Fruchtiges Leder selbstgemacht

p1100491Heute möchte ich euch etwas ganz einfaches vorstellen. Fruchtiges Leder selbst gemacht. Ich hatte dies schon länger vor und endlich hatte ich die Zeit dafür. Wie ihr wisst, bin ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten  und Experimenten. Wobei Rezept braucht man dafür eigentlich keines. Mir passiert ständig, dass immer alles im Garten, zur selben Zeit reif wird. 100 verschiedene Marmeladen stehen schon im Keller. Eingefroren habe ich auch schon viele Beeren. Immer nur Dessert mit Beerenspiegel möchte ich auch nicht machen. Aber eine gesunde Nascherei, dass wäre eine schöne Idee.

Ich liebe Küchenexperimente, so musste ich nun Obstleder unbedingt ausprobieren. Siehe da, es schmeckt vorzüglich.

Ich habe einfach ein paar Kiwis klein geschnitten und in den Mixer gegeben. So 5 dürften es schon gewesen sein. 1 EL Mandelmus und 1 EL Honig dazu. Das ganze zu einer feinen Masse verarbeiten. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen. So dünn wie möglich, dann verkürzt es die Trockenzeit. Ich habe das ganze bei ca 70°C im Ofen gedörrt. Achte darauf, dass die Platte gummiartig bleibt. Ist dein Fruchtleder fertig lässt es sich richtig gut vom Backpapier lösen. Und fertig ist die Nascherei.

Zwei Mangos hatte ich auch noch übrig. Diese wurden auch klein geschnitten. Ab in den Mixer und 1 EL Mandelmus hinzu. Das war es schon. Die Mangos waren süß genug und es bedarf  bei diesen keinen extra Honig. Beim Dörren im Backrohr ist es sinnvoll, einen Kochlöffel in die Türe zu klemmen. So kann der Dampf entweichen. © Marlies Schneider

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Tom Kha Gai

Tom Kha Gai

Nun die thailändische Kokossuppe ist rasch gemacht und schmeckt vorzüglich. Da ich einige exotische Kräuter ziehe, brauche ich natürlich auch eine Verwendung dafür. Da kommt mir so ein Gericht gelegen. Natürlich habe ich es wieder nach meinen Vorstellungen angepasst. Generell greife ich auf Bio-Produkte zu oder auf Gemüse aus dem eigenen Garten.

Zutaten: (für ca. 3 Personen)

300g Bio Pute gewürfelt

1 rote oder gelbe  Bio Paprika in Stücke geschnitten

1 Teil Bio Blumenkohl, in kleinen Röschen

1 Teil Bio Brokkoli, in kleinen Röschen

3 Stk. Bio Frühlingszwiebeln geschnitten

1-2 cm Stück Bio Ingwer klein geschnitten

zitronengras

Zitronengras

1 Zitronengras Stängel geviertelt, frisch aus dem Topf ist es genial

 

2 Bio Knoblauchzehen in Scheiben geschnitten

Chili optional

1 Bio Limette, davon die geriebene Schale und den Saft

ein paar Blätter thailändisches Zitronenblatt (es gehen auch Kafirblätter)

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thailändische Zitronenblätter

 

3/4 l Gemüsebrühe

200 ml Kokosmilch

Salz, Pfeffer, Galgant, Basilikum

Kokosöl

Ich gebe das gewürfelte Fleisch mit etwas Kokosöl in einen Topf und brate es bis es etwas Farbe bekommt. Dann gebe ich Knoblauch und Ingwer dazu nach und nach das Gemüse und brate es kurz mit. Mit der Gemüsebrühe lösche ich das ganze ab und füge die Kokosmilch hinzu. Ein paar thailändische Zitronenblätter hinzu geben. Dann nur noch leicht köcheln damit das Fleisch auch sicher durch ist. Das dauert so ca. 10 Minuten. Zum Schluss gebe ich die geriebene Schale der Limette und den Saft hinzu. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Galgant. Gehackten Basilikum hinzugeben fertig. Das Zitronengras fische ich meistens noch raus.

Übrigens gibt es auch noch australisches Zitronenblatt. Dies wäre auch eine Alternative. Dieses gibt man frisch und klein gehackt über das Gericht. Auch Galgant kannst du gut im Topf halten. Hier können auch die Blätter verwendet werden. Vegan schmeckt das Gericht auch überaus lecker. Dabei einfach nur das Fleisch weg lassen und durch Gemüse ersetzten.

Tipp: Ingwer sollte immer in Bio-Qualität verwendet werden. Damit er ungeschält benutzt werden kann. Denn die wichtigsten Wirkstoffe sind direkt unter der Schale.

© Marlies Schneider

Kartoffelfladen Gluten frei

Ich versuche ja so gut wie möglich auf Getreide zu verzichten. Auch für meine Familie möchte ich es reduzieren. So bin ich immer auf der Jagd nach alternativen Rezepten. Ausgefallen und schmackhaft sollen sie sein. Durch Zufall bin ich auf das irische Kartoffelbrot aufmerksam gworden. Nun passend abgewandelt, sind sagenhaft leckere Fladen entstanden.

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© Marlies Schneider

Zutaten:

1 kg Beilagen Kartoffeln (keine speckigen)

50 g Ghee

60 g Pfeilwurzelmehl

70 g Reismehl

70 g Kartoffelmehl

1/2 Tl Salz

Salz, Thymian und Rosmarin frisch

Pfeffer und Muskatnuss frisch aus der Mühle

Walnüsse gehackt

Die Kartoffeln werden geschält und klein geschnitten. In etwas Salzwasser weich kochen. Ich spüle sie mit kaltem Wasser etwas ab und drücke sie durch die Kartoffelpresse. Mehle, Salz und etwas Muskat vermischen. Auf einer sauberen Arbeitsfläche die Kartoffelmasse mit dem Mehl vermengen. Das zerkleinerte Ghee in die leicht warme Masse einarbeiten (dabei schmilzt das Ghee im Teig). So entsteht ein geschmeidiger Teig von ca. 1100 g. Nun formt man aus je 11 g Teig ca 10 Kugeln. Drückt diese ca. 1 cm flach und gibt Thymian, Rosmarin etwas Muskat und Pfeffer rauf. Grobes Salz, ich habe hier Inka Flor de Sel rose verwendet und ein paar gehackte Walnüsse. Etwas andrücken und Ghee Flöckchen rauf geben. Bei 200°C im Ofen (Heißluft) ca. 30 Minuten backen.

kartoffelfladen-2kartoffelfladen-3Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auskühlen lassen und genießen!

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© Marlies Schneider