpinus, getrocknet oder frisch) Yellow dock
Der Alpen-Ampfer enthält nicht nur von Natur aus Eisen, sondern wirkt durch seine bitteren Wurzelstoffe auch leber- und galleanregend – wichtig für eine gesunde Eisenverwertung. In der traditionellen Kräuterkunde wird er genutzt, um „gespeichertes“ Eisen aus der Leber besser verfügbar zu machen. Als Ersatz ist auch Rumex crispus oder Rumex obtusifolius geeignet.
2. Löwenzahnwurzel (Taraxacum officinale, getrocknet oder frisch)
Ein klassisches Lebermittel, das den Stoffwechsel anregt und den Gallenfluss fördert. Das unterstützt die Eisenaufnahme über den Darm. Für mich ist der Löwenzahn ein besonders wichtiges Entgiftungskraut und darf in dieser Tinktur nicht fehlen. Löwenzahn ist außerdem reich an Mineralstoffen und unterstützt die Verdauung.
3. Kurkuma (Curcuma longa, frisch)
Kurkuma ist nicht nur antioxidativ und entzündungshemmend, sondern fördert nachweislich die Gallenproduktion und unterstützt so eine gesunde Leberfunktion – unerlässlich für einen funktionierenden Eisenstoffwechsel.
4. Sarsaparilla (Smilax officinalis., getrocknet, hier in Pulverform verwendet)
Diese Wurzel gilt als blutreinigend und tonisierend, reinigt das Gewebe und fördert die Ausscheidung. Weiters ist sie reich an Vitamine A, B-Komplex, C und D und Mineralien Eisen, Mangan, Natrium, Silicium, Schwefel, Kupfer, Zink und Jod. Sie ist sehr gut für eine Entgiftung geeignet.
Ein wahres Vitamin-C-Kraftpaket! Vitamin C ist essenziell, um pflanzliches Eisen besser aufnehmen zu können. Sanddorn bringt zudem Flavonoide, Fruchtsäuren und Antioxidantien mit – eine wunderbare Frucht zur Unterstützung von Immun- und Blutgesundheit. Weiters verbessert die Zugabe von Sandornbeeren das Aroma.
6. Hagebutten (Rosa canina, getrocknet)
Auch Hagebutten sind reich an Vitamin C, was die Eisenaufnahme im Darm deutlich steigert. Dazu liefern sie sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ und leicht adstringierend wirken – wohltuend für Schleimhäute und Blutgefäße.
Diese leuchtend roten Früchte enthalten neben Vitamin C auch organische Säuren und Bitterstoffe. Sie regen Leber, Verdauung und Durchblutung an und bringen eine leicht säuerliche Frische in die Tinktur. Die Früchte sind nicht so stark Leberwirksam wie die Wurzel, hier aber mehr als ausreichend.
8. Brennnesselblätter (Urtica dioica, getrocknet)
Brennnessel gilt als eine der eisenreichsten Wildpflanzen überhaupt! Als ganzes gegessen, wäre es vermutlich noch besser, aber auch die Brennnessel ist hier nicht der Star. Zusätzlich enthält sie Vitamin C, Kieselsäure, Flavonoide und Chlorophyll – eine wunderbare Pflanze zur Blutbildung, Entgiftung und Kräftigung.
9. Himbeerblätter (Rubus idaeus, getrocknet)
Zwar nicht extrem eisenreich, aber es sind viele Mineralstoffe enthalten. Sie wirken harmonisierend und sind eine sinnvolle Ergänzung in einer Tinktur zur Eisenregeneration.
10. Kardamom (Elettaria cardamomum, grün)
Kardamom fördert die Verdauung und Resorption von Nährstoffen. Er verleiht der Tinktur einen warm-würzigen Geschmack und wirkt sanft aktivierend auf Magen und Darm. Zudem ist auch er eine gute Eisenquelle. 100 g Kardamom enthalten auch 100 mg Eisen. Somit zählt er zu den Spitzenreitern der eisenhaltigen Pflanzen.
11. Zimtstangen (Cinnamomum verum oder cassia)
Zimt regt die Durchblutung und Verdauung an, wirkt wärmend und stabilisierend. Außerdem hat er eine harmonisierende Wirkung auf den Blutzucker. Überdies sind 30 mg Eisen auf 100 g Zimt enthalten.
Rezept
Die Kräuter und Gewürze wurden mit 80 % Kornalkohol im Verhältnis 1:3 (Pflanzenmenge: Alkohol) extrahiert. Nach rund 4–6 Wochen Ziehzeit an einem dunklen Ort wurde die Tinktur gefiltert und mit einem Esslöffel Honig abgerundet für eine bessere Einnahme. Meine Tinktur habe ich in 8 Stunden im Magical Buttermaker bei 54 °C ausgezogen.
35 g Alpen-Ampfer Wurzel, frisch 6 g Löwenzahn Wurzel, getrocknet 10 g Kurkuma Wurzel, frisch
6 g Sarsaparilla, pulverisiert 6 g Sanddorn Früchte, getrocknet 6 g Hagebutten, getrocknet
6 g Berberitzen Früchte, getrocknet 6 g Himbeerblätter, getrocknet 4 g Kardamom grün, Pulver 5 g Zimt-Pulver, Ceylon-Zimt
Zum Ansetzten wird 80 % Korn verwendet. Im Verhältnis 1:3
90 g Pflanzenmaterial werden mit 270 ml Korn 80 % angesetzt.
Ich habe die Tinktur im Magical Buttermaker bei 54 °C für 8 Stunden ausgezogen.
Nach dem Ausziehen in abfiltern und in dunkle Flaschen füllen. Ich verwende eine Flasche mit einer Pipette.
1 x 30 Tropfen täglich als Kur für einen Monat anwenden.
Alternativ kann die Tinktur auch in Korn angesetzt werden und für eine Mondphase ausgezogen werden. Täglich schütteln!
Achtung!
Keine Anwendung bei Nierenproblemen und Nierensteinen und Steinen. Dies sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.
Um etwas Oxalsäure zu reduzieren, kann man die Wurzel mit Wasser auskochen und erst dann für die Tinktur ansetzten.
Eisentinktur bei Eisenmangel
Kurkuma & Eisenaufnahme: Was sagt die Wissenschaft?
Kurkuma, insbesondere sein Wirkstoff Curcumin, ist bekannt für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften. In vitro-Studien zeigen, dass Curcumin Eisen binden kann, was theoretisch die Eisenaufnahme im Darm hemmen könnte. Allerdings ergab eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit 154 gesunden Erwachsenen, dass die gleichzeitige Einnahme von bioverfügbarem Curcumin und Eisenpräparaten die Eisenaufnahme nicht signifikant beeinträchtigt. (PubMed: Acute Administration of Bioavailable Curcumin Alongside Ferrous Sulphate Supplements Does Not Impair Iron Absorption in Healthy Adults in a Randomised Trial). Bleibt Curcumin im Rahmen des Rezeptes, hat es positive Eigenschaften für diese Tinktur.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.
Im letzten Beitrag ging es um die Herstellung vom Ampfermehl, welches recht einfach ist. Nun habe ich für dich das typische Rezept für Yellow Dock Cracker. Bei uns ist es leider etwas unbekannt. In den USA jedoch sind Yellow Dock Cracker oder Dock See Cracker sehr wohl bekannt.
Ich kann dazu nur sagen: „Eat the weeds“ In diesem Fall Yellow Dock Cracker!
Probiere sie aus! Ich bin sicher du wirst überrascht sein, dass sie so gut schmecken.
Im letzten Beitrag ging es um die einfache Herstellung von Ampfermehl – genauso unkompliziert ist nun dieses typische Rezept für Yellow Dock Cracker. Der Begriff „Yellow Dock Cracker“ bedeutet im Wesentlichen ein knuspriges Cracker‑Knäckebrot aus Yellow Dock (gelber Ampfer oder Rumex crispus) Samen oder Mehl. Hier wird Alpen Ampfer oder Rumex alpinus verwendet.
Yellow Dock Cracker ergänzen perfekt das Ampfermehl, das du bereits aus dem letzten Artikel kennst. Einfach Samen sammeln, rösten, mahlen – fertig ist der Rohstoff für dein Cracker‑Rezept!
Eat the weeds – In diesem Fall Yellow Dock Cracker! Probiere sie aus – du wirst überrascht sein, wie gut sie schmecken. Nun kommen die Rezepte – abwechslungsreich und kreativ.
Yellow Dock Cracker Marlies Variante
In diesem Beitrag findest du sieben kreative Ideen rund um Yellow Dock Cracker.
(hier Alpen-Ampfer) 40 g Alpenampfer Mehl (optional 20 g Ampfersamen und 20 g Canihuasamen) 100 ml Wasser heiß 180 g Mehl (welches du bevorzugst, je nach dem variiert das Wasser etwas) 20 g Butter 15 g Ahornsirup ¼ El Zitronen-Knoblauch-Salz
Das Ampfermehl wird mit dem Wasser verrührt. Das Ganze abdecken und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen werden der Sirup und das Salz untergerührt. Nun wird die Masse mit dem Mehr vermischt und zum Schluss die Butter untergeknetet. Es sollte ein Teig entstehen.
Die Masse etwas im Kühlschrank ziehen lassen. Ca. 20 Minuten. Der Teig lässt sich nun gut auf ein Backpapier legen. Man rollt ihn möglichst flach aus, indem man ein weiteres Backpapier darüberlegt.
Nun gibt man das zweite Stück Backpapier wieder weg und schneidet mit dem Pizzaroller gleich die Stücke vor. So lassen sie sich nach dem Backen gut brechen. Du kannst den Teig noch mit Körner oder Salz bestreuen.
Bei 180 °C für ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und in einer luftdichten Box aufbewahren oder gleich verzehren.
Warum Yellow Dock Crackers fantastisch sind
Saisonal im Spätsommer geerntet, wenn Samen braun und trocken sind – ideal für gutes Aroma.
Nussig-herber Geschmack, ähnlich Buchweizen – durchaus mit etwas Bitterkeit, die du durch Rösten oder Einweichen mildern kannst.
Sie wären auch als glutenfreie Basis möglich, ideal als Protein- und Ballaststoff‑Snack.
In den USA häufiger bekannt, aber bei uns noch ein Geheimtipp – höchste Zeit für kreative Rezepte!
Basis-Rezept – klassisch & einfach
Zutaten (für ca. 4–6 Portionen)
30 g Tasse gemahlene Yellow Dock Samen (oder Ampfermehl aus meinem letzten Beitrag)
60 g Tasse Mehl deiner Wahl (z. B. Weizen‑ oder Dinkelmehl)
1/2 Teelöffel Meersalz
Wasser (nach Bedarf)
Zubereitung
Samen sammeln, trocknen, rösten und mahlen – so entsteht dein Ampfermehl.
Alle Zutaten in einer Schüssel mischen, langsam Wasser zugeben, bis ein geschmeidiger, nicht klebriger Teig entsteht
Auf geöltem Backblech verteilen, bei ca. 190 °C (375 °F) 10–12 Min. backen, bis die Cracker knusprig sind.
Auskühlen lassen, luftdicht lagern. Haltbarkeit: etwa eine Woche
7 kreative Varianten für deine Yellow Dock Cracker
1. Röstwürze-Thymian Cracker
Variation: 1 EL getrockneter Thymian oder Rosmarin, 2 TL natives Olivenöl, evtl. etwas Honig. Dunkler röstaroma und Kräuternote.
2. Roggen-Honig-Knister
60 g Roggenmehl, ½ TL Honig, 1 EL Traubenkern‑Öl.
3. Nettle‑Dock Seed Cracker
Mit 3 EL Brennnesselsamen gemischt – noch nährstoffreicher und wild. Aromatisch und ballaststoffreich. Diese Variante ist wirklich sehr gut.
4. Parmesan‑Dock Cracker
30 g Tasse Parmesan fein gerieben, 60 g Vollkornmehl, Kräuter wie Oregano oder Dost, Thymian und Co. Rustikal und würzig
5. Mushroom‑Dock Crunch
2 Tassen Dock-Mehl, ½ Tasse Pilzpulver (Pilze nach Wahl), 1 EL Kräuter wie Mutterwurz, Thymian, Dost. Exotisch und herzhafter Crunch
6. Sumac‑Frucht Note
Mit Sumach (geriebene Früchte) bestreuen für säuerlich exotische Note – passt super zu Hummus, Käse oder Chutneys.
7. Yellow Dock Cracker mit Sauerteig Rest
Hier habe ich aus meinem Sauerteig Rest einfach einen Teig hergestellt.
30 g Sauerteig Rest, 30 g Mehl und etwas Wasser, grüne getrocknete und geröstete Ampfersamen ganz. Die Ganzen Samen unter den Teig geknetet und wie gewohnt ausgewalkt und vorgeschnitten. Vor dem Backen noch mit schwarzem Sesam und etwas Salz bestreuen. Etwas andrücken.
Tipps & Tricks für beste Ergebnisse
Samen-Erntezeitpunkt: Ende August–September, wenn Samen bräunlich sind und trocken – vermeide feuchte Witterung. Heuer sind sie zum Teil jetzt schon perfekt zum Sammeln.
Bitterness reduzieren: Leichtes Einweichen des gemahlenen Mehls in kaltem Wasser über Nacht, dann abgießen. Wenn man nicht zu viele Samen verwendet, kann man sich den Schritt sparen.
Röstverfahren: Leicht rösten bei 160–175 °C für 5–10 Minuten – bringt Aroma und reduziert Feuchtigkeit. Ich könnte sie in dem Zustand so knabbern. Gib die Samen auch einmal über den Salat oder ins Müsli.
Luftdicht lagern: Fertige Cracker in Schraubglas oder Dose – hält mehrere Tage knusprig. Bei hoher Luftfeuchte ggf. nochmal kurz aufbacken.
Gesundheit & Wirkung der Yellow Dock Samen
Yellow Dock (gelber Ampfer auch der Alpen Ampfer) enthält Anthraquinone, die leicht abführend wirken, die Gallenproduktion fördern und Verdauung unterstützen. Die Samen sind protein- und ballaststoffreich (ca. 11–12 % Protein, hoher Anteil an Kohlenhydraten und Ballaststoffen)
Traditionell wurde Yellow Dock in der Kräutermedizin verwendet bei Hautproblemen (z. B. Ekzemen), Leber‑ und Gallenbeschwerden, sowie zur Entgiftung. Die Samen und die Wurzel gelten als tonisierend und blutreinigend. Sie liefert viel Eisen und hat eine kühlende Wirkung.
Fazit – Warum du Yellow Dock Cracker ausprobieren solltest
Yellow Dock Cracker sind nicht nur lecker und überraschend vielseitig, sie bringen auch wertvolle Nährstoffe in deine Ernährung. Das vegetarische, vegane und glutenfreie Power-Knäckebrot zeigt: „Eat the weeds“ lohnt sich! Du kannst dein Ampfermehl sofort nutzen – und leckere Cracker selbst backen. In sieben kreativen Varianten – dort ist bestimmt etwas für dich dabei.
Viel Spaß beim Experimentieren und überzeug dich selbst, wie köstlich diese gerade wiederentdeckte Kräuter-Knabberei ist!
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Dieses Mal habe ich ein wirklich ungewöhnliches Rezept für euch. Leider ist es den wenigsten bekannt. Dabei schmeckt es wirklich gut und ein Ausprobieren lohnt sich. Benötigt werden die Früchte vom Alpen-Ampfer oder Krausen-Ampfer. Schon alleine angeröstet schmecken sie total gut.
Zuerst müssen die Ampfersamen getrocknet werden. Die Stiele sortiere ich immer raus, damit das spätere Ampfermehl besonders fein wird. Anschließend werden diese in einer Pfanne angeröstet, bis sie cross sind. Dieses Anrösten bringt ein herrliches nussiges Aroma hervor, das du lieben wirst.
Du kannst die gerösteten Samen auch über den Salat geben, ins Müsli mischen oder was dir sonst noch so einfällt. Sie schmecken richtig gut und bringen eine Extraportion Nährstoffe. Für das Mehl werden die Samen in einem Mixer zu feinem Ampfermehl vermahlen.
Nun hast du fertiges Ampfermehl, welches du in deinen Brotteig mit einarbeiten kannst. Es eignet sich wunderbar zum Verfeinern von selbst gebackenem Brot oder auch für herzhafte Cracker. Im nächsten Beitrag habe ich ein Rezept für Dock Seed Cracker für dich! Die solltest du unbedingt ausprobieren.
Ein Hinweis zur Qualität: Die Bauern behandeln den Ampfer bei uns oft mit chemischen Keulen. Daher verwende ich gesammelte Samen aus unseren Bergen. So stellst du sicher, dass dein Ampfermehl frei von Schadstoffen bleibt.
Übrigens kannst du aus den Blättern des Krausen Ampfers auch Chips herstellen. Die Vorgehensweise ist gleich wie bei meinem Rezept: Bärlauchchips. Eine leckere und gesunde Knabberei!
Ein weiteres wertvolles Produkt aus dem Ampfer ist die klassische Tinktur:
3. Standard Tinktur
Die Wurzel im Verhältnis 1:2 bei frischen Wurzeln in 96 % Weingeist.
Die Wurzel im Verhältnis 1:5 bei getrockneten Wurzeln in 60 % Alkohol.
10 Tropfen bis 2 ml – 3 x täglich
Rumex, wie der botanische Name lautet, ist reich an organischen Eisenverbindungen und scheint in der Leber gespeichertes Eisen freizusetzen. Noch besser ist er wirksam in Kombination mit weiteren eisenhaltigen Kräutern. Deshalb ist Ampfermehl hin und wieder auch eine spannende Ergänzung für die Ernährung.
Er gilt als Blutreiniger bei Hauterkrankungen und allgemeinen Leberproblemen. Rumex regt den Gallenfluss an, wirkt leicht abführend und kann so das Verdauungssystem unterstützen. Er reduziert Hitze und Reizungen im Verdauungstrakt. Außerdem zeigt Rumex Wirkung bei Darmentzündungen und Verstopfung.
Achtung:Ampferist nicht geeignet bei Steinleiden und Problemen des Harnsystems!
Wenn du deine Ernährung bewusst erweitern möchtest, ist selbstgemachtes Ampfermehl eine einfache Möglichkeit. Du kannst es wunderbar mit anderen Samen und Körnern kombinieren, etwa beim Backen von Müsliriegeln, Cracker, herzhaftem Gebäck oder Brot.
Ein kleiner Tipp für die Vorratshaltung: Ampfersamen lassen sich nach dem Trocknen luftdicht lagern. Mahlen solltest du sie allerdings immer frisch, damit dein Ampfermehl sein volles Aroma behält. Am besten nutzt du einen Hochleistungsmixer oder eine Kaffeemühle.
Ampfermehl lässt sich sogar mit Gewürzen wie Thymian oder Bärlauch kombinieren und passt sehr gut zu Wildgerichten oder Salaten. Damit kannst du deiner Küche ganz neue Aromen verleihen.
Probiere Ampfermehl aus – ein unterschätzter Geheimtipp aus der Volksheilkunde mit überraschend gutem Geschmack!
Ampfer ist nicht geeignet bei Steinleiden und Problemen des Harnsystems!
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
In den letzten beiden Artikel habe ich dir den Kalifornischen Goldmohn vorgestellt. Ich habe auch das Rezept für eine Tinktur aus diesem vorgestellt.
Heute habe ich ein weiteres Rezept für dich. Beruhigende Schlaftropfen mit Goldmohn in Kombination mit Hopfen ergeben eine weitere Möglichkeit zu wirksamen Schlaftropfen.
Beruhigende Schlaftropfen mit Hopfen und Kalifornischem Goldmohn: (Humulus lupulus und Eschscholzia californica)
50 ml Hopfendoldentinktur 1:5 Alkohol 60% 50 ml Kalifornischer Goldmohn 1:5 Alkohol 60% Mischen und in eine Tropferflasche füllen.
Einnahme: Bei Bedarf 30 Minuten vor dem zu Bett gehen 10 – 20 Tropfen einnehmen. (eventuell mit etwas Wasser einnehmen.)
Wirkung Eschscholzia californica: fördert die allgemeine Ruhe und behandelt Stress, Angst und Schlaflosigkeit. Wirkung Humulus lupulus: wirkt beruhigend und entspannend.
Kalifornischer Goldmohn: Das sanfte „Schlafmützchen“
Der Goldmohn, auch als Schlafmützchen bekannt, ist eine in der traditionellen Pflanzenheilkunde hochgeschätzte Pflanze zur Förderung der Entspannung. Seine beruhigenden Eigenschaften sind besonders hilfreich bei stressbedingten Ein- und Durchschlafproblemen sowie bei nervöser Unruhe.
Die in der Pflanze enthaltenen Alkaloide, wie beispielsweise Protopin, werden für die sanft sedierende und leicht angstlösende Wirkung verantwortlich gemacht. Im Gegensatz zu manchen synthetischen Schlafmitteln zielt der Goldmohn darauf ab, den Körper in einen Zustand der Ruhe zu versetzen, der das natürliche Einschlafen erleichtert. Er kann die Einschlafzeit verkürzen und das nächtliche Aufwachen reduzieren, indem er den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützt.
Hopfen: Der Meister der inneren Balance
Er ist den meisten vor allem als Zutat im Bier bekannt, er ist eine ebenso wirksame Heilpflanze, wenn es um die Förderung des Schlafs geht. Seine beruhigende Wirkung auf die Psyche ist seit Langem bekannt und wird traditionell zur Behandlung von nervöser Unruhe und Schlafstörungen eingesetzt.
Die schlaffördernden Effekte dieser Pflanze werden auf seine Bitterstoffe, insbesondere Lupulon und Humulon, sowie auf seine ätherischen Öle zurückgeführt. Diese Inhaltsstoffe wirken sanft sedierend und helfen dabei, die innere Anspannung zu lösen. Er ist besonders wertvoll für die Verbesserung der Schlafqualität und das Durchschlafen, da er zur allgemeinen Entspannung des Nervensystems beiträgt.
Die Synergie: Einschlafen und Durchschlafen
Die Kombination von Goldmohn und Hopfen in Schlaftropfen nutzt die synergistische Wirkung beider Pflanzen, um einen umfassenden Ansatz für einen erholsamen Schlaf zu bieten
Einschlafhilfe, Reduzierung des nächtlichen Aufwachens
Hopfen
Beruhigend, entspannend
Durchschlafhilfe, Linderung nervöser Unruhe
Während der Goldmohn den Weg in den Schlaf ebnet und das Einschlafen erleichtert, sorgt der Hopfen dafür, dass die innere Ruhe während der Nacht erhalten bleibt. Diese pflanzliche Allianz ist eine ideale Wahl für alle, die eine milde, nicht abhängig machende Alternative suchen, um den Kreislauf aus Stress und Schlaflosigkeit sanft zu durchbrechen und die natürliche Regeneration des Körpers zu unterstützen.
Bevor Sie pflanzliche Mittel zur Behandlung von Schlafstörungen einsetzen, ist es ratsam, sich von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen, um die Ursachen Ihrer Schlafprobleme abzuklären.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Nimm das Beste aus dem Kräutergarten. Kombiniere es mit wertvollem Steinsalz. Schaffe ein Salz voller Duft, Farbe und Geschmack!
Grobes Kräutersalz Rezept im Glas
Dieses grobkörnige Kräutersalz vereint die sonnige Strahlkraft von Ringelblumenblüten. Es umfasst das würzige Aroma von Schnittlauch, Schnittlauchblüten und Schnittknoblauch. Die feine Frische von Petersilie ist enthalten. Es bietet die fruchtige Note des Pfirsichsalbeis und die harmonische Würze des Majorans. Gemeinsam mit hochwertigem, naturbelassenem Steinsalz ergibt sich eine einzigartige Mischung, die nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch begeistert.
Zubereitung
Ich verwende hierfür keine genauen Mengen.
Von der Ringelblume nehme ich nur die Zungenblüten.
Die Schnittlauchblüten zupfe ich vom Köpfchen ab. Und die Blüten des Pfirsichsalbeis zupfe ich auch direkt aus dem Kelch und belasse sie ganz.
Die Hauptzutat ist klein geschnittener Schnittlauch, in etwa 2/3,
im Anschluss etwas Petersilie und etwas Majoran dazu geben.
Das Salz kann niedrig dosiert werden, da die durchmischte Menge auf einem Backblech bei niedriger Temperatur rasch getrocknet wird.
Nach dem sorgfältigen Trocknen wird das Salz in hübsche Gläser abgefüllt – ein wunderbares Geschenk aus der Natur. Vor der Verwendung einfach im Mörser zerreiben, und sofort entfaltet sich ein betörender Duft, der an blühende Kräutergärten erinnert.
Ob als besondere Zutat für Brotteig. Ob zum Verfeinern von Suppen, Salaten oder herzhaften Gerichten – dieses Kräutersalz ist eine Bereicherung für jede Küche. Ein Hauch von Sommer, eingefangen in kleinen, funkelnden Kristallen.
Warum nicht selbst ausprobieren und ein Stück Kräuterliebe in die Küche bringen?
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Unsere Haut liebt einfache, ehrliche Pflege – besonders dann, wenn sie aus kraftvollen Pflanzenextrakten und bewährten Hausmitteln besteht. Dieses selbstgemachte Gesichtsgel vereint die reinigende Kraft von Apfelessig mit „Mutter“ und die hautklärenden Eigenschaften der Großen Klette und der Löwenzahnwurzel. Beide Pflanzen haben eine lange Tradition in der Volksheilkunde – nicht nur zur inneren Reinigung, sondern auch als wohltuende Hautbegleiter.
Die Große Klette (Arctium lappa) ist bekannt für ihre tiefenreinigende, talgregulierende Wirkung. Ihre Wurzel enthält wertvolle Schleimstoffe, Bitterstoffe und Inulin, die ausgleichend und beruhigend auf die Haut wirken – besonders bei Unreinheiten oder Mischhaut.
Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) bringt mit seiner kräftigen Wurzel lichtvolle Lebenskraft und unterstützt die Haut bei der Regeneration. Seine Bitterstoffe und Mineralien gelten als wahre Energiespender für müde, gestresste Haut.
Die Kombination mit Glycerin und pflanzlichem Propanediol schenkt dem Gel intensive Feuchtigkeit, während Lactobacillus Ferment für weitere Feuchtigkeit sorgt und die Hautbarriere stärkt. Das Ganze wird von zwei wunderbaren Extrakten aus der Hamamelis, welche beruhigend und adstringierend wirkt. Sowie Süßholzwurzel Extrakt, welcher hautberuhigend und ausgleichend wirkt, abgerundet.
Als Ergänzung kam noch etwas Wiesenschaumkrautöl hinzu, welches pflegt, glättet und sehr stabil ist.
Auf ätherische Öle wurde bewusst verzichtet, um auch empfindlicher oder reaktiver Haut ein rundum beruhigendes Pflegeerlebnis zu ermöglichen.
Die beiden Essigauszüge in einem Becherglas mischen und auf die Seite geben.
Wasser mit Kaliumsorbat mischen und auflösen. Anschließend Glycerin, Propanediol, beide Extrakte und das Lactobacillus Ferment in das Becherglas einrühren und dispergieren. Dann den Essig dazu geben und gut verrühren. Nun kann das Solagum eingerührt werden.
Wer hat verwendet nun einen Magnetrührer oder Minimixer und rührt die Mischung für einige Zeit gut durch. Ein Magnetrührer ist praktisch, da man keine Luft in das Gel bekommt. Während des Rührens wird nun Tropfenweise das Wiesenschaumkraut Öl eingerührt. Das muss in ganz langsamen Schritten erfolgen, da wir keinen Emulgator im Rezept haben. Den Magnetrührer lässt man hochtourig laufen.
Solagum ist im Stande ganz wenig fettes Öl zu binden. Hast du keinen Magnetrührer empfiehlt es sich eventuell etwas Lecithin als Emulgator zu ergänzen. Oder du lässt das Öl weg.
Zum Schluss muss der pH-Wert überprüft werden. Mein Gel hat einen pH-Wert 5 und muss nicht eingestellt werden. Nun kann der Konservierer eingerührt werden. Auch das mache ich mit dem Magnetrührer auf hoher Stufe.
Anwendungsempfehlung
Das Gel kann morgens und abends nach der Reinigung auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen werden – pur oder als leichter Feuchtigkeitsspender unter der gewohnten Pflegecreme oder dem Gesichtsöl. Es zieht schnell ein, hinterlässt ein frisches, klares Hautgefühl und schenkt ein natürliches Strahlen. Auch bei Mischhaut, unreiner oder zu Unruhe neigender Haut entfaltet es seine wohltuende Wirkung – ganz ohne zu beschweren. Es kann auch einfach als Gesichtsserum verwendet werden. Es fühlt sich unbeschreiblich gut auf der Haut an.
Gel bei Akne aus der Großen Klette und Löwenzahn Hilfe aus der Natur
Es handelt sich hierbei um ein Pflegegel für die Haut.
Tipp:
Das Gel hilft auch wunderbar bei trockener Kopfhaut und starken Schuppen.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Unsere Augen verraten oft mehr über uns, als wir denken: Schlafmangel, Stress oder Bildschirmarbeit zeigen sich schnell in Form von Schwellungen, Trockenheit oder einem müden Blick. In diesem Rezept verbinden sich altbewährte Heilpflanzen mit modernen kosmetischen Wirkstoffen zu einer einfachen, aber wirkungsvollen Pflege für die sensible Augenpartie.
Selbstgemachte Augenpads ist eine etwas andere Idee und es ist irgendwie amüsant zugleich. Hierbei geht es mehr um den Spaß als um einen großartigen kosmetischen Nutzen. Trotzdem sind diese Augenpads unglaublich angenehm auf der Haut.
Löwenzahn Blüten – oft als einfaches „Unkraut“ unterschätzt – stecken voller Vitalstoffe. Dazu habe ich in der Blogreihe schon richtig viel geschrieben. Trotzdem sind hier nochmals ein paar Fakten. Ihre sonnengelben Blütenenthalten antioxidative Flavonoide, Bitterstoffe und Spurenelemente, die die Haut beruhigen, klären und zum Strahlen bringen.
Schon in der Volksmedizin wurde Löwenzahn wegen seiner reinigenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften geschätzt. Ich habe für dieses Rezept nur die Blüten ohne Blütenkorb verwendet. Selbstverständlich eignen sich die Blätter genauso dafür wenn du keine Blüten zur Verfügung hast.
Lorbeer Blätter hingegen sind für ihre stärkende und antiseptische Wirkung bekannt. Sie fördern die Mikrozirkulation, wirken leicht adstringierend und verleihen der Haut ein glattes, tonisiertes Gefühl – besonders wohltuend bei müden, geschwollenen Augen. Ich mache auch sehr gerne eine Erkältungssalbe aus seinen Blättern. Lorbeer ist unverzichtbar in meiner Küche und Kosmetik.
Als moderne Ergänzung kommt einKaffee-Glycerit hinzu: ein pflanzlicher Wirkstoffauszug in pflanzlichem Glycerin, der das volle Spektrum der Kaffeebohne nutzbar macht – reich an Antioxidantien, Koffein und beruhigenden Inhaltsstoffen. Das Rezept habe ich schon vor Monaten gepostet.
Es hilft, die Haut zu beleben, kleine Schwellungen zu mindern und der Augenpartie ein frisches Aussehen zu verleihen. Gleichzeitig wirkt Glycerin feuchtigkeitsspendend und pflegt die Haut geschmeidig – ganz ohne zu reizen.
optional, um den pH-Wert zu regulieren. Ideal pH-Wert 5,5
Phase B – Gelbildung:
Zutat
Menge in g
Agar-Agar
4,0 g
Zubereitung:
Essigauszug, Wasser, Kaffee-Glycerit in einen Kochtopf geben.
Agar-Agar in den Kochtopf einrühren, dann sanft erhitzen und ungefähr 2 Minuten köcheln lassen, bis das Gel klar und homogen ist. Dabei bitte ständig rühren.
Etwas abkühlen lassen
pH-Wert messen. Ziel: 5,5 Mit Natrium Laktat erhöhen falls nötig.
Schnell in Augen Pad-Silikonformen gießen. Zum Aushärten in den Kühlschrank geben.
Die Augenpads werden mit einem natürlichen Gelbildner (Agar-Agar) hergestellt.
Der pH-Wert wurde sanft auf hautfreundliche 5,25 – 5,5 eingestellt – so sind die Pads für die Augenpartie geeignet.
Ich gieße meine Augenpads recht dünn. So lassen sie sich gut auftragen und haften auch sehr gut. Sie bleiben elastischer und brechen nicht so schnell.
Haltbarkeit & Aufbewahrung:
Für den sofortigen Gebrauch
Einfrieren: möglich zur längeren Haltbarkeit
Sie sind besonders erfrischend wenn man sie direkt vom Kühlschrank holt und ausformt und auflegte. Übrigens mage ich sie fast noch lieber, auf die Augenbrauen gelegt. Es kühlt und erfrischt und ist richtig angenehm.
Dieses Rezept ist eine reine Spielerei. Dennoch solltest du testen ob du die Augen Pads verträgst.
Tipp:
Umso größer die hergestellte Menge, umso länger bleibt die Masse flüssig und lässt sich in Formen füllen. Hast du zu wenig Masse, kann es sein, dass du diese wieder erhitzen musst damit du sie in die Formen geben kannst. Das ist aber nur möglich wenn du Agar Agar verwendest. Nimmst du Gelatine lässt es sich nicht mehr verflüssigen.
Wenn du keinen Essig verwenden möchtest, kannst du auch Tee kochen. Dann ersetzt du die komplette Menge vom Essigauszug und dem destillierten Wasser durch den Tee.
Löwenzahn – Lorbeer – Essig
Den Essigauszug habe ich in gleichen Teilen hergestellt. Hierbei habe ich Löwenzahn Blüten und Lorbeer Blätter verwendet.
Im Verhältnis 1:5.
20 g Löwenzahn Blüten ohne Korbhülle oder Blätter, nimm was verfügbar ist. 10 g Lorbeer Blätter zerkleinert und mit 150 ml Bio-Apfelessig naturtrüb
angesetzt.
Für 4 Wochen ausziehen und abfiltern.
Den Essig kannst du selbstverständlich auch Kulinarisch verwenden.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Löwenzahnwurzel (Taraxacum officinale jetzt Taraxacum sect. Ruderalia) und Große Klette (Arctium lappa) sind klassische Pflanzen in der naturheilkundlichen Behandlung von Hautproblemen, insbesondere bei Akne und unreiner Haut. Es ist gemein wenn die Hormone in der Pubertät verrückt spielen. In dem Alter möchte man aber trotzdem gerne gut aussehen. Auch hierbei bekommen wir wirksame Hilfe aus dem Garten.
Mild antibakteriell, entzündungshemmend, kann gereizte Haut beruhigen. Wird traditionell bei Ekzemen & Akne verwendet (z. B. in Tinkturen oder Umschlägen).
2. Große Klette (Arctium lappa radix)
✅ Wichtige Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe
Lignane (Arctiin, Arctigenin)
Bitterstoffe
Inulin
Polyacetylene (antimikrobiell)
Flavonoide und Gerbstoffe
Wirkung bei Akne:
Schleimstoffe beruhigen entzündete Haut, helfen gegen Juckreiz.
In Salben, Umschlägen oder Gesichtsdampfbädern bei Akne & Furunkeln haben sich traditionell bewährt.
Warum diese Kombination wirkt (äußerlich):
Löwenzahn + Klette = synergetisch stark in der Entgiftung und Hautregeneration. Beide unterstützen:
Antibakterielle Wirkung → gezielt gegen akne-verursachende Keime
Entzündungshemmung → reduziert Pusteln, Papeln und Rötungen und lindert gereizte Haut.
Ergänzende Heilpflanzen bei Akne:
🔹 Innerlich sinnvoll:
Mariendistel (Silybum marianum) – schützt & regeneriert die Leber, besonders bei hormoneller Akne. Mariendistel Samen pulverisiere ich hierbei und verkapsle diese. Das erleichtert die Einnahme.
Schachtelhalm (Equisetum arvense) – wirkt ausleitend & siliziumreich → gut für Hautstruktur zudem bei fettiger Haut unterstützend. Als Tee sollte dieser für mindestens 40 Minuten gekocht werden.
Brennnessel (Urtica dioica) – stark entwässernd, blutreinigend, antientzündlich. Zum Entwässern reicht eine kurze Ziehzeit. Es gibt hierbei unterschiedliche Ausziehmethoden, je nach dem welche Inhaltsstoffe ich haben möchte.
🔹 Äußerlich sinnvoll:
Hamamelis – adstringierend & entzündungshemmend. Ein Hydrolat als Gesichtswasser ist fantastisch.
Kamille oder Ringelblume – beruhigend & antibakteriell. Als Tee für Waschungen oder Auflagen sind beide Pflanzen entweder einzeln oder in Kombination gut.
ätherisches Teebaumöl (punktuell!) – gegen akute Entzündungen. Mit etwas Trägeröl (Olivenöl) vermischen und auftragen.
Salbei – reguliert Talgproduktion. Als Hydrolat oder Waschungen.
Anwendungstipp:
Tee für die innerliche Einnahme bei Akne.
Aus der Volksmedizin wird
5g Kletten Wurzel (Arctium lappa) 10 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale) 750 ml Wasser
Ein Dekokt herstellen. Dieser Tee wird auf drei Tassen aufgeteilt und morgens, mittags und abends getrunken.
Der Tee eignet sich für erwachsene Personen die mit den Bitterstoffen gut klar kommen.
Tinktur für die innerliche Einnahme bei Akne
10 g Kletten Wurzel (Arctium lappa) 10 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale) kleingeschnitten in Korn ansetzten.
frisch im Verhältnis 1:3 getrocknet im Verhältnis 1: 5
1:3 bedeutet Gramm zu Volumen 1 Teil Wurzeln in Gramm 3 Teile Alkohol 80 % Korn in Volumen (Milliliter)
Tinktur innerlich: 10–30 Tropfen 2–3× täglich in etwas Wasser vor dem Essen.
Äußerlich: Tinktur mit Wasser verdünnen (1:5 bis 1:10) als Gesichtstonikum oder für Kompressen verwenden.
Jugendliche erfreuen sich nicht an der Tinktur zum Einnehmen, da sie sehr bitter schmeckt. Darum eignet sich am ehesten eine Anwendung rein äußerlich als Gel oder Waschung.
Essigauszug zur Behandlung von Akne
10 g Kletten Wurzel (Arctium lappa) 10 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale) kleingeschnitten
Für ein paar Wochen im Essig ausziehen.
frisch im Verhältnis 1:10
Ich habe die Wurzeln sogar zuerst entsaftet und den Saft in den Essigansatz gegeben. Den Trester habe ich somit zum Ansetzten verwendet und den Presssaft beigefügt. Notwendig ist das natürlich nicht. Ich habe die gepressten Blätter samt Saft auch ergänzt.
Naturtrüber Bio-Apfelessig mit Mutter ist besonders wertvoll.
Den Essig mit etwas Wasser verdünnen und das Gesicht vorsichtig damit waschen. Du kannst auch Umschlage oder Auflagen damit machen. Ein Tuch in dem verdünnten Essig tränken und auflegen.
Tipp:
Ich setze meine Ansätze immer getrennt an. Das bedeutet ich mache eine Tinktur aus der Löwenzahn Wurzel und eine separate Tinktur aus der Großen Klette. Manchmal benötige ich die Tinkturen für etwas anderes und dann ist es praktisch wenn es nicht von Anfang an, eine kombinierte Tinktur ist.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Kaum eine Pflanze ist so bekannt – und zugleich so unterschätzt – wie der Löwenzahn. Im Frühling verzaubert er mit seinen leuchtend gelben Blüten ganze Wiesen. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um ihn zu sammeln und zu verarbeiten. Denn der Löwenzahn ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein wahres Kraftpaket an wertvollen Inhaltsstoffen.
Alle Teile der Pflanze können auf vielfältige Weise genutzt werden. Das gilt von der Wurzel über die Blätter bis zur Blüte. Die jungen, zarten Blätter sind perfekt für Frühlingssalate oder als grüne Zutat im Smoothie. Die sonnigen Blüten können zu einem aromatischen Sirup, einer duftenden Gelee oder gar zu einem feinen Löwenzahn-Honig verarbeitet werden. Und selbst die Wurzel wird oft übersehen. Doch sie hat es in sich. Die Wurzel kann geröstet als koffeinfreier Kaffeeersatz oder als Tinktur für Leber und Galle verwendet werden.
Bei der Verarbeitung sollte man möglichst frische, saubere Pflanzen aus naturbelassenen Gegenden sammeln – fernab von Straßen und gespritzten Wiesen. Mit etwas Liebe kann man aus dem „Unkraut“ eine kleine Hausapotheke zaubern. Mit Achtsamkeit wird daraus ein kulinarischer Schatz im Handumdrehen.
Wer einmal begonnen hat, den Löwenzahn in all seinen Facetten zu entdecken, wird ihn nie mehr nur als lästigen Wiesenbewohner sehen. Stattdessen wird man ihn als treuen Begleiter durchs Kräuterjahr betrachten.
Bei mir darf er jedes Jahr im Garten etwas wuchern. So habe ich immer ein paar Wurzeln die ich ausgraben kann. Genug Blüten zum Ernten und Blätter für Salat oder zum Entsaften.
Ab wann hat die Wurzel am meisten Potenzial?
Die Wurzel wird nicht vor dem zweiten Jahr ausgegraben! Erst dann hat sie ausreichend Wirkstoffe und ist eine starke Droge.
Milder Abführtee mit Wirkung:
Darmprobleme wie hartnäckige Verstopfung:
Kräuter helfen sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall, indem sie die normale Darmfunktion sanft wiederherstellen. Verstopfung ist oft die Folge eines unzureichenden Verzehrs von Obst, Gemüse und Balaststoffen. Durchfall wird in der Regel durch eine Darminfektion oder -Entzündung, z. B. eine Lebensmittelvergiftung, verursacht. Beim Reizdarmsyndrom wechseln sich Verstopfung und Durchfall ab, und spastische Verstopfung ist die Folge von Spannungen und Muskelkrämpfen im Dickdarm.
Kräuter Löwenzahnwurzel, Süßholz und Krauser Ampfer sind milde Abführmittel.
5 g Löwenzahn Wurzel (Taraxacum officinale) 5 g Krauser Ampfer Wurzel (Rumex crispus) 2,5 g Süßholz Wurzel (Glycyrrhiza glabra) 750 ml Wasser
Bereite aus der Mischung ein Dekokt zu. Davon wird täglich ca. eine Tasse mit 250 ml getrunken.
Rezeptideen
Löwenzahn-Salat: Frische junge Blätter mit etwas Zitronensaft, Olivenöl und Salz anmachen. Wer es gerne herzhaft mag, kann auch etwas Speck oder Nüsse hinzufügen. Ich gebe Löwenzahnblätter prinzipiell in meinen „Unkrautsalat“.
Löwenzahn-Kaffee: Getrocknete Wurzeln des Löwenzahns können gemahlen und als Ersatz für Kaffee verwendet werden. Der „Kaffee“ hat einen leicht bitteren Geschmack und ist koffeinfrei. Die Farbe ist genauso dunkel wie bei echtem Kaffee. Nur der „Kick“ bleibt aus, da kein Koffein enthalten ist.
Löwenzahn-Tinktur: Die frischen Wurzeln oder Blätter in Alkohol einlegen und nach etwa 3-4 Wochen abseihen. Diese Tinktur kann bei Verdauungsproblemen oder als Lebertonikum verwendet werden.
Löwenzahn-Blütengelee/Honig: Die Blüten in Zucker und Zitronensaft kochen. Zu einem Honig verarbeiten. Dies ist eine leckere Möglichkeit, die Blüten zu konservieren.
Rezept : Löwenzahn Glycerite
Ein Glycerite ist im Grunde ein Glycerinauszug welcher sich hervorragend als Wirkstoff für kosmetische Zwecke eignet.
In Rezepten in deren Angaben die Zugabe von Glycerin angegeben ist, kann durch ein Glycerite ersetzt werden.
Zutaten:
Zubereitung:
100 ml Glycerin 50 g getrocknete Löwenzahnwurzel, zerkleinert
aber nicht zu ganz feinem Pulver Sonst ist das Abfiltern sehr mühsam.
Im Stövchen wie ein Ölauszug bei maximal 60 °C für ca. 8 Stunden ausziehen. Auch diese Ausziehzeit kann man auf drei Tage aufteilen.
Wenn du am ersten Tag die 60 °C erreichst nimmst du das Glycerite von der Hitzequelle. Die Wurzel wird einfach ziehen gelassen. Am nächsten Tag wiederholst du den Vorgang und am dritten Tag wieder.
Insgesamt solltest du auf ca. 8 Stunden kommen. Du kannst nun das Glycerite auskühlen lassen und in ein Schraubglas geben, die Wurzel mit dazu.
Beachte: für Kosmetik kannst du auch ein Glycerite mit Blüten ansetzten.
Nun lässt dieses für ca. 10 Tage stehen und schüttelst täglich.
Nach dieser Zeit, abfiltern und in eine dunkle Flasche füllen.
Dieses Glycerite kann man als Kosmetikwirkstoff verwenden oder als Tinktur für die innere Einnahme, wenn kein Alkohol gewünscht ist.
Für eine innere Einnahme benötigst du ca. die doppelte Menge als bei einer alkoholischen Tinktur.
Eine bewährte Tinktur aus Wurzel und Blättern zur Unterstützung der Verdauung und zum Entgiften.
Zutaten:
Zubereitung:
20 g Frische Löwenzahnwurzeln und optional auch ein paar Blätter (gewaschen & zerkleinert)
(Ich habe die Blätter und Wurzeln entsaftet und den Saft samt dem Trester zum Ansetzen verwendet.)
60 g Alkohol 80%
Die Pflanzenteile in ein Glas geben und mit Alkohol bedecken. 3–4 Wochen an einem dunklen, warmen Ort ziehen lassen, regelmäßig schütteln.
Danach abseihen, anschließend auf ca. 50 % Alkoholstärke runter mischen und in Braunglasfläschchen füllen.
Ich verwende am liebsten Tropferflaschen für Tinkturen
👉 Einnahme: 2–3-mal täglich 30 Tropfen mit etwas Wasser oder direkt unter die Zunge einnehmen.
Rezept: Löwenzahn-Oxymel – Frühlingskraft im Glas
Ein Oxymel (Sauerhonig) ist ein altes Heilmittel aus Honig, Essig und Kräutern. Es ist ideal zur Immunstärkung. Es dient zur Entgiftung und zur Förderung der Verdauung. Löwenzahn bringt hier seine reinigende, leberstärkende Kraft mit.
Zutaten:
Zubereitung:
1 Teil frische Löwenzahnblüten, -blätter sowie Wurzeln 3 Teile Apfelessig (naturtrüb, bio)
3 Teile Honig
Alle Zutaten in ein Schraubglas geben, gut umrühren und 2–3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen. Täglich schütteln. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.
👉 Einnahme: 1 EL pur oder in Wasser eingerührt, morgens auf nüchternen Magen oder vor dem Essen.
Die geröstete Löwenzahnwurzel ergibt ein kräftig-herbes Getränk, das an Kaffee erinnert und dabei die Verdauung fördert.
Zutaten:
Frische Löwenzahnwurzeln
Zubereitung: Wurzeln gut waschen und klein schneiden. Rösten Sie sie im Backrohr oder in der Pfanne, bis sie dunkelbraun sind und aromatisch duften. Abkühlen lassen, dann fein mahlen.
👉 Zubereitung wie Kaffee: 1 TL mit heißem Wasser übergießen, ca. 5 Minuten ziehen lassen, abseihen – fertig! Du kannst den Kaffee zubereiten wie ein klassischer Filterkaffee.
Magisches & Volksheilkundliches rund um den Löwenzahn
Wunschblume & Orakelpflanze: Wer als Kind Löwenzahnsamen gepustet hat, kennt den alten Brauch: „Wünsch dir was – und puste!“ Wenn alle Schirmchen fliegen, geht der Wunsch in Erfüllung.
Verbindung zum Licht: Der Löwenzahn gilt als Sonnenpflanze, die das Licht in sich trägt. Er steht für Vitalität, Tatkraft und Erneuerung.
Volksmedizin: In der traditionellen Heilkunde wurde Löwenzahn als „Kuhblume“ oder „Bettseicher“ bekannt – letzteres wegen seiner harntreibenden Wirkung.
Rituale: Ein Blütenkranz aus Löwenzahn sollte vor negativen Energien schützen. Seine Wurzel wurde manchmal getrocknet und in Amuletten getragen, um Mut und Durchsetzungskraft zu stärken.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Der Löwenzahn ist eine jener Pflanzen, die uns vom Frühling bis in den Herbst begleiten. Er ist in all seinen Teilen essbar. Zudem ist er heilkräftig und unglaublich wandelbar. Ich liebe es, mit dieser leuchtenden Wiesenpflanze zu experimentieren. Eines meiner liebsten Ergebnisse möchte ich heute mit dir teilen:
Denn Löwenzahnsalz ist nicht gleich Löwenzahnsalz:
Mit Blüten entsteht ein sonnengelbes, aromatisch-mildes Würzsalz
Die Blätter bringen ein kräftig grünes, herbes Salz mit vitalisierender Note
Und die Wurzel ergibt ein tief erdiges, leicht bitteres Salz – voller Kraft und Bodenhaftung
Diese drei Varianten fangen die ganze Fülle des Löwenzahns ein. Sie lassen sich einzeln oder kombiniert wunderbar in der Küche einsetzen. Man kann es auch nett abfüllen und verschenken.
Löwenzahnsalz aus Blüten
Sonnengelb & aromatisch mild Die gelben Blütenköpfchen bringen eine leichte Süße. Sie haben auch ein ganz feines Kräuteraroma. Dies ist ideal für Frischkäse, Eierspeisen, helle Soßen oder als farbenfrohes Finishing-Salz.
Tipp: Die gelben Zungenblüten möglichst ohne grüne Kelchblätter verwenden – das sorgt für eine intensive Farbe und einen angenehmeren Geschmack.
Löwenzahnsalz aus Blättern
Grün & vitalisierend herb Junge Löwenzahnblätter sind reich an Bitterstoffen und Mineralien – perfekt für ein kraftvolles, grünliches Kräutersalz. Es passt besonders gut zu Salaten, Ofengemüse oder in grüne Smoothies.
Tipp: Junge Blätter schmecken milder und bringen die schönste Farbe. Fein gehackt oder gemörsert mit Salz vermengt und getrocknet – so bleibt die grüne Farbe erhalten.
Löwenzahnsalz aus der Wurzel
Erdig & tiefenstark Die Wurzel des Löwenzahns steckt voller Bitterstoffe. Sie hat Tiefe. Es ist ein ideales Würzmittel für kräftige Speisen, Bratkartoffeln, Pilzgerichte oder Wild. Getrocknet, gemahlen und mit Salz vermischt entsteht ein intensives, fast rauchiges Wildsalz.
Tipp: Die Wurzeln gut waschen, klein schneiden, mit dem Salz vermixen und trocknen lassen.
Benefits von Löwenzahnsalz – warum es mehr als nur ein Würzmittel ist:
Reich an Bitterstoffen Unterstützt Leber, Galle und Verdauung – besonders das Blatt- und Wurzelsalz.
Mineralstoffspender Löwenzahn liefert Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen u. v. m. – gebündelt im Salz haltbar gemacht.
Kreative Wildküche Mit Farben und Aromen direkt von der Wiese – so kommt Abwechslung auf den Tisch.
Langlebig & einfach haltbar Getrocknetes Kräutersalz hält monatelang – ideal zum Bevorraten oder als Geschenk.
Ritual der Achtsamkeit Das Sammeln, Verarbeiten und Genießen verbindet uns mit der Natur und bringt Erdung im Alltag.
Tipp:
Das Löwenzahnsalz ist immer ein fixer Bestandteil meines Regenbogensalzes. Das bedeutet ich schichte verschiedenfarbige Salze in ein Reagenzglas. Es schaut am Schluss aus wie ein Regenbogen. Das ist immer ein wunderbares Geschenk.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Wenn im Frühling die Wiesen in leuchtendem Gelb erblühen, beginnt die Zeit des wilden Goldes. Es ist der perfekte Moment. So kann man die Kraft des Löwenzahns in einem ganz besonderen Genuss einfangen. Löwenzahn Honig, auch als „veganer Honig“ bekannt, ist ein traditionelles Rezept aus der Kräuterküche. Es zaubert aus den Blüten der sonnigen Pflanze einen aromatischen, bernsteinfarbenen Sirup. Honig ist also nicht der korrekte Begriff dafür, allerdings hat er sich in den letzten Jahren durchgesetzt. Es handelt sich eher um eine Art von etwas dickflüssigerem Sirup, welchen man auf das Brot streichen kann.
Sein Geschmack erinnert an echten Honig – mild, blumig und mit einer feinen Karamellnote. Ob als Brotaufstrich, zum Süßen von Tee oder einfach pur vom Löffel: Löwenzahn-Aufstrich ist ein echtes Frühlingshighlight. Er schmeckt nicht nur köstlich. Es bringt auch ein Stück Natur in den Alltag.
Die Herstellung ist einfach. Sie erfordert aber ein wenig Geduld und Hingabe. Dafür wird man mit einem Glas voller Sonnenkraft belohnt. Und ganz nebenbei: Wer einmal selbst Löwenzahn Honig gemacht hat, wird bei jedem Spaziergang durch blühende Wiesen lächeln. Ein kleines Lächeln wird auf den Lippen erscheinen.
Rezept: Löwenzahn-Gelee/Honig
Goldgelb, duftend und fein – ein Highlight auf dem Frühstückstisch.
Zutaten:
Zubereitung:
4 Handvoll Löwenzahn Blüten, ohne grüne Korbhülle
500 ml Wasser
1 Bio-Zitrone (Saft und Abrieb) 1 Bio-Orange (Saft und Abrieb) 1 Apfel (gewürfelt, mit Schale)
500 g Gelierzucker 2:1
Blüten mit Wasser, Zitrone und Apfel 15 Minuten leicht köcheln. Über Nacht ziehen lassen, dann abseihen. Das geht am besten durch ein Bäckerleinen.
Nun die Flüssigkeit abmessen und mit Gelierzucker laut Packungsangabe einkochen. Der Honig wird nicht so fest wie ein Gelee.
Man muss das Ganze also mindestens bis zur Hälfte einreduzieren lassen.
In sterile Gläser füllen.
Du kannst den Löwenzahn Honig auf ein Zopfbrot streichen oder aber ganz genauso in den Tee einrühren.
Tipp: Ich schneide die grüne Korbhülle einfach mit einem Messer ab. So muss ich die Blüten nicht einzeln rauszupfen. So geht es viel schneller.
Den Sirup machst du ganz ähnlich wie das Gelee bzw. den Honig!
Rezept: Löwenzahn Blüten-Sirup
Ein aromatischer Sirup, der nach Frühling schmeckt und wunderbar zu Pfannkuchen, Desserts oder als erfrischendes Getränk mit Mineralwasser passt.
Zutaten:
Zubereitung:
3 Handvoll frische Löwenzahn Blüten, ohne grüne Korbhülle 1 Liter Wasser 1 Bio-Zitrone (in Scheiben) optional eigne sich auch eine Bio-Orange 1 Kg Zucker (je nach Geschmack)
Die Blüten grob ausschütteln, aber nicht waschen. Mit dem Wasser und den Zitronenscheiben in einen Topf geben, aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Über Nacht abgedeckt stehen lassen.
Am nächsten Tag abseihen, mit dem Zucker aufkochen und sirupartig einkochen. Unbedingt kochend heiß in sterile Flaschen füllen.
Tipp:
Ich gebe die Blüten immer in ein Sieb und klopfe vorsichtig dagegen. So fallen Käfer und Insekten recht gut aus den Blüten heraus.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Auf meinem Blog www.naturzumwohlfuehlen.comdreht sich vieles um köstliche und gesunde Rezepte mit Bärlauch. Wenn du ein Fan von frischen, aromatischen Zutaten bist, dann bist du hier genau richtig!
Ich habe ein ganz besonderes Freebiefür dich erstellt. Es enthält viele meiner besten Bärlauch-Rezepte zusammengestellt als Dokument für dich.
Bist du auf der Suche nach Inspiration für gesunde und natürliche Gerichte, die sowohl einfach als auch lecker sind? Dann bist du hier genau richtig!
Du möchtest mehr über die vielseitigen Möglichkeiten erfahren, wie du Bärlauch in deiner Küche verwenden kannst? Dann folge mir auf meinem Blog. Lass uns gemeinsam die Natur genießen.
Und jetzt habe ich etwas ganz Besonderes für dich:
Ein liebevoll zusammengestelltes Freebie mit meinen beliebtesten Rezepten.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.
Zum Salomonssiegel habe ich noch ein neues Rezept formuliert. Gerne teile ich mein Gedankengut mit dir. Das Rezept ist etwas komplex dafür wirkungsvoll. Trotz allem, sollte man einen Tennisarm oder eine Entzündung in Gelenken auskurieren und auch ärztlich abklären lassen. Zudem sollte man etwas kürzer treten und Belastungen vermeiden. Wie du schon gehört hast kann die Salbe aus Salomonssiegel bei Prellungen, Verstauchungen, Muskelschmerzen, Bänderzerrung, Wunden und Rückenschmerzen eingesetzt werden. Besonders gute Erfahrung haben wir bei Wachstumsschmerzen oder Sportverletzungen gemacht.
Aber wer keine Salbe rühren möchte, kann auch eine Einreibung mischen. Dazu benötig man überhaupt keine Wärmequelle und wenn man die Zutaten hat, ist es sehr schnell hergestellt.
Besonders Hilfreich ist diese Einreibung wenn man Probleme mit den Bändern und Sehnen hat. Zu lange Bänder oder auch zu kurze Bänder können mit Salomonssiegel wunderbar reguliert werden. Versuch diese Einreibung auch bei Artrithisschmerzen. Sie könnte Linderung bringen. Ergänzt mit der Schulmedizin kann es tiefgreifender wirken.
Hier eine kurze Erklärung zu jedem Inhaltsstoff und seiner Wirkung auf Bänder, Sehnen und den Bewegungsapparat:
✅ Salomonssiegel-Tinktur (Polygonatum multiflorum) Salomonssiegel ist bekannt für seine regenerative Wirkung auf Bänder, Sehnen und Gelenke. Es unterstützt die Heilung von Verstauchungen, Zerrungen und Sehnenentzündungen, indem es die Kollagenstruktur stärkt und Entzündungen lindert.
✅ Arnika-Tinktur (Arnica montana) Arnika ist ein bewährtes Mittel gegen Prellungen, Schwellungen und Entzündungen. Es fördert die Durchblutung, lindert Schmerzen und unterstützt die Regeneration des Gewebes, wodurch es ideal für Sehnen und Bänder ist. (Kann durch Gänseblümchen – Bellis perennis ersetzt werden)
✅ Langer Pfeffer-Tinktur (Piper longum) Langer Pfeffer wirkt durchblutungsfördernd und wärmend. Dies hilft, die betroffenen Bereiche besser mit Nährstoffen zu versorgen und Verspannungen oder Verkrampfungen in Muskeln und Sehnen zu lösen. (Kann durch Schwarzen Pfeffer – Piper nigrum ersetzt werden)
✅ Purpur-Weide-Tinktur (Salix purpurea) Die Weidenrinde enthält Salicylate, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken – ähnlich wie Aspirin. Sie hilft bei Sehnenentzündungen, rheumatischen Beschwerden und allgemeinen Schmerzen im Bewegungsapparat. (könnte durch Mädesüß – Filipendula ulmaria ersetzt werden)
✅ Aloe vera Gel Aloe vera ist bekannt für seine feuchtigkeitsspendenden und regenerierenden Eigenschaften. Es wirkt beruhigend auf die Haut, fördert die Wundheilung und hilft, die anderen Wirkstoffe besser in die Haut aufzunehmen.
✅ Gemmo-Mazerat Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) Nach der Gemmotherapie wirkt Mammutbaum regenerierend auf den gesamten Bewegungsapparat, insbesondere auf Knorpel, Sehnen und Bänder. Er stärkt das Bindegewebe und fördert die Elastizität. (Eventuell könntest du Weinreben Gemmo-Mazerat verwenden – Vitis vinifera)
✅ Salix alba Extract (Weidenrindenextrakt) Wie Purpur-Weide enthält auch dieser Extrakt natürliche Salicylate, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Dadurch ist er besonders gut geeignet bei Sehnenentzündungen und rheumatischen Beschwerden.
✅ Campher-Kristalle (Cinnamomum camphora) Campher wirkt kühlend und durchblutungsfördernd zugleich. Er lindert Schmerzen, lockert Verspannungen und unterstützt die Regeneration von Sehnen und Bändern. Zudem hat er eine leicht betäubende Wirkung, was zur Schmerzlinderung beiträgt.
Insgesamt ist diese Einreibung hervorragend zur Pflege und Regeneration von Sehnen und Bändern geeignet. Sie lindert Schmerzen und fördert die Durchblutung. Außerdem unterstützt sie die Heilung von Verletzungen)
Rezept:
39,80 g Salomonssiegel Tinktur 1:5 (Polygonatum multiflorum)
16,00 g Arnika Tinktur 1:5 (Arnica montana)
4,00 g Langer Pfeffer Tinktur 1:3 (Piperita Longum)
12,20 g Purpur Weide Tinktur 1:3 (Salix purpurea)
13,00 g Aloe vera Gel (konserviert, Bioladen)
10,00 g Gemmo Mazerat Mammutbaum (nach Dr. Pol Henry) (Sequiodendron giganteum) selbsthergestellt oder gekauft
2,20 g Salix alba Extract (zB von Alexmo)
1,50 g Campher Kristalle (in Räuchershops, Cinnamomum camphora)
0,30 g Solagum AX (zB von Alexmo)
0,20 g Kaliumsorbat (in 5 g Salomonssiegel Tinktur auflösen und auf die Seite stellen.)
Die Tinkturen in einem Becherglas mischen und die Campher Kristalle darin auflösen.
Anschließend das Solagum AX darin auflösen.
Nun können die restlichen Zutaten untergerührt werden.
Alles miteinander sehr gut emulgieren und in eine Sprayflasche füllen.
Durch den enthaltenen Alkohol von ca. 40 % und dem konservierten Aloe Vera Gel ist kein zusätzlicher Konservierer nötig.
Die Ergänzung von Kaliumsorbat ist ideal. Dabei werden 0,20 g als Konservierungsverstärker verwendet. Es hilft gegen Schimmelpilze. Dabei muss der pH-Wert aber auf pH-Wert 5 vom Endprodukt eingestellt werden, vor der Zugabe von Kaliumsorbat.
Mit einer 10 % Zitronensäurelösung lässt sich ein zu hoher pH-Wert senken.
Anschließend wird das gelöste Kaliumsorbat eingerührt
Achtung:
Das Rezept ist nicht für kleine Kinder geeignet da Campher enthalten ist.
Multiflorum kann durch eine Tinktur der genannten Arten ausgetauscht werden.
Es eignet sich sogar auch Polygonatum biflorum. Dabei handelt es sich um die nordamerikanische Art.
Bei Bedarf auf die entsprechende Hautfläche auftragen und einreiben.
Ideal bei Verstauchungen, Prellungen, Muskelschmerzen, Tennisarm oder Kletterarm, bei Bänderschwäche auftragen. Mehrmals täglich anwenden. Auch beim Thoracic-outlet Syndrom ist es ein Versuch wert.
Ich habe einfach schöne Flaschen dafür wiederverwertet. Eine saubere Pumpflasche oder Sprayflasche ist dafür gut geeignet und erleichtert das Auftragen.
Du kannst die Tinkturen auch austauschen. Statt Arnika könntest du eine Tinktur von Bellis perennis verwenden, dem Gänseblümchen. Auch dieses ist für stumpfe Verletzungen sehr gut geeignet. Auch die Weiden Tinktur könntest du durch eine Pappel Tinktur austauschen.
Der Rest der Inhaltsstoffe sollte möglichst bestehen bleiben. Das Aloe Vera Gel sollte ein richtiges Gel sein und nicht ein Pulver oder eine 1:10 Mischung. Mein verwendetes Gel ist schon vorkonserviert. Oft gibt es im Naturkostladen ähnliche Produkte. Beachte, wenn du ein unkonserviertes Produkt verwendest, musst du berechnen, ob der Alkoholgehalt zur Konservierung ausreicht. Gegebenenfalls würde ich einen Konservierer dazu geben.
Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.