Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests

Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests

Wie Experten mit einer Kräuter-Teeverkostung den Geschmack von Heilpflanzen zur Bestimmung nutzen.

Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests
Kräuter-Teeverkostung richtig nutzen: 3 einfache Tests

Die Fähigkeit, durch den Geschmack die Eigenschaften von Heilpflanzen zu bestimmen, ist eine der ältesten und fundamentalsten Praktiken der Kräuterheilkunde. Lange bevor die moderne Laboranalytik Inhaltsstoffe isolieren konnte, verließen sich Heiler und Heilerinnen auf ihre Sinne – allen voran den Geschmackssinn.

Diese Methode, oft als organoleptische Prüfung bezeichnet, ist weit mehr als nur eine subjektive Wahrnehmung. Sie ist eine hochentwickelte diagnostische Technik, die direkte Rückschlüsse auf die pharmakologische Wirkung und die energetischen Qualitäten einer Pflanze zulässt. Dieser Artikel bietet eine professionelle Anleitung in 6 Schritten, um die Bestimmung von Heilpflanzen durch ihren Geschmack zu erlernen.

Kräuter-Teeverkostung Ausführung

Kräuter-Teeverkostung gibt dir ein praktisches Werkzeug. Du nimmst Kräuter, machst Tee daraus und schmeckst, was dir die Pflanze sagt. So erkennst du Geschmack, spürbare Wirkung und bekommst Hinweise auf Inhaltsstoffe. Diese Methode ergänzt chemische Analysen, welche wir zu Hause nicht machen können, und kann dir helfen, eigene Mischungen zu entwickeln.

In diesem Artikel beschreibe ich drei einfache Tests mit Tee — Verkostung, Wirkungseindruck und Kombination — und zeige, wie du sie gezielt nutzt.


Test 1: Geschmack und Sensorik – Der erste Eindruck bei einer Kräuter-Teeverkostung:

Ablauf

  • Nimm 1–2 g getrocknete Pflanze (Blätter, Wurzel, Blüte)
  • Übergieße mit ca. 200 ml heißem Wasser (je nach Pflanze 90–100 °C)
  • Lasse 5–10 Minuten ziehen
  • Probiere bei 35–40 °C, nimm kleine Schlucke, halte kurz im Mund

Worauf du achtest

  • Geschmack: bitter, süß, scharf, adstringierend, aromatisch, sauer
  • Mundgefühl: pelzig, ölig, trocken, mild, weich, befeuchtend
  • Nachgeschmack: kurz, lang, weich, zusammenziehend, wärmend, kühlend

Warum das wichtig ist

Der erste Eindruck gibt Hinweise auf mögliche Stoffgruppen. Bitter kann auf Bitterstoffe oder Polyphenole hindeuten, süß auf Schleimstoffe oder Polysaccharide, scharf auf ätherische Öle oder scharfwirkende Verbindungen. Aromatisch weist auf volatile Öle hin. Diese sensorische Einschätzung ist validiert durch moderne Forschung: Die Datenbank PlantMolecularTasteDB ordnet tausenden Pflanzenstoffe sensorische Profile zu. PMC+1

Beispiel:
Ein Tee aus Eibischwurzel schmeckt mild‑süß, der Mund wird weich und befeuchtet → wahrscheinlich Schleimstoffe, gut bei trockener Schleimhaut.
Ein Tee aus Wermutkraut schmeckt stark bitter, Mund trocken, leicht zusammenziehend → Hinweis auf Bitterstoffe oder Polyphenole, gut bei Verdauungsschwäche.


Test 2: Wirkung beobachten – Körperlicher Eindruck nach dem Tee

Nach dem Genuss beobachtest du, was sich im Körper tut:

  • Spürst du Wärme oder Kälte? Auflockerung, Entspannung oder Schwere?
  • Bessert sich die Verdauung? Wird der Magen ruhiger? Gibt es mehr Galle- oder Saftfluss?
  • Gibt es Schleimlösung, Linderung bei Husten, besseres Atmen?
  • Wie verhält sich das Nervensystem – beruhigt, aktiviert, ausgeglichen?

Diese Wahrnehmungen helfen, die sensorische Einschätzung mit Wirkung zu verbinden. So kann Geschmack ein Indikator für Wirkung sein — wenn auch immer subjektiv.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Eine Analyse aus der Phytochemie zeigte, dass der „molekulare Geschmack” (plant molecular taste) von Pflanzen mit Anti‑Inflammationswirkung korreliert. Bitterkeit war dabei besonders stark mit anti‑inflammatorischen Effekten verbunden. MDPI+1


Test 3: Kombination & Vergleich – Mischungen und Gegenüberstellungen

Du kannst Tees mischen oder parallel testen:

  • Mische eine Bitterpflanze mit einer Schleim‑pflanze (z. B. Wermut + Eibisch) → Milderung der Bitterkeit, bessere Verträglichkeit, Wirkung auf Verdauung + Schleimhautschutz
  • Vergleiche zwei Kräuter mit gleicher Wirkungsrichtung, aber unterschiedlichem Geschmack → z. B. aromatisch vs. scharf: teste Wirkung und Gefühl
  • Teste unterschiedliche Ziehzeiten oder Wassertemperaturen → viele Stoffe lösen sich nur bei bestimmten Bedingungen (z. B. ätherische Öle vs. Gerbstoffe)

So nutzt du Teeverkostung-Kräuter als begleitende Methode für Rezeptentwicklung und individuelle Anpassung.


Beispiel‑Rezepte für deine Kräuter-Teeverkostung in der Praxis

Geschmack und Sensorik

Hier drei einfache Teekombinationen für deine Kräuter-Teeverkostung, die du direkt testen kannst:

1. Schleimhäute beruhigen & stützen

  • 50 % Eibischwurzel
  • 30 % Malvenblätter
  • 20 % Spitzwegerich

Ziehzeit: 10 Minuten, lauwarm trinken. Wirkung: Schutz der Schleimhäute, mild, beruhigend

2. Verdauung & Leber unterstützen

  • 40 % Löwenzahnwurzel (bitter)
  • 40 % Artischockenblätter (bitter)
  • 20 % Pfefferminze (aromatisch)

Ziehzeit: 5–7 Minuten, warm trinken. Wirkung: Verdauungsanregung, Leber‑ und Galle-Unterstützung

3. Durchblutung & Entschlackung

  • 50 % Ingwer (frisch oder getrocknet, scharf)
  • 30 % Rosmarin (aromatisch)
  • 20 % Brennnessel (mineralstoffreich, leicht salzig)

Ziehzeit: 7 Minuten, etwas länger ziehen lassen. Wirkung: wärmend, anregend, entgiftend


Hinweise & Grenzen der Kräuter-Teeverkostung

  • Geschmack ist subjektiv und variiert je nach Person und Tagesform. Dokumentiere deinen Eindruck neutral.
  • Inhaltsstoffe lösen sich unterschiedlich — abhängig von Wassertemperatur, Ziehzeit, Schnittgröße, Alter der Pflanze.
  • Wirkung ist nicht allein von Geschmack abhängig. Kombination von Erfahrung, Literatur und Analyse bleibt wichtig.
  • Manche wirksamen Pflanzenstoffe sind nicht wasserlöslich und deshalb nicht im Tee enthalten.

Kräuter-Teeverkostung
In 6 Schritten zur Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung

In 6 Schritten zur Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung

Die professionelle Bestimmung von Heilpflanzen durch ihren Geschmack erfordert Übung, Achtsamkeit und ein methodisches Vorgehen. Wende diesen Prozess nur bei Pflanzen an, die du bereits als sicher und essbar identifiziert hast.

Schritt 1: Die Vorbereitung Beginne mit einem neutralen Gaumen. Trinke etwas Wasser und vermeide intensive Geschmäcker wie Kaffee oder scharfe Speisen kurz vor der Verkostung. Verwende eine kleine Menge der Pflanze – ein kleines Stück Blatt oder Wurzel genügt.

Schritt 2: Der erste Eindruck Nimm die Pflanze in den Mund und zerkaue sie langsam. Konzentriere dich auf den allerersten Geschmack, der sich auf Ihrer Zunge entfaltet. Ist er süß, sauer, salzig, bitter, scharf oder zusammenziehend? Dieser erste Eindruck ist oft der dominanteste Geschmack.

Schritt 3: Die Entwicklung des Geschmacks bei einer Kräuter-Teeverkostung: Bleibe bei der Wahrnehmung. Verändert sich der Geschmack? Manchmal tritt ein zweiter oder sogar dritter Geschmack hinzu. Eine Pflanze kann beispielsweise zuerst süßlich schmecken und dann eine bittere oder scharfe Note entwickeln. Notiere die Reihenfolge und Intensität.

Schritt 4: Die körperliche Reaktion beobachten

Der Geschmack löst unmittelbare körperliche Reaktionen aus. Achte auf folgende Empfindungen:

  • Temperatur: Fühlt sich der Mundraum wärmer oder kühler an? Scharfer Geschmack (Ingwer) erzeugt Wärme, während saurer oder bitterer Geschmack (Zitrone, Endivie) oft als kühlend empfunden wird.
  • Feuchtigkeit: Regt die Pflanze den Speichelfluss an (saftig, befeuchtend) oder hinterlässt sie ein trockenes, pelziges Gefühl (trocknend, zusammenziehend)?
  • Andere Empfindungen: Spüre ein Kribbeln, eine Betäubung oder eine krampflösende Wirkung im Mund oder Rachen?

Schritt 5: Geschmack und Inhaltsstoffe korrelieren Mit der Zeit lernt man, den wahrgenommenen Geschmack mit wahrscheinlichen Inhaltsstoffgruppen zu verknüpfen. Dies ist der Kern der Bestimmung von Heilpflanzen durch eine Kräuter-Teeverkostung.


© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffen treffe, basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder Ähnliches, diese basieren auf Erfahrungswerten der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn, du meine Rezepte nachmachst, dann auf Eigenverantwortung.

Quellen

Anleitung zur Herstellung von Liqueur de Verveine

Schon seit längerem habe ich eine Zitronenverbene (Loislkraut oder Zitronenstrauch) – Aloysia triphylla (Aloysia citrodora) im Garten. Sie gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse – Verbenaceae. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist erst seit dem 18. Jahrhundert nach Europa gekommen. Sie ist bei uns nur begrenzt winterhart und benötigt einen guten Winterschutz damit sie überlebt. Ich packe sie immer ordentlich ein und mein Stock ist inzwischen wirklich groß.

Anleitung zur Herstellung von Liqueur de Verveine ©Marlies Schneider

Getrocknet im Tee sind die Blätter extrem mild obwohl die frische Pflanze viel ätherisches Öl enthält, welches sehr nach Zitronen duftet. Die Pflanze wird auch in der Parfumherstellung verwendet aber auch in der Kräuterküche findet sie besonders bei Feinschmeckern und Gourmets Anwendung. Der Duft der Zitronenverbene ist erfrischend, beruhigend und sehr angenehm. Auch in der Volksheilkunde findet sie Verwendung. Ignaz Schlifni empfiehlt die Pflanze bei Husten, Blähungen, Säuremangel und bei Nervenproblemen.

Vor einiger Zeit habe ich ein Rezept für den bekannten französischen Liqueur de Verveine gefunden und dachte mir, dass ich so gerne einen Likör herstellen würde. Meine Pflanze war aber einfach zu klein und hatte nie genug zu ernten. Heuer jedoch ist sie wunderbar groß geworden und ich hatte reichlich Blätter, um diesen Likör anzusetzen. Es ist sogar reichlich davon entstanden.

Ich habe zwei Varianten gemacht und so habe ich ihn hergestellt:

Saubere und schöne Blätter der Zitronenverbene werden in ein Glas bis zu 2/3 vollgefüllt.

Dann mit 80% Ansatzkorn aufgießen und ca. zwei Wochen ausziehen lassen. Die Blätter verlieren komplett ihre Farbe und werden blass – gelblich.

Wichtig: Der Ansatz muss unbedingt dunkel stehen damit er die grüne Farbe nicht verliert. Durch Einfluss von Licht würde er bräunlich werden.

Nach ca. zwei Wochen wird abgefiltert. Die Menge abmessen und mit gleichen Teilen Wasser verdünnt. Wenn du noch weniger Alkoholgehalt haben möchtest kannst du mehr Wasser hinzugeben.

Ich habe zu 800 ml Ansatz 800 ml Wasser hinzugegeben.

Anschließend habe ich 300 gr. weißen Kandiszucker angereichert und stehen gelassen bis er sich aufgelöst hat. Durch tägliches Schütteln oder Umrühren geht dies recht rasch. 

Variante II:

Für die zweite Variante gibt man gleich am Anfang zum Ansatz den Abrieb einer Zitrone hinzu.

Beachte: Bei der Zugabe des Zitronen-Abriebes wird der Likör etwas heller. Zudem kannst du mehr oder weniger Zucker verwenden. Lass deinen Ideen freien Lauf.

An sich ist der Likör trinkfertig. Aber ich empfehle dir den Liqueur de Verveine noch ein paar Wochen oder Monate reifen zu lassen. Meiner Erfahrung nach schmecken Liköre dann einfach besser.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Duft-Veilchen-Sirup: Rezept und Nutzen für die Gesundheit und Bestimmungshilfe

Jetzt ist die Zeit der Veilchen und sie blühen jeden Tag wie verrückt. Ganz besonders interessant ist Viola odorata – das Duft-Veilchen. Es verströmt einen wunderbaren lieblichen Duft. Die Pflanze stammt aus der Familie der Veilchengewächse – Violaceae.

Veilchen-Sirup Rezept ideal für Kinder bei Husten ©Marlies Schneider

Stell dir vor diese Pflanze wurde schon in der Antike kultiviert. Was für eine fantastische Geschichte, oder?

Sie spielte bei Ritualen aber auch in der Heilkunde eine zentrale Rolle. Sie ist eine ausdauernde und unkomplizierte Pflanze. Zudem ist sie gut an ihrem Duft zu erkennen. Weiters enthält Viola odorata ätherische Öle, Schleimstoffe und Flavonoide. Früher war sie sehr bekannt und besonders beliebt für kostbarstes Parfum.

Sie wird kulinarisch aber auch in der Volksheilkunde genutzt. Ich mache gerne verschiedene Produkte daraus.

  • Kandierte Veilchen sind wunderbar auf Gebäck.
  • Veilchen-Zucker zum Backen ist ein Genuss.
  • Veilchen-Salz auf den Salat ist etwas ganz Besonderes und eine feine Zutat für Gourmets.
  • Wundervoll ist der Sirup, der bei Husten auch von Kindern gerne eingenommen wird.

Durch die enthaltenen Saponine ist die Pflanze besonders bei Husten sehr hilfreich. Aber auch bei Heiserkeit oder Bronchitis, denn die enthaltenen Schleimstoffe lindern Reizhusten und bilden einen schützenden Film auf den Schleimhäuten. Allerdings schmeckt der Sirup auch so richtig gut.

Die Blüten werden auch sehr gerne zu verschiedenen Mazeraten verarbeitet welche sich für Kosmetika eignen wie Veilchenöl, Veilchentinktur oder Veilchenessig.

Viola odorata ist wunderbar bei Hautleiden. Auch hier wird sie in der Volksheilkunde gerne zum Beispiel auch für Waschungen verwendet. Ganz besonders hilfreich ist die Pflanze in Form von Salbe bei Menstruationsbeschwerden für eine Massage im Unterbauchbereich.

Ich habe ein Glycerit von den Blüten angesetzt und werde euch berichten sobald es fertig gestellt ist. Dies ist eine weitere Art eines Pflanzenauszuges den ich für selbstgemachte Kosmetika verwenden werde. Also du siehst die Ideen sind fast Grenzenlos.

Veilchen-Sirup Rezept:

1 l Wasser
1 kg Zucker
2 Handvoll Veilchen wären ideal wenn du hast
2 Zitronen in Scheiben geschnitten
Weinsäure oder Zitronensäure optional
Wasser und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Veilchen, Weinsäure und Zitronen dazu geben.

Ich lasse den Ansatz eine Woche, aber mindestens 48 Stunden, im Kühlschrank ziehen. Jeden Tag umrühren.

Nach dieser Zeit wird abgeseiht durch ein Tuch oder sehr feines Sieb. Anschließend erwärme ich den Sirup kurz.


Ich achte darauf, dass sich die Weinsäure oder Zitronensäure gut gelöst hat. Dann fülle ich ihn in sterile Flaschen ab. 

Beachte: Wenn du Zitronensäure verwendest wird die Farbe schwächer. Denn der pH-Wert verändert sich und neutralisiert die Farbe der Veilchen. Auch wenn du nicht so viele Veilchen hast, kann der Sirup recht hell sein. Keine Sorge er schmeckt trotzdem, da du ihn lange genug ziehen lässt.

So ein Sirup ist ein kostbares Geschenk. Ich habe selbst mal einen bekommen und war total entzückt. Mach doch auch mal jemanden eine Freude damit.

Tipp:

Setzt doch auch einmal einen Veilechen-Essig an. Du wirst überrascht sein wie wundervoll dieser schmeckt!

Pflanzenbestimmung von Viola odorata ©Marlies Schneider

Botanische Merkmale:

  • Blüten: Blauviolett bis purpurfarben, selten weiß; stark duftend
  • Kelchblätter: Mit nach unten verlängerten Anhängseln und stumpf an der Spitze und behaart.
  • Sporn: Kräftig, meist dunkelviolett, leicht gebogen
  • Blütenstiel: Behaart
  • Blütezeit: Februar bis April

Wichtig zur Bestimmung sind:

Kelchblätter:

  • Form: Eiförmig bis stumpf.
  • Anhängsel: Die Kelchblätter besitzen an ihrer Basis kleine, krautige Anhängsel. Diese Fortsätze sind ein charakteristisches Merkmal der Gattung Viola und dienen der Unterscheidung von anderen Veilchenarten.

Unterschiede bei den Anhängseln:

  • Viola odorataDeutlich ausgeprägte, nach unten verlängerte Kelchblatt-Anhängsel
  • Viola riviniana (Hain-Veilchen) → Längere, schmalere Anhängsel als V. odorata
  • Viola reichenbachiana (Wald-Veilchen) → Kürzere und weniger auffällige Anhängsel

Sporn:

  • Farbe: Kräftig violett, entspricht der Farbe der Kronblätter.
  • Form: Meist gerade oder leicht gebogen.
  • Länge: Etwa 5 bis 7 Millimeter.

Diese Merkmale sind hilfreich, um Viola odorata von anderen Veilchenarten zu unterscheiden. Beispielsweise hat das Hain-Veilchen (Viola riviniana) einen weißen Sporn und längere Kelchblatt-Anhängsel, während das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) einen dünnen, violetten, gebogenen Sporn und kürzere Kelchblatt-Anhängsel aufweist. Zudem sind die Kelchblätter spitz zulaufend und nicht stumpf wie bei Viola odorata.

Blätter:

  • Form: Rundlich bis nierenförmig, leicht gekerbt
  • Oberfläche: Meist behaart, dunkelgrün

Wuchsform:

  • Kleine, kriechende Staude mit unterirdischen Ausläufern

Fundorte & Lebensraum:

  • Standort: Halbschattige bis schattige Plätze
  • Boden: Humusreich, feucht, nährstoffreich
  • Vorkommen: Gärten, Waldränder, Wiesen, Parks, Hecken
Pflanzenbestimmung von Viola odorata im Unterschied zu anderen Veilchen ©Marlies Schneider

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

 

 

Kürbislikör Rezept: Ein einfaches Herbstgenuss

Hast du vom Herbst noch Kürbisse übrig und bist dir nicht sicher was du daraus machen sollst? Natürlich ist Kürbissuppe der Klassiker unter den Rezepten. Also meine Ernte war recht groß und ich habe alles Mögliche daraus hergestellt. Ich habe ihn gewürfelt eingeweckt und habe Suppe, Marmelade, Chutneys aber auch einen guten Likör hergestellt.

Kürbislikör Rezept: Ein einfaches Herbstgenuss ©Marlies Schneider

Heute möchte ich euch ein ausgefallenes Rezept vorstellen. Kürbislikör! Oh ja, du hörst schon recht, denn in der Tat kann man daraus ein gutes Getränk zaubern. Ich finde der Hokkaido-Kürbis hat das beste Aroma darum habe ich ihn hauptsächlich im Garten angebaut. Wer jetzt noch Lagerbestände davon hat, dann nichts wir ran ans werkeln.

Rezept für einen feinen Kürbis-Likör:

800 g Kürbis, klein geschnitten

1 Grapefruit, Fruchtfleisch in kleine Würfel geschnitten ohne Schale

2 Chili, nicht zu scharf
1/2 Tonkabohne (optional eine Vanilleschote)

560 g Kandiszucker braun
200 ml Wasser
1,1 L Korn 38%
Gib alle Zutaten in ein Ansatzglas.

Übergießen diese mit dem Korn.

Lasse die Mischung für mindestens 5 – 6 Wochen im Dunkeln ziehen.

Immer wieder schütteln denn der Zucker sollte sich auflösen.
Abseihen und in Flaschen füllen. Eiskalt servieren.Durch braunen Kandis, erhält der Likör eine schöne goldene Farbe.

Tipp:

Bei uns ist das Wasser sehr hart und es könnte dazu führen, dass der Likör trübe wird. Man kann für diese geringe Menge Wasser auch ein destilliertes verwenden. Bei weichem Wasser ist es kein Problem

Ich habe den Ansatz übrigens zweimal durch einen Kaffeefilter laufen lassen, um möglichst alle Schwebestoffe raus zu filtern. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Hier habe ich noch ein paar Vorzüge für dich zum Hokkaido-Kürbis welchen ich verwendet habe.

Hokkaido-Kürbis – Ein echter Alleskönner

Der Hokkaido-Kürbis ist nicht nur lecker und vielseitig, sondern auch reich an wertvollen Nährstoffen. Er überzeugt mit seinem nussigen Aroma, seiner leuchtend orangen Farbe und der praktischen Eigenschaft, dass seine Schale mitverzehrt werden kann.

Kürbislikör Rezept: Ein einfaches Herbstgenuss ©Marlies Schneider

🎃 Warum ist Hokkaido so besonders?
Reich an Beta-Carotin – Unterstützt die Sehkraft, stärkt das Immunsystem und schützt die Haut.
Voller Ballaststoffe – Fördert eine gesunde Verdauung und sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.
Gute Vitaminquelle – Enthält Vitamin C, das das Immunsystem stärkt, und B-Vitamine für Nerven & Energie.
Mineralien für den Körper – Kalium und Magnesium unterstützen Muskeln, Herz und Kreislauf.
Cremige Konsistenz & leicht süßlicher Geschmack – Perfekt für Suppen, Süßspeisen, Liköre oder herzhafte Gerichte.

💡 Hokkaido & Chili – Eine spannende Kombination!
Die leichte Süße des Kürbisses passt perfekt zur feinen Schärfe von Chili. Das macht deinen Kürbislikör zu einem besonderen Geschmackserlebnis! Eisgekühlt entfaltet er seine Aromen noch intensiver und sorgt für eine feurige, aber sanfte Wärme im Abgang. 🥃🔥

Als Mitbringsel/Gastgeschenk bietet er sich geradezu an.

Eine besonders große Freude hatte ich , als die eine Anfrage für mein Likörrezept gekommen ist. Ich durfte es in der Naturapotheke veröffentlichen.

Weitere Rezepte für dich:

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Tipp zum Verarbeiten von Kürbis

Rezept Suppenwürze Deluxe

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

Erfrischendes Tonic Water Rezept mit Chinarinde

Ich trinke meistens Wasser aber hin und wieder möchte ich ein Tonic Water haben. Ich suchte danach, ob noch welches im Haus war. Mein Mann sagte: „Mich wundert es, dass du Tonic Water noch nicht selbst machst.“ Natürlich bin ich sofort hellhörig geworden. Kann man Tonic Water selber machen?
Nach ein bisschen Recherche habe ich erfahren, dass dies möglich ist. So habe ich mir eins zusammen gebastelt in der Hoffnung, dass man es auch trinken kann.

Erfrischendes Tonic Water Rezept mit Chinarinde von ©Marlies Schneider

Bittermittel gelten als tonisierend. Das Wort „Tonic“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie kräftigend oder stärkend. Es gibt unterschiedliche Bittermittel wie sogenannte „Amara adstringentia“ dh. es sind Bitter- und Gerbstoffe enthalten, dazu gehört die Chinarinde.


Die Pflanze des Chinarindenbaumes stammt ursprünglich aus Südamerika. In der Volksheilkunde hat man die Rinde bei Fieber, Schmerzen, Appetitlosigkeit und zur Unterstützung des Immunsystems verwendet. Man glaubte auch sie könne bei Malaria helfen. Der Wirkstoff ist Chinin dabei handelt es sich um ein Alkaloid.

Hahnemann hat mit Chinarinde experimentiert und so das Ähnlichkeitsprinzip entdeckt. Das ist auch der Grund, warum vielen Menschen Chinarinde ein Begriff ist.  Es handelt sich um eine wirklich spannende Pflanze.

Aber nun zum Rezept!

1 Bio Zitrone davon den Abrieb und deren Saft
1 Bio Limette davon den Abrieb und deren Saft
1 Bio Orange davon den Abrieb und den Saft von einer halben oder ganzen Orange

20 g Chinarinde geschnitten
7 g Pimentkörner
4 g Wacholderbeeren

5 Stk Kardamomkapseln, grün
2 cm Ingwer klein geschnitten oder geraspelt

5 Stängel Zitronengras (ca 120 g kann auch ruhig mehr sein) klein geschnitten

1 g Salz

1 Liter Wasser

1 kg Sirupzucker
Da wir hier Chinarinde verarbeiten habe ich einen Kaltauszug gemacht.

Ich habe 20 g Chinarinde mit 1 Liter kaltem Wasser übergossen und 36 h stehen lassen.

Danach kam der Abrieb der Zitrusfrüchte hinzu und die gemörserten Gewürze sowie das Zitronengras, Saft der Zitrusfürchte und das Salz.

Alles zusammen wird aufgekocht. 

Abkühlen lassen und die Gewürze abseihen.

Weiters durch einen Kaffeefilter abfiltern und wer hat,  zum Schluss durch die Nutsche abfiltern, damit möglichst alle Schwebeteile entfernt werden.

So entsteht eine klare Flüssigkeit. Die klare Flüssigkeit mit dem Sirupzucker in einen Topf geben und aufkochen.

In saubere Flaschenfüllen, fertig.
Ich würde das Tonic nicht mehr durch die Filternutsche filtern. Es geht kaum durch und dauert ewig.Es ist einfacher wenn man den Sud ein zweites Mal durch einen Kaffeefilter laufen lässt um viele Schwebestoffe zu entfernen.

Tonic Water Sirup selber machen Rezept nach ©Marlies Schneider

Mein selbstgemachtes Tonic-Sirup-Rezept ist eine kreative Mischung aus natürlichen Zutaten. Diese Zutaten sorgen nicht nur für den erfrischenden Geschmack. Sie bieten auch verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften. Hier ist ein Überblick über die einzelnen Inhaltsstoffe:

1. Zitrone, Limette und Orange (Abrieb und Saft)

  • Hauptwirkung: Sorgen für die frische, spritzige Basis und den typischen, leicht bitteren Geschmack des Tonic Waters.
  • Inhaltsstoffe: Vitamin C, ätherische Öle (besonders in der Schale), Flavonoide.
  • Vorteile: Vitamin C wirkt antioxidativ, während die ätherischen Öle für das intensive Aroma und eine leichte antibakterielle Wirkung sorgen.

2. Chinarinde

  • Hauptwirkung: Die zentrale Zutat für den charakteristischen bitteren Geschmack, der Tonic Water ausmacht.
  • Inhaltsstoffe: Chinon-Alkaloide wie Chinin.
  • Vorteile: Chinin wurde traditionell als Mittel gegen Malaria eingesetzt und hat eine leichte tonisierende (anregende) Wirkung.

3. Pimentkörner

  • Hauptwirkung: Verleihen dem Sirup würzige, warme Noten.
  • Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Eugenol.
  • Vorteile: Eugenol wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Verdauung.

4. Wacholderbeeren

  • Hauptwirkung: Geben eine leichte Harzigkeit und Frische, die das Aroma abrundet.
  • Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide.
  • Vorteile: Wacholder wird oft für seine harntreibenden und entgiftenden Eigenschaften geschätzt.

5. Kardamomkapseln

  • Hauptwirkung: Fördern ein leicht süßlich-würziges Aroma, das Tiefe verleiht.
  • Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Cineol.
  • Vorteile: Kardamom wirkt beruhigend auf den Magen und fördert die Verdauung.

6. Ingwer

  • Hauptwirkung: Fügt eine feine Schärfe und Wärme hinzu.
  • Inhaltsstoffe: Gingerol, ätherische Öle.
  • Vorteile: Ingwer ist bekannt für seine entzündungshemmenden und verdauungsfördernden Eigenschaften.

7. Zitronengras

  • Hauptwirkung: Verstärkt die frische Zitrusnote und gibt dem Sirup ein exotisches Flair.
  • Inhaltsstoffe: Citral, ätherisches Öl.
  • Vorteile: Zitronengras wirkt beruhigend und kann die Verdauung unterstützen.

8. Salz

  • Hauptwirkung: Verstärkt den Geschmack und bringt eine leichte Würze.
  • Inhaltsstoffe: Natriumchlorid.
  • Vorteile: Balanciert die Aromen aus und unterstreicht die frischen Noten.

9. Kräutersirupzucker

  • Hauptwirkung: Gibt dem Sirup die notwendige Süße und sorgt für die richtige Konsistenz.
  • Inhaltsstoffe: Saccharose mit Kräuterextrakten (abhängig vom verwendeten Zucker).
  • Vorteile: Hebt die Aromen der Gewürze und Zitrusfrüchte hervor.

Die Kombination dieser Zutaten ergibt ein gut ausbalanciertes Geschmackserlebnis, das den typischen Charakter von Tonic Water perfekt nachahmt. Dein Rezept klingt nicht nur lecker, sondern auch faszinierend vielseitig – eine tolle Mischung aus Aromavielfalt und Handwerkskunst!

Etwas Sirup mit Mineralwasser aufgießen und fertig ist dein Tonic Water.

Ich kann mir vorstellen, dass auch ein Gin-Tonic sehr gut damit schmeckt. Nun inzwischen habe ich das ausprobiert und es schmeckt sensationell.

Achtung:

Chinarinde zu hoch dosiert kann zu Fieber und allergischen Reaktionen führen. Nicht in der Schwangerschaft konsumieren.

Tonic Water Sirup selber machen Rezept nach ©Marlies Schneider

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

Köstliches Ingwer Sirup Rezept für kalte Tage

Ingwer Sirup in Tee ist eine schöne Bereicherung. Der Tee wird schmackhaft trotzdem nicht zu süß und nicht zu scharf. Ingwer enthält Bitterstoffe und Scharfstoffe diese haben einen sehr feurigen Geschmack. Ingwer hat durch seine Inhaltsstoffe eine keimtötende Wirkung. Tee mit Ingwer ergänzt ist also für die kalte Jahreszeit eine schöne Unterstützung. Es stärkt unser Immunsystem. Die Bitterstoffe sind immunstimulierend. Zudem regen die Scharfstoffe das Verdauungssystem an.

Köstliches Ingwer Sirup Rezept für kalte Tage ©Marlies Schneider

Wenn du den kandierten Ingwer schon ausprobiert hast, kannst du den Sud heiß kochend in Flaschen abfüllen. So hast du gleich deinen fertigen Sirup.

Ingwer Siurp Rezept

1 L Wasser
1 Kg Zucker
1 Kg Bio-Ingwer
Zucker im Wasser lösen.

Anschließend den klein geschnittenen Ingwer dazu geben und mindestens 30 Minuten köcheln lassen.
Auch Kurkuma, Galgant oder sonstige Gewürze kannst du beimengen.

Zimt als wärmende Zugabe ist wunderbar.
Als ich den kandierten Ingwer hergestellt habe, habe ich auch eine Zitrone dazu gegeben.

Du kannst somit zu deinem Sirup 1-2 Bio Zitronen dazu geben.

Heiß in sterile Flaschen füllen. Davon kannst du nach Gusto einen kleinen oder größeren Schuss in deinen Tee geben.

Tipp:

Hast du selbst einen Ingwer im Topf, dann ernte diesen nicht vor 10 Monate nach der Bepflanzung.

Ein Kräutertee mit Ingwer Sirup ist eine gute Unterstützung bei Erkältungen. Gib der Erkältung keine Chance und hilf dir selbst mit diesem einfachen Rezept.

Fakten zum Ingwer:

Ingwer (Zingiber officinale) ist eine faszinierende und vielseitige Pflanze, die sowohl kulinarisch als auch medizinisch geschätzt wird. Das Ingwer-Sirup ist eine wunderbare Möglichkeit, die Vorzüge dieser Wurzel in einer köstlichen und praktischen Form zu nutzen!

Herkunft

Ingwer stammt ursprünglich aus Südostasien und wird seit Tausenden von Jahren in Ländern wie Indien und China angebaut. Heutzutage wird er weltweit kultiviert, insbesondere in tropischen und subtropischen Regionen. Ingwer war schon in der Antike ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Heilkunde. Er wurde beispielsweise in der Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet.

Inhaltsstoffe

Die Wurzel von Ingwer enthält eine beeindruckende Mischung aus bioaktiven Substanzen:

  • Gingerole: Verantwortlich für den scharfen Geschmack und wirken entzündungshemmend sowie antioxidativ.
  • Shogaole: Bilden sich beim Trocknen von Ingwer und haben ähnliche Eigenschaften wie Gingerole, aber intensivere Schärfe.
  • Ätherische Öle: Wie Zingiberen und Curcumen, die das charakteristische Aroma liefern.
  • Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin C, Magnesium, Kalium und Zink tragen zu den gesundheitsfördernden Eigenschaften bei.
  • Ballaststoffe: Fördern die Verdauung und unterstützen die Darmgesundheit.

Vorzüge von Ingwer

Ingwer ist bekannt für seine zahlreichen gesundheitlichen Vorteile:

  1. Verdauungsfördernd: Lindert Übelkeit und verbessert die Verdauung.
  2. Entzündungshemmend: Kann Schmerzen, insbesondere bei Muskelkater oder Gelenkbeschwerden, lindern.
  3. Immunsystem-Booster: Seine antioxidativen Eigenschaften stärken die Abwehrkräfte.
  4. Wärmt von innen: Besonders beliebt in der kalten Jahreszeit, da Ingwer die Durchblutung fördert und ein angenehmes Wärmegefühl erzeugt.

Der Ingwer-Sirup vereint all diese Vorteile in einer wohlschmeckenden Form. Er lässt sich vielseitig verwenden. Du kannst ihn in Tee, Cocktails oder als Topping für Desserts verwenden. Eine wirklich tolle Idee! 😊

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

Haftungsausschluss/Disclaimer

Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

Selber Cola machen: Rezept mit Eberraute

Auf dem letzten Kindergeburtstag hat mein Sohn bei der Gastfamilie Cola zu trinken bekommen. Er ist total begeistert von dem Getränk, nur meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Naja, wenn ich so zurück denke, ich wollte auch immer Cola haben und meine Eltern waren dagegen. Ich glaube es geht vielen Eltern so und gehört irgendwie dazu.

Selber Cola machen: Rezept mit Eberraute ©Marlies Schneider

Ich habe mir gedacht, dann mach ich doch das Cola-Getränk lieber selber. An Zucker ist zwar nichts gesund, aber ein Glas Sirup ist dann schon mal erlaubt. Nachdem wir sowieso hauptsächlich Wasser trinken, finde ich das OK. Mein Sohn war skeptisch und hat gemeint Cola könne man nicht selber machen. Ich habe ihm dann eine Pflanze im Garten gezeigt und erklärt, dass es mit dieser sehr wohl möglich sei. Absolut skeptisch hat er das Grünzeug betrachtet und es für unmöglich erklärt.

Dabei handelt es sich um die Eberraute – Artemisia abrotanum aus der Familie der Korbblütler. Im Garten wächst sie wie ein kleiner Halbstrauch, sie ist winterhart und mehrjährig. Ich finde sie sehr hübsch mit ihren silber-grün-schimmernden gefiederten Blättern. Sie ist ein Neophyt, aber verwildert nicht sehr stark. In unseren Gärten wächst sie problemlos und die Pflanze ist sehr anspruchslos und einfach zu halten.

Die Eberraute enthält sehr viele ätherische Öle und sie ist reich an Bitterstoffen. Diese Bitterstoffe sind verdauungsanregend und helfen bei der Verdauung von fettreichen Speisen. Sie fördert den Gallenfluss und unterstützt die Leber. In der Heilkunde ist sie also wohl bekannt. Sehr gut passt sie auch in ein Kräutersalz und auch in ein Suppengewürz. Da sie sehr bitter ist, solltest du davon wenig hinzugeben.

Aber das Entscheidende ist, dass der Geruch von Eberraute sehr an Cola erinnert. Darum wird sie auch gerne als Cola-Kraut verkauft.

Das Rezept ist eigentlich sehr einfach nachzumachen und es überzeugt tatsächlich sehr.

2 l Wasser

800g Zucker

5 Stk Bio-Zitronen, filetiert

ca 17-20g Eberrauten-Spitzen

4 El Zucker Couleur
Wasser und Zucker werden aufgekocht und vom Herd genommen.

Wichtig ist das du nur Zitronenfilets hinzu gibst. Die Schale wird komplett entfernt und auch die weiße Haut unter der Schale sollte entfernt werden. Denn diese weiße Haut ist sehr bitter und diese Bitterstoffe wollen wir nicht in der Cola haben.

Von der Eberraute nimmst du nur die jüngsten Triebspitzen. Alle anderen enthalten auch zu viele Bitterstoffe. Das Getränk würde zu herb werden.

Nun gibst du zu deiner Zuckerlösung (diese darf ruhig noch heiß sein) deine Zitronenfilets und das Cola-Kraut hinzu.

Nun machst du es gleich wie mit einem Holunderblütensirup, einfach 3-4 Tage stehen lassen und jeden Tag mehrmals umrühren.

Am vierten Tag wird deine Zuckerlösung abgeseiht.

Du gibst den Zucker Couleur hinzu und kochst das Ganze auf.

In sterile Flaschen füllen.
Zucker-Couleur brauchst du nur für die Optik. Gibst du es nicht hinzu hast du einen leicht gelblichen Sirup. 

Es ist also nicht zwingend nötig für das Rezept.
Genieße deine Cola mit kaltem Mineralwasser.

Garantiert ohne Koffein und du kannst ihn beliebig verdünnen.

HINWEIS: Wie bei jedem Kraut das du verwendest solltest du dich umhören ob du es konsumieren kannst. Manche Kräuter sollten während der Schwangerschaft zB. nicht eingenommen werden. Dazu gehört auch die Eberraute.

Aberglaube: im Englischen wird sie auch maiden’s ruin – Jungfernverderb genannt. Mit der Eberraute konnte man Mädchen verzaubern und ihre Liebe gewinnen.

Wer in der Kirche bei der Predigt müde wurde, konnte sich mit einem Zweig Eberraute helfen. Denn der Duft hält munter.

Up-Cycling:

ACHTUNG: Die Zitronenschalen nicht auf den Kompost geben. Du kannst damit einen wunderbaren Zitronen-Essigreiniger herstellen!

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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Ich muss aufgrund der Rechtslage darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin oder auch Kosmetikerin, Köchin bin. Alle Aussagen, die ich auf meinem Blog treffe über Wirkungsweisen/Eigenschaften von Kräutern, Rezepten, Rohstoffe basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Verwendung und aus der Volksheilkunde. Es handelt sich bei keinem meiner Blogbeiträge um ein Heilversprechen oder ähnliches diese basieren auf Erfahrungswerte der Volksheilkunde. Die Inhalte ersetzen keinen Gang zum Arzt. Eine Eigendiagnose kann nicht gestellt werden. Wenn du meine Rezepte nachmachst dann auf Eigenverantwortung.

 

Warum Matcha Latte die bessere Kaffee-Alternative ist

Heute hat mir mein Bulletproof Kaffee am Vormittag nicht gereicht. Ich vertrage Koffein nicht so gut. Deshalb dachte ich mir, ich mach mir einen Matcha Latte. Das ist besser als einen weiteren Kaffee. Den Kaffeekonsum möchte ich sowieso einschränken, passt er doch nicht zum Paleo Lifestyle. Zudem ist Kaffee ein starker Magnesiumräuber. Magnesium ist allerdings das wichtigste Mineral das wir brauchen. Da ich Magnesium aber oft zuführen muss ist das Kontraproduktiv. Die beste Alternative ist für mich der Matcha Tee.

Warum Matcha Latte die bessere Kaffee-Alternative ist ©Marlies Schneider

Das Koffein von Matcha Tee ist besser verträglich denn es verhält sich anders im Körper. Im Kaffee kommt das Koffein in ungebundener Form vor. Es gelangt somit schnell in die Blutbahn, es regt schnell auf, klingt aber fast genauso rasch wieder ab. Aber beim Matcha Tee, ist das enthaltene Koffein an die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe gebunden. Wir nehmen es erst später auf, es gibt keinen schnellen Kick, jedoch ist die Phase der Konzentration wesentlich länger. Aber das beste daran ist, Matcha ist eine wahre Vitaminbombe.

Von der Pflanze wird das ganze Blatt pulverisiert. Wenn wir uns einen Tee daraus machen, trinken wir so zusagen das ganze Blatt mit. Unser Körper nimmt alle Inhaltsstoffe auf. Dazu zählen Vitamin A, Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E. Auch Calcium, Kalium, Eisen, Zink, L-Theanin und Eiweiß gehören dazu. Matcha Tee ist ein sehr starkes Antioxidans. Zudem liefert er uns die drei wichtigsten Mineralien, die der Körper benötigt. Das sind Magnesium, Calcium und Kalium. Diese erhalten wir in natürlichster Form.

Die Zubereitung für einen Matcha Latte ist sehr einfach:

1 Bambuslöffel voll Matchatee (das ist ca. 1/2 Teelöffel)

wird mit etwas lauwarmen Wasser angerührt und am besten mit einem Matchabesen schaumig gerührt.

Den angerührten Tee habe ich in ein Glas gegeben und ca. 60°C warmen Wasser dazu gegeben (ca. 150ml). Dann habe ich das Glas einfach mit Kokosmilch (frei von Zusätzen) aufgeschüttet und etwas Apfeldicksaft dazu gegeben. Das ganze mit einem Milchaufschäumer aufgeschäumt, fertig.

Beachte bitte: Matchatee sollte nie über 80°C zubereitet werden, er verliert sonst seine wertvollen Inhaltsstoffe. Generell sollte man heiße Getränke nicht über 40°C zu sich nehmen, damit die Mundschleimhaut nicht verletzt wird. Auch Krankheitserreger können dann viel schneller aufgenommen werden. Das gilt eigentlich für jeden Tee den du dir zubereitest.

Weitere Rezepte für Matchatee:

Kombucha

Matcha Power Balls

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
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