Vortrag bei der Jahreshauptversammlung des OGV Doren

Gestern Abend lud der Obst und Gartenkulturverein Doren zur Jahreshauptversammlung 2018 ein.

Mit dabei war ich mit meinem Vortrag „Naturerlebnis Vorarlberg“.  Ziel dieses Vortrages war es, die Mitglieder des OGV Doren, für die heimischen Kräuter zu begeistern. Den Abend verbrachten wir bei ausgelassener und guter Stimmung im Biohof Lingenhel in Doren.

 

 

 

Ingwer Shot

Die Erkältungszeit ist schon wieder da. Rundherum sind viele krank. Dem möchte ich unbedingt vorbeugen. Darum möchte ich euch heute einen Ingwer Shot vorstellen. Aber Achtung dieser hat es ordentlich in sich.

Rezept:

Alle Zutaten in Bio-Qualität verwenden.

70g ungeschälten Ingwer, ein saftiges frisches Rhizom

3 Äpfel ohne Gehäuse aber samt Schale

1 Mango

2 Orangen, davon den Saft und es darf auch das Fruchtfleisch sein.

1 Chili

1 El Curcuma oder etwas frischen davon

50 ml Olivenöl

200 ml Wasser

Alle Zutaten klein schneiden und in einen Hochleistungsmixer geben. Dann gebe ich alles in einen großen Topf und erhitze die Masse und lass sie kurz aufwallen. Vom Herd nehmen und in sehr saubere Flaschen abfüllen. Jeden Tag davon ein Shot trinken. Du wirst schnell die wohltuende Wirkung spüren. Trink ihn doch am frühen Morgen statt Kaffee. Es weckt die Lebensgeister und wärmt von innen. Das Immunsystem wird unterstützt und du fühlst dich gut.

Durch das Erhitzen wird der Shot recht scharf, möchtest du das nicht, dann fülle die Masse kalt ab. Die Meinungen gehen auseinander ob Ingwer erhitz werden darf oder nicht. Viele meinen nicht, allerdings findet man in ayurvedischen Kochbüchern Rezepte bei denen Ingwer auch erhitzt wird. Da Meinungen auch oft nur nachgesagt werden, finde ich es immer noch gut selbst zu experimentieren.

Im Kühlschrank aufbewahrt hält er sich ca. 4 Tage.

Wenn du den Drink gerne süßer möchtest kannst du noch etwas Honig hinzu geben. Ich finde aber das die Mango genug süße liefert. Wenn dir der Drink zu scharf ist, nimm weniger Chili und / oder weniger Ingwer denn Ingwer enthält sehr viele Scharfstoffe.

 

Ingwer – Zingiberis officinale wird in allen tropischen Gegenden angebaut. Die Herkunft ist oft aus China, Indien, Brasilien oder Westafrika. Er wird in Indien und China schon seit dem Altertum angebaut. Bei uns wurde die Droge seit dem 9. Jahrhundert eingeführt. Verwendet wird das Rhizom. Die wichtigen Inhaltsstoffe sitzen in der Korkschicht, das wären Harze und ätherische Öle. Darum solltest du ungeschälten Ingwer verwenden ansonsten würdest du die wertvollen Wirkstoffe weg schälen.

Inhaltsstoffe: rotes Weichharz, mehr als 50% Stärke, eine komplexe Zusammensetzung ätherische Öle (wie Geranial, Neral und Linalool uvm), Fett weiters enthalten sind Gingerole das den scharfen Geschmack des Ingwers ausmacht.

Ingwer hilft bei Übelkeit und soll magenstärkend, verdauungsanregend, und appetitanregend sein.

Sehr gute Erfahrung habe ich mit Ingwertee bei Reizhusten gemacht. Hierbei wird Ingwer in kaltes Wasser geben und kurz aufgekocht. Von der Herdplatte nehmen und dann lässt du ihn ca. 10 Minuten ziehen. Ich verwende 4-5 Scheiben für eine Tasse Wasser. Bist du empfindlich auf die Schärfe dann nimm weniger Ingwer. Jeder Mensch empfindet das anders und sollte sich nach seinem empfinden auch richten. Dieses Hausmittel ersetzt auch keinen Arzt.

Ingwer ist auch ein beliebtes Gewürz in der Küche. Besonders schmackhaft ist zudem auch kandierter Ingwer. Dieser wird gerne als Magenmittel verwendet. Allerdings ist er auch sehr wohltuend bei Halsschmerzen. Kandierter Ingwer hat aber sehr viele Kalorien. Man sollte also nicht mehr davon verwenden als man Hustenbonbons zu sich nehmen würde.

Ein Rezept gibt es auch bald dazu.

Ach ja du kannst dir deine eigene Ingwerpflanze auch wunderbar im Topf ziehen und davon ernten.

© Marlies Schneider

 

 

 

 

 

Blütenbutter selbstgemacht

© Marlies Schneider

© Marlies Schneider

Gestern war der Termin für meine Kräuterführung bei der Villa Jenny im Bildungszentrum Hard. Leider hatten wir Schnee bis in die Tallagen und konnten die Führung nicht machen. Der harte Kern hat sich trotzdem angekündigt und wir hatten einen gemütlichen Hock. Ein netter Kräutertreff und mittels Herbarium haben wir die Pflanzen besprochen, die wir leider nicht sehen konnten, alles begleitet mit einer feinen Kräuterjause.

 

© Marlies Schneider

Bei unserer Kräuterjause hatten wir eine Blütenweidebutter. Diese ist ganz einfach gemacht und sie lässt sich sehr gut vorbereiten. Sammle einfach ein paar essbare Blüten aus deinem Garten. Dabei kannst du folgende nehmen: Lungenkraut, Schlüsselblume, Schlangenknöterich, Kresse, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Löwenzahn, kriechender Günsel, Gundermann, Stiefmütterchen, Storchschnabel, Bellis (Gänseblümchen), Rosmarinblüten uvm. Ein paar Kräuter wie ein Blatt Bärlauch, Giersch und Gundermann sowie Knoblauchsrauke und Pfefferkraut runden die Blütenbutter ab. Stiefmütterchen und die Kräuter werden gehackt und samt den Blüten mit der weichen Butter aufgeschlagen. Ein bisschen Salz darf dazu. Fertig ist die Blütenbutter. Auf ein Stück gebackene Süßkartoffel oder zu einer Ofenkartoffel gegessen schmeckt sie hervorragend. Oder zu Spargel und Auberginen serviert ist sie ein Traum. Alle Brot-Fans haben einen schmackhaften Aufstrich.

© Marlies Schneider

© Marlies Schneider

 

Tipp: Versuch doch mal ein Blütenghee herzustellen. Man nimmt einfach statt Weidebutter ein Ghee.

Auf den Spuren der Wild- und Gartenkräuter

VortragKräuterkrone (1)

mit Marlies Schneider (in Vertretung von Marianne Fischer)
Dipl. Kräuterexpertin und geprüfte Wanderführerin

Bald kommt die Zeit, all unsere Kräuter zu ernten, geschmeidige Salbeiblätter, wohlriechender Thymian oder unscheinbarer Spitzwegerich. Wir erfreuen uns an vielen prächtigen Kräutern. Damit wir das ganze Jahr unserer Ernte genießen können, ist es wichtig, dass wir sie auch richtig aufbewahren.

Dafür gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten oder Köstlichkeiten die wir in unserer Hexenkräuterküche zaubern können.

An diesem Nachmittag erfährst du alles über das sammeln, trocknen, konservieren und aufbewahren von Kräutern sowie grüne Blätter als neue
Nahrungsmittelgruppe.

 

Thema: Vortrag „Auf den Spuren der Wild- und Gartenkräuter“

Wann: Samstag, 21. Mai 2016, 14:00 bis ca 17:00 Uhr

Ort: 6890 Lustenau, Schützengargenstraße 8, FNL Kräutergartenstüble

Kosten: € 12,00 pro Person, für Nichtmitglieder € 14,00 pro Person

Keine Anmeldung erforderlich!

Infos: bei Marlies Schneider, FNL-Bezirksleitung Bregenz

Tel. +43 680/2113129, E-Mail: naturzumwohlfuehlen@aon.at oder Tel. +43 650 232 86 78, E-Mail: hofer.margrit@outlook.com

Kräuterspaziergang in Hard

Kräuterführung Bildunsinstitut Hard © Bildunsinstitut Hard© Bildungszentrum Hard

 

 

 

 

 

 

Freitag 15.04. – 15 Uhr

„Kräuterspaziergang“

mit Marlies Schneider
Dipl. Kräuterexpertin

Ort: Bildungszentrum 6971 Hard (Villa Jenny), Landstraße 36

Kosten: ca. 8,–  €

Anmeldung: 0680 211 31 29 oder
naturzumwohlfuehlen@aon.at